Hanfzeit

Aufbruch in die Mitwelt Die Rede ist von Hanf - nicht nur kompetent in seiner Wirkung, sondern stark dank seiner Resilienz und Nachhaltigkeit
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Plädoyer für Freispruch

Keine andere Pflanze wurde von Marktradikalen, seinen Lobbyisten die letzten hundert Jahre so strikt bekämpft, verfolgt und geächtet wie der Hanf. Was ist eigentlich irgendwieanders an dieser Pflanze? Die Zeit der Lügen und Desinformation über unseren grünen Freund lassen sich nicht mehr aufrecht erhalten. Die Pflanze offenbart uns sein Potenzial und feiert aktuell seine Renaissance in unserer Gesellschaft.

Political Profiling

Die Pflanze, als Synonym des Bösen und Übels der Zeit steht im Verdacht die demokratische Ordnung (Apropos Anarchie: herzlichen Glückwunsch zum 50. Geburtstag nach Kopenhagen, an den Fristaden Christiania!) der Gesellschaft zu zersetzen. Medial wird das Symbol des fünfgliedrigen Hanfblatts als Stigmata sämtlicher illegaler Substanzen mißbraucht. Aus politischer Perspektive heraus, symbolisiert das Cannabisblatt den Kampf gegen Rassismus, Ungleichheit und Exklusion.

https://www.youtube.com/watch?v=2qGb8OEu73U

Beispiellos steht dieses Kraut in der Gesellschaft für Widerstand gegen Ausbeutung und Unterdrückung. Wegen seiner Resistenz behauptet Marihuana (lautmalerisch "Mariejohanna") wie sein menschlicher Kulturfolger konsequent seinen Platz auf kargen Böden wie Steppen, Schutthalden oder Hochlagen und zeigt sich andererseits in feucht tropischen Gebieten extremst anpassungsfähig.

Haben Pflanzen sowas wie Charakter? Oder Kennzeichen?

Genügsam und beharrlich - der Guerillero Hanf - stands its Ground. Kümmert sich um Sozialisation von Insekt, Vogelwelt und darüberhinaus Biodiversität. Das Weed ist ein Meister der Resilienz. Was seine Verarbeitung nicht unbedingt erleichtert. Die Pflanze sträubt sich, seine Hanffaser ist derart zäh und reissfest, dass dem Kraut nur mittels robustester Technik in der Landwirtschaft beizukommen ist.

Politrics & andere Lügen

Waffen- und Drogenhandel destabilisieren Staaten und Gesellschaften

http://www.drogenmachtweltschmerz.de/schmerz/politische-folgen/destabilisierung-des-staates/

Nach jahrzehntelang rigoros betriebener Kampagnen inszenieren die Behörden noch immer einen beispiellosen Krieg gegen Drogen und kriminalisieren seine User. Für Cannabiskonsumenten ergeben sich verheerende Konsequenzen hinsichtlich Schule, Ausbildung und Beruf. Der Lappen ist weg und der soziale Abstieg beginnt. Wie ein roter Faden zieht sich die soziale Ächtung (Untouchable) des Kiffers durch die Biographie. Im aktuellen Bericht des Bundeskriminalamtes (BKA) wurden 2020 über 200 000 Delikte wegen Handel mit Cannabis oder Cannabiskonsum als Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) registriert. Bei harten Drogen liegt die Quote der Ermittler weit niedriger. Weil die Zahl der Cannabis User zwar gering, die der User aus der harten Szene jedoch stark ansteigt, wird der Rechtsstaat seine Strafverfolgungsbehörden entweder massiv aufrüsten oder einen Strategiewechsel in der Drogenpolitik einleiten müssen.

