Wurdest Du Schlampe genannt?

Im Gespräch Am Samstag ist Slutwalk-Tag. Bei den Demos geht es um Solidarität, finden Anne Wizorek, Organisatorin des Berliner Walks, und Kolumnistin Katrin Rönicke. Unser Slut-Talk

Bei Club Mate und Retromusik trafen sich im Café Hilde, Berlin Prenzlauer Berg, zwei junge Damen zum Slut Talk: Anne Wizorek ist eine der Organisatorinnen des Berliner SlutWalks und vielen als Autorin bei Spreeblick und als Mitglied des Orgateams der re:publica bekannt. Meine Wenigkeit als zweiter Part des Gesprächs tritt als feministische Freitagskolumnistin und bei der Initiative Frau Lila auf. Da wir also auf einem recht hohen feministischen Ross dahergeritten kommen, ließen wir das übliche Geplänkel zu der Frage: "Warum gibt es eigentlich SlutWalks" gleich weg und kamen zu den wesentlichen Dingen:

Katrin: Wurdest du schon einmal als ‚Schlampe‘ bezeichnet?

Anne: Weniger als ‚Schlampe‘, aber schon öfters als ‚Fotze‘. Also diese klassische Beschimpfung, wenn man auf der Straße angemacht wird und dann auch noch die Frechheit besitzt, da nicht positiv drauf einzugehen! Sondern es entweder zu ignorieren, oder – so wie ich – den Stinkefinger zu zeigen.

Katrin: Und schon sind wir beim Thema: ‚Typen, die Mist sagen‘ – denn damit fing ja die ganze Slutwalk-Bewegung an. Nun ist es ja aber nicht das erste Mal, dass jemand so einen Scheiß sagt. Hast du irgendeine Erklärung dafür, wie es kam, dass daraus eine weltweite Bewegung entstehen konnte? Hat es irgendwelche anderen Umstände gegeben, die das begünstigt haben? Politische oder gesellschaftliche Debatten?

Anne: Ich glaube tatsächlich, dass durchaus diese ganzen Vergewaltigungs-Fälle, die in der letzten Zeit durch die Medien gejagt wurden, sprich: der Fall Julien Assange, Dominique Strauss-Kahn und bei uns Kachelmann; dass die dazu geführt haben, dass mehr Menschen mobilisiert wurden, als vorher. Dass es so geballt Reaktionen gab. Andererseits: In Toronto wurde der Slogan „We’ve had enough!“ geprägt. Der beschreibt sehr gut diese „Schnauze-voll!“-Stimmung. Da haben dann Leute gesagt: Es reicht! Es genügt uns nicht mehr, zu Hause zu sitzen und einen ‚Rant‘ in unserem Blog zu schreiben, sondern wir bringen das auf die Straße. Ich habe diese Entwicklungen ziemlich von Anfang an mit verfolgt.

Katrin: Wie kamst du dazu?

Anne: Ich verfolge viele feministische Blogs aus den Staaten und bin Fan von Jaclyn Friedman, die das auch ziemlich früh aufgegriffen und unterstützt hat. Dabei war es sehr spannend, dass immer mehr Städte dazu aufgerufen haben und es schließlich sogar rübergeschwappt ist, zu uns nach Europa.

Katrin: Was sind bisher die Erfahrungen mit den Slutwalks? Denn ich bin ja eher pessimistisch und habe das Gefühl: Feminismus ist nicht sonderlich in den Grundansichten einer Gesellschaft verankert – weder bei uns, noch anderswo. Wie viele Frauen gehen dann schon auf die Straße? In Passau war ja nun der erste deutsche Slutwalk. Wie war das dort?

