katharina

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RE: „Schulen werden unter Druck gesetzt“ | 03.09.2011 | 16:01

natürlich soll es heißen "darf die Bundeswehr bei der Werbung an Schulen NICHT...bevorzugt werden", außerdem scheint die e-Taste meiner Tastatur nicht mehr richtig zu funktionieren, für die Schreibfehler bitte ich um Entschuldigung.

RE: „Schulen werden unter Druck gesetzt“ | 03.09.2011 | 15:58

Ob mensch nun der Meinung ist, es handele sich bei dem Interview um eines mit "Tendenzfragen" und fehlnder Differenzierung oder nicht, was bleibt ist eine Problematik, die leider viel zu wenig und insgesamt zu selten diskutiert wird.
Ich selbst habe damals als Oberstufenschülerin an einer solchen Bundeswehrveranstaltung teilgenommen, meiner Erinnerung nach nicht wirklich freiwillig. Jedenfalls wurde die Bundeswehr dort als tolle Karrierechance für "kluge Köpfe" angepriesen und auch meine LehrerInnen haben es definitiv versäumt, mit uns SchülerInnen kritisch darüber zu reflektieren.
Ich sehe hier mehrere Probleme: Erstns sollte meiner Ansicht nach kein potentieller Arbeitgeber Werbung an Schulen machen dürfen, aber darüber lässt sich sicherlich streiten. Worüber sich hingegen aus meiner Sicht nicht steiten lässt, ist Folgendes: Erstns darf die Bundeswehr bei der Werbung an Schulen in irgendeiner Weise bevorzugt werden. Zweitens hat ein Engagement in der Bundeswehr viel mit der persönlichen - zum Beispiel moralischen oder politischen - Einstellung zu tun. Denkbar wäre ja beispielsweise, dass SchülerInnen Militär und militärische Gewaltanwendung allgemein oder die Institution Bundeswehr im Speziellen ablehnen oder kritisch beurteilen. Die Bewertung solcher Fragen ist soweit ich weiß Gegenstand vielfältiger Diskussionen. Wenn aber die Bundeswehr ohne jede kritische Reflexion und ohne das Aufzeigen von Alternativen oder zumindest dem Hinweis darauf, dass es auch Argumentationen contra Militär/Militärdienst/usw. gibt, Jugendliche IN DER SCHULE werben darf, läuft das aus meiner Sicht eindeutig dem Bildungsauftrag von Schule insgesamt zuwider, denn nach meiner Kenntnis beinhaltet dieser die Erziehung zu mündigen BürgerInnen, die in der Lage sind, sich eine eigene Meinung zu bilden und nicht die Vermittlung einer bestimmten Position.