Der deutsche Sozialwissenschaftler Günther Amendt: "Legalisieren aus Vernunft"

https://www.youtube.com/watch?v=cvfOeSo04fA&t=27s

Aber warum wird dieser verbissenen geführte Krieg gegen diese uralte Kulturpflanze in Deutschland immer noch aufrechterhalten? Würde eine Legalisierung von Cannabis nicht die Strafverfolgungsbehörden und Justiz entlasten? Und dadurch Kräfte freisetzen welche dringendst im Kampf gegen die Drogenkartelle benötigt werden? Damit den Drogenbossen mit Wucht und Effizienz endlich das Wasser (Markt) abgegraben wird? Dass endlich Schluß ist, das Dealer dieses Land mit Kokain, Christal Meth und Heroin überschwemmen? Immer mehr Richter und Kriminalbeamte äußern sich in diese Richtung. Es geht hier insbesondere um den Schutz der Jugend. Also auf Leben und Tod!

https://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Legalisierung-Gruenen-Politiker-Dieter-Janecek-fordert-Freigabe-von-Cannabis-id60195901.html

Zum Steckbrief:

Der Hopfen wie auch der Hanf gehören zur Pflanzenfamilie der Cannabaceae Gewächse. Bereits vor 10 000 Jahren wurde der Hanf in China sowie 4 500 Jahre später in Thüringen bekannt und geschätzt. Keineswegs begründete sich die alte Freundschaft zu Cannabis nur wegen seiner spirituellen Bedeutung (Rausch) allein. Vor allem als Ernährung, Rohstofflieferant für Textilien, im Handwerk und in der Heilkunst hat der Hanf seit Jahrtausenden wesentlich zur kulturell soziologischen Entwicklung des Menschen beigetragen.

Damals lebte der Mensch sozial eingebunden in seiner Mitwelt einer Symbiose mit Pflanzen und Tieren. Weise Frauen, Schamanen und Druiden wussten schon in der frühen Menschheitsgeschichte um die heilende und schmerzlindernde Wirkung des Sekrets der weiblichen Blüten der Cannabispflanze.

Eine kleine Hanfgeschichte

Bis anfang des 20. Jahrhunderts - also zu Beginn der Industriealisierung, behielt der Hanf in allen großen Kulturen und Religionen seine systemrelevante Stellung.

Gabe der Götter

Buddhismus:

Nach einer buddhistischen Legende aus dem sechsten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung ernährte sich Buddha sechs Jahre lang, auf seinem Weg zur Erleuchtung, von nichts anderem als einem einzigen Hanfsamen am Tag. Diese Askese führte ihn zur Erkenntnis der vier Hohen Weisheiten und zum achtfachen Pfad der Erkenntnis.

Hinduismus:

Nach dem RIG VEDA, der ältesten hinduistischen Überlieferung, sind narkotische Pflanzen eine Gabe der Götter. Nach einer indischen Überlieferung brachte SHIVA die Hanfpflanze auf die Erde. Nach einer nepalesischen Legende fielen SHIVA Hanfblüten aus den Dreadlocks. Die um ihn herumspielenden Affen aßen sie auf und wurden so zu Menschen. SHIVA wird auch "The Lord of the Bhang", der Herr des Hanfes, genannt. Indra, Krishna und die Göttin Kali gelten ebenfalls als Gottheiten der heiligen Pflanze. Hinduistische Mönche und Pilger können auch heute noch Hanf in regierungseigenen Geschäften kaufen.

Islam:

Im Gegensatz zu Alkohol, dessen Gebrauch im Koran ausdrücklich verboten ist, wird Hanf nicht erwähnt und gilt den Moslems somit als erlaubt. Die mystische Richtung des Islam, der SUFISMUS, bejaht den Hanfgebrauch ausdrücklich. Manchen Sufigruppen gilt Hanfessen als Akt der Anbetung. Der Hanfgebrauch ist in der gesamten islamischen Welt weit verbreitet.

Im schiitischem Islam sind die Assassin (10. bis 13. Jahrhundert n.C.) als Hashishin (Haschischesser) bekannt. Der Legende nach kündigen die Auftragsmörder ihrem potentiellem Opfer mit einem Dolch unter dem Kissen ihr Attentat an. Die Execution konnte Tage - oder auch Jahre dauern. Wegen sunnitisch schiitischer Konflikte kamen die Hashishin in Verruf und die Kreuzfahrer überführten diesen Ruf nach Europa. Die Hashishin (Hanfkonsumenten) wurden seither als Pöbel oder Unterschicht (Armut) angesehen. In Afrika und Pakistan reicht die Hanftradition jedoch weit in die vorislamische Zeit zurück.

