Katrin Rönicke
28.11.2012 | 13:24 29

Viva la Vagina!

Genderkolumne Aufklären tut not – solange noch immer nicht alle Frauen wissen, dass jeder Frauenkörper seine Eigenheiten hat

Viva la Vagina!

So vielfältig die Frauen, so vielfältig die Vulvas

Foto: joethedork

Das mag komisch klingen, was da als die Intention des neuen Buches "Frauenkörper neu gesehen" geschildert wird: "den Schatz sexuell bestärkender, bewusstseinserweiternder Erfahrungen zu orten – und zu bergen." Worum geht es da?

In einem Satz zusammengefasst geht es der Herausgeberin Laura Méritt, die den frauenbewegten Klassiker der 70er neu gestaltet hat, um Aufklärung. Das Werk ist ein Selbsthilfebuch zur Erkundung der eigenen Weiblichkeit, realistische Zeichnungen von Beatriz Higòn untermalen die verschiedenen Themen. Es ist in einer feministischen Sprache geschrieben und es enthält neue Bezeichnungen für Teile des weiblichen Körpers, die bislang mit einer Sprache und damit auch Symbolik leben müssen, die manchmal erniedrigend oder entmündigend ist.

ABC der Vielfalt

Das Jungfernhäutchen heißt hier "Vaginalkrone", der G-Punkt "Genussfläche". Zudem schreiben die Autor_innen mit dem Gender Gap, einem Unterstrich zwischen Männlicher Form und dem weiblichen "innen", der ausdrückt, dass es neben den zwei Geschlechtern noch vieles anderes gibt. Ansonsten aber wurde sich (meistens auch recht pragmatisch) einer einfachen Sprache bedient, einer liebevollen und einer, die nicht krawallig, sondern einfühlsam ist. Frau kann sich sorgenlos fallenlassen.

Angefangen wird mit einem "ABC der sexuellen Orientierungen", dem eine schnelle und verständliche Unterscheidung zwischen Sex und Gender vorangestellt ist. Es ist positiv hervorzuheben, dass neben bi-, cis-, homo-, pansexuell und queer auch über Asexualität gesprochen wird.

Weiter geht es mit der guten alten feministischen Tradition der Selbstuntersuchung. In den 70ern stellten die bewegten Frauen irgendwann fest, dass sie es satt haben, dass ihr Gynäkologe zwar regelmäßig in das Innere ihrer Vagina blickte und so auch wusste, dass es dort von Frau zu Frau extreme Unterschiede geben konnte – sie selbst aber keinen blassen Schimmer darüber hatten, wie es aussah und ob sie eigentlich "normal" waren. Denn eine Frau hat schnell den Eindruck, dass es bei ihr untenrum vielleicht etwas "seltsam" aussieht, sich komisch anfühlt oder auch einfach eine starke Scheu, sich dort zu berühren.

Dieser Eindruck und diese Scheu können (und wurden damals von sehr vielen Frauen) abgebaut werden: In einer Art vergleichenden Selbsterkundung. Damals waren das die Spekulum-Sessions, Treffen, bei denen Frauen sich gegenseitig mit dem Instrument, das einen Blick in die Vagina gewährt, ansehen konnten. Hier wurden die Vielseitigkeit und die Anatomie der Frauen "untenrum" erkundet. Und dadurch auch besser verstanden. Wie das genau geht? Auch das kann in "Frauenkörper neu gesehen" nachgelesen werden. In Zeiten des Internets ist es dann auch möglich, dass Aussehen des Gebärmuttermundes aufzuzeichnen und mit anderen zu teilen.

Die meisten jungen Frauen, die ich kenne, werden das eklig oder abartig finden. Leider. Genau hier liegt ein sehr großes Problem. Frauen wissen auch im Jahr 2012 noch nicht viel mehr über ihr Untenrum-Innenleben, als vor vierzig Jahren. Dass ein Frauenarzt bei der Vaginaluntersuchung mit Kamera auch der Frau einen Blick auf den Bildschirm werfen lässt und ihr zeigt, wie das dort aussieht, dürfte noch nicht zum Standard gehören (Danke an die Praxis Dr. Pett in der Adalbertstr. Berlin Kreuzberg!).

