RE: Was, Kunst? | 04.04.2020 | 19:47

Lieber Herr Leusch, ich mag auch grünen Spargel sehr. Mir kommt entgegen, dass der nicht geschält werden muss. Im Zeitmagazin hat mich ein einfaches Rezept angelacht: einfache, kleine Spargeltartes mit Ziegenfrischkäse. Hmmm! Morgen gibt es aber weißen bei uns, aus Brandenburg. Viele Grüße! Katharina Schmitz

RE: Was, Kunst? | 04.04.2020 | 16:45

ich fürchte, Herr Schmitt, Sie wollen lesen, was Sie lesen wollen? So wie mir meine Mutter (meine Eltern waren Bauern) das schildert, ist Spargelstechen nichts für Anfänger, das muss man irgendwie auch können, deshalb impliziert die Fragestellung eher eine Würdigung dieser alten Kulturtechnik. Meine Mutter übrigens hat noch Kartoffelkäfer von Hand gesammelt, tatsächlich, heute wird ja alles weggespritzt. Geschichtsvergessen? Nirgendwo ist von einem unentgeltlichem "Arbeitseinsatz" die Rede, abgesehen davon: wieso sollte die Erntearbeit jetzt auch plötzlich nicht bezahlt werden, wo Erntearbeiter aus dem europäischen Ausland fehlen? Dass regional aber durchaus Leute ehrenamlich aushelfen, finde ich nun null ehrenrührig, sondern einfach zupackend. Es scheint mir eher ein komischer Klassismus zu sein, der hier um die Ecke ausgedrückt wird. Mich wundert das, die Wirtschaftsordnung steht auf dem Kopf, sie wird sich fundamental ändern, es wird sehr viel sehr anders werden. Für uns alle. Für mich übrigens, da ich nun doch ebenfalls in einer bedrohten Branche arbeite, ist auch nichts sicher. Insofern spreche ich hier mitnichten aus einer unverschämt komfortablen Zone. Beste Grüße, Katharina Schmitz

RE: Was, Kunst? | 04.04.2020 | 14:28

Lieber Herr Zietz, natürlich macht die Krise auch freien Werbetexter oder DJ´s extrem zu schaffen. Aber das versteht sich doch von selbst, scheinbar versteht das, was die Antragstellung/Bewilligung angeht, nicht jedes Bundesland. Für manche ist beispielsweise Voraussetzung die Mitgiedschaft in der KSK, ist aber nicht jeder aus der Kreativwirtschaft KSK-Mitglied. Zur Spargelfrage: Da haben wir in der Redaktion heftig diskutiert, ich frage mich aber schon auch, warum das so eine Triggerfrage sein soll, sie ist ja ziemlich offensichtlich nicht im Sinne von Julia Klöckner gefragt. Und die Antworten sind doch gut.

RE: Knospen am Lindenbaum | 02.04.2020 | 22:36

ich kann nichts zum Blog sagen, aber mir ist doch ein Anliegen zu schreiben: Slimanis Roman "Dann schlaf auch du" ist wirklich ein TOLLer Roman. Literarisch ebenso nicht nur ein "Hoffnungssschimmer" (Zietz) ist auch Marion Messinas "Fehlstart", das Interview mit der Schriftstellerin führte Romy Strassenbourg.

RE: „Man braucht jetzt etwas Ausgleichendes“ | 02.04.2020 | 09:48

komplizierte Verwandschaftsverhältnisse! ;-)

RE: „Man braucht jetzt etwas Ausgleichendes“ | 01.04.2020 | 17:32

Ich finde ja gut, wenn nichts kategorisch ausgeschlossen wird, weil manche Menschen eine doch einengende Vorstellung von Exklusiität haben. Einmal gab es ein Familienfest und ich habe mit zweien der Mütter der Halbgeschwister meines Sohnes in einem Jugenherbergszimmer (Doppelstock) übernachtet. Selten so gelacht.

RE: „Man braucht jetzt etwas Ausgleichendes“ | 01.04.2020 | 16:37

also, dass ich den Umgang meines Partners mit der Krise nicht abgwiegeln soll, stattdessen seinen sehr anderen Umgang/seine spezielle Perspektive jetzt besser wertzuschätze, war mir tatsächlich zwar klar, aber besser, es sagt mir nochmal einer. Normalerweise rede ich nämlich auf ihn ein wie eine tibetanische Gebetsmühle. Vibes: okay. Storno! ;-)

RE: „Man braucht jetzt etwas Ausgleichendes“ | 01.04.2020 | 16:33

na ja, Sie kommen mit Bonnie und Clyde um die Ecke, und GEBE schreibt "armselig". Aber: bin ganz bei Ihnen: in Sachen Humor ist noch Luft nach oben, obwohl ich über fehlenden Humor in meinem WhatsApp (bei Telegram sind leider weniger Leute mit Humor gerade) nicht klagen kann ;-)

RE: „Man braucht jetzt etwas Ausgleichendes“ | 01.04.2020 | 15:23

ich verstehe die Abwehr hier überhaupt nicht. Ich lese gerade noch mehr Interviews mit Therapeuten als vorher. Ich brauche sehr wohl Tipps und Anregungen, wie man sich organisiert, um die Vibes einigermaßen positiv zu halten. Gerade in Krisen bricht sehr viel auf in den Familien und sonstwo. Ich finde hilfreich und interessant, dass die Probleme überhaupt benannt werden, überhaupt als Probleme gelten, weil sich das alles ja sonst im Bereich des Privaten abspielt. Und auch wenn man täglich mit dem Scheitern kämpft, so ist es doch heilsam zu wissen, dass alle damit mehr oder weniger jonglieren.

RE: Wenn der Klempner klingelt | 24.03.2020 | 11:54

würde ich heuer alles auch nicht mehr so schreiben, Herr Zietz.

Ich glaube, das war vor ein paar Wochen, als die Zeit auch noch Zeit hatte, ein Wochenthema über Monogamie zu machen.

aber: ach, du liebes Bißchen. Alles Gute mit dem Bautrockner!

und, finde auch, KlemnerIN ist ein Superjob, vor allem: sicher.

viele Grüße!