Christentum:

Die Äthiopisch Koptische Kirche verbindet traditionelle Lehren des Alten Testaments mit christlicher Überlieferung und verknüpft sie mit alten ägyptischen Bräuchen. In ihr gilt das Hanfrauchen als Sakrament und ist den Gläubigen ausdrücklich erlaubt. Angelehnt an ihre Lehren entstand auch der RASTAFARI-Kult, der auf Jamaica besonders viele Anhänger hat. Hier bildet das Hanfrauchen nahezu den Mittelpunkt der Lehre.

https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Cannabis_and_religion?uselang=de#/media/File:Mural_painted_on_the_inside_of_the_church.jpeg

Eine Pflanze im Konflikt mit der Moderne

Die Wilhelminische gute alte Zeit ...

... noch bis zum Ersten Weltkrieg fand Hanf als Medizin, Rohstoff und in der Landwirtschaft Verwendung. Das Hanfrauchen war in Deutschland bis Anfang des 20. Jahrhunderts auf dem Land üblich. Lautmalerisch ist "Knaster" seit dem 17. Jahrhundert bekannt. Selbst in der Literatur fand es Eingang. Der Begriff "Knaster" findet sich unter anderem im Kinderbuch von "Max und Moritz". Die oft von Hanfbauern versehentlich in einer Hanfzigarette eingezwirbelten Hanfsamen - "knasterten" beim abbrennen. Die in harter Schale eingekapselte Energie (Protein) des Hanfsamens detoniert mit dem Potenzial einer Nano Bombe was sich in etwa wie eine Knallerbse anhört! In der guten alten Zeit wurde "Gras" (umgangssprachlich für Weed, Cannabis, Hanf, Ganja, Pot oder Shit/ Hashisch) für viele Wehwehchen, als da wären Hühneraugen, Rheuma, Nervenleiden, Wundschmerz, Entzündungen, Hysterie und vieles mehr in Apotheken angeboten.

Land of the Free

Mit dem vom Ölboom befeuerten Kapitalismus wie einer einflussreichen Petrochemiebranche (Nylonstrümpfe) begann die neue Zeit der Turboindustriealisierung und drängte das Weed in den USA dann schnell ins Abseits. Time is Money lautet die Devise! Die Fliessbandfertigung und arbeitsteilige Welt frass sich in die Gesellschaft. Bis in die 1920iger Jahre stattete Henry Ford seine Fahrzeuge mit Hanfkarosserien aus, deren Robustheit (rostfrei) den Stahl bei weitem übertraf. Doch der Sog der Zeit war stark und der Siegeszug des Kartells der Petrochemie unstoppable.

Nach Aufhebung des Alkoholverbots Anfang der 30iger Jahre des vorigen Jahrhunderts, befürchtete Mr. Henry Anslinger vom Federal Bureau of Narcotics einen Personalabbau seiner Behörde. Um den anstehenden Personalabbau zu verhindern, beschloß Mr. Anslinger mit dem FBI zusammen Marihuana auf die Liste der verbotenen Substanzen zu setzen. Das Verbot instrumentalisierte damit zunehmend den Rassismus. Weder für Latinos noch die Black Community war Tabak erschwinglich, so blieb das "Arme Leute Kraut" Indiz der Ausgrenzung. Der (noch immer) praktizierte Rassismus gipfelte in der Kriminalisierung der Schwarzen (Entzug des Wahlrechts) und befördert(e) verstärkt die Abschiebung migrierter Latinos. So wurde Marihuana Gegenstand politischer Auseinandersetzung zwischen Arm und Reich - Links gegen Rechts - bis heute.

Creativity

Der 1. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, George Washington baute Hanf an und hielt mithilfe des Krauts seine Zahnschmerzen in Schach. Der Buttenheimer Franke Levi Strauss nähte 1870 den Goldgräbern in Kalifornien mit aus Hanffasern gewonnenem Stoff eine robuste Hanfjeans zusammen und begründete nebenbei ein Weltunternehmen. Ein William Shakespeare schrieb bekifft gut zweihundert Jahre vorher in England geniale Stücke der Weltliteratur und ein bedröhnter Miles Davis inspirierte 300 Jahre später die Jazz Community.

https://www.youtube.com/watch?v=z3PsedIIFV8&list=PL35441E9038888718

Reality - vom Gewaltmonopol

Mittels Hausdurchsuchung (Schleierfahndung) war es jetzt dem Rechtsstaat möglich, jederzeit (Gefahr in Verzug) in die Privatsphäre seiner Bürger einzudringen. Dem Schnüffelstaat und der Denunziation, seinem System der Angst ist seitdem, bis in die heutige Zeit Tür und Tor geöffnet!