Was ist normal?

Stattdessen werden Frauen mit getrimmten inneren Labien (im Buch heißen sie "Venuslippen" bzw. einfach nur "Lippen" – das furchtbare Wort "Scham" hat man ihnen entfernt) in der Pornografie konfrontiert. Selbst in der Wikipedia haben Bilder Einzug gehalten, in denen solche Lippen zu sehen sind. Dass sie bis zu 11 cm lang werden können empfinden die meisten Frauen vermutlich als puren Horror. Was "rausguckt" wird als unschön empfunden – das Schönheitsideal für "Untenrum" gebietet innere Lippen, die sich in den äußeren Venuslippen verborgen halten. Genital-Schönheits-OPs sind entsprechend im Aufwind.

Die meisten Frauen, die sich nach einer plastischen Umgestaltung ihres Intimbereichs sehnen und diese dann auch durchführen, geben als Hauptsehnsucht an, "normal" sein zu wollen. Und das ist absurd. Dass die inneren Lippen herausspicken ist häufiger, als dass sie drinnen sind. Eine Tatsache, die man im ungezwungenen Vergleich zwischen Frau und Frau einfach feststellen – und damit sehr viele Ängste beseitigen kann. Könnte.

In Zeiten, in denen die Medien vom Stichwort "Generation Porno" nur so wimmeln, kommt einem Selbsterkundungsbuch wie diesem gewiss auch noch eine weitere sehr wichtige Bedeutung zu: In der Flut der Bilder, in denen es (zumindest was den kostenlosen Content im Netz angeht) zu 90 Prozent bloß darum geht, wie ER möglichst viel von der Sache hat und seine Dominanz ausdrücken kann, fehlen oft die Ideen und Anleitungen für eine Suche nach dem eigenen, dem weiblichen Vergnügen. Junge Männer wissen oft gar nichts über die Art und Weise, eine Frau zu beglücken, wie auch Cindy Gallop in ihrem legendären Vortrag auf der re:publica 2012 beschrieb. "Make Love not Porn" und auch das hierzulande erschienene Aufklärungsbuch "Make Love" von Ann-Marlene Henning setzen diesen Bildern reales Wissen entgegen.

 Sie sind für Jungen und Mädchen, für Frauen und Männer gleichermaßen gedacht. Doch sie sind weder in einem Ansinnen geschrieben, beziehungsweise aufgezogen, dass eine queere Perspektive jenseits von Mann und Frau als "Normpaar" mitdenkt. Noch gehen sie derart in die Tiefe (im wahrsten Sinne des Wortes!) und sprechen mit Frauen so Unverblümt über Klitoris, das Harnröhrenschwellgewebe und obschöne Worte, wie es "Frauenkörper neu gesehen" tut.

Aufklärung ganz konkret

Ein drittes und absolut wichtiges Plus an diesem Buch ist seine detaillierte medizinische Hilfestellung. So wird ein Index von sexuell übertragbaren Krankheiten angeboten, es gibt eine sehr ausführliche, ehrliche und dennoch niedrigschwellige Einführung in die Möglichkeiten der Verhütung und auch über Schwangerschaftsabbrüche wird nicht geschwiegen, sondern einfühlsam und hilfestellend gesprochen.

 Ich bin ganz froh über dieses Buch. Zum einen konnte ich selbst noch einiges lernen – auch wenn ich nicht gleich ein Spekulum kaufte. Zum anderen ist es ein Buch, das ich neben "Sex – so machen's die Frauen" und "Make Love" für meine Tochter bereit halte.

Das Buch erscheint im Dezember 2012 im Orlanda Verlag. Das Missy Magazine lädt ein zu einer Präsentation des Buches.

Katrin Rönicke schreibt in dieser Kolumne alle 14 Tage mittwochs über Gender- und Bildungsthemen, zuletzt über die Frauenquote.

Kommentare (29)

anne mohnen 28.11.2012 | 17:46

Ein lesenwerte(r) Artikel bzw. Rezension!

