Katharina N.

Wenn du ein fremdes Land betrittst, frage, was dort verboten ist... -Konfuzius-
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RE: 15 Piraten und eine Chance | 19.09.2011 | 00:19

Ära Rot-Rot ist beendet, die Zeichen stehen auf rot-grün, möglicherweise sogar auf eine große Koalition mit der CDU. Eins ist jedenfalls klar, um die rot-rote Suppe weiter zu kochen, bedarf es der Beteiligung der Piraten.
Kernforderung der Piraten heißt Transparenz, o.k, steht als zweiter Tagesordnungspunkt auf dem Programm. Aber wie sollen die Piraten dafür sorgen, dass unsere Milliardenverschuldung zusammenschrumpft? Das Piratenprogramm ruft nach Neuerungen, die in der Realität nicht finanzierbar sind und dem Staat eher noch mehr kosten werden. So ist die Rede von der Abschaffung der Regelstudienzeit, eine Lehrkraft für 15 Lernende, Einführung eines kostenlosen Mittagessens in Schulen, zur Entfaltung der Selbstbestimmung des Individuums individuelle Planung der Schullaufbahn usw.
Den Ruf nach Stärkung der Hausbesetzerkultur kann ich jedoch nicht richtig einordnen. Alles in allem kann frischer Wind nie schaden und die geforderten Peiteipunkte werden so manch Alteingesessenen herrausfordern.

Viele Grüße
Katharina N.

RE: Zwangsadoptionen - skandalisiert und ignoriert | 18.09.2011 | 15:38

@ Magda,
zum Vorwurf des Aufrechnens oder das Losgehen auf vermeintliche Lieblingsfeinde kann und möchte ich mich nicht äußern.
Ich selbst erlebe es allerdings immer wieder in Gesprächen mit Bekannten, sobald sich ein Thema auf- milde ausgedrückt- Ungerechtigkeiten in der ehemaligen DDR entwickelt, dies zwar kritisch betrachtet wird, jedoch sofort Mißstände und Vergehen der BRD entgegen gehalten werden. Eine Aufrechnung der Handlungsweisen in und zwischen beiden deutschen Staaten ist eh nicht möglich. Ich denke, dieses sich jeweilige "Angesprochen fühlen" ist ein gewisser Generationskonflikt.
Zum Thema möchte ich von einer lieben Kollegen berichten, die mir erzählte, dass sie erst nach langem Suchen ihre Mutter ausfindig machte. Wegen Ausreise- und Fluchtversuchen der leiblichen Eltern wurde sie in Kindertagen anderen Eltern anvertraut -zwangsadoptiert. Dort wuchs sie wohlbehütet in einem intakten Familienverbund auf und es ging ihr gut.
Immerhin, erst im reifen Alter von vierzig Jahren, fand eine Familienzusammenführung statt, sie konnte noch ihren Bruder ausfindig machen und lernte ihre Halbgeschwister kennen. Die lange gesuchte Mutter blieb ihr jedoch weitestgehend fremd, lange Zeit zum Näherkennenlernen hatten sie nicht. Anderthalb Jahre blieb ihnen für das Aufarbeiten und Nachholen der verlorenen Zeit, dann verstarb die Mutter.
Nun ist dies nur eine Geschichte, wie oft sich dies oder Schlimmeres in der ganzen Welt ereignet oder ereignet hat, lässt sich nicht in Worte und schon gar nicht in nur einem Blog fassen. Denkt man über dieses zigtausendfache Leid weltweit nach, kann mir nur übel werden.

Herzliche Grüße
Katharina N.

RE: Wie viele Gäste sollte man einladen? | 18.09.2011 | 04:15

Erlesenste Zutaten und vornehmste Gäste sind allerdings auch kein Garant für einen gelungenen Speiseabend. Die "richtige" Zahl der Gäste hängt für mich immer von dem entsprechenden Anlass ab. Wer zum Freundeskreis gehört, darf auch an meinem Esstisch Platz nehmen, ohne vorher abgezählt zu werden. Egal, welche Mühen sich der Koch oder die Köchin für die Zubereitung des Essens macht, egal wie aufwändig der Tisch dekoriert wird, am wichtigsten bleibt doch, dass man seine Gäste gern um sich versammelt und kulinarisch verwöhnen möchte. Mit ausreichendem Humor und einer Portion Lockerbleiben des Gastgebers sollte einer genüsslichen und nach der Mahlzeit gesättigten Tischrunde nichts im Wege stehen.
Anders verhält es sich bei eher offiziellen Anlässen. Die richtige Wahl der Zutaten und Zusammenstellung der Speisen kann bei anspruchsvollen Gästen in Stress ausarten, die Lockerheit mag sich nicht so recht einstellen. Der Humor bleibt verhalten im Halse stecken, der gedeckte Tisch wird argwöhnig inspiziert. Gelingt es dem Koch oder der Köchin nach dem Kredenzen des meisterlichen Menüs in die Rolle des aufmerksamen und redegewandten Gastgebers zu schlüpfen, sollten die Mühen durch satte und zufriedene Gäst belohnt worden sein.
Doch macht sich nicht jeder Gastgeber so sehr viele Gedanken um Tischschmuck, den passenden Wein, das passende Geschirr oder die Menüfolge. Trendy in Plastikschüsseln dargebotene Salate, aufgeschnittenes Fleisch und Brot, ein Plastikdöschen Senf, Besteck auf dem Pappteller - alles nett angerichtet in der Küche nebst Abwaschgeschirr neben der Spüle, leeren Flaschen, benutzen Gläsern und vollgestopftem Mülleimer. Der Verzehr der Speisen erfolgt nicht am Tische, sondern mit dem Teller auf den Knien auf dem Sofa sitzend. Aber trotzdem ist so ein Abend für so manch einen Gast ein netter und geselliger Abend, weil die Portion Lockerheit nicht ausgeht.