Mia san Mia

Glenn Miller - mit ihm das Wirtschaftswunder, seinem "Way of Life", American Lifestyle and "I did it my Way" - war spätestens 1962 übern Teich, nach "Central Europe", bis tief in die Besatzungszone Bayerns gezogen. Franz Josef Strauß führte den Agrarstaat Bayern in das Atomzeitalter. Auch bezüglich bayerischer Polizeiarbeit (PAG) setzte Uncle Sam Maßstäbe (Stigma, Führerschein, Vorstrafe), die in München nullkommanix easy (Mia san Mia) adaptiert wurden. Diese restriktive bayerische Drogenpolitik ist in Deutschland einmalig. So wundert es nicht, dass die beiden letzten Drogenbeauftragten Frau Mortler und Frau Daniela Ludwig beide aus Bayern kommen. Frau Mortler stammt sogar aus einer Brauereidynastie und steht folglich (Alkohollobby) unter Verdacht der Befangenheit. Objektivität sieht anders aus! Strafen statt Prävention lautet die Devise. Die Konsequenz ist aus der Statistik ersichtlich. In Bayern sind mit Abstand die meisten Drogentoten zu beklagen. Selbst kleinste Delikte (Anhaftungen) werden angezeigt. Dabei wäre Aufklärung statt Strafe weit sinnvoller.

https://alternativer-drogenbericht.de/wp-content/uploads/2021/07/ADSB8-2021web.pdf

Geht`s auch anders?

Das Beispiel Portugal zeigt, Drogenpolitik geht auch anders!

https://www.opensocietyfoundations.org/uploads/c3319201-5e77-41a6-8c77-8c5f5ec659d0/portugal-report-german-20120315.pdf

Weniger kleinlich zeigt sich Bayern im Umgang mit Alkohol wo jährlich das wohl grösste Drogenevent der Welt (Oktoberfest mit 6 Millionen Besuchern) stattfindet. Doch wie auch 2020 ist in diesem Jahr der bayerischen Bierseligkeit coronabedingt vorerst der Stöpsel gezogen. "O zapft is", spielt jetzt in Tsing Tao oder Dubai! Übrigens sterben weltweit mehr als drei millionen Menschen an legalem Alkoholkonsum. Die grössten Drogendealer für Alkoholika stammen aus Europa und USA.

https://www.dhs.de/suechte/alkohol/zahlen-daten-fakten

Hunger und Hanf - zwei Seiten einer Medaille

Laut dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen leiden cirka 870 Millionen Menschen weltweit an Hunger. Der Schweizer Friedensforscher Jean Ziegler meint dazu: "Wenn irgendwo in Afrika ein Kind an Hunger stirbt - wird es in Wahrheit von unserem kannibalistischem Wirtschaftssystem gemordet!"

https://www.youtube.com/watch?v=4Wa-ETkiMu4

Hanfsamen enthalten alle 8 menschlich essentiellen Aminosäuren. Somit können die Seeds allein die vollständige und mangelhafte Eiweißversorgung eines Menschen sicherstellen. Als Proteinquelle sind Hanfsamen damit für Mensch und Tier hervorragend geeignet. Für die Ernährung sind die in den Ölen erhaltenen ungesättigten Fettsäuren von grösserer Bedeutung. Insbesonders enthält Cannabis Alpha-Lenolsäure wie die für menschliche Ernährung so wichtigen Omega-n Fettsäuren sowie Gamma - Linole Säure eine in Speiseöl seltene Omega - 6 Säure.

Und verbissen weigert sich der am Subventionstropf hängende agrar-industrielle Komplex mit seinen Lobbyisten Monsanto, Bayer, BASF und Konsorten die ökologische Realität anzuerkennen. Lässt mit dem Bauernverband seine Muskeln spielen und jagt seine überdimensionierten Traktoren landauf - landab vor Lidl und Aldi Filialen beziehungsweise direkt vors Kanzleramt in Berlin. So war es auch im Herbst 2020 nicht zu erwarten , dass Landwirtschaftsministerin Klöckner in Brüssel sich für eine ökologische Landwirtschaft engagiert.

