klute
26.01.2014 | 22:57 73

Kurzsichtige Empörung

LINKE und Lanz Heute Lanz, morgen ...? Wieso Die Linke vorsichtiger mit der Rauswurf-Petition an das ZDF umgehen sollte

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied klute

Kurzsichtige Empörung

Trotz Niveau-Limbo

Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

Zum medialen Schlagabtausch zwischen Herrn Lanz und Frau Wagenknecht wurde schon einiges gesagt. Auch hier im Freitag z.B. von Felix Werdermann (Was in der Lanz-Petition fehlt). Das Internet eröffnet eben auch den Beitragszahlern der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten die Möglichkeit, sich mit ihrer Kritik an den mitfinanzierten Sendungen Gehör zu verschaffen. Das kann man als Zugewinn an Demokratie begreifen. Dieser Sichtweise will ich hier auch gar nicht widersprechen. Dennoch scheint mir die Empörung, die in der von Maren Müller gestarteten Petition zur Entlassung von Maren Müller zum Ausdruck kommt, auch blind zu machen: Für die denkbaren politischen Konsequenzen eines solchen Vorgehens. Und für die Frage, ob es politisch klug ist für Die Linke, wenn reihenweise Funktionäre zur Unterstützung dieser Petition aufrufen.

Wenn empörte BürgerInnen ihrem Ärger in einer solchen Petition Luft machen ist das eine Sache. Wenn Funktionäre einer Partei, die für sich reklamiert, die einzige wirkliche Verteidigerin von Demokratie, Meinungs- und Pressefreiheit zu sein, das macht, dann sieht die Sache schon etwas anders aus. Passt die Forderung an das ZDF, Markus Lanz für sein unbequemes und vielleicht auch fragwürdiges Verhalten gegenüber Sahra Wagenknecht zu entlassen, mit den reklamierten Positionen der Linken zusammen? Zur Meinungs- und Pressefreiheit (oder besser: Medienfreiheit) gehört es eben auch, dass TV-Moderatoren Politiker und Politikerinnen hart angehen.

Wo will man hier die Grenze ziehen zwischen dem, was akzeptabel ist und was nicht? Letztlich hängt das doch von der Sympathie und politischen Nähe zu den Personen ab, die sich zur Teilnahme an einer solchen Veranstaltung bereit erklärt haben – und meist auch davon profitieren. So ist es gewiss kein Zufall, dass sich eine Sympathisantin der Linken hier für Sahra Wagenknecht stark gemacht hat. Für andere Personen, die ihr politisch weniger nahe stehen und ihr wohl auch weniger sympathisch sind, hat Maren Müller das zuvor nicht gemacht. Meinungs- und Pressefreiheit heißt aber doch gerade auch, das zuzulassen und zu tolerieren, was im – mitunter auch krassen – Widerspruch zur eigenen Meinung, zur eigenen Position und zum eigenen Geschmack steht. Mein persönliches Nicht-Einverstanden-Sein damit zum Ausdruck zu bringen, ist umgekehrt ebenfalls Teil der Meinungs- und Pressefreiheit. PolitikerInnen haben aber dafür Sorge zu tragen, dass dieses Recht beiden Seiten zuteil wird und dass es erhalten bleibt.

In diesem Sinne ist es das gute Recht empörter BürgerInnen, eine solche Petition auf den Weg zubringen und zu unterstützen. Nur wenn Parteifunktionäre der Linken so offensiv zur Unterstützung dieser Petition aufrufen, dann ist das politisch blind. Es geht dabei nicht um Kritik an Lanz, sondern um die Aufforderung an das ZDF, ihn zu entlassen, weil er quer zu eigenen Sicht der Dinge steht. Das heißt eben nichts anderes, als das Unliebsame, das Andere aus der Öffentlichkeit verbannen zu wollen.

Denn: Was man mit Markus Lanz machen kann, dass kann man jederzeit z.B. auch mit linksorientierten, kritischen Kabarettisten machen. Sicher gibt es auch mehr als genug Bürger, die sich von Wilfried Schmicklers Verbal-Verrissen unserer Regierenden oder von Jürgen Beckers Witzen auf Kosten der katholischen Kirche auf den Schlips getreten fühlen. Bekäme man Markus Lanz mit dieser Petition vom Bildschirm, kann man Wetten darauf abschließen, wann die erste Petition folgen würde, um Schmickler, Becker, Schramm oder Pispers vom Sendeplan zu verbannen. In einem solchen Klima der Intoleranz möchte ich allerdings nicht leben!

Die Linke sollte auch im Eigeninteresse vorsichtig sein. Sie wird von konservativer Seite immer mal wieder in eine radikale Ecke gestellt mit dem klaren Ziel auszuloten, ob man Die Linke nicht mit Verboten traktieren kann. Wer kann denn ausschließen, dass Konservative nicht demnächst das Instrument einer Petition erproben, um Die Linke unter Druck zu setzten? Eine solche Entwicklung kann Die Linke nicht wollen. Nur nach der massiven Unterstützung der Petition zur Entlassung von Markus Lanz durch Funktionäre der Linken hat die Glaubwürdigkeit der Linken bezüglich Demokratie, Meinungs- und Medienfreiheit Schrammen bekommen.

