KGvL

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RE: Alles Popcorn: von Tacos, Beef & Biosprit | 28.05.2015 | 23:11

Für Ihre weiteren Links danke ich sehr. Das große Problem, dem sich Landwirtschaft und Ökologie in den USA ausgesetzt sehen, ist, dass die seit Anfang des 20. Jahrhunderts durch maschinelle Anwendung entstandene Großflächigkeit die Umgebung auch dort leergefegt hat, wo einstmals natürlicher Bewuchs gegen Erosion und Austrocknung stand. Das „Think Big“ ist ganz sicher keine Spezialität der Plains, drückt sich aber dort erkennbar verstärkt negativ aus. Subventionierung wäre hier also tatsächlich eine Investition mit Blick auf nachhaltigere Produktionsweisen und –kreisläufe.

RE: Das Great-Man-Made-River-Projekt | 13.05.2015 | 21:28

Nachdem Dossiers unter hiesigen Bedingungen sich mit Tags (fast) von alleine formen, was läge näher, auch „Wasser“ als Schlagwort einzufügen? ;)

RE: Das Great-Man-Made-River-Projekt | 13.05.2015 | 21:11

Liebe Frau Gutsche,

auch wenn es nicht Ihr Anliegen ist, sondern meines: Wäre es Ihnen möglich, Ihren Artikel auch mit „Nachhaltigkeit“ zu taggen? Der Grund liegt in meinem Versuch zum Thema, dessen zweiter Teil -> „Great Plains“ das libysche Projekt streift. Wasser(losigkeit) als Waffe erschiene mir, vor allem in Ihrer präzisen Schilderung, eine wertvolle Ergänzung eines hoffentlich künftig zu formenden Dossiers.

In der Hoffnung, keine Fehlbitte getan zu haben, KGvL

RE: Great Plains: Brotkorb auf Zeit | 11.05.2015 | 21:29

@ Columbus: Danke für Beschäftigung und Zuspruch. Die Fußnotenform habe ich vor allem aus einem Grund gewählt: Mich störten bei Abfassung des Textes die grafischen Brüche der Verlinkung; über kleine Ziffern kann man ohne Weiteres hinweglesen oder ihnen in Seitenaspekte des Features folgen. Das ist, selbstredend, etwas anderes als das herkömmliche Notatewerk etwa mit wissenschaftlichem Anspruch. Insoweit bitte ich um Nachsicht und rege an, diesen kleinen einklappbaren Kasten als Steinbruch mit freier Entnahmemöglichkeit zu benutzen. Einige Ihrer inhaltlichen Bemerkungen werden Sie hoffentlich zu einem späteren Zeitpunkt wiederfinden. Bleiben Sie gewogen :)

RE: Der Ausverkauf der deutschen Naturwälder | 09.05.2015 | 20:07

Serh interessanter Beitrag (Anregung: Tag "Nachhaltigkeit" unter den Schlagworten unterbringen, Forstwirtschaft gilt hierzulande als Wiege des betreffenden Themas)

RE: Glyphosat - GMO - TTIP | 05.05.2015 | 12:46

Hallo Knattertom, ich revanchiere mich gerne und füge Links ein, die die Frage des Glyphosat in einen größeren Zusammenhang stellen: http://www.arte.tv/guide/de/050772-000/tote-tiere-kranke-menschen und http://future.arte.tv/de/wege-des-fleisches . Die von Ihnen verlinkte Doku ist übrigens vom MDR produziert, dazu http://www.mdr.de/fakt/fakt_glyphosat104.html

RE: Ulrike Winkelmann erhält Alternativen Medienpreis | 15.05.2011 | 19:34

Der Ausrufer (heute: die ...) hat es schon immer gewußt und "ein gewisses Quantum Humor vorausgesetzt". Das haben Jury und Laudatorin bewiesen.

So, Schluß mit Selbstbeweihräucherung und hin zum:

Für Sie und den der Freitag freue ich mich und gratuliere von Herzen.

RE: Wofür kann man eine Eibe benutzen? | 15.05.2011 | 18:26

Ein schöner Artikel, der Gedanken frei flottieren lässt.

