RE: Frau mit Hut | 10.07.2021 | 13:07

Lieber Herr Grothues, Sie haben Recht, ich finde den Vorspann auch nicht gelungen. Ich finde wie Sie, dass die Rede vom "alten weißen Mann" überstrapaziert wird. Der Roman nimmt jede Generation, Mann und Frau aufs Korn. Nicht platt sondern trefflich und klug. Ganz herzlich, KS

RE: In Berlin haben sie keinen Bock auf Schule | 02.06.2021 | 08:40

Liebe Magda, Quereinsteiger+innen werden ausgebildet. Und die Ausbildung ist hart, was ich aus vielen Erzählungen weiß. Ich halte nichts davon, hier Lehrer zweiter Klasse zu sehen, also jeglichem Dünkel.

RE: In Berlin haben sie keinen Bock auf Schule | 01.06.2021 | 14:07

nicht optimal, aber ich finde die Idee eigentlich ganz gut, dass man es SEHR genau wissen sollte, ob man für den Beruf geeignet ist und wirklich Lust hat, für ein Schnupperstudium ist die Ausbildung zu teuer und der Lehrermangel zu dramatisch. Da man ja schon in der Fortbildung voll entlohnt wird, kann man sich ja vorsorglich 25 Prozent von 5000 zur Seite legen. Viele akademische Berufe, Wissenschaftsstellen an Unis etc. bieten nicht annähernd dieses Gehalt.

RE: In Berlin haben sie keinen Bock auf Schule | 01.06.2021 | 13:41

Es ist nicht das einzige von Sandra Scheeres zu verantwortende Problem. Siehe auch der eklatante Schulplatzmangel in Berlin und eine Schulplatzvergabe für weiterführende Schulen, die an das NC-System an den Unis erinnert (auch beim Lehramt, obwohl ich wetten würde, dass so mancher Abiturient mit 3.0 mehr das Zeug zum Lehrer hat als ein Einserschüler, aber nichts gegen Einserschüler). Die Lehrer+innen der 5. Klassen zum Beispiel haben deshalb auch zum Schlussspurt nicht viel Besseres zu tun, als Noten zu sammeln, also Druck auszuüben, das gilt auch für das Probejahr in der 7. Klasse, das zwar ausgesetzt wurde aber ja in der 8. Klasse vollzogen wird, als ob nichts gewesen wäre – von uns Eltern kommt all dieser Druck mitnichten. Wie der Senat diese Probleme nach einem Pandemiejahr lösen will, wird augenscheinlich schon jetzt wacker verdrängt und vertagt, bis man drüber fällt. Währenddessen sollen wir an das chancengleiche Lernen bis zur 6. Klasse glauben und werden als Kind-Schulkarrieristen verdächtigt.

RE: In Berlin haben sie keinen Bock auf Schule | 01.06.2021 | 10:52

Als Mutter von zwei schupflichtigen Kindern möchte ich bescheiden daran erinnern, dass Homeschooling für Arbeitnehmer-Eltern freilich auch Homeoffice bedeutet und viele Eltern seit Monaten auf die Kulanz ihres Arbeitgebers angewiesen sind. Das ist in der Tat stressig. Ich bin offen für post-pandemische neue Konzepte, meinetwegen kann der Unterricht für immer erst um 09:00 starten, damit das mit dem neoliberalen Zeitgefüge endlich aufhört in dieser gehetzten Leistungsgesellschaft, oder: ein Tag in der Woche Distanzunterricht zum Beispiel, super Idee. Entschlackung des Lehrplans. Toll. Weniger Hoffnung habe ich aber, dass über die Sommerferien, derart visionäre, ideele Sachen ausgedacht werden, gar zur Realisation kommen.Abgesehen davon denke ich schon, dass Lehrer+innen, die ihren Job nicht erst seit gestern machen, ein "spontan" angesetzer Präsenzunterricht zugemutet werden kann so wie anderen Arbeitnehmern plötzlich wieder die Präsenzpflicht am Arbeitsplatz? Aber gut, dass hier die Grünen ein Recht auf Home Office vorschlagen. Der Kassiererin bei Lidl, deren Schulkinder zu Hause hocken, wird das aber auch nicht helfen. Und noch ein Kommentar zu JR Blog: Grundschullehrer gibt es nicht genug, weil u.a. Berlin so schlau war, die Studienkapazitäten nicht dem zukünftigen Bedarf anzupassen. Dass der Job attraktiv ist, zeigen die vielen Quereinsteiger+innen in den Beruf.

RE: Bin dann mal weg, in Kur | 12.03.2021 | 10:06

vielen Dank für das Interesse und konstruktive Kommentare, bei den verächtlichen Bemerkungen muss ich leider sagen: die dümmsten Kälber affirmieren die Selbstausbeutung selber.

RE: Glühwein mit dem Taxi | 27.11.2020 | 16:22

@moorleiche - das ist aber schon lange her! ;-)

RE: Glühwein mit dem Taxi | 26.11.2020 | 19:00

ich bin schon ganz reuevoll! Und lieben Dank!

RE: Wie vor 40 Jahren? | 22.11.2020 | 11:30

Zugestanden, der Kommentar ist süffisant. Natürlich muss die Schriftstellerin Maron niemandem dankbar sein. Der entscheidene Unterschied ist aber doch der, dass Frau Maron ihre Situation in der DDR mit der heutigen in der BRD vergleicht. Dass sie das Handeln eines repressiven Staates mit den Entscheidungen namhaften Verlages vergleicht. Und auch wenn die Beendigung beim Fischer-Verlag für sehr viel Empörung gesorgt hat, unterstreichen dieselben Kritiker, dass dieser Vergleich unpassend ist und tendenziell rechte Narrative bedient. Frau Maron hat kein Schreibverbot und sie musste auch in kein Exil. Sie hat einen anderen Verlag gefunden. Das ist gut so.