Ob Wegschalten nicht doch die klügere Reaktion ist, wenn man sich über einen TV-Moderator oder einen Journalisten (oder Kabarettisten) ärgert, sollten sich linke Funktionäre doch noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Das Argument, man wolle mit seinen Gebühren nicht solche Sendungen mitfinanzieren, trägt meines Erachtens nicht. Es können schlicht nicht alle Sendungen der öffentlich-rechtlichen Sender allen BeitragszahlerInnen gefallen. Das Gebührenmodell beruht darauf, dass man auch Sendungen mitfinanziert, die nicht dem eigenen, sondern dem Geschmack anderer entsprechen. Auch das hat etwas mit Demokratie zu tun. Und wenn alles nicht hilft, bleibt noch der Griff ins Bücherregal als Alternative zu linkem Fernsehfrust und blinder Dauerempörung ...

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare (73)

Amanda Donata 27.01.2014 | 02:11

Liebes Mitglied des Europäischen Parlaments. Theologe, Sozialpfarrer & Finanzpolitiker ..,

Sie: "Zur Meinungs- und Pressefreiheit (oder besser: Medienfreiheit) gehört es eben auch, dass TV-Moderatoren Politiker und Politikerinnen hart angehen."

.. wirklich, .. welch' (demokratische) "Tiefe" (?!) .. bei Ihnen, .. und alle TV-GafferInnen in Germany bekommen von solchen MitarbeiterInnen dort durch "hartes Angehen" dann nackte, demokratische Tatsachen beigebracht .. sehr amüsant ..

.. arbeiten Sie (s.o.) eigentlich ehrenamtlich ..? .. verzeihen Sie ..

Mein "Guter" .. aus Ihnen "spricht" wahrlich gute, deutsche Lebenserfahrung .. Spielchen .. Wort .. Spielchen .. gänzlich .. mein Lieber ..;-) ..

.. kommen Sie auf den "Geschmack" ..;-)

Gute Nacht

AD

https://www.youtube.com/watch?v=YqJvqkUiFKc

https://www.youtube.com/watch?v=jcwLDxlNKdU

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Ehemaliger Nutzer 27.01.2014 | 04:05

"Dennoch scheint mir die Empörung, die in der von Maren Müller gestarteten Petition zur Entlassung von Maren Müller zum Ausdruck kommt,..."

Es ist doch aber Herr Lanz, der seinen Hut vom Haken nehmen soll.

Aber ja, die Linke sollte sich wohl nicht allzu sehr und öffentlich daran beteiligen, dass hier ein Bauernopfer gefordert wird.

Herr Lanz ist ja nur ein morscher Pfahl im Hochspannungszaun um die heilige Kuh. Irgendwo muss man aber auch anfangen, den Zaun einzureißen. Und ich war begeistert davon, wie geschickt doch Frau Müller die Themen "Kritik an der heiligen Kuh" und "Rundfunkbeitrag" miteinander verknüpfen und so selbst in Bayern so viele Stimmen sammeln konnte.

weinsztein 27.01.2014 | 04:51

Lieber Klute,

das ist mir zu defensiv, zu ängstlich und falsch.

Mitglieder der Linken sollten keine Rauswurf-Petitionen etwa gegen Markus Lanz unterzeichnen weil das eher rechte Rauswurfkampagnen gegen Kabarettisten wie Schmickler, Becker, Schramm oder Pispers provozieren könne - die vermutlich nicht Mitglied der Linken Partei sind?

Ich erinnere mich an Rauswurfkampagnen gegen Linke Mitglieder des Bundestages und östlichen Landtagen seit rund 20 Jahren.

Ich verstehe nicht auf Anhieb, was Sie sagen wollten.

gelse 27.01.2014 | 06:02

Ach Gottchen, Herr Klute.
Es vergeht kaum ein Tag, dem nicht irgendwo Leute rausgeschmissen werden. Einfach aus Gründen der Kapitalrendite. Ganz ohne Petitionen und öffentliche pro/contra-Diskussionen.

Ich für mein Teil habe vor mehr 30 Jahren mein Fernsehgerät ausgeschmissen. Das können Alle die sich den Flachsinn nicht mehr antun wollen.

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Ehemaliger Nutzer 27.01.2014 | 09:52

{Die Linke sollte auch im Eigeninteresse vorsichtig sein. Sie wird von konservativer Seite immer mal wieder in eine radikale Ecke gestellt mit dem klaren Ziel auszuloten, ob man Die Linke nicht mit Verboten traktieren kann.}

Ergeht es so nicht jeder Bewegung, die der Kapitalmafia und ihren Politmarionetten ins Handwerk pfuscht?

Woher stammt die stärkste Motivation für diese Konformismus-Drohung?

Aus Ihrer Funktion als Mitglied des Europäischen Parlaments, als Theologe, Sozialpfarrer oder Finanzpolitiker?

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Ehemaliger Nutzer 27.01.2014 | 09:54

{Die Linke sollte auch im Eigeninteresse vorsichtig sein. Sie wird von konservativer Seite immer mal wieder in eine radikale Ecke gestellt mit dem klaren Ziel auszuloten, ob man Die Linke nicht mit Verboten traktieren kann.}

Ergeht es so nicht jeder Bewegung, die der Kapitalmafia und ihren Politmarionetten ins Handwerk pfuscht?

Woher stammt die stärkste Motivation für diese Konformismus-Drohung?

