Drohender Gasstopp: Die einen gehen ans Ersparte, die anderen zur Tafel

Energie Was macht es mit uns, wenn wir nicht wissen, worauf wir uns vorbereiten sollen? Oder nicht die Mittel haben, zuversichtlich zu sein?
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 30/2022
Drohender Gasstopp: Die einen gehen ans Ersparte, die anderen zur Tafel

Foto: Thomas Trutschel/picture alliance/photothek

Marion und Rainer leben in Potsdam in einer Mietwohnung. Ihrer beider Renten nach Studium und einem langen Arbeitsleben in der DDR und später großen BRD sind zusammengenommen gar nicht so schlecht. Sie kommen immer über die Runden, können sich Urlaub in einer Ferienwohnung im Inland leisten, hin und wieder ins Kino, alle paar Wochen sogar mal essen gehen. Sie sind nicht von der Zuzahlung bei Medikamenten befreit, weil es auch dafür reicht, haben einen Großteil ihrer bescheidenen Rücklagen mit Telekom-Aktien verloren, weil Manfred Krug behauptet hatte, die würden auch bescheidenen Sparguthaben einen ordentlichen Aufschwung verpassen.

Sie sind mobil und verbringen trotzdem im Schnitt 20 Stunden am Tag in ihrer Wohnung. Marion friert schnell, Rainer dreh