Männerdomaine Führungsebene

Frauenquote Schon länger wird über einen Frauenanteil in Führungsebenen diskutiert. EU-Justizkommissarin Viviane Reding fordert eine Umsetzung der Richtlinien bis 2020
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Welch bedauernswertes, gesellschaftliches Armutszeugnis beschert uns doch der Umstand, um einen Anteil der sogenannten Frauenquote in Führungsebenen kämpfen zu müssen!
Festsitzende Strukturen, egal in welchen Bereichen, waren schon immer schwer aufzubrechen, stießen von jeher auf massiven Widerstand der Alteingesessenen. Doch jeder Fortschritt, jede Weiterentwicklung, jedes Öffnen sowie Nutzen weiterer Möglichkeiten setzt Denkprozesse, einschließlich uneingeschränkter Loyalität den Geschlechtern gegenüber, voraus.
Nun will gut Ding Weile haben, wie man so sagt. Benötigen wir jedoch wirklich noch mindestens acht Jahre, bis sich ein Akzeptieren und Besetzen begehrter Chef- und Führungspositionen auch mit qualifizierten Frauen realisieren lässt? Acht Jahre Vorbereitung in Unternehmenshierarchien, Strukturen, und vor allem in den dominierenden Männerköpfen, während derer zu hoffen wäre, dass eines Tages Frauen in Führungsebenen wie selbstverständlich zum Unternehmensalltag gehören? Und zwar ohne Androhung von Strafgeldern bzw. Streichung von Subventionen.
Nun gibt es glücklicherweise auch unter den Unternehmen Pioniere, die ihren Beitrag zur Erfüllung der umstrittenen Frauenquote schon längst geleistet haben.
„Das schwache Geschlecht“ hat zu allen Zeiten in der Geschichte bewiesen, welche Intelligenz, Kraft, Mut, Entschlossenheit, wie viel Durchsetzungsvermögen, bis hin zu Führungsqualität auch in Frauen vorhanden sein kann. Dies hat sich bis heute nicht geändert.
Trotz aller Qualifikation, Kompetenz und Know how, haftet dem weiblichen Geschlecht nicht selten der Verdacht an, ihren beruflichen Aufstieg „gewissen“ Beziehungen zu verdanken. Je hübscher die entsprechende Dame ist, umso hartnäckiger hält sich die Vermutung.
In Deutschland herrscht offensichtlich ein Patriarchat, in das es (bisher) nur wenigen Frauen gelungen ist, vorzudringen. Respekt sowie Achtung, auch in der Geschäftswelt unerlässlich, sind hart zu erarbeiten, die beruflichen Fähigkeiten ständig unter Beweis zu stellen.
Will man sich vom schwachen Geschlecht nicht in die Bücher schauen lassen? Wird vielleicht befürchtet, zu viel Macht aus den (Männer)Händen zu geben?
Die EU-Justizkommissarin Viviane Reding fordert nun noch energischer die Umsetzung der Frauenquote in 27 EU-Staaten. Mindestens 40 % des weiblichen Geschlechts soll in börsennotierten Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern und mehr als 50 Millionen Jahresumsatz bis zum 1.1.2020 in den Aufsichtsräten vertreten sein.
An dieser Stelle möchte ich auf meinen Post

http://socialposition.de/nein-zur-frauenquote-es-bleibt-wie-es-war

verweisen, in dem es ebenfalls um dieses Thema geht.
12:18 03.09.2012
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Geschrieben von

Katharina N.

Wenn du ein fremdes Land betrittst, frage, was dort verboten ist... -Konfuzius-
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