Anne: Die genauen Zahlen habe ich jetzt nicht. Aber der war relativ überschaubar – das war irgendwie auch klar. Andererseits finde ich es total großartig, dass die das dort durchgezogen haben. So weit ich weiß, ist das dort eine extrem konservative Ecke. Insofern: Respekt! Was jetzt das Potential angeht, wirklich feministische Ziele zu vertreten: Mein Eindruck ist, dass der Slutwalk da zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt. Einerseits werden die Feministinnen mitgenommen, die es sowieso schon vermisst haben, dass etwas Aktives stattfindet. Andererseits wird eine Generation sensibilisiert, die damit noch nicht so viel zu tun hatte. Die vielleicht denkt: Ach Feminismus – das sind doch die alten Frauen mit den langen Achselhaaren. Speziell in Deutschland hat Feminismus ja auch so ein uncooles Image. Die Frau, die den Slutwalk in London organisiert hat, war grade mal 17 Jahre alt – die geht noch zur Schule! Ich finde das super!

Katrin: Es mobilisiert also vielleicht das Interesse bei denjenigen, die noch nicht unbedingt feministisch sind, aber spüren: Ich will in der Gesellschaft sexy sein können ohne andererseits Angst haben zu müssen, stigmatisiert zu werden und im nächsten Schritt Opfer von Übergriffen.

Anne: Bei den Slutwalks geht es tatsächlich weniger darum, auf die Straße zu gehen, weil man unbedingt tiefe Ausschnitte tragen will, sondern einfach um das Statement: Ich will mich so kleiden können, wie ich will. Ich will dafür nicht angegriffen werden – geschweige denn eine Mitschuld angehängt bekommen, wenn wirklich etwas passiert. Spielregeln gibt es nicht.

Katrin: Der Name „Slutwalk“ kommt ja nicht von ungefähr…

Anne: Dieser Name entstand in Toronto und verfährt nach dem Motto: Wenn ich mich selbst als Schlampe bezeichne, dann kannst du das nicht mehr tun. Man erobert sich einen Begriff zurück. Ich selbst sehe das aber auch kritisch und in der Orga-Gruppe haben wir das auch diskutiert. Es ist einfach schwierig eine Demo zu veranstalten und allen, die da hinkommen aufzudrücken, das mitzutragen – sich selbst als Schlampe zu betiteln. Da würde ich mich auch nicht wohl fühlen. Wir haben das jetzt letztendlich so formuliert, dass der Schlampenbegriff symbolisch für sämtliche Mechanismen steht, die es in einer Gesellschaft gibt, um Frauen in ihrer freien und selbstbestimmten Sexualität zu unterdrücken. Das geht ja sogar so weit, dass Frauen sich untereinander so bezeichnen. Uns geht es darum, dass man sich von dem Irrglauben befreien muss, es gäbe irgendwelche Spielregeln, an die müsse man sich nur halten, damit man eben nicht gefährdet ist. Das fängt ja schon damit an, dass jedeR Schlampe anders definiert.

Katrin: Diesen Begriff „Schlampe“ zu reclaimen und in der Wahrnehmung neu zu besetzen – das ist ja nicht ganz neu. Es gab da so eine anarchistisch-feministische Gruppe, die ein Manifest geschrieben haben, das sich „Schlamputopia“ nannte. Kennst du das zufällig?

Anne: Ich kenne nur die „Schlampagne“.

Katrin: Genau – das sind die. Diese Schlampagne-Frauen haben das Manifest geschrieben. Da geht es auch sehr darum, dass jede Frau ein Recht darauf hat, Spaß im Leben zu haben. Das impliziert dann auch sexuellen Spaß – aber eben: selbstbestimmt.

Anne: So haben wir das auch formuliert: Für sexuelle Selbstbestimmung und gegen Verharmlosung sexualisierter Gewalt. Letztendlich kann das eine ohne das andere nicht angegangen werden. Das sind zwei gesamtgesellschaftliche Probleme, die sich gegenseitig bedingen. Deswegen kann man das nur im Kontext machen.

