Khadija Katja Wöhler-Khalfallah
06.01.2013 | 13:01 2

Das laute Schweigen des Westens

Ägypten Der Westen und der ägyptische Präsident – rechnet sich der Pakt mit der Muslimbruderschaft?

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied Khadija Katja Wöhler-Khalfallah

Ganz leise ist in einigen wenigen Nebenberichten zu hören, dass die USA bekräftigen, dass Ägypten weitere 20 F16 Kampfflieger geliefert bekommen werde, und in der Presse ist zu lesen, dass Mursi bald in der Bundesrepublik Deutschland empfangen wird. Das Schweigen über seine Tour de Force zur Verabschiedung einer höchst umstrittenen Verfassung war also kein Zufall. Ist es Kulturrelativismus, ist es das Ergebnis von ausgeklügelter Lobbyarbeit, oder sind es strategische Interessen, die den Westen zu dieser Haltung treiben?

Vermutlich war es ein Preis für den kurzfristigen Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas, ein faustischer Pakt mit dem Teufel, von dem unmöglich erwartet werden kann, dass er von Dauer sein wird, ist mit ihm doch kein einziges Hindernis zu einem längerfristigen Frieden aus dem Weg geräumt worden. Wobei sich ernsthaft gefragt werden muss, ob jene, die um Israels willen schweigen, ernsthaft um Israels Wohl besorgt sind, denn Mursi gehört fest dem Zirkel der Muslimbruderschaft an, jener Mutterorganisation der Hamas, die, zumindest was die Machtzentrale anbelangt, eine grundsätzlich unversöhnliche Haltung zum jüdischen Staat einnimmt. Aber auch der Westen ist nicht gut beraten, sich von dieser Bruderschaft in Sicherheit wiegen zu lassen, nichts wäre an dieser Stelle fataler, als Kulturrelativismus anzustrengen und zu postulieren, dass in einem muslimischen Land nichts Moderateres als jene Partei zu erwarten ist. Ägyptens Bildungswesen hat unter den vorangegangenen Diktaturen dramatisch gelitten, noch immer ist einer breiten Masse nicht mehr als Halbbildung unter erbärmlichen Zuständen zugänglich, fast die Hälfte der 83 Millionen Menschen starken Bevölkerung sind Analphabeten, diese Massen sind nie in den Genuss von politischer Aufklärung gekommen und erlagen schlichtweg dem demagogischen Geschick der Muslimbruderschaft, die öffentlich ganz anders spricht, als sie in ihren Schriften offenbart. Immerhin lässt sich selbst der Westen dank ihrer dortigen Vertretungen, die unter verändertem Namen fungieren, von ihnen vereinnahmen, und zieht ausgerechnet sie in heiklen Fragen der Integration zu Rate.

