Klaus Fürst

Es ist die unüberwindliche Irrationalität, die dem Menschen den Ausgang aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit versperrt.
Klaus Fürst
RE: Wir sind das System! | 07.04.2016 | 15:59

Zu Ihren Inhalten kann ich nur sagen, dass ich gleiche Ursachen sehe, nur habe ich keine Lösung dafür. Sie schreiben: "Wenn nicht gleichzeitig und massiv das Prinzip Eigentum - an sich nichts als eine staatlich geschützte Verbriefung und also völlig virtuell - angegriffen werden kann und wird, kann sich nichts weiter ergeben als vorüber gehende Scheinverbesserungen". Wie gesagt, das sehe ich genauso, aber wer soll denn diesen Angriff auf das Eigentum vollziehen, und mit welchen Mitteln? Unter demokratischen Verhältnissen wird es nicht möglich sein, denn eine Mehrheit kriegen Sie dafür nicht hin. (Das ist ja der Grundgedanke meines Beitrags) Wenn Sie es auf revolutionäre Weise lösen wollen, haben wir eine ganz andere Ausgangslage, und dann wäre eine ganz andere Diskussion erforderlich, die endlos wäre, wie wir am Beispiel des Revolutions-Blogs von Michael Jäger gesehen haben. Vor der Endlosigkeit hätte ich ja keine Angst, nur vor der Aussichtslosigkeit.

RE: Wir sind das System! | 07.04.2016 | 15:18

Sie haben recht, Kommunsimus wird als gescheitert abgetan, obwohl er nie praktiziert wurde. Politpiraten unter kommunistischer Flagge sind noch lange keine Kommunisten. Trotzdem: nicht so aggressiv! Denn das hat den Kommunisten stets geschadet.

RE: Was tun wir hier eigentlich? | 07.04.2016 | 07:16

Ich glaube, Sie lesen aus meinem Beitrag eine utopistische Einstellung heraus, die ich gar nicht vertrete. Ich glaube so wenig wie Sie daran, dass der Mensch sich kurzfristig und durch Propaganda ändern lässt. Man muss es auch gar nicht, denn der Mensch hat altruistische Anlagen, doch die werden durch die aktuelle politische Landschaft nicht gefördert und gefordert. Weil den Leuten nicht gesagt wird, was nötig ist, weil man die Illusion aufrechterhalten will, wachstums- und konsumorientierter Wohlstand wäre auf Dauer aufrecht zu erhalten. Und deshalb bleiben auch wir Schreiber Rufer in der Wüste. Mehr dazu in meinem heutigen Beitrag Wir sind das System.

RE: Ein komisches Gefühl | 04.04.2016 | 19:48

woher wissen Sie denn eigentlich, dass es eine Auswahl ist, und nicht der tatsächlichen Zusammensetzung entspricht?

RE: Ein komisches Gefühl | 04.04.2016 | 18:03

Nur kein Applaus für die Mainstreammedien! Das scheint das wichtigste Anliegen hier und heute zu sein. Das ist so albern!

In einer Woche können wir uns mal sachlich darüber unterhalten, dann weiß man vielleicht ein paar Fakten.

RE: Was tun wir hier eigentlich? | 01.04.2016 | 10:10

Der Beitrag war ja thesenhaft angelegt; danke für die Vertiefung. Das sind natürlich die Kernpunkte, die Sie benennen. Aber genau da geht es los mit den Ungereimtheiten: Jeder weiß oder akzeptiert, dass unser resourcenintensiver Lebensstil Schuld an den meisten globalen Verwerfungen ist, aber zu konkreten Abstrichen an seinem Lebensstil ist kaum jemand bereit. Sie schreiben zwar, dass fälschlicherweise davon ausgegangen wird, dass sich unser Leben dann verschlechtern wird, aber falsch ist diese Annahme ja nur unter der Prämisse, dass die Werte und Prioritäten, die man sich setzt, andere sind als die derzeitigen. Solange materieller Wohlstand auf Platz 1 der Prioritätenliste steht, ist die Annahme natürlich richtig. Ohne einen Wertewandel wird sich keine Änderung im Lebensstil durchsetzen lassen. Doch da dieser Wandel schon seit einem halben Jahrhundert von allen namhaften Humanisten eingefordert wird, sich aber nichts tut, bleibt mein Zweifel am Effekt aufklärerischer Maßnahmen bestehen. Insofern auch mein Einwand zu Ihrem letzten Satz: Es mag ja sein, dass es gewollt ist, von den eigentlichen Ursachen abzulenken. Doch ich glaube nicht, dass die Mächtigen ihre Gegner überhaupt noch ernst nehmen, und dass es ihnen ziemlich egal ist, ob die sich verzetteln oder nicht. Sie lachen doch nur über unsere Hilflosigkeit, zurecht, denn sie sitzen ganz fest im Sattel.

RE: Was tun wir hier eigentlich? | 31.03.2016 | 19:43

So ist es. Deshalb meine eingangs gestellte Frage:Was tun wir hier eigentlich? Warten wir auf die Katastrophe, die den Sinneswandel bringen wird? Immerhin haben wir bis dahin die Freude, die unsere Dispute stets mit sich bringen.

RE: Was tun wir hier eigentlich? | 31.03.2016 | 18:32

Und das wäre dann auch die wahre Demokratie: mit "Demos" als Gemeinde und nicht, wie es immer übersetzt wird als Volk. Aber wo ist die politische Kraft, die sich solch eine wahre Revolution auf die Fahne schreiben würde?

RE: Was tun wir hier eigentlich? | 31.03.2016 | 18:27

Genau das ist die Krux: die LINKE versucht sich in Mitregieren und will den Kapitalismus besser managen als die anderen. Von Visionen hat sie sich verabschiedet, und leider gibt es keine Instanz, die diese Aufgabe effizient übernehmen könnte.

RE: Was tun wir hier eigentlich? | 31.03.2016 | 18:20

Es ist die Realität, die ich kenne. Wenn Ihre anders aussieht, sind Sie zu beneiden.