Great Plains: Brotkorb auf Zeit

Wasser Zur Verknappung des Lebensmittels durch Verbrauch gesellt sich dessen bedenkenlose Vergiftung. Teil 2 eines Lese-Features zum Thema Nachhaltigkeit
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Great Plains: Brotkorb auf Zeit
Eine verlassene Farm im "Dust Bowl" (1938)

Bild: Dorothea Lange/Library of Congress

Als unersetzbares Lebensmittel hat Wasser die Kooperationsfähigkeit der Menschen schon immer auf eine harte Probe gestellt. Der Kampf um die saubere Quelle und ihre Ergiebigkeit wird heute hauptsächlich an drei Fronten geführt.

Einerseits dort, wo die Verknappung des kostbaren Gutes als strategischer Vorteil ins Kalkül gezogen wird. Die Oberlieger an einem Fluss haben es gegenüber den unteren Anrainern des Öfteren praktiziert, wie es die Beispiele von Jordan, Euphrat und Tigris15zeigen. Israels übermäßige Wasserentnahme löste in Jordanien ebenso Unruhe aus wie die Türkei mit dem Bau von 2 und der Planung von weiteren 22 Staudämmen gegenüber Irak und Syrien.
Andererseits ist es Nothilfe in den mittlerweile ins Unermessliche gehenden Flüchtlingslagern wie im kenianischen Dadaab, wo zum Schrecken der Existenz als Refugee der Horror kommt, am Ende einer dürftig tröpfelnden Hilfspipeline zu stehen.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/8/80/GrandOmarMukhtar_ASTER_20060410.jpg/575px-GrandOmarMukhtar_ASTER_20060410.jpgFehlfarbenaufnahme auf das Grand Omar Mukhtar Reservoir, Teil des Great Manmade River Projekts in Libyen (Jesse Allen, NASA Earth Observatory, using data provided courtesy of NASA/GSFC/METI/ERSDAC/JAROS, and U.S./Japan ASTER Science Team; diese und alle Rechte von Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:GrandOmarMukhtar_ASTER_20060410.jpg vorbehalten)

Schließlich als Entwicklungstraum oder Notwendigkeit, in trockenen Gebieten auch größere menschliche Ansiedlungen zu ermöglichen. Das sind die Brunnenbauprojekte für einzelne Gemeinden in immer arider werdenden Zonen, aber auch das libysche Great-Man-Made-River-Projekt16: Der Fortschritt in der Technik von Brunnenbau und Pumpen hat es ermöglicht, die fossilen17 Aquifere18 unter den Wüsten anzuzapfen und über weite Strecken etwa bis an die Mittelmeerküste zu leiten.

Dass Letzteres sich zu einer selbst gestellten Falle entwickeln könnte, erleben derzeit die USA. Denn neben der sich ohnehin jährlich verschärfenden Dürre, für die Kalifornien beispielhaft steht, vollzieht sich der Wassermangel in den Great Plains19 zwar etwas weniger spektakulär, dafür aus komplexeren Gründen mit weit reichenderen Folgen.

Das gleiche Prinzip, nach dem heute libysche Küstenstädte versorgt werden, machte aus dem einstmals berüchtigten Dust Bowl20 den „Brotkorb der USA21, der sich zentral von Norden nach Süden durch 10 Bundesstaaten zieht. Das Reservoir, aus dem sich der Überfluss und damit die Grundlage von Wohlstand speist, trocknet aber immer mehr aus.
Wie unter der Sahara in Nordafrika ist das Ogallala-Aquifer22, das der Oberflächenausdehnung der Plains folgt, überwiegend fossil; einsickerndes Flächenwasser oder zuführende Ströme sind vergleichsweise gering und örtlich begrenzt23. Und für semiaride Zonen typisch, wäre in weiten Teilen der Plains eine Bewirtschaftung unter Regenbedingungen wegen der ohnehin zu geringen Niederschlagsmenge ausgeschlossen. Bedingung und Ersatz liefert seit Anfang der 1950er Jahren das gepumpte Grundwasser.

Die Gesamtbilanz der Grundwasserentnahme zur Wiederauffüllung im Verhältnis von 10:1 rief Kritiker wie das Kerr Center for Sustainable Agriculture24 auf den Plan. In seiner Studie aus dem Jahr 2000 („The Ogallalla Aquifer25) setzte das Zentrum die nüchternen Daten der Geologischen Bundesbehörde USGS zu den bereits spürbaren Folgen in Beziehung. Mit der geringeren Ergiebigkeit der Brunnen stiegen etwa die Kosten für die Wassergewinnung in dem Maß, dass die Agrarproduktion für viele kleine und mittlere Betriebe gerade reichte, um Schulden zu bedienen und sonst fixe Kosten zu decken.