Tatsächlich sind die Muslimbrüder zusammen mit den dschihadistischen wahhabitischen Salafisten Kinder ein- und derselben Ideologie, allein unterscheiden sie sich in ihrer Herangehensweise. Was bis jetzt nur sehr wenigen Wissenschaftlern aufgefallen ist, ist der Umstand, dass hinter Hassan al-Banna, dem Begründer der ägyptischen Muslimbruderschaft, zwei Anhänger des saudischen Wahhabismus gestanden haben. Einer von ihnen, Raschid Rida, war zwar der dritte im Bunde einer vielversprechenden ägyptischen Reformbewegung, die zufällig ebenfalls Salafiyyabewegung hieß, wandte sich nach 1924 jedoch dem in Saudi-Arabien praktizierten wahhabitischen Salafismus zu.1 So wird in der Muslimbruderschaft oft fälschlicherweise eine Reformbewegung gesehen. Kernmerkmale des wahhabitischen Salafismus ist zum einen, die Zeit der „ehrwürdigen Altvorderen“ als einzigen legitimen Refenzpunkt anzuerkennen, woraus sich die Bezeichnung Salafiyya ableiten lässt. Damit einher geht die Ablehnung von Neuinterpretationen und der Anpassung der Rechtssprechung bzw. Staatsführung an moderne Erkenntnisse, was sie zu einer fundamentalistischen Bewegung macht, die zwar einem postulierten 1400 Jahre alten Islam ähnlich sein mag, jedoch eine seiner Kernbestimmungen, sich an veränderte Umstände sowie geistige Entwicklungen anzupassen, aushebelt. Weiter steht sie für eine absolute Herrschaft ein, was die Bewegung für die noch verbliebenen Potentaten am Golf so reizvoll macht. Doch ihr zentrales Merkmal ist der Takfir, d. h. Muslimen abzusprechen, Muslime zu sein, wenn sie sich dieser fundamentalistischen Islaminterpretation verweigern, um sie dann für vogelfrei zu erklären. Heute wird dies auf Muslime ausgedehnt, die sich für ein demokratisches Staatswesen einsetzen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Auch die Muslimbruderschaft spricht den muslimischen Gesellschaften ab, noch echte Muslime zu sein, allein möchte sie diese durch Missionierung ihrer Glaubensinterpretation zuführen, was sie über den Zugriff auf das Bildungssystem erreichen will. Für vogelfrei erklären sie nur noch Intellektuelle, die es wagen, sie zu kritisieren. Auch dulden sie ein gewisses Arrangement mit den jeweiligen Machthabern, um über die Institutionen zur Erfüllung ihres Gesellschaftsvorhabens zu gelangen. Dass sie gewisse Begrifflichkeiten der Demokratie benutzen, die die Salafisten zumindest bis vor kurzem noch kategorisch ablehnten, darf dennoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass ihr Herrschaftsbild ebenfalls absolut ist. Dies lässt sich vornehmlich an Abul Ala Maududis Schriften erläutern. Dieser spricht in seinem Buch „The Islamic Law and Constitution“ zwar von Gewaltenteilung, erwähnt in einem Nebensatz allerdings, dass diese drei Gewalten dem Staatsoberhaupt unterstehen,2 womit das republikanische Element ad absurdum geführt wäre.3 Reformer wie Muhammad Abduh, der Lehrer von Rashid Rida, oder mehr noch Ali Abderraziq, der das Kalifat einer fundamentalen Kritik ausgesetzt und sich unmissverständlich für die Trennung von Religion und Staat eingesetzt hat, lehnen sie kategorisch ab. Folglich sind sie absolute Gegner des Laizismus und selbst des milderen Säkularismus. Die Muslimbruderschaft wird auch gerne als neo-salafistisch bezeichnet, irrtümlicherweise, weil sie als Fortsetzung der Reformbewegung um Muhammad Abduh betrachtet wird, die Bezeichnung könnte dennoch übernommen werden, allerdings in Bezug auf die wahhabitische Salafiyya Saudi-Arabiens.

Diese ideologische Verwandtschaft ließ sich nicht nur durch die Auswertung der zentralen Texte der wichtigsten Protagonisten beider Lager nachweisen,4 sondern fand auch auf institutioneller Ebene ihre Untermauerung, und zwar in Gestalt der 1962 in Saudi-Arabien ins Leben gerufenen Rabitat al-al-Alam al-Islami, der islamischen Weltliga (IWL). Die Liga, die heute von den dortigen Machthabern beherrscht und finanziert wird, wurde auf das ausdrückliche Betreiben des Muslimbruders Said Ramadan (des ersten Präsidenten der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD), Mitglied im Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD), wiederum Mitglied im Koordinationsrat der Muslime in Deutschland (KRM)) hin ins Leben gerufen.5Einige Jahre später spielte die IWL eine nicht unerhebliche Rolle beim Entstehen des eines Tages global operierenden terroristischen al-Qaida-Netzwerks. In ihr vertreten sind Salafisten, Neosalafisten, Wahhabiten und Neowahhabiten.6 Der Auslöser für ihre Gründung war die Machtergreifung Nassers in Ägypten. Der Vater des arabischen Nationalismus hatte sich der UdSSR zugewandt und begann, jede nationalistische Oppositionsbewegung in der arabischen Welt gegen ihre jeweiligen Monarchen zu unterstützen. Die Waffe, die ihm das saudische Königshaus entgegenhielt, war die Waffe der Religion. Auch wenn die Muslimbruderschaft sowie die salafistischen Bewegungen im Kern auch ihr Feind sind, weil sich die meisten Mitglieder viel zu sehr vom wahhabitischen Ideal entfernt hatten und verschwenderisch, unmoralisch und despotisch regierten, suchte es sie durch großzügige Zuwendungen milde zu stimmen und ihren rebellischen Aktionismus gegen ihre Feinde zu richten. Im Jahre 1979 hatte der pakistanische Diktator Zia ul-Haq mit der ausdrücklichen Zustimmung der USA und Saudi-Arabiens Militante aus der gesamten islamischen Welt eingeladen, am afghanischen Dschihad gegen den Kommunismus teilzunehmen. Jene, die kamen, wurden durch die IWL finanziert, die zudem arabischen Muslimbrüdern die Reise nach Pakistan ermöglichte, um dort sowohl den Flüchtlingen als auch den Mudschahidin helfen zu können.7 Im Bosnien- und Kososvokrieg war es die International Islamic Relief Organization (IIRO), eine Tochter des IWL, die u. a. die Logistik für die Dschihadisten übernahm.8