Der Klimawandel erfordert die komplette Umstellung der Land- und Waldwirtschaft. Das gilt für den giftfreien (Kunstdünger) Anbau und die Biodiversität. Couragierte Bauern treiben die Hanfoffensive in Österreich, der Schweiz, Grossbritannien und Italien voran und setzen auf die alt bewährte Hanfpflanze. Seine wertvollen Aminosäuren, vor allem die so wichtige Omega 3 Fettsäure sowie ein Proteinwert von 30 Prozent stellen Hanf in puncto gesunde Ernährung für Mensch und Tier konkurrenzlos auf Platz 1. Darüber hinaus zeigt diese Kulturpflanze sein nachhaltiges Potenzial als ökologischer Bau- und Rohstoff. Cannabis erschliesst also nicht nur als Medizin oder als Bau- und Rohstoff neue Märkte, sondern exponiert seinen Wert insbesondere als gesundes eiweissreiches Superfood. Aus Italien wird berichtet, dass unser grüner Freund sogar kontaminierte (auch verstrahlte) Böden entgiftet und mittels Gründüngung neu mit Nahrung aufbereitet.

Medizinal Hanf - Medical Marihuana

Und tatsächlich zeigen immer mehr Studien, daß Cannabis die Immunabwehr von Mensch und Tier eindeutig stärkt. Während der Steuerzahler der Pharmaindustrie als Anschubfinanzierung Milliarden für Forschung und Vertrieb hinterherwirft, setzt die hilflose Regierung alles auf eine Karte, den Impfstoff! Warum setzt sich die Regierung nicht genauso für die Entwicklung eines Medikaments gegen Covid 19 ein wie fürs Impfen? Eine Antwort darauf lässt sich wohl nur zwischen ökonomischer (Lobbyismus) wie politischer (Bundestagswahl) Realität finden. Nicht nur in China, Iran und Indien wo die traditionelle Medizin zu Hause ist, sondern auch in den Vereinigten Staaten von Amerika, Dänemark, Spanien, Kanada, Israel, Schweiz, Österreich oder Italien werden erstaunliche Resultate bei der Erforschung von Cannabis in der Medizin erzielt.

So ist es ist gelungen einen Mechanismus des Endocannabinoid Systems zu entschlüsseln, welcher in Hanf und Mensch kompatibel gleichermaßen wirkungsvoll interagiert:

Quasi wie der Schlüssel zum Schloß!

https://www.kalapa-clinic.com/de/endocannabinoid-system/

Studien an Mäusen belegen eine immunisierende Wirkung und es gibt erste Ergebnisse welche belegen, dass Cannabis heilende Prozesse bei Lungenschäden befördert. Unter Vorbehalt betrachtet ist erst ein Einstieg in unbekanntes Terrain des Immunsystems gelungen, welches noch geheimnisvoll wie das Universum daher kommt. Das gilt besonders für die neuere Erforschung des Darmbioms, welches mit hoher Wahrscheinlichkeit unser Immunsystem reguliert und sich sogar auf psychische Befindlichkeiten nachweislich (ct) auswirkt. Tetrahydrocannabinol dockt am Endocannabinoidsystem der CB 1 Rezeptoren Andanamid (Indisch: große Freude) an. Cannabidiol (CBD) stimuliert das Immunsystem. Über den CB2 Rezeptor am Darm wird das Endocannabinoidsystem aktiviert.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34205169/

Dagegegen wirkt Tetrahydrocannabinol (THC) als Sativa eher psychoaktiv - Indica ist jedoch mehr als körperliche Entspannung wahrnehmbar wobei Cannabidiol (CBD) keinen psychoaktiven Effekt über die CB2 Rezeptoren beim Menschen auslöst. Der Antagonist CBD verhindert sogar eine Überdosierung von psychoaktiv geladenem THC. Nicht nur seiner geringen Nebenwirkungen wegen - sondern auch im Preis und Verfügbarkeit liegen die Vorteile von Cannabidiol klar auf der Hand. Erst in Thüringen hatten Ärzte davon berichtet, dass von Covid 19 erkrankte Patienten welche mit CBD behandelt wurden viel schneller genesen als jene, die ohne Cannabidiol behandelt wurden. Auch in Österreich gehen derartige Erfahrungen durch die Medien...

