Partnerbörsen - auch ein Spiegel der Gesellschaft?

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Man könnte sich regelrecht verfolgt fühlen - egal in welchem Medium ich mich bewege, ich komme an den zahllosen Singleangeboten der Stadt nicht vorbei.

In einer einzigen Werbepause während der Montagabendserie flattern drei unterschiedliche, allseits bekannte, Partnerbörsen-Banner über den Bildschirm, schweben schöne glückliche Päarchen durch das Bild. Anderer Sender, gleiches Werbeangebot, eine weitere der unzähligen Vermittlungsagenturen präsentiert sich, Erfolg ist garantiert.

Nun, natürlich bleibt es jedem selbst überlassen, welche Form der Kontaktaufnahme ihm am liebsten ist. Facebook, Twitter usw. gelten als unpersönlich, sind aber einfach und äußerst effektvoll wenn es darum geht, schnell und viele Kontakte zu knüpfen. Dieser inzwischen uns allen vertrauten Umgangsform, Freunde per Internet hinzuzufügen, ist es wahrscheinlich zuzuschreiben, dass Partnervermittlungen im Netz so beliebt sind. Der Erfolg gibt dieser cleveren Geschäftsidee recht, fast flächendeckend werden wir seit Jahren mit Singleangeboten versorgt. Profil erstellen, Checkliste ausfüllen, Klick und fertig. Liegt hier vielleicht menschliche Vereinsamung, das Fehlen sozialer Kontakte, Unsicherheit oder ähnliches der einsamen Herzen vor? Oder ist es einfacher, sich einen Partner anhand von Ausstattungsmerkmalen zuordnen zu lassen? Haben wir Menschen es verlernt, Menschen im Umgang miteinander kennen zu lernen?

00:14 11.01.2011
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Geschrieben von

Katharina N.

Wenn du ein fremdes Land betrittst, frage, was dort verboten ist... -Konfuzius-
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