Katrin: Das führt uns auch wieder zurück zu Jaclyn Friedman, die interessanter Weise eine Kampagne mit dem Titel „Yes means Yes!“ macht. Davor war ja „No means No!“ der klassische Slogan gegen Vergewaltigungs-Verharmlosung und als Richtschnur für gerade all jene Geschichten im sogenannten ‚Graubereich‘ - die ja immer (seufz) sehr schwer zu händeln sind. Weil es ja tatsächlich auch sehr oft zwischen zwei Menschen passieren kann, dass man nicht genau weiß: Was will der andere jetzt? Ist das Nein wirklich ein Nein? Oder wenn ein Nein dann einfach nicht gesagt wird, sondern nur versucht wird, mit Körpersprache zu vermitteln… Das ist ja ein sehr schwieriges Thema. Und da ist dieses „Yes means Yes“ ja irgendwie der Versuch, einen neuen Weg zu gehen.

Anne: Es geht wirklich im Kern um Selbstbestimmung und auch: dazu stehen. Ich will nicht komisch angeguckt werden, wenn ich mehrere Partner habe, One-Night-Stands und solche Dinge. Wir leben zwar im Jahr 2011 – aber das immer noch Thema! Wir haben da immer noch eine Menge Arbeit vor uns. Erst Recht wenn diese Begründung „Sie hat es ja nicht anders gewollt“ immer noch an der Tagesordnung ist.

Muss ich sexy sein?

Katrin: Wenn ich jetzt zum Slutwalk gehe, dann muss ich mich nicht als Schlampe 'verkleiden' – das betont ihr ja immer wieder. Ich muss nicht sexy sein. JedeR soll sich anziehen, wie er oder sie will. Widerspricht das dann aber nicht ein bisschen diesem grundsätzlichen Anliegen?

Anne: Es ist eigentlich ganz normal, dass einige Leute die Slutwalk-Idee über die Wahl ihrer Kleidung ausdrücken, was dann eine Art performativen Charakter hat. Das ist typischer Weise das, worauf sich die Medien stürzen und dann entsteht das einseitige Bild, dass beim Slutwalk alle sexy seien. Die Gruppe der Leute, die leicht bekleidet rumgelaufen ist, kann noch so klein gewesen sein – von ihr wird es in der Zeitung die meisten Fotos geben. Die restlichen Leute kommen in ganz normaler Alltagskleidung und verschwimmen dann ein bisschen dahinter. Wobei für mich die stärkste Botschaft durch die Plakate kommt. Das Bezeichnendste ist, wenn Leute in völlig unscheinbarer Kleidung kommen aber dann ein Plakat tragen auf dem steht: „Das sind die Klamotten, in denen ich vergewaltigt wurde.“ Es ist halt ein beschissenes Gefühl: Du kannst dich davor nicht schützen, indem du nur die richtige Kleidung trägst. Erst Recht wenn man bedenkt, dass die meisten Übergriffe im privaten oder familiären Umfeld passieren. Der Vorwurf, dass die Betroffenen es darauf angelegt hätten, dass so etwas passiert, finde ich dann auch mit das perfideste, was man hinterher sagen kann. An diesem Punkt wird deutlich – und das finde ich ganz wichtig: der Slutwalk ist ein solidarisches Event.

Katrin: Deswegen dürfen auch Männer kommen…

Anne: Genau - oder wie man sich sonst geschlechtlich definiert.

Katrin: Verstehen die Medien, was dahintersteckt? Wird euer Anliegen von ihnen weitergetragen?

Anne: Ich habe schon das Gefühl, dass man immer noch betonen muss, dass als Botschaft hinter den Slutwalks nicht steht: Wir gehen auf die Straße, weil wir sexy rumlaufen wollen. Das ist immer noch das erste, was falsch verstanden wird. Ich bin natürlich total gespannt, wie das hier funktionieren wird. Deutschland ist das erste Land flächendeckend Slutwalks macht. Ich hoffe, dass es dann viel Aufmerksamkeit dafür geben wird. Die Teams in den anderen Städten klemmen sich da auf jeden Fall auch alle dahinter.

Katrin: Seid ihr gut vernetzt untereinander?

Anne: Ja! Vorwiegend – leider – über Facebook, weil dort einfach die meisten sind. Also aus rein pragmatischen Gründen. Wir tauschen uns aus, ob wir noch irgendwo jemanden unterstützen können, machen Werbung für uns gegenseitig.

