RE: Der Sog der DDR | 13.09.2019 | 14:00

Gelse, aber das ist doch eine nüchterne Feststellung, dasss ich diese Mobiltätskanäle schlossen? Und Sie schildern ja sehr gut, dass es in einem Betrieb, der nicht wächst, noch unwahrscheinlicher wird, aufzusteigen, sich Perspektiven zu erarbeiten. Aber interessant ist doch, dass es in dieser sozialistischen Gesellschaft Aufstiegshoffnungen /Versprechen gab (für mich ja eher eine marktwirtschaftliche Philosophie), die dann nicht mehr eingelöst werden konnten, was eben auch dazu führte, dass sich die Loyalität gegenüber der Obrigkeit zunehmend verschlechterte. In diese Phase tritt eben auch, dass die Studierendenquoten drastisch verringert wurden. Die DDR sollte ein Arbeiter- und Bauernstaat bleiben. Was ist also aus westlicher, sozial marktwirtschaftlicher Warte (Wachstum, Wachstum, Wachstum) daran der Normalisierungsprozess?

RE: Der Sog der DDR | 13.09.2019 | 13:06

wie meinen Sie das, was ist daran eine "Lüge"?

RE: Der Sog der DDR | 13.09.2019 | 13:05

Lieber Lethe,

ich würde das eher mal vorurteilsfreies, nicht vorverurteilendes Fragen nennen. Es gibt doch noch einige Menschen aus der ehemaligen DDR, die etwas am Zusammenleben vermissen, was doch irgendwie gut war. Sollte man das negieren? Das war für eine gewisse Zeit eben auch das Gefühl, dass die Klassenunterschiede gering waren. Dass in einem Neubauviertel alles an einem Ort war. Dass man einen Job hatte. Dass der Arzt nicht weit war. Und so weiter. Das heißt aber doch nicht, dass man das System DDR nostalgisch verklärt.

RE: Der Sog der DDR | 13.09.2019 | 13:00

Guten Tag Eurolove,

ich verstehe ich Ihren Unmut nicht. Es geht doch in dem Interview ganz im Gegenteil nicht um Schuldzuweisungen, sondern um einen emphatischen, soziologischen Blick mit Hinblick auf diverse Verwerfungen, die wir heute haben. Und natürlich gibt es Ähnlichkeiten zum Beispiel zum Ruhrgebiet, sehr interessante Ähnlichkeiten, die man gesamtdeutsch oder auch gesamteuropäisch betrachten kann. Genau diese Frage habe ich dem Soziologen Steffen Mau doch gestellt. Dieser antwortet aber auf keine meiner Fragen im Sinne einer Schuldzuweisung. Wirklich im Gegenteil. Es ist ja überhaupt nicht die Intention seines sehr lesenwerten Buchs. Mit besten Grüßen, Katharina Schmitz

RE: Ich kenne diese Menschen nicht! | 15.08.2019 | 13:50

ich bin sehr dafür, gegen die Digitalisierung der Schule zu sein!

RE: Ich kenne diese Menschen nicht! | 13.08.2019 | 15:43

lieber Lethe, ich glaube, wir sind schon beim Verzetteln, immer mehr Eltern arbeiten Vollzeit, leider kann man sich nicht voll drauf verlassen, dass der Controller nochmal aus der Hand gegeben wird, wenn man nicht nachfragt. Stichtwort: Medienzeitalter.

RE: Ich kenne diese Menschen nicht! | 13.08.2019 | 15:41

dass es inflationär in Chats zugeht bis hin zu Rezepten, Tratsch, davon handelt ja diese Kolumne. Es spricht aber nichts dagegen, nochmal zur Ordnung zu rufen in solchen Chats ;-). Dass es der männlichen "Natur" entspricht, dem stimme ich insofern zu, als dass organsiatorisches "Gedöns" die Schule, Hausaufgaben und Kindergeburtstage betreffend immer noch sehr gerne "Mutti" abgegeben wird. Siehe auch Mütter in Teilzeit und Väter in Vollzeit, das ist ja doch immer noch Realität. Kommt für mich aber nicht in Frage. Und nicht nur bei Läusealarm ist es hilfreich, wenn kurz im Chat informiert wird.

RE: Ich kenne diese Menschen nicht! | 13.08.2019 | 14:04

es war aber auch wirklich überschaubarer, entspannter, meine ich ;-). Obwohl ich die Gelassenheit meiner Eltern auch mit Desinteresse bewerten könnte. Sie wussten es aber nicht anders.

RE: Ich kenne diese Menschen nicht! | 13.08.2019 | 14:01

über "Muttis" sollten wir aber nochmals reden ;-)