RE: Die Warlords der NATO | 10.04.2019 | 20:37

Obama hat zweifelslos mehr Kriege und militärische Angriffe zu verantworten als Trump bislang in der gleichen Regierungsszeit. Dennoch setzt die Trumpsche internationale Konfrontationsstrategie mit einem bedingungslosen "America first" auf die langfristige Zerstörung multilateraler Konfliktbegrenzungsmechanismen. Das reicht von der Missachtung von UNO, Bekämpfung des Internationalen Gerichtshofes bis hin zum Ausstieg aus Klimaschutz- und Abrüstungsvereinbarungen.

So hat Trumps Politik das Potential die Erde langfristiger zu zerstören und zerstörerische Kriege heraufzubeschwören als es das begrenzte Eingreifen von Bush bis Obama jemals gewesen ist.

RE: „Die Geschichte vom Mobbing ist eine Lüge“ | 31.03.2019 | 10:48

"eine linke Partei MUSS für geschlossene Grenzen plädieren,"

Das ist grober Unfug und ist zum Beispiel auch von S. Wagenknecht an keiner Stelle jemals vertreten worden. Die (bedingungslose) Aufnahme von Asylsuchenden ist Grundbaustein jeglicher Linken Politik. (auch von S. Wagenknecht)

Geschlossene Grenzen ist eine rechte Parole, und findet sich dann konsequenterweise auch bei der AfD wieder.

Die Differenz in der Linken ist diejenigen von bedingungslos offenen Grenzen und denjenigen die primär eine antikoloniale und antihegemoniale Politik betreiben wollen und so den Menschen in ihrer Heimat Existenz und Entwicklungsmöglichkeiten eröffenen möchten Also für eine Politik die sich gegen die Ausbeutung der dritten Welt und gegen die (ökonomische) Privilegierung der westlichen, ersten Welt stellt. Letzteres ist, außer in Sonntagsreden, mit den Realos in der Linken realpolitisch ganz sicher nicht zu machen.

RE: „Die Geschichte vom Mobbing ist eine Lüge“ | 28.03.2019 | 21:50

"Die Geschichte vom Mobbing ist eine Lüge. Sie soll Stimmungen schüren. "

Wie lange hat sich Gysi trotz gegenteiliger Satzung und Parteitagsbeschlüsse eigentlich einer Doppelspitze mit Wagenknecht verweigert? Und mit welcher Begründung war das doch gleich nochmal?

Aber Frau Kipping kann natürlich keinerlei Mobbing erkennen. Alles nur eine Erfindung der Boulevard-Presse. Und keine Nachfragen der Interviewerin.

RE: Nun wird mitregiert | 02.12.2018 | 09:24

Die Migrations und Flüchtlingsströme sind zuerst einmal ein Ergebnis jahrhunderte langer kolonialer Ausbeutung und neokolonialer Abhängigkeiten.

Gepaart mit einer durch die ungerechte Weltwirtschaftsordnung abgesicherten ökonomischen Hegemonie der reichen Länder auf der Nordhalbkugel zulasten einer möglichen ökonomischen Entwicklung in den ärmeren Ländern des Südens.

Ein vom Norden forcierter Braindrain würde diese Ungerechtigkeit zementieren.

RE: Nun wird mitregiert | 02.12.2018 | 09:24

Die Migrations und Flüchtlingsströme sind zuerst einmal ein Ergebnis jahrhunderte langer kolonialer Ausbeutung und neokolonialer Abhängigkeiten.

Gepaart mit einer durch die ungerechte Weltwirtschaftsordnung abgesicherten ökonomischen Hegemonie der reichen Länder auf der Nordhalbkugel zulasten einer möglichen ökonomischen Entwicklung in den ärmeren Ländern des Südens.

Ein vom Norden forcierter Braindrain würde diese Ungerechtigkeit zementieren.

RE: Mythos Mitte | 23.11.2018 | 20:27

Meist sind es die kleinen, fast schon privaten Dinge, die entlarven. Zumindest was das "Zurückgeben" betrifft, hat der Herr Merz nicht immer seine Berater dabei gehabt.

Zum Beispiel als der Herr etwas sehr wichtiges verlor, das dann von einem ehrlichen Obdachlosen gefunden ward. Ein menschenfeindlicher Dank, wie man ihn sonst nur noch aus Charles Dickens Weihnachtsgeschichte kennt:

http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/danke-herr-merz/

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RE: Bleibt Aufstehen sitzen? | 11.10.2018 | 21:59

implizit:

"Wir lassen nicht zu, dass Sozialstaat, Flucht und Migration gegeneinander ausgespielt werden. "

Flucht und Migration besitzen also die gleiche (Rechts-) Grundlage? Da aber Flucht, sowohl der Intention des Aufrufes nach als auch der AufruferInnen akzeptiert wird (auch von mir), was heißt das dann für die Migration?

Entweder es ist die von mir erwähnte Agenda gemeint, oder die AufruferInnen haben sich keine Gedanken über die von ihnen gewählten Begriffe gemacht. Letzteres halte ich aber für unsinnig (und wäre eigentlich schon fast eine üble Nachrede)

RE: Bleibt Aufstehen sitzen? | 11.10.2018 | 21:26

ein Minimalkonsens ist der #unteilbar Aufruf eben gerade nicht.

Er stellt die Maximalforderung nach (bedingungslos) offene Grenzen. Sagt aber nicht, was ein regelfrei globalisierter Arbeitsmarkt für die Tarife und Tarifverträge bedeutet. Ein Forderunge ich so nicht teile, ebenso wie offensichtlich auch Frau Wagenknecht.

Wenn es um einen Minimalkonsens gegangen wäre, dann hätte man die #aufstehen-Kampagne mit in die Formulierung des Aufrufes einbezogen werden müssen. Stattdessen wird eine Maximalforderung aufgebaut, und dann bekannten Kritikern dieser Maximalforderung vorgesetzt nach dem Motto "Friss oder Stirb".

Eine erfolgreiche linke, solidarische und Antirassistische Politik geht anders.

RE: Für die solidarische Weltgesellschaft! | 05.10.2018 | 22:27

ich gehe mit der Einschätzung völlig mit. Ich würde nur ganz gerne die Meinung von Herrn Jäger zum journalistischen Background seines Artikels hören. Feste und vorgefertigte Meinungen gibt es genug.