Arbeite länger, habe weniger, spare mehr

ROT-GRÜNE RENTENREFORM Abschied vom Solidarprinzip - der Kapitalmarkt soll künftig über die Höhe der Renten mitentscheiden
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Noch vor wenigen Jahren hieß die Devise von SPD und Grünen zur Rentenform: Mehr Generationengerechtigkeit schaffen. Das künftige Rentensystem müsse »nachhaltig« gestaltet werden. Die Rentenreform erschien so als Baustein einer allgemeinen Gesellschaftsreform auf dem Weg zur »Zukunftsfähigkeit«.

Nach Riesters Reformplänen bleibt jedoch vom Anspruch der »Generationengerechtigkeit« nichts als eine zerplatzte Illusion. Das Rentenniveau sinkt bis 2030 nominal auf 64 Prozent des Nettoeinkommens, real auf 60 - 61 Prozent. Der Abstand zwischen gesetzlicher Rente und Sozialhilfe fällt selbst bei langjähriger Beitragszahlung immer geringer aus. Der rot-grüne Rentenabschlagsfaktor ab 2011 koppelt die Renten weiter von der Entwi