5G - Der Fortschritt strahlt

Gesundheitsgefahr Schneller, besser, leichter, der Fortschritt hört garantiert niemals auf! Doch sind die technologischen Entwicklungen auch immer vom Vorteil für die Bevölkerung?
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In jeglicher Hinsicht liefert das Mobilfunknetz 5G ein strahlendes Ergebnis ab. Die Leistung könnte kaum höher sein. Welche Auswirkung die Nutzung für die Gesundheit hat, ist bisher jedoch nicht bekannt.

Die Abkürzung gibt gegenwärtig überall den Ton an! Führende Vertreter der wirtschaftlichen Debatte sind hellauf begeistert. An der Kombination von Zahl und Buchstabe kommt einfach keiner vorbei. Doch, was steckt hinter dem Versprechen, das so hohe Erwartungen an 5G stellt? Es handelt sich eigentlich nur um einen neuen Standard für den Mobilfunk. Die zulässigen Frequenzen werden unter den Anbietern versteigert. Ab 2020 wird die Anwendung dann auch in Deutschland möglich sein.

Mit einer Datenübertragung, die nun wesentlich weniger Zeit braucht, wird der technische Handlungsspielraum maßgeblich erweitert. Viele sind gespannt, welche Neuerungen aus der aktuellen Entwicklung hervorgehen werden. In jedem Fall ist das innovative Potenzial nicht zu unterschätzen! Diejenigen, die dem Fortschritt eh schon kritisch gegenüber eingestellt sind, fragen jedoch lieber, welche Risiken in diesem Zusammenhang für die Gesundheit zu erwarten sind.

Aktuell hat sich die Debatte, um die Strahlenbelastung, die über Mobilfunkgeräte ausgelöst wird, doch gerade beruhigt. Unzählige Studien, die diesbezüglich in der Lage sind, den aktuellen Stand der Forschung zuverlässig abzubilden, konnten bisher keinen eindeutigen Nachweis aufbringen, dem dann auch die allgemeine Gültigkeit zuzusprechen ist. Ob wirklich eine Gefahr für die Gesundheit von den elektromagnetischen Felder ausgeht, bleibt nach wie vor ungewiss. Sich eigentlich schon mit dem möglichen Risiko abgefunden, wird die öffentliche Debatte mit 5G nun erneut darauf aufmerksam gemacht. Das ehemalige Feuer ist wieder entfacht. Schließlich fällt die Frequenz nun grundlegend anders aus. Muss der Vorteil unbedingt auch immer den Nachteil mit sich bringen?

Mit der bisherigen Erfahrung schlägt zu viel des Guten dann häufig genau ins Gegenteil um. Oder es wird eben die Wahrscheinlichkeit dafür erhöht, dass jene Risiken, die schon aus der vergangenen Entwicklung hervorgehen, nun letztendlich doch zutreffend sind. Die Schweiz hat in diesem Zusammenhang bereits die weitere Ausweitung des Grenzwerts für die dazugehörigen Sendeanlagen abgelehnt. Insgesamt wird die politische Entscheidung von den gesundheitlichen Bedenken bestimmt, die eben mit der aktuellen Situation nicht ausreichend eingeschätzt werden können. Unter anderem der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz) fordert nun auch in Deutschland ein, die Versteigerung der zulässigen Frequenzen auszusetzen, bis die Forschung auf den neusten Stand gebracht ist.

In jedem Fall gilt es mittlerweile als bestätigt und beruht somit auf der Übereinkunft der fachwissenschaftlichen Disziplin, dass die elektromagnetischen Felder einen Einfluss auf den menschlichen Organismus haben, der garantiert eher negativ zu bezeichnen ist. Ein einfaches Beispiel, das sich zudem direkt beobachten lässt, liefert in diesem Zusammenhang der typische Sonnenbrand ab, den wohl jeder kennt. Die UV-Strahlung, die an dieser Stelle für den körperlichen Schaden verantwortlich gemacht werden kann, findet sich ebenso im Bereich der Frequenz wieder und ist für das Auge absolut unsichtbar.

Je nachdem, wie das elektromagnetische Feld nun veranlagt ist, geht die Wirkung ganz unterschiedlich aus und kann kaum schon im Vorfeld ganz genau eingeschätzt werden. Ein niedriger Bereich, der in jedem Fall für den Strom zutrifft, lässt dann Nervenfasern und Muskelgewebe reißen. Um die Gefahr für das eigene Leben vorzubeugen, sollte der direkte Kontakt deshalb lieber vermieden werden. Die Leitungen sind sicher untergebracht und zudem mit einer ausreichenden Isolierung versehen.

Jene Frequenz, die über den Mobilfunk zu erheben ist, bildet sich dann in ähnlicher Weise, wie bei einer Mikrowelle ab. Es kann daher ein vergleichsweise hoher Wert angegeben werden, der weit über dem liegt, was gegenwärtig schon ganz genau einzuschätzen und daher im Allgemeinen bekannt ist. Garantiert werden darüber aber Wassermoleküle und andere Teilchen, die zum menschlichen Organismus gehören, zum Schwingen gebracht. In logischer Konsequenz lässt sich der Anstieg der körperlichen Temperatur schlussfolgern.

Innerhalb von Tierexperimenten konnte dann vor allem die Störung des Stoffwechsels beobachtet werden. Zudem ging die schädliche Wirkung der Strahlung in erster Linie für die embryonale Entwicklung aus, die eben die erhöhte Empfindlichkeit vorzuweisen hat. Insgesamt wird der negative Effekt hauptsächlich deutlich, wenn das Gewebe dauerhaft der erhöhten Temperatur ausgesetzt ist, die zudem bei mehr als einem Grad über dem normalen Zustand liegt.

Jener Grenzwert, der dementsprechend für die Mobilfunkstation festgelegt wird, entspricht einem Frequenzbereich, der keine direkte Auswirkung hervorrufen kann. Trifft die Bestrahlung diesbezüglich auf den ganzen Körper zu, kann eine maximale Erwärmung um 0,02 Grad belegt werden. Über die typische Position am Ohr, fällt der Wert dann gerade mal mit 0,1 bis 0,2 Grad gleichermaßen absolut unbedenklich aus.

Trotzdem bleiben die Langzeitfolgen weitestgehend ungewiss. Von der medizinischen Disziplin wird in diesem Zusammenhang immer wieder das Krebsrisiko diskutiert. Die wissenschaftlichen Studien liefern jedoch auch hier keinen eindeutigen Beweis und widersprechend sich zum Teil sogar gegenseitig. In jedem Fall geht die elektromagnetische Strahlung aber nicht spurlos vorbei. Über die Langzeitwirkung konnte die Entstehung von Tumoren bereits beobachtet werden.

23:01 31.07.2019
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Katharina Sophie Hübener

Befinde mich im vorletzten Semester BWL, interessiere mich und schreibe leidenschaftlich zu gesellschaft-wirtschaftlichen Themen.
Katharina Sophie Hübener

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