Die Grundeinkommens - Woche (45/2018)

Grundeinkommens-News Einmal wöchentlich kommentieren wir hier neue Ereignisse zum Thema "Bedingungsloses Grundeinkommen". Ein Service von denkfabrik-grundeinkommen.de
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Eingebetteter Medieninhalt

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Die ARD-Themenwoche "Gerechtigkeit" vom 11. bis 17. November 2018 hält für alle BGE-Interessenten zahlreiche Angebote bereit.

> Sonntag 17:30 Das Erste: Engel fragt: Wie viel soll ich dem Bettler geben?

> Sonntag 19:30 ARD alpha: RESPEKT: Gerechtigkeit - Voraussetzung für die Demokratie

> Sonntag 22:05 ARD alpha: Auf ein Wort... GERECHTIGKEIT Michel Friedman im Gespräch mit Stephan Gosepath

> Montag 18:15 ARD alpha: Planet Wissen: Die Ware Mensch - von Ausbeutung und moderner Sklaverei

> Montag 23:30 tagesschau24: 1000 Euro für alle: Grundeinkommen - machbar oder utopisch?

> Mittwoch 17:00 ARD alpha: Tele-Akademie: Prof. Dr. Heinz Bude - Soziale Ungleichheiten in der Zukunft

> Donnerstag 22:45 Das Erste: Nuhr gerecht - von und mit Dieter Nuhr

Die Sendungen werden mehrfach wiederholt. Hier finden Sie eine Übersicht.

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SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil kam in der vergangenen Woche mit einem "ganz tollen" Vorschlag:

Zwölf Jahre arbeiten, ein Jahr frei

Ein Grundeinkommensjahr würde Arbeitnehmern Zeit zurückgeben für Dinge, die sie neben der Arbeit nicht schaffen. Mit jedem Jahr, das man arbeitet, spart man einen Monat Grundeinkommen an. So könnte man nach sechs Jahren Arbeit ein halbes Jahr aussetzen und nach zwölf Jahren Arbeit ein ganzes. Bei dem Modell, das ich vorschlage, würden die Beschäftigten in dieser Zeit jeden Monat 1.000 Euro netto bekommen.

Wenn das die "großen Würfe" der SPD sind, wird die Partei wohl bald endgültig in der Bedeutungslosigkeit enden. Sascha Liebermann hat sich mit Klingbeils Vorschlag auseinandergesetzt:

„Zwölf Jahre arbeiten, ein Jahr frei“ – ein erneuter Enterversuch mit einer Politik für Besserverdiener

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Die Evangelische Akademie Berlin bringt auf ihrer Website eine kritische Betrachtung zum BGE.

Kein Einkommen ohne Gegenleistung

Die Argumente sind fundiert und unterscheiden sich wohltuend von der üblichen Polemik der Grundeinkommensgegner.

Das Bedingungslose Grundeinkommen ist auch dann ein Konkurrenzmodell zum bestehenden Sozialstaat, wenn die schwierigen Fragen nach der Finanzierung einmal ausgeblendet werden. Das machen sich viele Anhänger(innen) nicht klar. Das Modell legt zugleich Hand an zentrale ethische Grundlagen der Sozialversicherungen und der sozialen Partnerschaften in unserem Gemeinwesen, mit denen Umverteilung, Chancengerechtigkeit und soziale Teilhabe organisiert werden. Ein kritischer Blick des Studienleiters für Wirtschaft, Dr. Michael Hartmann, auf die Konsequenzen einer Entkoppelung von Arbeit und Einkommen, wie sie derzeit diskutiert wird.

In den nächsten Tage werden wir uns mit Hartmanns Positionen auf Denkfabrik Grundeinkommen auseinandersetzen.

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Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg hat ein Unterrichtsmaterial herausgegeben mit dem Titel

"Digitale Revolution" und BGE - werden wir überflüssig?

Für Vorträge vor Jugendlichen durchaus verwendbar.

Diese Übersicht wird zusammengestellt von

Denkfabrik Grundeinkommen

Hier finden Sie den Beitrag der Vorwoche

12:03 10.11.2018
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Klaus Fürst

Es ist die unüberwindliche Irrationalität, die dem Menschen den Ausgang aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit versperrt.
Klaus Fürst