Immer wieder ist es auf den medizinischen Fachkonferenzen ein (Rand)Thema, dass junge Menschen, insbesondere junge Mädchen nicht mehr qualifiziert und umfänglich aufgeklärt werden. Offenkundig meinen Eltern aller Bildungsschichten das Thema delegieren zu können an Schule, Medien.

Insofern schließt das exzellente Aufklärungsbuch "Make Love" von Ann-Marlene Henning ein Desiderat oder wie Sie schreiben, setzt(en) diesen Bildern (Pornos) reales Wissen entgegen.

Ich bin gespannt auf Dr. Laura Méritt - Danke für den Hinweis.

LG am

Katrin Rönicke 28.11.2012 | 21:52

liebe Sarah, ich bekomme von Verlagen immer mal wieder Rezensionexemplare angeboten - und wenn es interessant klingt, dann greif ich natürlich zu! das oben besprochene Buch konnte ich einfach nicht ausschlagen! die letzten beiden allerdings waren Geschenke (Gorelik und Sow) und ich fand die thematisch sehr wichtig, also hab ich gleich öffentlich darüber berichtet :) ansonsten geb ich mir für den Dezember Mühe, mal wieder ohne Bücher zu schreiben. ist ja für eine Kolumne ein bisschen untypisch... (ich gebs zu) Liebe Grüße Katrin

Johannes Renault 28.11.2012 | 23:25

Interessant. Aber eine Umbenennungsaktion des Begriffs "Schamlippen" führt nach langer Diskusion doch wieder zum alten. Von den humoristischen Zwischenstadien ganz zu schweigen. Wäre der Begriff Mundlippen für die Gesichtslippen dann nicht angebracht? Oder der lateinische Fachbegriff?

Egal, wo homogene Gruppen Selbstfindung betreiben wird es immer auch komisch. Frauen, Männer, CDU und Damenwäscheträgerverein 1850 e.V.

Computer sagt noch: Venuslippen, Hottentottenschürze?

gewissen 29.11.2012 | 00:18

Nicht informativ, aber wem es gefällt, selbst Schützenhilfe wird angeboten. Same procedure...

"So vielfältig die Frauen, so vielfältig die Vulvas" . Wie wahr , wie wahr, allerdings sind die Vulven doch alle gleich. und Frauen, da gibt es intelligente zuhauf, aber so schrecklich viele, die nix druff haben, ihre vulva vor sich herzutragend als teuerstes gut, sich wichtig machend, obgleich doch alle die GLEICHE vulva haben. Es könnte genügen, den Kopf zu regulieren, anstatt aus dem Slip zu leben.

gewissen 29.11.2012 | 00:43

"Genderkolumne Aufklären tut not – solange noch immer nicht alle Frauen wissen, dass jeder Frauenkörper seine Eigenheiten hat"

Nein, was für eine wirklich dumme Feststellung, welche Frau, welcher Mann, welcher Hermaphrodit meint, alle Frauenkörper seien gleich, es gäbe keine Eigenheiten, Aufklärung tut not! jeder Meerschweinchenkörper hat seine "Eigenheiten". Intelligenz tut not, keine Bücher im Bunte- oder Pralineformat. Wen es untenherum interessiert, soll sich einen Spiegel nehmen und nie vergessen, dass die Schwester es genauso gut erledigt.

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Ehemaliger Nutzer 29.11.2012 | 12:07

Ja gut, wers braucht. Dass Frauen untenrum unterschiedlich aussehen, weiß jeder Gewohnheits-P*rno-Konsument. In dieser Hinsicht, sind Männer vielleicht mitllerweile aufgeklärter als viele Frauen die das nicht anschauen.

Aber ganz ehrlich, wie ich innen drin aussehe, will ich auch nicht unbedingt wissen. Ich kann jede Frau verstehen, die das ekelig findet. Körperöffnungen zu untersuchen muss man schon mögen (oder gerade entsprechend geil sein, das senkt bekanntlich die Ekelschwelle enorm ;-)

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Ehemaliger Nutzer 29.11.2012 | 15:09

Um medizinisches Wissen gings ja gar nicht primär, das bekommt man durch Selbstuntersuchung auch nicht heraus und vermutlich deckt das Buch das auch nicht wirklich ab, dafür bräuchte man Fachliteratur.