Aus Ihrer Funktion als Mitglied des Europäischen Parlaments, als Theologe, Sozialpfarrer oder Finanzpolitiker?

mcmac 27.01.2014 | 11:06

Markus Lanz ist nicht politischer Kabarettist, er ist Moderator. Als solcher hat er eine von ihm zu moderierende Talkshow versucht, in ein Tribunal umzuwandeln. Was hat das mit Presse-, Meinungs- und Medienfreiheit zu tun? Diese Freiheit ist doch kein anything goes. Und es ist reichlich untertrieben zu sagen, bzw., widerspricht in diesem Fall den Tatsachen, dass er als Moderator etwa „Politiker und Politikerinnen hart“ angegangen wäre. Hart ja, aber nicht fair.

Im Übrigen glaube ich auch nicht, dass es bei dieser Diskussion im Kern lediglich um Presse- und Meinungsfreiheit geht, um TV-Gebühren oder die Strukturen des ÖR-Rundfunks. Es geht m.E. um eine viel grundsätzlichere, politisch-gesellschaftliche Auseinandersetzung – die, ob Kapitalismus und Demokratie überhaupt zusammen passen.

Gleichwohl finde ich es auch nicht besonders glücklich, dass Politiker der Linkspartei als solche dazu aufrufen, diese Petition, die ohnehin ein Selbstläufer ist, zu unterschreiben; das ist weder nötig und auch wirklich nicht besonders geschickt.

Richard Zietz 27.01.2014 | 11:36

Zugegeben – die im Artikel geäußerten Argumente sind bedenkenswert. An einem Abschiessen mißliebiger TV-Sendungen via Flashmob oder finsteres Antichambrieren in Hinterzimmern kann niemand, der links ist, Interesse haben. Was, wenn die drei, vier Nischen mit kritischem Kabaret (oder, eine andere Baustelle, mit Noir-Serien, Independent-Movies, Popmusik-Sendungen) auf die Abschlusslisten irgendwelcher Saubermänner geraten? Ja, wenn was?

Ja, wenn das Beispiel nicht hinkte. In realitas ist »Fall X« längst eingetreten. Nicht via Flashmob, via Petition. Die CDU mit Roland Koch an der Spitze war es, welche die Entlassung des langjährigen ZDF-Chefredakteurs Nikolaus Brender erwirkte. (Dass das Spiel mit Sigmar Gabriel von der SPD und der »heute«-Moderatin Marietta Slomka nicht genauso lief, liegt vermutlich nur an der weniger entschlossen vorgetragenen Impertinenz der Sozis – zumindest in dieser Angelegenheit.) Fazit: Das Liebedienern mit den Mächtigen ist allerorten Sende-Alltag; aus wirkt es sich von der Totalüberdosierung mit Volksmusik-Sendungen bis hin zum geblockten Snowden-Interview, damit der alliierte Partner USA nicht verärgert ist. Dass die mit-wichtigste Gallionsfigur der ausgegrenzten Linksopposition im öffentlich-rechtlichen Staats-TV keine wirkliche Chance hat, liegt auf der Hand. Talksmäßig ist Sarah Wagenknecht eine Exotin. Sie sieht gut aus, ist eloquent und schafft – das allerwichtigste in diesem Business – Quote. Dass sie sich dabei inquisitatorischen Verhörtechniken stellen muss, Niveau teils unter Stammtisch (»Was? Sie nehmen für Ihr Bundestagsmandat / Ihre Bücher tatsächlich Geld? Ich dachte, Sie wären links!«) und einer Agenda, die formatabhängig entweder stammtischbrutal, neoliberal oder Elitenhofberichterstattung ist, gehört zum Business dazu.

Interessante Frage: Haben Linke mit diesem ganzen zwangsgebührenfinanzierten Müll irgendein Stillhalteabkommen am Laufen? Eine Balance der Sendeausrichtungen, so wie sie der Artikel suggeriert, ist im öffentlich-rechtlichen TV weit und breit nicht gegeben. Öffentlich-rechtliches TV ist heute mehr denn je systemkonformes TV; ein Staatsmedium, dessen vornehmste Aufgabe darin besteht, die Masse des Staatsvolks auf Linie zu halten. Auch qualitativ verursacht dieses System täglich Kollateralschäden; dem Etikett »Verdummung« wurde Fernsehen noch nie so gerecht wie heute. Fazit: Die drei Brosamen »Vielfalt«, die das aktuelle Staatsfernsehen derzeit noch in petto hat, bieten wenig Verlockung, stille zu halten. Optionen so: Wenn Lanz (wider Erwarten) fliegt – ein stammtischpopulistischer Krawallero weniger. Kicken die Rechten Priol oder eine 3sat-Nische – sollen sie halt ihr System desavouieren. Macht das Staatsfernsehen sein eigenes Dschungelcamp – prima; eine bessere Lehranschauung in kapitalistischer Medienökonomie kann es kaum geben.

Fazit: Der nächste Lanz steht in den Startlöchern. Frage nur: Wer hat noch Angst vor ihm?

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Ehemaliger Nutzer 27.01.2014 | 11:44

Ich verstehs nicht.

Durch eine Schlagzeile wurde ich aufmerksam, dass da bei Lanz was vorgefallen war. Ich habe mir dann online die relevanten Gesprächsfetzen aus der Lanz-Sendung angeschaut und dachte noch, wie hervorragend souverän Wagenknecht die beiden pöbelnden Buben pariert hat. Man hat sie durch den Kakao zu ziehen versucht, aber das konnte ihr nichts anhaben.

Wenig später las ich von der Petition - und habs nicht verstanden, tus bis heute nicht.

Wagenknecht machte nicht den Eindruck, dass sie es nötig hätte, unter Artenschutz gestellt zu werden. Da hätte man schon viel früher anfangen sollen, z.B. bei der Befragung von J. Ditfurth, die von Lanz kaum weniger angegangen wurde.