Ein Verelendungskreislauf, der nicht nur an die Ursache der Misere26 erinnert, die erst zum Sinnbild des Dust Bowl in den 1930er Jahren geführt hatte, sondern ebenso von der Politik unterstützt wird. Die Urbarmachung in der Mitte der USA als Vision beinahe biblischen Ausmaßes erhält speziell in Wahlkampfzeiten besondere Zuwendung, von Subventionen bis hin zu Ernteversicherungen27. So manches Feuer auf dürren Agrarflächen sei nicht nur auf Blitzeinschlag zurück zu führen, sondern Teil der Kalkulation, wird dazu berichtet28.
Auch die punktuellen Erhöhungen der Preise für Mais, Weizen und Soja sowie die seltener werdenden guten Ernten wie die von 201429, als die spärlichen Reserven der USA wieder aufgefüllt werden konnten, lassen immer noch das Prinzip Hoffnung zu, es gehe unverändert weiter.

Erst allmählich konzentriert sich die Erkenntnis darauf, dass mit der Neige des Grundwassers, dem eigentlichen Antriebsriemen dieses Wirtschaftskreislaufes, auch die Aussichten sehr konkret und vor allem endlich sind.
Unabhängig voneinander veröffentlichten 2013 die Michigan State University30 und die Kansas State University31 Studien, in denen von der Austrocknung des Ogallalla Aquifers insbesondere in den High Plains32 unter den bestehenden Bedingungen als konkreter Tatsache ausgegangen wird. Während die Wissenschaftler aus Washington/Kansas den Kipppunkt in 50 Jahren setzen, ist eine dritte Studie weniger optimistisch. Einigen Bezirken drohe bereits binnen der nächsten 25 Jahre das vollständige Aus, stellten Forscher des staatlichen Kansas Geological Survey im Januar 2015 fest33.

Allen vorgestellten Arbeiten ist gemeinsam, dass sie sich mit der Frage der „Sustainability“, beschäftigen. Und offenbaren dabei jenes unterschiedliche Verständnis zu „Nachhaltigkeit“, das es nach verbreiteter Auffassung zu einem Modewort34 degradiert habe.

Die eine Seite ist Michigan State, wo sie als Kosten-Ertrag-Rechnung dargestellt ist, in der die Effizienz eines intelligenten Wasser-Managements die tragende Rolle spielen soll. „Mehr Getreide pro Tropfen Wasser“ bringt es Bruno Basso, Chefgeologe an der MSU und Leiter der dortigen Studie, auf den Punkt. Die von ihm verkündete „vollständige Verlagerung der Paradigmen“ bricht freilich die bisherige Logik der Landwirtschaft in den Great Plains nicht auf, sondern verfeinert nur deren Methoden.
Immerhin: Alleine den Gedanken durchzusetzen, dass das knappe Gut Wasser nicht mehr im unterschiedslosen Gießkannenverfahren ausgebracht werden soll, wäre bereits ein Fortschritt. Die Uneinsichtigkeit in Notwendigkeiten der Gegenwart demonstriert derzeit Kalifornien, wo angesichts der sich seit Jahren verschärfenden Dürre nicht anderes mehr zu helfen scheint als der von Gouverneur Jerry Brown verordnete Einstieg in die zwangsweise Rationierung35.

Dem im Kern betriebswirtschaftlichen Blickwinkel stellte das Kerr Center bereits vorgreifend die Feststellung entgegen, dass mit den ohnehin praktischen Bemühungen um Effizienz bislang eine Vergrößerung der Anbauflächen einherging. Sprinkler- als Beregnungsanlagen führten etwa in Texas in den Jahren 1991 bis 1998 annähernd zur Verdoppelung der bewässerten Maisflächen von 54.400 auf 90.000 Acres (1 Acre ~ 4047 qm).