Dieser selbe Said Ramadan, Schwiegersohn Hassan al-Bannas und Vater von Heni und Tarik Ramadan, begründete unterdessen das islamische Zentrum in Genf, half die Muslimbruderschaft im islamischen Zentrum in München zu etablieren und war der erste Präsident der aus ihr entstandenen Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD). Nach und nach entstanden auf europäischer Ebene gleichgesinnte Schwesterorganisationen, so die „Union islamischer Organisationen in Frankreich“ (UOIF) und die „Muslim-Vereinigung von Großbritannien“ (MAB).9 Bereits 1989 veranlassten diese dann die Gründung eines Dachverbandes, der „Föderation islamischer Organisationen in Europa“ (FIOE) mit Sitz in Frankfurt am Main, Mailand, Zagreb und Markfield.10 Die FIOE wiederum unterhält einen eigenen und selbst ausgewählten Rat von sogenannten islamischen Rechtsgelehrten, den „European Council for Fatwa and Research“ (ECFR). Dieser ist mit der Aufgabe betraut, Rechtsgutachten zu erlassen, die den Muslimen in Europa eine Verhaltensrichtlinie geben sollen, damit diese ihr Leben nach den Gesetzen der Scharia ausrichten, genau genommen einer 1400 Jahre alten unreformierten fundamentalistischen Scharia.11 Ihr Vorsitzender ist der bedeutendste heute noch lebende Ideologe der Muslimbruderschaft mit Sitz in Qatar, Scheikh Yussuf al-Qaradawi, der vom dortigen Herrscher alle nur erdenkliche Unterstützung erfährt und ein beachtliches Auditorium erhalten hat durch den ortsansässigen und international ausstrahlenden Sender Al-Jazeera. Aus einem nicht wirklich nachzuvollziehenden Grund sind es gerade Mitglieder dieses Rates bzw. der FIOE, die in Fragen, die die muslimische Community in Europa betreffen, zu Rate gezogen werden. Dabei fühlen sich, um das Beispiel Deutschlands zu nehmen, überhaupt nur 20% der dort lebenden Muslime von den vier im Koordinationsrat versammelten Verbänden vertreten, darunter die sehr kleine IGD und ihr türkisches Pendant, die IGMG (Milli Görüs), die der Muslimbruderschaft ideologisch und institutionell näher steht, als dies allgemein hin bekannt ist, denn auch sie hat ihren Vertreter in der FIOE und orientiert sich an der Islamauslegung ihres fundamentalistischen Fatwarates.

Ist es also möglicherweise von Erfolg gekrönte Lobbyarbeit, die das Umdenken des Westens gegenüber dieser undemokratischen, faschistoiden und eindeutig in der Nähe des Terrorismus zu verortenden Bruderschaft bewirkt hat? Wie vor einigen Tagen eine ägyptisch-koptische Zeitschrift, Rosa Magazine, herausfand, befinden sich allein im Beraterstab des US-amerikanischen Präsidenten Barack Obama sechs Berater, die eindeutig in den Entscheidungszirkel der Muslimbruderschaft einzureihen sind,12 so Arif Ali Khan, einer der Begründer der Weltorganisation der Muslimbruderschaft. Die letzten Vorbereitungen zu deren Gründung wurden übrigens im Islamischen Zentrum München getroffen, bevor sie schließlich am 29.7.1982 offiziell ins Leben gerufen wurde.13 Ein weiterer ist der Qutb-Anhänger Mohamed Elibiary, der während seiner Tätigkeit im Ministerium für Innere Sicherheit Zugang zu hochsensiblem Material erhielt, dessen Einsicht nur wenigen vorbehalten war. Weiterhin Rashad Hussein, Salam al-Mirjati, der Imam Muhammed Majid Saed und Eboo Patel, der Barack Obama persönlich berät und gleichzeitig eng befreundet mit Hani Ramadan ist. Hierbei darf auch Huma Abedin nicht vergessen werden, die enge Beraterin und inzwischen sogar gute Freundin von Hillary Clinton, als diese noch Außenministerin war.