Es ging eher darum festzustellen, wie unterschiedlich Frauen untenrum und innen drin aussehen, das leisten P*rnos locker. Ob und was statistisch normal ist, kann man mit damit allerdings eher nicht herausfinden, da kommt man um das Buch wohl nicht herum.

Sehr wohl kann man von P*rnos lernen locker mit sich umzugehen, zumindest solange man nicht nur Hochglanz-Modell-Zeug anschaut, sondern auch in der Amateurecke wühlt, die dank Internet ja ausreichend zugänglich ist und wohl jeden noch so abgefahrenen Geschmack bedient.

Maike Hank 29.11.2012 | 16:39

Lieber Rupert Rauch,
Männer haben es da einfacher, ihr primäres Geschlechtsorgan ist für sie von jeher an sichtbar.
Sie sagen, dass Sie nicht wissen wollen, wie Sie innendrin aussehen. Das männliche Innendrin ist aber mit dem weiblichen Innendrin nicht zu vergleichen, ist es für (viele) Frauen eben doch wichtig, sich mit ihren primären Geschlechtsorganen wohlzufühlen und auch auszukennen. Ich schließe mich der Schachnerin an: Lesen Sie doch noch mal den Text. Danke.

gewissen 30.11.2012 | 10:51

Oh, Gallina! der Hahn passt allerdings auch zu dir. Auch Cyberspace-Unbekannte, virtuelle Wesen wollen am deutschen Arede-Wesen genesen. Eigennamen identifizieren den Gemeinten hinreichend. Aus diesem Grunde ist der Gebrauch des bestimmten Artikels zusammen mit ihnen nicht nötig und falsches Deutsch. In Bayern etwa, das Lisl und der Loisl, zu denna derfst owei "Du" zagn, des is gonz nadierlich.

KaEff 30.11.2012 | 13:54

Interessant, wie mit dem Aufblitzen eines fema-lastigen Themas gleichzeitig die Agressionen wieder aufflammen. Hier scheints ja noch einigermassen gesittet zuzugehen, hätten Sie die Rezension mal im Spiegel-forumveröffentlich, würde vermutlich ein Shitstorm über Sie hereinbrechen, wie immer, wenn eine Frau über ihren Körper etc. schreibt. Trotzdem-was ist das nur? Wo ist eigentlich das Problem?

Ich finde es übrigens hochinteressant, wie frau von innen aussieht. Ich finde es auch nicht eklig. Ich finde überhaupt nichts Körperliches eklig.

Und die Neudefinition von Begriffen finde ich auch interessant. "Die Scham"-das ist doch ein Scheiss-Wort, was gleich Assoziationen von katholisch verschämten Mädchen im Blümchenkleid mit sich bringt.

Wir sollten nur darauf achten, daß wir es nicht allzu technisch-klinisch betrachten, sonst geht uns noch der Spass am Sex verloren. Und der lebt ja auch, aber nicht nur, von deftiger Sprache.

Martin Gebauer 30.11.2012 | 20:45

Ich finde es erschreckend, wenn nach und nach immer mehr gefühlsbetonte Ausdrücke, in sachliche, seelenlose Verdinglichung, transformiert werden.

Das Wort “Schamlippen“ beinhaltet das gesamte Spektrum an seelisch- leiblich-sympathischen Empfindungen. Was jetzt geschieht ist zwar folgerichtig unaufhaltsam, die Frucht der Postmoderne - "die (gegenwärtigen) Wünsche sind die Erinnerungen, die aus der Zukunft kommen.“ (R. M. Rilke) – es schmerzt gewissermaßen, dass die Zerstückelung der leiblich-sympathischen Seele-Geist-Körper-Einheit, so Rasant, durch die Verdinglichung der Gender-Ideologie, voranschreitet.

Degeneration, Kälte der Gefühle, - wenn schon Empfindungen, dann frei im Raum schwebend und nicht mehr Körpergebunden.