Wenn hier von paradigm shift gesprochen wird, dann ist es die Kalkulation von Wasser und Bodenerosion „als reale Umweltkosten, vergleichbar mit der Behandlung natürlicher Ressourcen als freie Gemeingüter“.
Die Betrachtungsweise folgt aus dem Verständnis der Brundtland-Kommission von 1987 in „Our Common Future36: “Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.“

-> Hinkley, Kalifornien: No Surf (I)
Great Plains: Brotkorb auf Zeit (II)
(Teil 3 voraussichtlich am 18.05.2015)

Fußnoten: Datumsangaben in Klammern beziehen sich auf den Zeitpunkt der letztmaligen Konsultation der betreffenden Web-Page

15 Beispielsweise „Konfliktstoff Wasser“, Kurz-Dokumentation bei planet-wissen, eingestellt am 15.04.2015, http://www.planet-wissen.de/natur_technik/wasser/wassernot/wassernot_konflikte.jsp (04.05.2015)
16 Das Great-Man-Made-River-Projekt bei Wikipedia (:dt), http://de.wikipedia.org/wiki/Great-Man-Made-River-Projekt (04.05.2015)
17 Zur Bezeichnung von Wasservorkommen als fossil s. Wikipedia (:dt) http://de.wikipedia.org/wiki/Fossiles_Wasser (04.05.2015)
18 Aquifere sind Grundwasserträger. Der Begriff „Grundwasserleiter“ ist zumindest für fossile Vorkommen missverständlich, da mit Leitung ein Durchfluss suggeriert wird; vgl. im Übrigen http://de.wikipedia.org/wiki/Grundwasserleiter (04.05.2015)
19 Beschreibung der Great Plains bei Wikipedia (:dt), http://de.wikipedia.org/wiki/Great_Plains (04.05.2015)
20 Einstieg und Impressionen zum Thema „Dust Bowl“ bieten beispielsweise http://www.history.com/topics/dust-bowlhttp://www.loc.gov/teachers/classroommaterials/presentationsandactivities/presentations/timeline/depwwii/dustbowl/http://www.pbs.org/wgbh/americanexperience/features/timeline/dustbowl/ ; Zu erinnern ist an die wohl eindringlichste Chronik, „Früchte des Zorns“ aus dem Jahr 1939 von John Steinbeck, von Fritz Güde 2009 rezensiert, http://www.kritisch-lesen.de/rezension/fruchte-des-zorns. Den Versuch einer Gesamtschau hat Regisseur Ken Burns in dem von PBS produzierten Dokumentarfilm „The Dust Bowl“ (2012) unternommen, http://www.pbs.org/kenburns/dustbowl/about/overview/ , Vorschau u.a. unter https://www.youtube.com/watch?v=guTek7ipD4U (alle Web-Präsenzen: 04.05.2015)
21 Der Begriff „Breadbasket“ dürfte eine Erfindung von Paul Gruchow sein, langjähriger Herausgeber der Lokalzeitung Worthington Daily Globe. So jedenfalls sieht es der Journalist, Autor und Hochschullehrer Joel Garreau, der die sozio-kulturellen Verhältnisse der frühen 1980er Jahre in Kapitel 11 „The Breadbasket“ zu „The Nine Nations of North America“ beschreibt, http://www.garreau.com/main.cfm?action=chapters&id=46 (05.05.2014)
22 Einführung bei Wikipedia (:dt), http://de.wikipedia.org/wiki/Ogallala-Aquifer; Hydrogeologisches Monitoring des U.S. Geological Survey (USGS) unter http://ne.water.usgs.gov/ogw/hpwlms/index.html; Monitoring der Wasserqualität unter http://co.water.usgs.gov/nawqa/hpgw/index.html (alle Web-Präsenzen: 05.05.2014)
23Water Quality in the High Plains Aquifer, Colorado, Kansas, Nebraska, New Mexico, Oklahoma, South Dakota, Texas, and Wyoming, 1999–2004“ (Circular 1337), U.S. Geological Survey (USGS), Reston 2009, http://pubs.usgs.gov/circ/1337/pdf/C1337.pdf, S. 7: „Unlike most of the world’s water supplies, Ogallala groundwater is largely nonrenewable because its sources were cut off thousands of years ago. It is essentially “fossil water” that was generated ten thousand to twenty-five thousand years ago from the glacier-laden Rockies.“ (06.05.2015)