Lanz verteidigt seine heile Weltsicht aus tiefer innerer Notwendigkeit, das ist schmerzhaft sichtbar. Und stößt damit ebenso schmerzhaft an sehr offensichtliche Grenzen. Warum sollte man das nicht zeigen dürfen?

Und ich verstehe Klutes so kleinmütig klingende Warnung vor dem "Absetzen". Wer erst Verbote fordert, wird sie bekommen. Und es fördert den Geist dieser Gesellschaft, Verbote zu fordern. DAS ist der eigentliche Kleinmut aus meiner Sicht: wer nach Verboten ruft, wird sie bekommen.

Wir leben in einer Art Dschungel. Eine Wagenknecht zeigt, dass sie sich darin behaupten kann, und auch andere sollten auf diese Art kämpfen lernen. Wer in Schutz genommen werden muss, wird nicht ernst genommen. Kein Schicksal, das ich Wagenknecht wünsche.

Lanz lebt in einer Wunschwelt, und er verteidigt sie mit Zähnen und Klauen gegen jede Kritik. Ich möchte sowas auch in Zukunft sehen dürfen, wenn ich es will, wenn nicht, muss ich eben ausschalten.

Ich möchte kein Fernsehen, in dem die verräterischen Ausrutscher von Moderatoren geglättet werden und alles, was diese ggf. aus der Fassung bringen könnte, einfach nicht mehr eingeladen wird. Ich möchte auch künftig Medien, die die echte Schlacht zeigen. Ohne ZENSUR!

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Ehemaliger Nutzer 27.01.2014 | 12:12

Die Peition, die ich unterschreiben würde, ist die, die die Abschaffung eines sog. ÖR-Rundfunks fordert und die GG-Widrigkeit der Zwangsgebühr feststellen will.

Denn es ist nicht einzusehen, weshalb beliebig tendenziöse Berichterstattung auch noch von denen bezahlt werden soll, die den Unsinn gar nicht sehen wollen und längst wissen, dass der ÖR-Bildungsauftrag längst obsolet ist: RTL macht nur Miese, weil diese Subventionsfunk längst das selbe produziert wie sie.

Auch wenn in den regionalen Nischen des ARD b und an noch Qualität gesendet wird ... es ist wie mit dem Internet: die besten Informationen dort sind privat.

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Ehemaliger Nutzer 27.01.2014 | 13:07

Nachdenkseiten bringt die Sache gut auf den Punkt.

Die Öffentlich Rechtlichen werden gefühlt immer tendenziöser und verlogener, sage ich, der sie seit 2 Jahrzehnten konsumiert.

Die Petition gegen Lanz, einen überbezahlten geschniegelten Schwätzer, der aus unseren Beiträgen finanziert wird, ist nur ein Zeichen des Unwillens, dies weiter zu aktzeptieren. NUR EINES.

Leider sind die ÖR-Medien, Sklaven des Werbemarktes, sowie Sklaven des politischen Oligopols, Mitspracherechte des dummen beschallten Volkes sind an keiner Stelle vorgesehen. Das ÖR-Konzept hat versagt und sollte reformiert werden.

Die journalistische Ausbildung auch, sie ist elitär und produziert überwiegend nur noch widerliche Zeitgeist-Klone, die größtenteils zum eigenständigen Denken und Nachfragen nicht in der Lage sind und von komplexer Materie umgehend überfordert.

Und über die Linke machen sie sich mal keine Gedanken, lieber Herr EU-Parlamentarier, die ist permanenten unsachlichen Angriffen ausgesetzt. Gerade eben wieder, vom LFocus und von Bosbach. Die Linke wird überwacht und bei jeder Gelegenheit runtergemacht und mit Lügen, Unterstellungen und Propaganda der Milliardärsmedien bearbeitet.

Wenn die CDU Petitionen gegen sie machen wöllte, würde sie sich aber ein Eigentor schiessen. Die Petition ist ein demütigendes Bittrecht, nicht mehr. Die CDU würde nicht nur zeigen, dass Petitionen nutzlos sind, sie würde sich selbst erniedrigen, da sie ja in der Beherrscherrolle agiert. Außerdem hat die korrupte verlogene CDU in aufgeklärteren Internetkreisen keine Chance ein Bein auf den Boden zu bekommen. Facebook-Likes passen besser zum Niveu der CDU-Anhänger (allerdings weniger zum Alter).

Grundgütiger 27.01.2014 | 15:04

Haben da auch Juden unterschrieben? Türken, Bulgaren?

Oder dunkelhäutige Kommunisten, die schwul sind?

Sollten die nicht tun!

Weil, man kann ja nie wissen. Wer noch alles an die Macht kommt, oder wie der Seehofer selber in Mainz anruft, wenn das ZDF-Programm das Menschenrecht auf Dummheit in Frage stellt.

Und hab gedacht, wir sind schon ein bisschen weiter als eingeschränkte Meinungsfreiheit. Nur für Berechtigte, steht ja sicherlich bald wieder am Eingang zum Internet.

Exilant 27.01.2014 | 15:40

Zwar habe ich die Sendung nicht gesehen, doch aufgrund des überall beschriebenen plumpen, agressiven Ins-Wort-Fahrens von Lanz ist es offensichtlich, daß Lanz sich selbst disqualifiziert hat.