“Es ist nicht zu erwarten, dass die dringend erforderliche Revolution der postmodernen Verhältnisse von den postmodernen Zentren ausgeht - das ist in menschlicher und intellektueller Hinsicht eine quasi tote Zone, die nur noch ein imponierendes Spektakel von menschentümelnden Aktionen und pseudointellektuellen Diskursmoden hervorbringt.“ (J. E. M.)

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Ehemaliger Nutzer 30.11.2012 | 21:47

herr martin kelim gebauer,

Sie möchten gern mertzen, unbedingt mertzen,

nu dann lösen Sie mal die lippen von der scham und Sie könnten trefflich autismuskritik an lippe, mund und co wandern...

Sie könnten -ganz ohne (das wort) scham- darüber grübeln (öffentlich und mit lauter mertz-zitaten) , warum am mund, also dem mund im gesicht die lippen aufgeplustert werden künstlich/chirurgisch und dort, wohin Sie nicht reden wollen vor scham lippen dezimiert werden ...was sagte der mertz denn dazu, ich mein, kannste ja eh immer alles von dem für alles nehmen, der ansatz "kernlos" reicht ja als a priori , auf dem sich wunderbar mannen läßt...

aber im ernst, was ist "das gesamte Spektrum an seelisch- leiblich-sympathischen Empfindungen" , daß es unterschieden werden muß in lippen und schamlippen?

ich hab die bisher reichhaltigsten informationen zum "untenrum-inneren" per beschäftigung mit weiblicher genitalbeschneidung und hierbei vor allem aus der abwehr des begriffs "verstümmelte" von aktivistinnen gegen beschneidung, die selbst beschnitten sind...

ihre schilderungen nebst med. fachlichen physischen erklärungen des durchaus starken lustempfindens haben mir die bereicherung des meinigen der letzten jahre erklären können ...

Sie wollen defizite , mängel, unvollständigkeit ...

Sie jagen die meute mit den erfindungen des herrn mertz und haben diese derart verinnert, daß Sie selbst oder auch "der ideale mensch" (zu dem zurückgewordenwerden soll) schon nur noch als erfindung herumjagen, ein phantom , daß die menschen in kernlos und mit kern, in verkümmerte und null existente ... in alle möglichen -an mertzens latte gemessene- krüppel scheidet...

so kommen Sie gar nicht auf die idee, mal obenangerissene frage zu stellen , weil Sie die "scham" brauchen für Ihre konstruktionen...

Martin Gebauer 30.11.2012 | 23:03

Es gibt Menschen mit Tiefenerfahrung, sind jedoch, der abstrakten Sprache nicht mächtig, und ebenso gibt es Menschen mit Tiefenerfahrungen, die zuvor das Handwerk der Abstraktion systemgerecht ausgelebt haben.

Nun, worüber der eine schweigt, spricht der andere um so deutlicher. Immerhin beweisen Sie Mut, mich in Ihren Spiegel hineinsehen zu lassen. Danke, für die Widerspiegelung Ihrer Innerlichkeit.

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Ehemaliger Nutzer 30.11.2012 | 23:26

und es gibt ...hmm... für einige dinge des lebens sensibilisierte menschen, also dinge, die einem menschen so zu unerwünschten erfahrungen verhelfen können zb und ja , Ihre "tiefenerfahrung" steht , sobald Sie mal nicht zitieren auch sehr offen da für mich...

was immer Sie in meinem spiegel gesehen (haben wollen), ich schäm mich nicht... wie es Ihnen mit Ihrem geht, naja, wäre sicherlich zumindest für mich erleichternd (weil an auszeittagen hier herumlesend), wenn Sie , was immer Sie da sehen, für sich behielten , statt dies andren andichten bzw überhelfen zu wollen ...