Was das Rosa Magazine nicht beantworten konnte, ist die Frage, ob diese Personen für den Sinneswandel im weißen Haus verantwortlich waren. Schließlich darf nicht vergessen werden, dass die USA bereits nach der Machtergreifung Nassers in Ägypten damit begannen, sich der Muslimbruderschaft als potenziellem Gegner des Kommunismus anzunähern. Einer der Geste bei Präsident Dwight D. Eisenhower 1953 in seinem Oval Office war der bereits mehrfach erwähnte Said Ramadan. Denkbar ist weiter, dass das Weiße Haus sie als Berater herangezogen hat, als sich abzeichnete, dass die Muslimbruderschaft hohe Wahlergebnisse erhalten würde (in Tunesien zählt die ENNAHDA zur Muslimbruderschaft, Ghannouchi, ihr Begründer und derzeitiger Anführer, ist Mitglied im Europäischen Fatwarat). Doch wenn beispielsweise in Ungarn eine faschistische Partei eine Mehrheit erhält, mit der sie elementarste demokratische Grundsätze außer Kraft setzt, wird sie doch auch dadurch nicht unterstützenswerter, dass sie eine Mehrheit erhalten hat. Ein weiterer Aspekt, der in den Raum gestellt werden kann, ist die wachsende wirtschaftliche Bedeutung Qatars, eines der vehementesten und wirtschaftsstärksten Unterstützers der Muslimbruderschaft weltweit, im von Wirtschaftskrisen geplagten Westen.14

Nun, was auch immer zu der eingenommenen Haltung geführt haben mag, es kann nur eindringlich dazu apelliert werden, keinen Pakt mit dem Teufel einzugehen. Die Muslimbruderschaft ist eine fundamentalistische Bewegung, hochgradig pragmatisch und außerordentlich vernetzt, erst jetzt erfahren die Muslime in den Umbruchländern, was sich hinter ihr verbirgt. Die einstige Kontrolle der Presse unter den vorangegangenen Diktaturen machte es unmöglich, solche Themen offen und differenziert anzusprechen, viele hielten die Muslimbruderschaft für eine konservative, aber demokratische Partei. Auf keinen Fall darf der Westen sie jetzt mit Waffen stärken oder zu ihrer Aushebelung der Demokratie schweigen. Es verwundert, dass die USA nicht auf ihren alten Bündnispartner, die ägyptische Armee, zurückgreifen, um Druck auf Mursi auszuüben. Seit dem Friedensschluss von Anwar Sadat mit Israel wurde sie großzügig durch die USA bedacht, und um sie sich gewogen zu halten, wurden ihre Offiziere regelmäßig eingeladen und geschult. Für den Kampf gegen den Terrorismus seit den Anschlägen vom 11. September 2001 erhielten sie jährlich um die 1,3 Milliarden Dollar. Dafür ließen die USA einige Terrorverdächtige in ägyptischen Kerkern foltern oder ohne Gerichtsprozess für mehrere Jahre in Haft setzen.15Mursi wiederum kann ohne die Unterstützung der Armee das Land nicht regieren. Fast das halbe Land steht Kopf, und ständig brechen gewalttätige Aufstände aus, die er nur mittels der Streitkräfte kontrollieren kann. Alles, was die USA tun müssten, wäre, ihr ganzes Gewicht dafür zu verwenden, die Offiziere dazu anzuhalten, Mursi zu zwingen, seine Versprechen einzulösen, der Präsident aller Ägypter zu sein und für das Entstehen einer entsprechenden Verfassung zu sorgen, die echten demokratischen Standards genügt. Mursi mag einen Waffenstillstand zwischen der Hamas und Israel erwirkt haben, aber sicherlich nur aus Berechnung. Ist er erst einmal in seinem Amt gefestigt, wird er palästinensische Terroristen mit allen erdenklichen Mittel stärken, und Ägypten wird das sunnitisch-fundamentalistische Pendant zum schiitisch-fundamentalistischen Iran in der Region werden. Nach Israel ist der nächste Feind der Westen und die USA und selbstverständlich jede säkulare Bewegung in der muslimischen Welt. Nun gut, die Waffenindustrie wird es freuen, und solange die Terroristen weiterhin nur Zivilisten treffen, ist ja alles in bester Ordnung.