...echt jetzt - schon wieder Politrics ...???

Rechtliche Hürden bezüglich Cannabidiol (CBD)

Brüssel hat inzwischen zumindest das Cannabidiol (CBD) aus dem Katalog der Suchtmittel gestrichen und damit dem Recht auf Konsum wie Vermarktung entsprochen. Doch an der Umsetzung hapert es noch. Durch den Widerwillen deutscher Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft die Vorgaben aus Brüssel umzusetzen, ist dem illegalen Cannabishandel jetzt noch ein Grauer Markt erwachsen, der User und Händler nicht nur verunsichert sondern sogar kriminalisiert. In Berlin, Nürnberg, Stuttgart, Würzburg und anderen Städten geht die Hetzjagd der Staatsanwaltschaften und Polizei unerbittlich weiter.

https://hanfjournal.de/2021/09/19/cbd-automaten-werden-abmontiert/

Derzeit werden viele Händler und Gewerbeitreibende mit hohen Geldstrafen und Strafverfahren belegt und dadurch aus dem Markt gegrenzt. Um Bußgelder zu vermeiden liess Lidl erst jüngst sein CBD Sortiment aus den Regalen räumen. Der Apparat prüft detailliert aufwändig, eskaliert die Akribie - alles auf Kosten des Steuerzahlers. Mit den CBD Blüten verhält es sich ähnlich - sieht wie Gras aus und riecht auch nach Gras. Durch das Aufkommen kreativer Züchtungen von rauschfreien CBD Blüten, welche von THC lastigen Blüten optisch und geruchlich nicht zu unterscheiden sind, zeigt sich die Justiz, Staatsanwaltschaft und Polizei zunehmend überfordert was nicht selten dazu führt, dass Beamte überreagieren. Sie stigmatisieren, kriminalisieren und zerstören Karrieren von Mensch und Pflanze. Die sinnigen Blütenträume stammen aus der Kreativwerkstatt unserer Weed Designer aus der Schweiz und Österreich.

Social Discrimination

Derweil hoffen doch Millionen von chronisch Kranken auf von Kassen bezahlten verschreibungsfähigen Zugang dieser wertvollen Cannabinole (CBN), Cannabigerole (CBG), Cannabidiole (CBD) und Tetrahydrocannabinole (THC). Viele Patienten bitten um straffreien Zugang zu diesem Medikament. Denn nur wenige Ärzte sind bereit Cannabis zu verschreiben. Sie fürchten einerseits einen Run von "Süchtigen" auf ihre Praxis und andererseits fürchten sie die von Kassen auferlegte Bürokratie und den Regreß. Wenn wir "Süchtige" als Kranke erkennen, handelt es sich im eigentlichen Sinn um den Tatbestand einer Unterlassenen Hilfeleistung.

Doch die Ärzte werden von den Kassen dazu angehalten, bei Verordnung von Cannabis ausführlichst zu dokumentieren. Diesen Aufwand scheuen Ärzte. Hier hat Big Pharma wohl noch den längeren Arm. Die Umsetzung des Gesetzes von 2017 für Cannabis als Medizin ist also vom Zusammenspiel zwischen Ärzten - Big Pharma und vor allem den Kassen (Leistungskatalog) abhängig, welche letztlich mit der Regreßwaffe den Finger am Abzug haben. Waren 2016 um die 1000 Patienten mit Ausnahmegenehmigung - ausgestellt von der Bundesopiumstelle in Bonn (BfarM) berechtigt Cannabis als Medizin legal zu erwerben und zu konsumieren, stieg die Zahl der Patienten in Deutschland bis heute auf über 80 000 Patienten an. Der Arbeitskreis Cannabis als Medizin (ACM) hat hier seit Jahren unermüdlich die Anfragen der Hilfesuchenden bedient, informiert und interagiert zwischen Medizin und Patient. Die geleistete Pionierarbeit Herrn Dr. Franjo Grotenhermens von der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin (ACM) trägt zusehends Früchte:

https://www.arbeitsgemeinschaft-cannabis-medizin.de/

Aktuelle Studien:

http://www.cannabis-med.org/studies/study.php

DANGER PHARMATRICS!!!