RE: Wer von Ihnen kennt Sven Ratzke? | 17.09.2011 | 14:42

Danke für den Beitrag!
Bis vor einigen Tagen kannte ich Sven Ratzke auch noch nicht, durch einen Zufall bekam ich die Gelegenheit, ihn live zu erleben. Und er ist wirklich ein Erlebnis! Stimmgewaltig- in allen Tonlagen. Bei Sven Ratzke bleiben nur zwei Möglichkeiten: entweder man liebt ihn oder man mag ihn nicht! Er singt und spricht eine eindeutige Sprache, wechselt vom nachdenklich melancholischen Chanson zu witzigen und hintergründigen Plänkeleien, schafft es dabei meisterlich, sein Publikum nicht nur wegen seiner außergewöhnlichen Darbietung, seiner imposanten Stimme, sondern auch mit seiner charismatischen Ausstrahlungzu fesseln.
Man muss ihn erlebt haben, für mich die perfekte Verbindung vom live-Auftritt zur neuesten CD -eine live Aufnahme.

Herzliche Grüße
Katharina N.

RE: Fuchs, Igel und Menschen | 27.08.2011 | 01:00

Schließe mich an, einfach nur schön, dieser Topblog. Gedanken an Wildschweine kamen mir jedoch nicht...:).
Wo kann man denn während des nachts Rotwein trinkend Igel beobachten?

Viele Grüße
Katharina N.

RE: Was dem DFB sein Frauenfußball wert sein sollte | 12.07.2011 | 00:17

Also, ich hab leider gar keine Ahnung von Fußball. Aber ich denke, auch in diesem Bereich ist neben dem sportlichem Kampfgeist der Sport letztendlich ein knallhartes Geschäft, welches über Angebot und Nachfrage bestens gehandelt wird. Frauenfußball erzeugt nun mal nicht so viel Nachfrage beim Zuschauer/Fan, folglich ist ihr Marktwert gegenüber den männlichen Fußballern geringer. Das leuchtet mir ein. Verfolgt man die Berichterstattungen europäischer Zeitungen, findet diese WM kaum Beachtung. Ist zwar schade, aber leider wahr...

Viele Grüße
Katharina N.

RE: Die Medialisierung privaten Lebens und deren Folgen | 02.06.2011 | 23:19

Lieber Rolf,

so ganz kann ich Ihre und auch andere Meinungen nicht teilen. Zweifelsohne haben die Medien hier nicht zu heilenden Schaden angerichtet. Jedoch, wer sich in die Öffentlichkeit begibt, muss damit rechnen, zu Lasten seines Privatlebens zu einer öffentlichen Person zu werden. Dieses Breittreten, Ausschlachten und flächendeckende Berichten der Medien im Fall Kachelmann und das geweckte Interesse der Öffentlichkeit liegt in der vermeintlichen Tat selbst begründet; Vergewaltigung ist abscheulich und ein sexuelles Privatleben jenseits der allgemeinen moralischen Auffassung einer prominenten, zu besseren Zeiten nett plaudernden Person, ist einfach nur unsympathisch. Wen wundert es, wenn darüber öffentlich geredet wird? Wenn damit auch noch die Kassen klingeln? Wer weiß, vielleicht macht sich der Strafprozess irgendwann für die Beteiligten auch noch bezahlt, nur der Steuerzahler ist hier wieder mal der Dumme...

Freundliche Grüße
Katharina N.

RE: Mühsal und Freude des Autorenlebens | 20.05.2011 | 00:53

Lieber Rolf,

schön, mal wieder an dieser Stelle lobende und motivierende Worte für Autoren und alle diejenigen, die das Schreiben nicht lassen können, von Ihnen zu lesen. Ich denke auch, dass Schreiben wie eine Sucht ist. Ständig besetzen Gedanken das Gehirn und drängen danach, buchstäblich zu Papier gebracht zu werden. Wohl dem, der damit nur sein Hobby befriedigt und nicht nach höheren Zielen strebt. Denn bewegt man sich in Richtung Veröffentlichung und Verlagssuche, schlägt die Ernüchterung unbarmherzig zu und man muss schon ein ziemlich dickes Fell haben, um weiter literarisch kreativ zu bleiben. Monsieur Rainer und Baphomed scheinen ein Lied davon singen zu können.
Schreiben ist eine Kunst, das sollte nicht vergessen werden.

Herzliche Grüße
Katharina N.

RE: Wie wärs mit einem Reim? | 04.03.2011 | 15:04

@ weinsztein

Nein, solch ein Haus würd ich nicht bauen, aber warum nicht ein wenig Schnörkel, ein wenig Verzierung, wenn es gut passt? Interessanter Vergleich, der mich auch an Kleidung denken lässt. Verträumte Rüschenbluse, kombiniert mit ausgefransten Jeans, warum nicht, wenn es gut passt?

RE: Projekt Pynchon, Die Enden der Parabel | 03.02.2011 | 16:04

Lieber Herr Theel,

es liegt mir fern zu behaupten, Sie hätten Betrachtungen im Vorfeld angestellt, um das Projekt von Frau Hank zu verhindern.
Ich stellte mir seinerzeit selbst die Frage, wie eine Kommentierung der Blogger-Leser, die alle zwar den gleichen Text lesen, aber doch in unterschiedlicher Weise auf- und wahrnhmen, in der Praxis aussehen wird.
Ansonsten nehme ich Ihren Vorschlag gern nochmal auf, ihre Vorschläge aufmerksam zu lesen.