Katrin: Macht ihr alle das ehrenamtlich? Ich stell mir das schon sehr sehr arbeitsintensiv vor…

Anne: … das ist es auf jeden Fall. Ja: Es ist alles ehrenamtlich. Aber wir versuchen, die Kosten, die wir haben, auch wieder rein zu bekommen. Wir machen eine Soli-Party am 11. August – einerseits als Einstimmung, andererseits ganz banal, um ein bisschen Geld zu verdienen.

Mit Rolex in die Bronx

Katrin: Habt ihr KritikerInnen? Als feministisch schreibende Autorin kann ich mir lebhaft vorstellen, dass euer Anliegen gewisse Leute auf den Plan ruft. Ihr habt ja ein Blog – aber da kann man nicht kommentieren.

Anne: Tumblr. Da kann man prinzipiell auch kommentieren, aber das haben wir ausgestellt. Um das auszugleichen haben wir ein offenes Formular, wo man uns jederzeit kontaktieren kann. Das wird bisher noch nicht so stark genutzt. Was ich ok finde, weil wir dadurch auch kaum negative Anfragen haben. Die meiste Interaktion findet tatsächlich dann auf Facebook undTwitter statt. Wir haben auf der Facebookseite die Kommentare ausgeschaltet, weil da wirklich getrollt wurde. Ganz klassisch.

Katrin: Was kommen denn da so für Kommentare? Das typische Argument, das ich kenne, ist: Die Frauen sind ja selbst Schuld, denn sie sagen ja nicht deutlich genug, dass sie nicht wollen. Oder: Sie würden vermitteln, sie wollten – wollen dann aber doch nicht. „Da muss man ja Gedanken lesen können, damit man nicht zum Vergewaltiger wird!“ – so in diese Richtung. Da werden dann auch so krasse Sprüche verbreitet wie: „Nicht alleine in einen Aufzug begeben, der schon von einer Frau benutzt wird, um falschen Vorwürfen vorzubeugen.“

Anne: Die Entwicklung der Diskussion ist schon sehr krass. Gerade, wenn man schaut, wie der Kachelmann-Prozess in den Medien behandelt wurde – da entwickelt sich ein total gefährliches Bild: Das Bild von der Frau, die einfach mit dem Finger schnippt und sagt: „Der hat mich vergewaltigt“, und damit rachsüchtig Leben zerstört. In der Debatte geht dann immer unter, dass diese Frau das wirklich erlebt haben könnte und dann bei ihrem Gang in den Gerichtssaal völlig retraumatisiert wird. Schlimm sind auch solche Analogien, die wirklich unglaublich sind: „Ich geh ja auch nicht mit ner Rolex in die Bronx!“. Auf der anderen Seite kommen dann Kommentare wie „Hey super! – die rennen dann da alle halbnackt rum! Da guck ich auch zu!“ – wir wollen deswegen ein Team aufbauen, das sich während der Demo darum kümmert, dass Frauen von Belästigungen durch solche Typen geschützt sind.

Katrin: Was passiert denn nach dem 13. August 2011?

Anne: Klar ist: Wir werden nicht mit dem 14. August plötzlich alle Probleme gelöst haben. Wir müssen diese Debatte am Laufen halten und wollen uns überlegen, wie wir da eine Form von Aufklärungsarbeit aufrecht erhalten können. Da gibt es jetzt noch keinen konkreten Plan. Außer dass wir als Berliner Gruppe dazu aufgerufen haben, dass Bands und MusikerInnen uns Musik schicken sollen, weil wir so einen kleinen Slutwalk-Sampler planen, den wir dann zum freien Download zur Verfügung stellen. Um das Format Musik als Mittel zu benutzen, unsere Botschaft weiter zu verbreiten.