Viel schlimmer finde ich aber jene Talkshows, die mit "Sabine Christiansen" begannen und die aufgrund ihrer Zusammensetzung und Talkshow-Führung der Moderatoren Kampagnenorganisationen und neoliberale und rechtskonservative Gäste die Sendung dominierten. Sie haben den Zeitgeist geprägt.

oi2503 27.01.2014 | 15:46

An ihren Worten sollt ihr sie erkennen:

"für sein unbequemes und vielleicht auch fragwürdiges Verhalten gegenüber Sahra Wagenknecht ..."

War das nicht umgekehrt, mindestens? Für sein fragwürdiges, übergriffiges, testosterongeschwängertes Verhalten (in der Tat erinnerte Lanz mich an Schröder als er nicht einsehen wollte, dass sie Kanzlerin an Stelle des Kanzlers werden würde), dass vielleicht manchmal auch unbequem war ...

"... sondern um die Aufforderung an das ZDF, ihn zu entlassen, weil er quer zu eigenen Sicht der Dinge steht. Das heißt eben nichts anderes, als das Unliebsame, das Andere aus der Öffentlichkeit verbannen zu wollen ..."

Nein. Es geht nicht um Sicht der Dinge, es geht um Stil. Vielleicht eher um die Abwesenheit davon und um pinscherhaftes Verhalten sowie s.o.

"In einem solchen Klima der Intoleranz möchte ich allerdings nicht leben!"

Was war denn Lanz? Tolerant? Selten so gelacht und schwups ist mir der Lacher im Hals stecken geblieben.

"Ob Wegschalten nicht doch die klügere Reaktion ist"

Klar, wegschauen hilft immer. In der S-Bahn, wenn Mädchen und Frauen oder Schwarze (Afro-welcher Zusatz auch immer) drangsaliert und geschlagen werden, wenn Konzerne ihren Müll in unsere Mägen und die Reste der Produktion auf unserem Erdball ablagern, wenn gemordet wird im Zeichen des Profits. Wegzappen hilft. Immer.

"... der Griff ins Bücherregal als Alternative zu linkem Fernsehfrust und blinder Dauerempörung ..."

Ist Dauerempörung so etwas Ähnliches wie Dauererrektion und muss behandelt werden? Weil es ja kaum etwas gibt, über das man sich empören kann. Oder so. Was ist linker Fernsehfrust, warum klingt das wie eine Beschimpfung, warum nur? Und vor allem: Was ist ein Bücherregal?

oi2503 27.01.2014 | 15:48

An ihren Worten sollt ihr sie erkennen:

"für sein unbequemes und vielleicht auch fragwürdiges Verhalten gegenüber Sahra Wagenknecht ..."

War das nicht umgekehrt, mindestens? Für sein fragwürdiges, übergriffiges, testosterongeschwängertes Verhalten (in der Tat erinnerte Lanz mich an Schröder als er nicht einsehen wollte, dass sie Kanzlerin an Stelle des Kanzlers werden würde), dass vielleicht manchmal auch unbequem war ...

"... sondern um die Aufforderung an das ZDF, ihn zu entlassen, weil er quer zu eigenen Sicht der Dinge steht. Das heißt eben nichts anderes, als das Unliebsame, das Andere aus der Öffentlichkeit verbannen zu wollen ..."

Nein. Es geht nicht um Sicht der Dinge, es geht um Stil. Vielleicht eher um die Abwesenheit davon und um pinscherhaftes Verhalten sowie s.o.

"In einem solchen Klima der Intoleranz möchte ich allerdings nicht leben!"

Was war denn Lanz? Tolerant? Selten so gelacht und schwups ist mir der Lacher im Hals stecken geblieben.

"Ob Wegschalten nicht doch die klügere Reaktion ist"

Klar, wegschauen hilft immer. In der S-Bahn, wenn Mädchen und Frauen oder Schwarze (Afro-welcher Zusatz auch immer) drangsaliert und geschlagen werden, wenn Konzerne ihren Müll in unsere Mägen und die Reste der Produktion auf unserem Erdball ablagern, wenn gemordet wird im Zeichen des Profits. Wegzappen hilft. Immer.

"... der Griff ins Bücherregal als Alternative zu linkem Fernsehfrust und blinder Dauerempörung ..."

Ist Dauerempörung so etwas Ähnliches wie Dauererrektion und muss behandelt werden? Weil es ja kaum etwas gibt, über das man sich empören kann. Oder so. Was ist linker Fernsehfrust, warum klingt das wie eine Beschimpfung, warum nur? Und vor allem: Was ist ein Bücherregal?

oi2503 27.01.2014 | 15:52

An ihren Worten sollt ihr sie erkennen:

"für sein unbequemes und vielleicht auch fragwürdiges Verhalten gegenüber Sahra Wagenknecht ..."

War das nicht umgekehrt, mindestens? Für sein fragwürdiges, übergriffiges, testosterongeschwängertes Verhalten (in der Tat erinnerte Lanz mich an Schröder als er nicht einsehen wollte, dass sie Kanzlerin an Stelle des Kanzlers werden würde), dass vielleicht manchmal auch unbequem war ...

"... sondern um die Aufforderung an das ZDF, ihn zu entlassen, weil er quer zu eigenen Sicht der Dinge steht. Das heißt eben nichts anderes, als das Unliebsame, das Andere aus der Öffentlichkeit verbannen zu wollen ..."

Nein. Es geht nicht um Sicht der Dinge, es geht um Stil. Vielleicht eher um die Abwesenheit davon und um pinscherhaftes Verhalten sowie s.o.

"In einem solchen Klima der Intoleranz möchte ich allerdings nicht leben!"

