KFlauger

Als Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Niedersächsischen Landtag setze ich mich für eine sozial gerechtere Gesellschaft ein. Wenn wir weitermachen wie bisher, wird es einige wenige Gewinner geben, aber Massen von Verlierern und vor allem Verliererinnen Twitter: http://twitter.com/TinaFlauger
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RE: Bleiben und Gehen | 20.05.2010 | 18:41

Liebe Freitag-Redaktion,
ich fand es falsch genug, aber erwartbar, dass der Spiegel und die Frankfurter Rundschau die Wahlergebnisse des Parteitages verzerrt wiedergeben, indem sie sinngemäß schreiben, dass fast alle Ost-Vorschläge in den zweiten Wahlgang mussten. Kein Wort davon, dass ohnehin nur wenige im ersten Wahlgang durchkamen. Das hat mich aber nicht wirklich überrascht, es musste ja wohl irgendeinen Ost-West-Konflikt geben und so wird er eben dargestellt. Dass das ND das dann ebenfalls schrieb, fand ich deutlich schlimmer. Und dass nun der Freitag noch einen draufsetzt, indem er aus einer irreführenden Darstellung eine objektiv falsche macht, ist tatsächlich die Krönung. Die Aussage "Bei den Vorstandswahlen am Sonntag schickt man sämtliche von den Ostverbänden aufgestellten Kandidaten in den zweiten Wahlgang." ist schlicht falsch. Irene Müller wurde im ersten Wahlgang gewählt.
Von den 21 von den Ost-Landesvorsitzenden Vorgeschlagenen sind 19 in den PV gewählt worden, einer der beiden nicht gewählten ist nur wegen der begrenzten Plätze für Mandatsträger herausgefallen. Von den 22 von den West-Landesvorsitzenden Vorgeschlagenen (+ je 1 für solid und SDS, die eigentlich die Ost-Landesvorsitzendne auch hätten vorschlagen müssen) wurden 18 in den PV gewählt, also vier nicht.
Und ich habe erhebliche Zweifel daran, dass die jeweils abgegebenen Stimmen immer aus dem "eigenen" Ost- bzw. Westlager kommen, ich zumindest habe nicht so gewählt und andere Delegierte auch nicht.
Was also soll das Schüren dieses "Wessis hauen Ossis platt" ohne Belege und teilweise auch noch sachlich unzutreffend (s.o.)?