Katrin: Die Frage ist ja, in wie weit diese gesellschaftliche Sensibilität, die du vorhin ansprachst, die durch diese ganzen Fälle – Assange, DSK, Kachelmann – entstanden ist, ob die anhalten wird. Das ist ja immer schon das Problem der FeministInnen gewesen: Im einen Moment stellen es fest, dass es reicht, dann hauen sie auf den Tisch, es gibt eine rege Debatte – und nach kurzer Zeit ebbt es wieder ab und es interessiert keine Sau mehr.

Anne: Ja – es ist auf jeden Fall wichtig, sich weiter dahinter zu klemmen! Es gab auch eine Überlegung das Blog so zu öffnen, dass Leute uns ihre Geschichten zum Thema Sexuelle Gewalt schicken können und dann stellen wir diese anonymisiert online.

Katrin: Wie wäre es denn, den Slutwalk so zu institutionalisieren, wie die CSDs? Gibt es da Überlegungen?

Anne: Das spukt auf jeden Fall in unseren Köpfen herum und der Walk in Toronto wird auch definitiv nächstes Jahr wieder stattfinden. Die dortigen OrganisatorInnen wollen das wenn möglich weltweit machen: So viele Städte wie möglich an einem Datum. Das wäre grandios!

He’s a Stud, She’s a Slut

Katrin: Schwierig ist es dann vielleicht, ein Ziel zu formulieren. Beim CSD ist das klar: Anerkennung und Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Liebe in der Gesellschaft. Aber was ist eigentlich das Ziel der Slutwalks? Da steckt ja so viel dahinter und irgendwie ist es ja auch so schwierig zu erklären, woher es kommt, dass Vergewaltigungen quasi permanent an der Tagesordnung sind. Einerseits gibt es da diese klassische Rape Culture-Theorie. Ist es das Ziel, diese in ihren Grundfesten zu erschüttern? Oder geht es vor allem um Awareness?

Anne: Auf jeden Fall geht es um Awareness. Und vor allem auch darum, die typischen Vergewaltigungsmythen aus der Welt zu schaffen.

Katrin: Ein ganz krasser biologistischer Mythos, der mir einfällt ist der, dass Vergewaltigungen der Arterhaltung dienten!

Anne: Autsch! Ein weiteres Anliegen ist es, eine Umkehrung im Denken herbeizuführen. Die Gesellschaft vermittelt heute immer noch total stark an junge Frauen: Lass dich nicht vergewaltigen! Anstatt an Männer zu vermitteln: Vergewaltige nicht! (BILD: 25.media.tumblr.com/tumblr_lp2vvkev3C1qd3igio1_500.png)

Katrin: Es gibt ja in unserer Kultur eine sehr starke soziale Geschlechtertrennung – die vielleicht auch dazu führt, dass Männer zu Tätern werden, Frauen zu Opfern. Das wäre eine spannende Frage – auch wenn ich nicht weiß, ob das nun zu weit weg führt…

Anne: Das finde ich sehr gut im Titel von Jessica Valentis Buch zusammengefasst: He’s a Stud, She’s a Slut. Das zeigt einfach diese völlige Verschiebung. Es wird auch völlig unterschätzt, was diese Konstruktionen für ein Machtinstrument sind.

Katrin: Die Auswirkungen von so etwas können ja auch recht langwierig sein. Es klingt so harmlos. Aber viele Frauen schämen sich immerfort. Noch schlimmer finde ich allerdings, dass es so viele Frauen gibt, die vergewaltigt wurden und sich hinterher so krass schämen, als wären sie die Täter in der ganzen Sache. Und dann kommt noch hinzu, dass sie in den Medien sehen, wie man mit Frauen vor Gericht umgeht, die so etwas zur Anzeige bringen. Es ist unglaublich bitter, dass es in dieser Gesellschaft damit keinen wirklichen Umgang gibt.

Anne: Wenn dann die Täter nicht einmal belangt werden – die ja erwiesener Maßen in den meisten Fällen nicht nur einmalige Täter sind, sondern Mehrfachtäter – das führt dazu, dass es fast schon ein Freifahrtsschein wird.


16:50 09.08.2011
Geschrieben von

Katrin Rönicke

ich bin... einfach so; ich bin nicht... so einfach
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Katrin Rönicke

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