Was war denn Lanz? Tolerant? Selten so gelacht und schwups ist mir der Lacher im Hals stecken geblieben.

"Ob Wegschalten nicht doch die klügere Reaktion ist"

Klar, wegschauen hilft immer. In der S-Bahn, wenn Mädchen und Frauen oder Schwarze (Afro-welcher Zusatz auch immer) drangsaliert und geschlagen werden, wenn Konzerne ihren Müll in unsere Mägen und die Reste der Produktion auf unserem Erdball ablagern, wenn gemordet wird im Zeichen des Profits. Wegzappen hilft. Immer.

"... der Griff ins Bücherregal als Alternative zu linkem Fernsehfrust und blinder Dauerempörung ..."

Ist Dauerempörung so etwas Ähnliches wie Dauererrektion und muss behandelt werden? Weil es ja kaum etwas gibt, über das man sich empören kann. Oder so. Was ist linker Fernsehfrust, warum klingt das wie eine Beschimpfung, warum nur? Und vor allem: Was ist ein Bücherregal?

namreH 27.01.2014 | 18:11

Da Sie, lieber Herr Klute, mit Ihrem Namen, Beruf und Bezeichnung der politischen Funktion im Freitag schreiben, ist es nicht schwer, herauszufinden für welche Partei Sie im Europaparlament saßen: Für DIE LINKE. Ich denke, das sollten die Foristen wissen, wenn sie hier mitdiskutieren. Es scheint mir ziemlich plausibel, das Sie die Petition kritisieren im Zusammenhang mit Ihrer ablehnenden Einstellung zu der in der Partei DIE LINKE gegenwärtig vorherrschenden Kritik an der jetzigen EU. Ein Hinweis darauf ist der verräterischere Satz Es geht dabei nicht um Kritik an Lanz, sondern um die Aufforderung an das ZDF, ihn zu entlassen, weil er quer zu eigenen Sicht der Dinge steht. Das heißt eben nichts anderes, als das Unliebsame, das Andere aus der Öffentlichkeit verbannen zu wollen der im Blogbeitrag von 012503 auf Unverständnis stößt. Die Anmerkung in Ihrem Beitrag: Und für die Frage, ob es politisch klug ist für Die Linke, wenn reihenweise Funktionäre zur Unterstützung dieser Petition aufrufen ist entweder Insiderwissen oder bloße Behauptung. Vielleicht sollten Sie zunächst einmal unvoreingenommen zur Kenntnis nehmen, dass die Initiative zur Petition von der Verfasserin aus echtem Ärger über die unverschämte Art und Weise entstanden ist, wie Herr Lanz mit Frau Wagenknecht umgegangen ist. Wenn die Petition ein so großes Echo hat – und auschlaggebend dafür waren gewiss nicht Aufrufe von Parteifunktionären – dann ist das für mich ein Glücksfall. Denn wie unschwer an den verschiedenen Diskussionen – übrigens nicht nur beim Freitag – zu erkennen ist, geht die Diskussion längst über den Fall hinaus auf den beklagenswerten Zustand der Öffentlich-rechtlichen Medien in unserm Land. Da hilft auch nicht der Trost, er sei immer noch besser als in den USA. Ein Glücksfall also – ob nun Herr Lanz weitermachen darf oder ob es bald aus ist mit ihm im ZDF. Vielleicht könnte er ja auch von sich aus eine Auszeit nehmen. Er müsste ja nicht gleich - wie s.Zt. Hape Kerkeling – eine Wallfahrt nach Santiago de Compostela machen.

namreH 27.01.2014 | 18:11

Da Sie, lieber Herr Klute, mit Ihrem Namen, Beruf und Bezeichnung der politischen Funktion im Freitag schreiben, ist es nicht schwer, herauszufinden für welche Partei Sie im Europaparlament saßen: Für DIE LINKE. Ich denke, das sollten die Foristen wissen, wenn sie hier mitdiskutieren. Es scheint mir ziemlich plausibel, das Sie die Petition kritisieren im Zusammenhang mit Ihrer ablehnenden Einstellung zu der in der Partei DIE LINKE gegenwärtig vorherrschenden Kritik an der jetzigen EU. Ein Hinweis darauf ist der verräterischere Satz Es geht dabei nicht um Kritik an Lanz, sondern um die Aufforderung an das ZDF, ihn zu entlassen, weil er quer zu eigenen Sicht der Dinge steht. Das heißt eben nichts anderes, als das Unliebsame, das Andere aus der Öffentlichkeit verbannen zu wollen der im Blogbeitrag von 012503 auf Unverständnis stößt. Die Anmerkung in Ihrem Beitrag: Und für die Frage, ob es politisch klug ist für Die Linke, wenn reihenweise Funktionäre zur Unterstützung dieser Petition aufrufen ist entweder Insiderwissen oder bloße Behauptung. Vielleicht sollten Sie zunächst einmal unvoreingenommen zur Kenntnis nehmen, dass die Initiative zur Petition von der Verfasserin aus echtem Ärger über die unverschämte Art und Weise entstanden ist, wie Herr Lanz mit Frau Wagenknecht umgegangen ist. Wenn die Petition ein so großes Echo hat – und auschlaggebend dafür waren gewiss nicht Aufrufe von Parteifunktionären – dann ist das für mich ein Glücksfall. Denn wie unschwer an den verschiedenen Diskussionen – übrigens nicht nur beim Freitag – zu erkennen ist, geht die Diskussion längst über den Fall hinaus auf den beklagenswerten Zustand der Öffentlich-rechtlichen Medien in unserm Land. Da hilft auch nicht der Trost, er sei immer noch besser als in den USA. Ein Glücksfall also – ob nun Herr Lanz weitermachen darf oder ob es bald aus ist mit ihm im ZDF. Vielleicht könnte er ja auch von sich aus eine Auszeit nehmen. Er müsste ja nicht gleich - wie s.Zt. Hape Kerkeling – eine Wallfahrt nach Santiago de Compostela machen.

