RE: Zeitungskrise ja, aber wessen Zeitungskrise? | 23.11.2012 | 10:49

"Interessant bei welchen Stichworten" der Spiegel-Werbung "Männer und bei welchen Frauen eingeblendet werden"

Stichwort "denken": ein Mann
"recherchieren": eine Frau
"nachfragen": eine Frau
"anzweifeln": zwei Männer, eine Frau
"prüfen": ein Mann
"bewerten": mehrere Männer und eine Frau
"entscheiden": Männer

Etwas wirklich Originelles fällt mir dazu leider nicht ein. Zu den weiteren Fragen:

"Na, vllt sind die Redaktionen kein „Spiegel"-„BILD" der Gesellschaft?" Sind sie sicher nicht, waren sie auch nicht vor der sog. Zeitungskrise.

"Vllt beeinflußt jenes auch die Essay-, Text- und Rechercheauswahl und was die Redaktionen so meinen, was den Leser oder die Leserin interessiert?" Zweifellos.

"Vllt führt dies auch zur Berichterstattung aus nur einer soziokulturellen Brille, was die Zeitungen wiederum so langweilig und austauschbar macht?" Darin steckt eine Meinungsäußerung, die ich so pauschal nicht teile.

"Vllt denkt der Autor ja auch, dass es objektiven Journalismus gibt?" Ich kann nicht sicher behaupten, dass es keinen gibt, ich habe nur noch nie einen gesehen.

RE: Zeitungskrise ja, aber wessen Zeitungskrise? | 23.11.2012 | 10:11

Mangelhaft ist aber keine gute Note. Können Sie mich nicht nochmal abfragen, bevor das so ins Zeugnis kommt?

RE: CSU, ZDF und das Grundgesetz | 22.11.2012 | 23:35

"Entweder Herr Raab hat keine Ahnung oder er will bewußt falsch informieren." Also dann nehm ich glaub ich keine Ahnung. Danke fürs konzentrierte Lesen!

RE: Zeitungskrise ja, aber wessen Zeitungskrise? | 22.11.2012 | 14:58

Da stelle ich ergänzend die Rezensionsnotiz zum besagten Buch dazu: http://www.perlentaucher.de/buch/harald-wenzel/die-abenteuer-der-kommunikation.html

Wobei die Cultural Studies seinerzeit... Was meinen Sie als Soziologe zu deren Beiträgen, lieber fuhrwerker?

RE: Erinnerungen per Tweet | 18.07.2012 | 09:53

Meine Lieblinge: "Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert", "Topf, die Watte quillt" (Otto Waalkes), aus dem Computerspielbereich "Du kämpfst wie eine Kuh". Na ja, und die viereckigen Augen und die Gelbwurst.

RE: Nationale Verlängerung | 08.07.2012 | 19:43

Ich hielt das Trikot für ein bearbeitetes DFB-Trikot. Auf dem sind vorne drei Diagonalstreifen zu sehen, schwarz-rot-gold. Ich bin aber nicht sicher, dass es wirklich das Originaltrikot ist, insofern können in der Tat auch vorne die Streifen fehlen. Vielen Dank für den Hinweis.

RE: Nationale Verlängerung | 06.07.2012 | 09:12

Dass Nazis sich sehr wohl mittlerweile auch Schwarz-Rot-Gold aneignen, sieht man hier, während der EM in Lemberg. http://www.publikative.org/2012/06/22/eine-u-bahn-von-lemberg-bis-nach-auschwitz/lemberg/

Ihre These, dass nationale Symbolik nichts Ausgrenzendes habe, halte ich wirklich für im besten Fall naiv.

RE: Nationale Verlängerung | 05.07.2012 | 21:50

Ich hätte gern die Frage von Popkontext gestellt, aber sie ist ja wohl schon beantwortet. Dann verweise ich lediglich auf meinen eigenen grundlegend anders argumentierenden Beitrag zum Thema an dieser Stelle:

https://www.freitag.de/autoren/klaus-raab/das-deut-gehort-wieder-zum-schland

RE: Das Deut gehört wieder zum Schland | 28.06.2012 | 13:59

Lieber Jörg Friedrich, man kann das gerne auf vielerlei Art durchdeklinieren. Monokausal – à la: Der Deutsche grenzt sich ab, weil er in Schwarz-Rot-Gold auf Fanmeilen feiert – sicher nicht. Andererseits halte ich es für einen Fehlschluss, etwas deshalb unkritisierbar zu finden, weil es bereits so selbstverständlich ist.

Es geht ja nicht darum, Fanmeilenbesuchern, die ein DFB-Trikot mit derselben Freude am Sportgroßereignis tragen, wie sie im Mai noch ein Bayern-München-Trikot trugen, das Recht auf ein lustiges Gemeinschaftserlebnis abzusprechen. Dahinter steht sicher auch eine Eventbegeisterung, die mit dem Turnierende abklingt (und die vielleicht auch wieder kleiner würde, wenn das DFB-Team zweimal nacheinander richtig schlecht spielen und in der Vorrunde ausscheiden würde). Aber dass nationale Symbolik immer noch nationale Symbolik bleibt und ihre selbstverständliche Nutzung für neue Narrative sorgt, die nicht nur fröhlich und positiv sind, das sieht man ja doch bei dieser EM für meine Begriffe sehr deutlich. Ich nehme an, Sie wollen nicht wirklich einen "entspannten Nationalismus" verteidigen, aber falls doch, dann verbleibe ich gerne als Ihr hochgradig Verkrampfter.

RE: Mängelexemplar | 24.05.2012 | 11:30

"was hat das mit Journalismus zu tun?"
Liebe/r Otis B. Driftwood, ich verstehe diese Frage nicht. Ich weiß nicht, was Sie beruflich machen, aber mal angenommen, Sie wären Schreiner und schreinerten ein Stuhlbein. Was würden Sie über mich denken, wenn ich Sie fragen würde: Das ist ja gar kein Tisch, was hat das mit Schreinerei zu tun?
Sehen Sie? Eben.
Beste Grüße