Ein "Schneekönig" und ein Kutter voll Koks

GERICHTSREPORTAGE Drogenhändler wollten eine Tonne kolumbianisches Kokain nach Berlin schmuggeln. Ein Bauunternehmer wurde mit über 300 Kilogramm geschnappt und soll mit über 13 Jahren Haft dafür büßen
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Ungewollt wurde Friedhelm K. gekrönt: Er sei "Deutschlands Schneekönig", hieß es in Zeitungen. Auf die zweifelhafte Ehre allerdings hätte der 41-jährige Bauunternehmer und alleinerziehende Vater aus Berlin gern verzichtet.

Friedhelm K., genannt "Fritten", musste sich in einem der bislang größten Drogenprozesse der Hauptstadt verantworten. Es ging um eine Tonne kolumbianisches Kokain. Ein 25 Meter langer Fischkutter sollte die Fracht nach Curacao auf den Niederländischen Antillen über den Atlantik nach Portugal schippern. Für den weiteren Transport bis Berlin war K. angeheuert worden.

Viele Ganoven hatten bei dem internationalen Rauschgiftschmuggel ihre Hände im Spiel. Viele wollten verdienen an den 1.000 Kilogramm mit einem Verkaufswert