Die kalkulierte Katastrophe

CO2 Für einen wirksamen Klimaschutz ist die Berechnung von Emissionen unentbehrlich. Doch gerade die Zahlen sind das Problem
Exklusiv für Abonnent:innen

Robert und Brenda Vale haben verstanden, wie man den Menschen den Klimawandel auftischen muss. Insbesondere wissen sie, wie man die Leute für Zahlen interessiert. Als im vergangenen Oktober Time to eat the dog (Zeit, den Hund zu essen) erschien, erregte das Paar von der Viktoria University in Wellington, Neuseeland, mehr Aufsehen mit seiner Veröffentlichung, als es zuvor manch drastisches Klimaszenario vermocht hatte. Haarklein rechnen die Öko-Architekten den Lesern in ihrem Buch vor, warum ein Schäferhund deutlich größere Mengen CO2 in die Atmosphäre schleudert als der dicke Geländewagen vor der Haustür. Weshalb jede durchschnittliche Hochzeitsfeier mehr Energie verzehrt (und Emissionen erzeugt) als ein Einfamilienhaus innerhalb von zehn Jahren