namreH 27.01.2014 | 18:13

Da Sie, lieber Herr Klute, mit Ihrem Namen, Beruf und Bezeichnung der politischen Funktion im Freitag schreiben, ist es nicht schwer, herauszufinden für welche Partei Sie im Europaparlament saßen: Für DIE LINKE. Ich denke, das sollten die Foristen wissen, wenn sie hier mitdiskutieren. Es scheint mir ziemlich plausibel, das Sie die Petition kritisieren im Zusammenhang mit Ihrer ablehnenden Einstellung zu der in der Partei DIE LINKE gegenwärtig vorherrschenden Kritik an der jetzigen EU. Ein Hinweis darauf ist der verräterischere Satz Es geht dabei nicht um Kritik an Lanz, sondern um die Aufforderung an das ZDF, ihn zu entlassen, weil er quer zu eigenen Sicht der Dinge steht. Das heißt eben nichts anderes, als das Unliebsame, das Andere aus der Öffentlichkeit verbannen zu wollen der im Blogbeitrag von 012503 auf Unverständnis stößt. Die Anmerkung in Ihrem Beitrag: Und für die Frage, ob es politisch klug ist für Die Linke, wenn reihenweise Funktionäre zur Unterstützung dieser Petition aufrufen ist entweder Insiderwissen oder bloße Behauptung. Vielleicht sollten Sie zunächst einmal unvoreingenommen zur Kenntnis nehmen, dass die Initiative zur Petition von der Verfasserin aus echtem Ärger über die unverschämte Art und Weise entstanden ist, wie Herr Lanz mit Frau Wagenknecht umgegangen ist. Wenn die Petition ein so großes Echo hat – und auschlaggebend dafür waren gewiss nicht Aufrufe von Parteifunktionären – dann ist das für mich ein Glücksfall. Denn wie unschwer an den verschiedenen Diskussionen – übrigens nicht nur beim Freitag – zu erkennen ist, geht die Diskussion längst über den Fall hinaus auf den beklagenswerten Zustand der Öffentlich-rechtlichen Medien in unserm Land. Da hilft auch nicht der Trost, er sei immer noch besser als in den USA. Ein Glücksfall also – ob nun Herr Lanz weitermachen darf oder ob es bald aus ist mit ihm im ZDF. Vielleicht könnte er ja auch von sich aus eine Auszeit nehmen. Er müsste ja nicht gleich - wie s.Zt. Hape Kerkeling – eine Wallfahrt nach Santiago de Compostela machen.

namreH 27.01.2014 | 18:15

Da Sie, lieber Herr Klute, mit Ihrem Namen, Beruf und Bezeichnung der politischen Funktion im Freitag schreiben, ist es nicht schwer, herauszufinden für welche Partei Sie im Europaparlament saßen: Für DIE LINKE. Ich denke, das sollten die Foristen wissen, wenn sie hier mitdiskutieren. Es scheint mir ziemlich plausibel, das Sie die Petition kritisieren im Zusammenhang mit Ihrer ablehnenden Einstellung zu der in der Partei DIE LINKE gegenwärtig vorherrschenden Kritik an der jetzigen EU. Ein Hinweis darauf ist der verräterischere Satz Es geht dabei nicht um Kritik an Lanz, sondern um die Aufforderung an das ZDF, ihn zu entlassen, weil er quer zu eigenen Sicht der Dinge steht. Das heißt eben nichts anderes, als das Unliebsame, das Andere aus der Öffentlichkeit verbannen zu wollen der im Blogbeitrag von 012503 auf Unverständnis stößt. Die Anmerkung in Ihrem Beitrag: Und für die Frage, ob es politisch klug ist für Die Linke, wenn reihenweise Funktionäre zur Unterstützung dieser Petition aufrufen ist entweder Insiderwissen oder bloße Behauptung. Vielleicht sollten Sie zunächst einmal unvoreingenommen zur Kenntnis nehmen, dass die Initiative zur Petition von der Verfasserin aus echtem Ärger über die unverschämte Art und Weise entstanden ist, wie Herr Lanz mit Frau Wagenknecht umgegangen ist. Wenn die Petition ein so großes Echo hat – und auschlaggebend dafür waren gewiss nicht Aufrufe von Parteifunktionären – dann ist das für mich ein Glücksfall. Denn wie unschwer an den verschiedenen Diskussionen – übrigens nicht nur beim Freitag – zu erkennen ist, geht die Diskussion längst über den Fall hinaus auf den beklagenswerten Zustand der Öffentlich-rechtlichen Medien in unserm Land. Da hilft auch nicht der Trost, er sei immer noch besser als in den USA. Ein Glücksfall also – ob nun Herr Lanz weitermachen darf oder ob es bald aus ist mit ihm im ZDF. Vielleicht könnte er ja auch von sich aus eine Auszeit nehmen. Er müsste ja nicht gleich - wie s.Zt. Hape Kerkeling – eine Wallfahrt nach Santiago de Compostela machen.

