RE: Bleibt Aufstehen sitzen? | 11.10.2018 | 21:59

implizit:

"Wir lassen nicht zu, dass Sozialstaat, Flucht und Migration gegeneinander ausgespielt werden. "

Flucht und Migration besitzen also die gleiche (Rechts-) Grundlage? Da aber Flucht, sowohl der Intention des Aufrufes nach als auch der AufruferInnen akzeptiert wird (auch von mir), was heißt das dann für die Migration?

Entweder es ist die von mir erwähnte Agenda gemeint, oder die AufruferInnen haben sich keine Gedanken über die von ihnen gewählten Begriffe gemacht. Letzteres halte ich aber für unsinnig (und wäre eigentlich schon fast eine üble Nachrede)

RE: Bleibt Aufstehen sitzen? | 11.10.2018 | 21:26

ein Minimalkonsens ist der #unteilbar Aufruf eben gerade nicht.

Er stellt die Maximalforderung nach (bedingungslos) offene Grenzen. Sagt aber nicht, was ein regelfrei globalisierter Arbeitsmarkt für die Tarife und Tarifverträge bedeutet. Ein Forderunge ich so nicht teile, ebenso wie offensichtlich auch Frau Wagenknecht.

Wenn es um einen Minimalkonsens gegangen wäre, dann hätte man die #aufstehen-Kampagne mit in die Formulierung des Aufrufes einbezogen werden müssen. Stattdessen wird eine Maximalforderung aufgebaut, und dann bekannten Kritikern dieser Maximalforderung vorgesetzt nach dem Motto "Friss oder Stirb".

Eine erfolgreiche linke, solidarische und Antirassistische Politik geht anders.

RE: Für die solidarische Weltgesellschaft! | 05.10.2018 | 22:27

ich gehe mit der Einschätzung völlig mit. Ich würde nur ganz gerne die Meinung von Herrn Jäger zum journalistischen Background seines Artikels hören. Feste und vorgefertigte Meinungen gibt es genug.

RE: Für die solidarische Weltgesellschaft! | 05.10.2018 | 20:46

Es wäre zudem noch interessant gewesen, wenn Herr Jäger vor seinem Artikel noch Frau Wagenknecht gefragt hätte, warum sie nicht unterschrieben hat. Wurde sie nur noch nicht gefragt? Hat sie inhaltliche Einwände? Wenn ja, welche?

Da hätte sicher auch mehr journalistischen Recherche dem Freitag gut getan. Schließlich war dies ja der polemische Aufhänger.

RE: Für die solidarische Weltgesellschaft! | 05.10.2018 | 20:46

Es wäre zudem noch interessant gewesen, wenn Herr Jäger vor seinem Artikel noch Frau Wagenknecht gefragt hätte, warum sie nicht unterschrieben hat. Wurde sie nur noch nicht gefragt? Hat sie inhaltliche Einwände? Wenn ja, welche?

Da hätte sicher auch mehr journalistischen Recherche dem Freitag gut getan. Schließlich war dies ja der polemische Aufhänger.

RE: Für die solidarische Weltgesellschaft! | 05.10.2018 | 07:28

Nachtrag zur Ökologie: #aufstehen ruft seine Follower zur Teilnahme an der Demo gegen die Abholzung des Hambacher Forstes auf.

RE: Für die solidarische Weltgesellschaft! | 04.10.2018 | 22:10

korrektur: ..., warum eine Frau Kipping oder ein Herr Riexinger nicht den #aufstehen Aufruf unterzeichnet haben?...

RE: Für die solidarische Weltgesellschaft! | 04.10.2018 | 22:08

Ich finde es faszinierend, wie Herr Jäger zwei doch sehr unterschiedliche Aufrufe gegeneinander ausspielt. So wird zwar die nette Frage gestellt warum Frau Wagenknecht nicht den neueren Aufruf unterzeichnet hat, nicht aber, warum eine Frau Kipping oder ein Herr Riexinger den aufstehen Aufruf unterzeichnet hat? Divide et impera?

Im neueren Aufruf bleibt die Schwäche des Sozialen abstrakt und lediglich autoritär an den Sozialstaat adressiert. Einen Ansatz im Umgang mit Niedriglohn, prekären Arbeitsverhältnissen, kurz mit dem Klassenkampf der Besitzenden gegen jene welche durch ihre Arbeit den gesellschaftlichen Reichtum erst schaffen, aber nur mit Brosamen davon in Form von Lohn abgespeist werden, den sehe ich leider nur im Aufstehen - Aufruf.

Eine leerstelle in Bezug auf Ökologische Fragen sehe ich in beiden Aufrufen, wiewohl ich den Ansatz von #aufstehen gegenüber dieser Frage für offen halte, der #unteilbar ist hier meiner Meinung nach ignorant (und wohl auch zu kurzfristig angelegt).

RE: Entsetzen und Erkenntnis | 04.10.2018 | 19:46

Die PdL wusste vorher, mitwem sie koaliieren wird. Dass die PdL mit keinem irgendwie gearteten linken Projekt in die Koalitionsverhandlungen gegangen ist, lautet mein Vorwurf. Das nenne ich eine fehlende Realpolitik der machtorientierten Strömungen in der PdL. Und es ist kein Argument für den fehlenden Gesaltungswillen wegen. Was hat ein Bodo Ramelow mit seinem Intimus Prof. Dr. Benjamin Hoff denn schon vorzuweisen?

Wobei ich muss mich da in einem Punkt zurücknehmen: Der Versuch Andrej Holm als Staatssekretär zu installieren, war ein solcher Hauch der Veränderung, der in einem bundesweiten Gegenorkan mündete. Man wird sehen, ob seine Nachfolgerin in diesem neoliberalen Gegenorkan bestehen kann.

RE: Entsetzen und Erkenntnis | 04.10.2018 | 14:14

Auch wenn mir nicht klar ist, auf welche Positionen sie sich beziehen, ist das Erfurter Programm der PdL ist zunächst einmal Papier.

Ich glaube nicht, dass die PdL in einer Koalition die Kraft haben wird, eine eigenständige und deutlich erkennbare linke Politik zu gestalten. Da die PdL derzeit in Thüringen, Brandenburg und Berlin an Regierungen beteiligt ist, lasse ich mich gerne eines Besseren belehren.