Die lobbystarke Pharmaindustrie setzt jedoch auf synthetische Cannabisprodukte. Obwohl bekannt ist, das synthetische Cannabinoide nicht mit dem Endocannabinoid System des Menschen kompatibel interagieren. Wie verheerend synthetisches Cannabis in der Szene wütet, zeigt sich am Anstieg der Drogentoten deutschlandweit. Viele Jugendliche kennen den Unterschied zwischen synthetischen und pflanzlichem Cannabis nicht! Drogenberater und Streetworker sollten hier in den Schulen aufklären.

https://hanfjournal.de/2021/08/08/immer-mehr-synthetische-cannabinoide-im-umlauf/

Dies alles geschieht eines Wettlaufs um Profit wegen, zu lasten der Kranken! Da Frankreich und Deutschland gewaltige Umsätze an Antidepressiva und Schmerzmittel generieren, kämpft Big Pharma verbissen um seine Marktmacht. Da werden soziale wie menschliche Kollateralschäden unter den Teppich gekehrt, Gewinne abgeschöpft und von multiplen Substanzgebrauch verursachtes Siechtum, wird zuletzt sozialisiert. Hier sollte ein starker Staat regeln und die Jugend schützen.

Fazit

Unser Ausflug der Erkenntnis soll dazu beitragen, daß unser grüner pflanzlicher Kulturfolgerfreund Hanf bald wieder seine soziokulturelle Stellung einnehmen kann. Cannabis wird die Wirtschaft und Gesellschaft bereichern. In einer neu gedachten Mitwelt, seiner offenen Gesellschaft soll jeder seine Persönlichkeitsrechte frei leben. Und der medizinische Wert und diverse Fähigkeiten dieses sinnlichen Krauts steht außer Frage. Marihuana ebnet uns den Weg in den Zaubergarten, seiner grünen pflanzlichen Apotheke, welche Pachamama in ihrer Fürsorge für uns behütet.

Die Pandemie wird uns noch lange beschäftigen. Und wir sollten uns nicht allein auf die Schulmedizin verlassen, die seit Dekaden zusammen mit Politik und der Pharmalobby alternative Methoden der Naturheilverfahren mißachtet. Kranke wollen weder als Kunde mit kurzer Verweildauer noch als Fallpauschale wahrgenommen werden. Kein Mensch verdient die würdelose Behandlung einer Gesundheitsindustrie, um als "Produkt" durch Fabriken geschreddert zu werden. Die Patienten sind es leid, dass sie für Kassen lediglich als Kostenträger existieren. Die Patienten wünschen sich ein Gesundheitswesen als öffentliche Daseinsvorsorge, welche den Menschen in den Blick nimmt und den Weg einer Kooperation zwischen Medizin und Naturheilverfahren beschreitet. Inwieweit es die förderalen Strukturen zulassen, damit neue Studiengänge an Universitäten geschaffen werden können, um neueste Erkenntnisse über Cannabis als Medizin zu vermitteln, bleibt abzuwarten.

Welche Vorbehalte gibt es denn gegen Cannabis? Ist es, weil sich diese Pflanze in seiner Komplexität bezüglich Anwendung und Wirkung nicht auf evidenzbasierte Medizin reduzieren lässt? Eben nicht für schnelle einfache Lösungen steht? Ist es aus renditespezifischer Sicht schlichtweg zu teuer, um Cannabis Medikamente produktreif an den Markt zu bringen? Weil hunderte Wirkstoffe der Pflanze erst noch erforscht werden wollen? Hat dieses Kraut (THC/CBD/CBN/CBG) nicht schon (seit 2017) jetzt, durch seine überragende Performance die Prognosen weit übertroffen? Der Markt hat das Potenzial bereits erfasst und versucht die Nachfrage zu bedienen!

https://t3n.de/news/cbd-neue-wunderwaffe-arbeitswelt-1342302/

Zum Konflikt der Medizin mit dem Naturheilverfahren

Bei Naturheilkunde geht es eben nicht um Funktionalität allein! Also nicht nur darum, Kranke wieder rasch auf den Arbeitsmarkt zu bringen, damit die Arbeitgeber aus einem stets gefülltem Pool Arbeitskräfte schöpfen können. Keineswegs! Beim Heilpraktiker geht es um Nachhaltigkeit und Heilung.

