Der Mann mit dem ewigen Grinsen

ALLTAG In Berlin stand ein 27-jähriger Tierpfleger wegen Mordes an seiner 14-jährigen Cousine vor Gericht. Sie war für ihn ein "böses Mädchen". Im Prozess stritten Gutachter darüber, ob der Angeklagte "gewissenskarg" oder geisteskrank ist
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Die Richter wirkten am Anfang irritiert. Wenn sie in Richtung des Angeklagten sahen, dann grinste der junge Mann. Einfach so. Obwohl er wegen Mordes vor dem Berliner Landgericht saß, obwohl ihm eine lebenslange Haft drohte. Ist er psychisch krank und begreift gar nicht, was geschieht? Oder versteckt er sich nur hinter dem Grinsen und Lachen?

Der Vorsitzende Richter jedenfalls formuliert seine Sätze so, als ob er mit einem Kind spräche: "Sie wissen doch, worum es hier geht?" G. lächelt: "Na, ich weiß nicht so richtig." Es gehe um Nina, erklärt der Richter. "Ach ja", meint der Angeklagte.

Die 14-jährige Nina starb qualvoll in einer Sommernacht in einem Berliner Park. Sie wurde von ihrem Cousin Andreas G. getötet. Das hat der 27-jährige Tierpfleger g