Warum Bäumen in einem Schlosspark nicht Natur-, sondern eigentlich Landschaftsschutz und darauf aufgesetzt gar eine Revolution angehängt wird; dass im Netz kaum etwas dazu steht, was es für Baumarten seien, nur dass es sich um „Veteranen“ handelt; gepflanzt von einem Feudalherren und dann einer Bundesgartenschau, die wiederum lange den Gusto an Koniferen in Hausgärten vorgab; nun zu Immergrünem an der Spitze eines Bundeslandes geführt hat.

Darüber, dass Holz immer noch einer der besten Baustoffe ist, den es gibt; in vielen Teilen der Welt der Einzige; Eibenholz im Instrumentebau beliebt ist; in freier Wildbahn besonders geschützt (weil von Exstinktion bedroht) ist, im privaten Geviert aber nicht; dass sich das Maß aller Dinge hierzulande abliest zwischen einem Bonsai und einem Mammutbaum und deswegen der Ratschlag von Weisen sich zunehmend unter Blätterdächern abhält; dass ich gleichwohl gerne die Alte Eibe von Balderschwang besucht habe.

Dass an der Stelle der Eibe erst einmal eine lecke Folie war, bevor es zum Teich wurde.

Deswegen lese ich diese Kolumne. Ich genieße die Freiheit in ihr, auch Fehler zu machen und es zugeben zu dürfen.

RE: Halbzeit | 10.05.2011 | 16:23

Manchmal bin ich schon recht entsetzt, so wie jetzt bei Ihnen Smith, mit welcher Ärgerlichkeit alleine eine Informationsvermittlung quittiert wird. Denn mein kleiner Beitrag war genau das (wenngleich sehr verkürzt, das geht bei einem Podium von 90 Minuten und im Rahmen des Kommentars nicht anders).

Ich finde schon, dass die Erkenntnisse, die dort dem Publikum vorgestellt wurden, viel gemeinsam haben mit dem, was im Artikel geschrieben wurde. Das konzedieren Sie letztlich selber, in dem Sie wiederum auf die „deutsche“ Situation zu sprechen kommen.

Zwei Punkte, die Sie anführen, greife ich allerdings heraus, weil sie in gewisser Weise symptomatisch sind.

Es ist keinesfalls so, dass die Rolle der Arbeitnehmerin entfiele, weil sich paternalistische Politiken wieder etablieren. Im Gegenteil: Frauen stellen meiner Beobachtung nach immer schon ein Reservoir an schlechter bezahlten und minder abgesicherten Arbeitskräften seit Beginn der Industrialisierung dar. Frauenarbeit per se ist dagegen bestenfalls verpönt (im Rahmen einer wie auch gearteten Konvention), was aber an der Notwendigkeit von Frauenarbeit eben nichts ändert. Sie verändert nur deren Wahrnehmung, für die Ihr Kommentar steht.

Ihren anderen Einwand in Bezug auf Suizidraten erachte ich als schlicht geschmacklos. Mit gleicher Münze wäre zu entgegnen: Für Sie der beste denkbare Ausweg!

Statt dessen mache ich auf ein paar Sätze von di Gregorio aufmerksam, die ich (es gibt keine deutsche Übersetzung) ihrem Buch „Malamore. Esercizi di resistenza al dolore“ (etwa: Bitterliebe. Übungen gegen den Schmerz) entnehme: „Frauen sind mit dem Schmerz vertraut: dem des Körpers, dem der Seele. Er ist ein Begleiter im Leben, ein derart familiärer Feind, dass er beinahe zum Freund wird, eine Sache, die einfach da ist und worüber es nichts zu diskutieren gibt. Sich damit abfinden, das ist normal. Deswegen zu schreien vergeudet nur Kraft, sich beklagen nutzt nichts. Ihn zu verwandeln, dagegen: Das ist es, was nützt. Den Schmerz in Kraft verwandeln.“

Vielleicht ist das der Grund, warum Frauen sich ihrer (Lebens)Verantwortung nicht so leicht entziehen. Mehr werde ich im Rahmen einer Diskussionsführung wie der Ihrigen auch nicht schreiben.