24 Das Kerr-Center ist eine gemeinnützige Stiftung, die auf den demokratischen Kongressabgeordneten Robert S. Kerr (1896-1963) und dessen auf 60.000 Acres (1 Acre = 4046,85 qm) angelegte Kerrmac Ranch in Poteau, Oklahoma zurückgeht. Das Zentrum versteht sich als Forschungseinrichtung und Landwirtschaftsschule im Rahmen des Programms „Sustainable Agriculture Research and Education (SARE)“ des U.S.-Landwirtschaftsministeriums: http://kerrcenter.com/ . Porträt von Robert S. Karr bei Wikipedia (:en) http://en.wikipedia.org/wiki/Robert_S._Kerr und im zentrumseigenen Blatt „Field Notes“ zum Jahr 2013, http://kerrcenter.com/wp-content/uploads/2014/01/fall-newsletter.pdf S.8 ff. (alle Präsenzen 06.05.2015)
25The Ogallalla Aquifer“, Manjula V. Guru, James E. Horne, Poteau, Juli 2000, http://kerrcenter.com/wp-content/uploads/2014/11/ogallala_aquifer.pdf (06.05.2015)
26 Von Ken Burns bzw. PBS (s.o., Fn. 20), in Vorlagen für den Schulunterricht als Veranschaulichung von „boom & bust“ bezeichnet, http://www-tc.pbs.org/kenburns/dustbowl/media/docs/dust-bowl-lesson-plan-the-great-plow-up.pdf, erhält das punktuelle Narrativ zum Dust Bowl eine zyklische Wendung mit „Areas of Intense Drought, 1930-1936“, https://fraser.stlouisfed.org/scribd/?title_id=838&filepath=/docs/publications/books/aidd_wpa_1937.pdf#scribd-open . Der 1937 erstellte vorläufige Bericht der unter den Politiken des New Deal ins Leben gerufenen Works Progress Administration macht entgegen des Titels die historischen Zusammenhänge zurück bis Mitte des 19. Jahrhunderts deutlich: Eine Abfolge von Stadtfluchten, Landbesiedelungen und Verelendung, die wiederum zu massiver Landflucht infolge von unweigerlich auftretendem Wassermangel führte. Die Technisierung der Landwirtschaft ab Beginn des 20. Jahrhunderts (Burns: „The Great Plow-Up“, das große Umpflügen, http://www.pbs.org/kenburns/dustbowl/legacy/) sowie die Nachfrageorientierung in der Farmwirtschaft hätten in dieser Optik die Folgen der ohnehin bestehenden Grundproblematik der Niederschlagsarmut (nur) verschärft. (alle Präsenzen: 07.05.2015)
27 Die Federal Crop Insurance, ein nationales (Rück)Versicherungsprogramm des U.S.-Landwirtschaftsminiteriums (USDA) ist seit Längerem Gegenstand der Kritik. Einerseits würden monokulturelle Großpflanzer von Mais, Soja und Baumwolle („commodity crops“) bevorzugt, während die Versicherung von Obst und Gemüse („speciality crops“) für den typischen Kleinfarmer unerschwinglich sei (etwa http://grist.org/sustainable-farming/2011-09-01-irenes-damage-not-overrated-for-farmers/). Andererseits würde kein Anreiz geschaffen, Wasser zu sparen, da die Policen strukturell nur zwischen voll und nicht bewässerten Bezirken unterscheiden (etwa http://research.msu.edu/saving-the-great-plains-water-supply-2/). Wenngleich die USDA die Kritiken in Teilen zur Kenntnis genommen hat (http://www.usda.gov/documents/FEDERAL_CROP_INSURANCE.pdf), sind sie jedenfalls noch nicht mit der Landwirtschaftsreform vom Februar 2014 umgesetzt worden. Das Gesetz, http://en.wikipedia.org/wiki/Agricultural_Act_of_2014, sieht einen vorläufigen Ausgabenrahmen von 956 Milliarden USD für die nächsten 10 Jahre vor. (alle Präsenzen 07.05.2015)
28Trotz Dürre: US-Landwirte verdienen so viel wie nie“, SPIEGEL-online, 29.08.2012, http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/trotz-duerre-us-landwirte-fahren-rekordgewinne-a-852748.html (07.05.2015)
29US Corn Stocks bulge to most on Record“, Financial Times, 12.01.2015, http://www.ft.com/intl/cms/s/0/f2341b2c-9a75-11e4-8426-00144feabdc0.html#axzz3ZG6iNKOC (07.05.2015)
30The future of agriculture over the Ogallala Aquifer: Solutions to grow crops more efficiently with limited water“, Bruno Basso et al., MSU, Dezember 2013, http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/2013EF000107/full ; populäre Zusammenfassung „Saving the Great Plains water supply“ für das Campus-Journal MSU today, 13.12.2013, http://msutoday.msu.edu/news/2013/saving-the-great-plains-water-supply/ (alle Präsenzen: 07.05.2015)