(teils recht gewaltsam, aber das merken Sie wahrscheinlich gar nicht mehr?)

ich argumentiere nicht gern mit dem begriff "projektion. der wird nichtmal mehr inflationär benutzt, eher schon pleitegeier-ig und lasse dies nun sofort wieder fallen, wollte nur mitteilen, daß Ihre "hellsichtigkeit" leider hier nicht unter beweis zu stellen ist, da nicht nur Sie lesen können oder sehen, was da aufm bildschirm zu sehen ist, das können alle hier...

und wer will, will was er/sie will ... lesen, sehen, auchmal hören... nuja, riechen geht nicht, das liegt am medium, also nicht an Ihnen, sondern an diesem rechner, bildschirm, lautsprecher , usw... dem,was eben zur verfügung steht...

gutnacht

Schachnerin 01.12.2012 | 09:27

Das Wort Schamlippen ist mir ausgesprochen unsympathisch. Scham ist ein Gefühl, aber ein unangenehmes. Müssen wir Frauen uns für unsere Genitallippen schämen? Bei dem Wort Scham für die weiblichen Genitalien bringe ich in meinem Kopf nicht einmal ein Bild zusammen. Dieser Ausdruck ist für Leute, die auch "Scheibenkleister" sagen.

In wikipedia werden die Genitallippen nur in den germanischen Sprachen Schamlippen genannt. In den romanischen Sprachen heißen sie Lippen (lábios,...), auf Polnisch Vulvalippen und es ist ein anderes Bild im Artikel, keine gestutzten Lippen.

Martin Gebauer 01.12.2012 | 11:01

Sie sind sehr nahe dran, da Sie erkennen, welch' Bildhafte Vorstellung, in einem Wort, widerspiegelt. Was der Ausdruck “Schamlippen“, in Ihnen bedingt, ist Ihren persönlich gemachten Erfahrungen geschuldet, das bedeutet auch, dass verschiedene Frauen, verschiedene Empfindungen fühlen bezgl. des Wortes Schamlippen. Interessant ist doch und weitaus bedeutsamer, dass das fortschreiten von der Postmoderne übergangslos zur Monolithischen-Neo-Postmoderne, das letzte, ursächlich, leiblich-sympathisch-emotional, besetztes Wort, alle bejahende und auch verneinende, schamauslösende Anteile verdinglicht. Belebte Dinge, deren Gestalt entkleidet und in objektive Objekte transformiert wird. Die Objektivierung der ehemals belebten und jetzt Fremdkörperkultur durch die Gender Ideologie, ist ja, die Frucht dessen, dessen Samen wir bereits vor langer Zeit ausgesät haben und deshalb ist es keine Überraschung. Überrascht wäre ich gewesen, wenn dem nicht so wäre.

Martin Gebauer 01.12.2012 | 11:49

Sehen Sie, liebe Jana, und in Anbetracht Ihrer verletzlichen, empfindsamen, ruhelosen Seele, - es ist unumgänglich, Gefühle und der Gefühle Zuordnungen, auf eine andere Ebene zu heben und sie dadurch zu neutralisieren, quasi schmerzfrei zu machen durch Abtrennung vom leiblichen Seinsgrund. Sonst ist es nicht möglich Angesichts der Opfer von Willkür aus Gier in die Herrschsucht getrieben, im Verlangen nach immer mehr objektiver Weltanschauung. Kriegspiele im Kinderzimmer der Erinnerung. Warum wohl, mögen alle, vorteilhafter aus dem Fenster springen, wo es doch viel einfacher wäre, die Tür zu benutzen?

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Ehemaliger Nutzer 01.12.2012 | 14:12

hmm, also leiden is übertrieben,

sie stören manches mal, wenns arg mondet ,

aber nur mich und eine gewisse dame namens ungeduld ...

meinst, wenn ich die verkleinern lasse, geht der allmonatliche rechtslastige schädelbruchschmerz flöten?

hängen lippen und migräne zusammen?

außerdem, naja, also ... später dann irgendwann mag ich diese großen lippen, wenn er geht eben, dann hastet er nicht zur tür hinaus, sie halten ihn und oft solange bis ich einschlaf, das is sehr, sehr angenehm und ich bin nicht sicher, ob ich dafür nicht doch sogar recht gern frau ungeduld in kauf nehme...

ja, doch, ich laß meine lippen wie se sind, doch, is mir lieber, aber diesen kopfschmerz, weißte kelim, der is hölle, haste da nichn andres angebot, als ne lippenverkleinerung?