1Vgl. Werner Ende. Religion, Politik und Literatur in Saudi-Arabien: Der geistesgeschichtliche Hintergrund der heutigen religiösen und kulturpolitischen Situation (Teil I von IV). In: Orient 22 (1981) 3, S. 387ff.; Vgl. auch Richard P. Mitchell. The Society of the Muslim Brothers. New York, Oxford: Oxford University Press, 1993, S. 5, S. 7f., S. 322 und S. 325

2Sayyid Abul A`la Maududi. The Islamic law and Constitution (Translated and edited by Khurshid Ahmad). Lahore: Islamic Publications LTD, 1975, S. 211

3Diese Zusammenhänge sind ausführlich nachgewiesen in: Wöhler-Khalfallah. Islamischer Fundamentalismus: Von der Urgemeinde bis zur deutschen Islamkonferenz. Berlin: Schiler, 2009

4Khadija Katja Wöhler-Khalfallah, a. a. O.

5Ian Johnson, a.a.O., S. 220

6Reinhard Schulze.Islamischer Internationalismus im 20. Jahrhundert: Untersuchungen zur Geschichte der islamischen Weltliga.Leiden: E. J. Brill, 1990

7Ahmed Rashid. Taliban. Afghanistans Gotteskrieger und der Dschihad. München: Droemer, 2001, S. 222; Husain Haqqani. Pakistan: Between Mosque and Military. Washington D. C.: Carnegie Endowment for International Peace, 2005, S. 191

8Evan F. Kohlmann. Al-Qaida's Jihad in Europe. The Afghan-Bosnian Network. Oxford, New York: BERG, 2004, S. 21, 35ff.

9Hildegard Becker. Der Vormarsch der Muslimbruderschaft in Europa. Sicherheit Heute, 14.03.2006, demo.ebiz-today.de/gesellschaft/personen,215,Der_nahe_und_der_ferne_Feind,news.htm

10Nils Feindt-Riggers, Udo Steinbach. Islamische Organisationen in Deutschland. Hamburg: Deutsches Orient Institut, 1997, S. 38

11Die Zusammenhänge und Belege werden ausführlich behandelt in: Wöhler-Khalfallah. Islamischer Fundamentalismus: Von der Urgemeinde bis zur deutschen Islamkonferenz. Berlin: Schiler, 2009; S. 200-233.

12http://rosa-magazine.com/News/3444/%D8%B1%D8%AC%D9%84%D9%886-%D8%A5%D8%AE%D9%88%D8%A7%D9%86-%D9%81%D9%89-%D8%A7%D9%84%D8%A8%D9%8A%D8%AA-%D8%A7%D9%84%D8%A3%D8%A8%D9%8A%D8%B6

13Ralph Ghadban. Tariq Ramadan und die Islamisierung Europas. Berlin: Hans Schiler, 2006, S. 61

15Ägyptens Armme: Die Unheimliche Macht am Nil. Spiegel Online vom 12.02.2011 http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,745186,00.html

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Kommentare (2)

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Ehemaliger Nutzer 06.01.2013 | 15:14

Man darf vielleicht vermuten, dass die USA, gerade was die sogenannte Arabellion anbelangt einen Lernprozess zu durchlaufen scheinen, zu dem vielleicht auch gehören könnte simplifizierende Lösungen oder Lösungsansätze zu reflektieren.

Sollte das so sein, wäre die laute Stille, als die man so etwas durchaus auch wahrnehmen könnte vielleicht auch Ergebnis des Umgangs mit Erfahrungen der Obama-Administration in diesem Zusammenhang.