31Tapping unsustainable groundwater stores for agricultural production in the High Plains Aquifer of Kansas, projections to 2110“, David R. Steward et al., KSU u.a., editiert von Dieter Gerten, Potsdam-Insitut für Klimafolgenforschung, Proceedings of the National Academy of Science of the United States of America (PNAS), vol. 110, no 37, 26.08.2013, http://www.pnas.org/content/110/37/E3477.full.pdf ; populäre Version auf der Plattform von KSU http://www.k-state.edu/media/newsreleases/aug13/groundwater82613.html (alle Präsenzen: 07.05.2015)
32 Zum geographischen Verhältnis Great und High Plains vgl. U.S. Geological Survey (USGS), „High Plains Water-Level Monitoring Study (Groundwater Resources Program)“, „Physical/Cultural Setting“, http://ne.water.usgs.gov/ogw/hpwlms/physsett.html (07.05.2015)
33The High Plains Aquifer“ (Circular 18), Rex C. Buchanan et al., Kansas Geological Survey, September 2001, letztmalig revidiert Januar 2015, http://www.kgs.ku.edu/Publications/pic18/PIC18R2.pdf (07.05.2015)
34 Zur geschichtlichen Entwicklung des Begriffs vgl. etwa „Lexikon der Nachhaltigkeit“ der Aachener Stiftung Kathy Beys, https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/begriffsentwicklung_1729.htm (07.05.2015)
35California Imposes First Mandatory Water Restrictions to Deal With Drought“, New York Times, 01.04.2015, http://www.nytimes.com/2015/04/02/us/california-imposes-first-ever-water-restrictions-to-deal-with-drought.html?_r=0 (07.05.2015)
36 Der originale Satz lautet: „Sustainable development is development that meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs“, vgl. „Our Common Future“, UN-Dokument A/42/427, HTML-Version unter http://www.un-documents.net/wced-ocf.htm (Kapitel 1) und http://www.un-documents.net/ocf-02.htm (Kapitel 2), pdf-Version über Schweizerisches Bundesamt für Raumentwicklung, http://www.are.admin.ch/themen/nachhaltig/00266/00540/00542/. Die hier gewählte Übersetzung entspricht der Übertragung von Volker Hauff (Hrsg.) in „Unsere gemeinsame Zukunft“, die nicht frei im Netz verfügbar und Ausgangspunkt deutscher Politiken ist, vgl. „Nachhaltige Entwicklung als Handlungsauftrag“, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Dezember 2014, http://www.bmub.bund.de/themen/strategien-bilanzen-gesetze/nachhaltige-entwicklung/strategie-und-umsetzung/nachhaltigkeit-als-handlungsauftrag/. Die Klarstellung ist von Bedeutung, da die unterschiedlichsten Übersetzungen kursieren, die ihrerseits bereits eine Interpretation vornehmen. So führt etwa das Lexikon der Nachhaltigkeit (s.o. Fn. 34) zusätzlich das Merkmal des „Lebensstils“ ein (https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/brundtland_report_563.htm). Noch verzerrender das Portal „Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“ der Deutschen UNESCO-Kommission e.V., das „need“ mit „Lebensqualität“ übersetzt und „the ability of future Generations to meet their own needs“ als „die Wahlmöglichkeit zur Gestaltung ihres Lebens“, http://www.bne-portal.de/lehrmaterial/von-a-bis-z/bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung-dossier/. Zu einer kritischen Auseinandersetzung mit den die Brundtland-Kommission nachfolgenden Politiken vgl. etwa „Globalisierung und Bildung“, Pädagogische Jahrbücher, 2004 (Inhaltsangabe https://www.uni-kassel.de/fb05/fileadmin/groups/w_150701/inhalt_jahrbuch.pdf), insbesondere Ulrich Brand, „Nachhaltige Entwicklung: Ein Schlüsselkonzept weltgesellschaftlicher Bildung?“, http://www.uibk.ac.at/peacestudies/downloads/peacelibrary/nachhaltigeentwicklung.pdf (alle Präsenzen: 07.05.2015)

08:06 11.05.2015
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Geschrieben von

KGvL

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