Ein neoliberal gesteuertes Gesundheitssystem, fixiert auf die Symptombehandlung seiner "Schulmedizin", produziert Millionen chronisch Kranke, belastet die Sozialkassen und somit den Steuerzahler. Dem renditegetriebenen Gesundheitswesen laufen mehr Pflegekräfte weg als neue importiert werden können. Die coronabedingte situative Lage treibt die Intensivmedizin schon seit über vierzehn Monate in die Erschöpfung.

http://www.allgemeinmedizin.uni-frankfurt.de/forschung/cc_einleitung/1_1_DEGAM_Scherer_Epidemiologie.pdf#:~:text=2005%20verstarben%20weltweit%20rund%2035%20Millionen%20chronisch%20Kranke.,zu%20Problempotenzie-rung%20und%20erfordert%20eine%20Abstimmung%20einzelner%20Leitlinien.

Ökologie?

Die Prohibition, verhindert die Renaturierung - und schädigt dadurch nicht nur die Mitwelt sondern bedroht die Zukunft unserer Kinder. Der sinnlose "War on Drugs" sowie der verbrecherische Krieg mit seinem Verbot, Bürokratur und Regulierungswut dieser genügsamen ressourcenschonenden (wenig Wasser - auf kargen Böden ohne Pestizidbedarf) Pflanze gegenüber, muss aufhören. Gerade jetzt mit Blick auf die Klimaveränderung, fordert Hanf als einer der ältesten Kulturpflanze der Welt mit seinem ökologisch wertvollen Fußabdruck seinen Platz als unbestrittene Numero Uno ein: Cannabis schafft Fakten und produziert doppelt soviel Sauerstoff, als seine komplette Biomasse insgesamt an Stickstoff verbraucht.

Legalize it - do not critisize it

Kann - darf man auf so eine unglaublich wertvoll natürlich erwachsende Ressource verzichten?

https://www.hanf-magazin.com/nutzhanf/rohstoffe-aus-hanf/hanf-als-energiequelle-negative-co2-bilanz/?utm_source=Hanf+Magazin&utm_campaign=cf719fa70f-HMKW43_COPY_01&utm_medium=email&utm_term=0_3aaaa81d44-cf719fa70f-210619869&mc_cid=cf719fa70f&mc_eid=02c6429f1f

Hanf im Glück?

Die Zeichen der Zeit deuten auf Nachhaltigkeit, einer Verschiebung der Paradigmen von Quantität auf Qualität. Die Pandemie hat viele Menschen zum Umdenken gebracht. Entschleunigung, Slow Food und gepflegter Tiefgang der Beziehungen sind als Priorität erkannt.

Ein "green Deal" wie es Von der Leyen vorgibt wird nicht reichen. Für Kompromisse ist es zu spät. Nur mit einem intelligenten ökologischen Konzept unter Einsatz sämtlicher innovativ technischer Möglichkeiten kann es gelingen unsere Mitwelt zu retten.

Wir sollten den jahrtausende alten Bund mit Hanf als Kulturfolger erneuern und die erworbenen technischen Errungenschaften mit altem Wissen vereinen. Nur dann werden wir es schaffen aus dem Labyrinth der Ver(w)irrung der Zeit wieder herauszufinden.

Doch die Entscheidungsträger aus Wirtschaft und Politik forcieren den Raubbau an Pachamama ungeniert (Brandrodung am Amazonas) weiter, fügen dem sensiblen Waldsystem Wunde für Wunde zu und zerstören dabei unwiederbringlich für immer die grüne Schatzkammer mit all seinen Geheimnissen (Wissen).

https://www.freitag.de/autoren/keisenmann/die-letzten-waechter-werden-ermordet

"Bury my heart at Wounded Knee"

Dieser Beitrag soll zum interkulturellen Austausch anregen - damit der Wind die Saat der Grünen Revolution getragen von Zuversicht weit in jeden Winkel der Welt weht. Mit dem Wind of Change bauen wir eine Zukunft in unserer Mitwelt.

Bleiben wir achtsam mit der Schöpfung und uns.

"Wer andern eine

Blume sät, blüht

selber auf"

Von Anne Broszies

12:52 23.10.2020
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Chuwawa

Neugierig- skeptisch- kritischer Freigeist mit auch unbequemer Lebenserfahrung aus sozialer, gesundheitlicher wie ökonomischer Realität.
Chuwawa

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