namreH 27.01.2014 | 18:16

Da Sie, lieber Herr Klute, mit Ihrem Namen, Beruf und Bezeichnung der politischen Funktion im Freitag schreiben, ist es nicht schwer, herauszufinden für welche Partei Sie im Europaparlament saßen: Für DIE LINKE. Ich denke, das sollten die Foristen wissen, wenn sie hier mitdiskutieren. Es scheint mir ziemlich plausibel, das Sie die Petition kritisieren im Zusammenhang mit Ihrer ablehnenden Einstellung zu der in der Partei DIE LINKE gegenwärtig vorherrschenden Kritik an der jetzigen EU. Ein Hinweis darauf ist der verräterischere Satz Es geht dabei nicht um Kritik an Lanz, sondern um die Aufforderung an das ZDF, ihn zu entlassen, weil er quer zu eigenen Sicht der Dinge steht. Das heißt eben nichts anderes, als das Unliebsame, das Andere aus der Öffentlichkeit verbannen zu wollen der im Blogbeitrag von 012503 auf Unverständnis stößt. Die Anmerkung in Ihrem Beitrag: Und für die Frage, ob es politisch klug ist für Die Linke, wenn reihenweise Funktionäre zur Unterstützung dieser Petition aufrufen ist entweder Insiderwissen oder bloße Behauptung. Vielleicht sollten Sie zunächst einmal unvoreingenommen zur Kenntnis nehmen, dass die Initiative zur Petition von der Verfasserin aus echtem Ärger über die unverschämte Art und Weise entstanden ist, wie Herr Lanz mit Frau Wagenknecht umgegangen ist. Wenn die Petition ein so großes Echo hat – und auschlaggebend dafür waren gewiss nicht Aufrufe von Parteifunktionären – dann ist das für mich ein Glücksfall. Denn wie unschwer an den verschiedenen Diskussionen – übrigens nicht nur beim Freitag – zu erkennen ist, geht die Diskussion längst über den Fall hinaus auf den beklagenswerten Zustand der Öffentlich-rechtlichen Medien in unserm Land. Da hilft auch nicht der Trost, er sei immer noch besser als in den USA. Ein Glücksfall also – ob nun Herr Lanz weitermachen darf oder ob es bald aus ist mit ihm im ZDF. Vielleicht könnte er ja auch von sich aus eine Auszeit nehmen. Er müsste ja nicht gleich - wie s.Zt. Hape Kerkeling – eine Wallfahrt nach Santiago de Compostela machen.

regido 27.01.2014 | 18:28

Tja.....Ich sehe "Die Sendung mit der Maus" bei weitem lieber als "Jauch"Bei ersterer kommt so gar ein intelligentes Schaaf vor.....Ein enormer Erkenntnisgewinn nicht nur für Kinder. Nie würde es mir in den Sinn kommen Herrn Jauch aus dem ÖR zu entfernen mit einer Petition,soviel Aufregung ist Mittelmaß nicht wert. "Wo will man hier die Grenze ziehen zwischen dem, was akzeptabel ist und was nicht?" Na, so schwer ist das nicht,sollte ich als dummes Schaaf nicht erkennen das es einem Herrn Lanz an Professionalität fehlt kann ich doch wahrnehmen das Herr Lanz sich gegenüber einigen Menschen ehrerührig verhält. Und da ist sie:"Die Grenze".......oder sollte sie sein im ÖR. OT :Ich begrüsse alle....ich bin die Neue :) regido

poor on ruhr 27.01.2014 | 18:43

@KLUTE

Bei der ORIGINALAUSSTRAHLUNG HATTE ICH WEGGEZAPPT.

Ich habe mich im Nachinein aufgeregt. als ich die Zusammen fassung des Teils der Sendung mit Sarah Wagenknecht auf youtoube sah. Danach habe ich die Online-Pettion unterschrieben, was mir nach dem Durchlesen Ihres Blogs fast schon wieder leid tut.

Irgendwie haben Sie recht. Die online-Petition ist ein zweischneidiges Schwert.

Ich mag Lanz wirklich nicht, aber keiner zwingt mich ihn einzuschalten.

Wahrscheinlich tut es ihm am meisten weh, wenn seine Quote sinkt.

Dass dies bei "Wetten dass" so ist erfüllt mich mit einer gewissen Genugtuung , auch wenn ich ja eigntlich gar nichts davon habe.

Bei Lanz neige ich auch zwar zum Denken mit dem Kleinhirn , aber das ist ja auch nichts Anderes , was er mit Sarah Wagenknecht versucht hat.

Die Funktionäre der Linkspartei sollten da aber wirklich zurückhaltender sein.

Es kann auch anders und gegen links kommen.

balsamico 27.01.2014 | 18:50

Soll man also eine Niete wie Lanz machen lassen, ohne zu mucken? Gewiss, man kann ja abschalten, selbstverständlich kann man das. Aber wird er dadurch erträglicher? Doch sicher nicht. Der Mann hantiert im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, nicht bei RTL. Er wird vom Geld der Zuschauer bezahlt. Es ist das Recht der Zuschauer, ihm zu sagen, dass sie so einen wie ihn nicht haben wollen - ganz gleich, ob sie in der Linkspartei sind oder mit ihr sympathisieren oder nicht. Was ist daran auszusetzen, wenn man als Linker den Rauswurf eines so miserablen Talkshowmaster wie Lanz verlangt? Mir fällt nichts ein.

Im SPIEGEL (S. 134) war heute auch so ein Stuss zu lesen: "So weit ist es schon, dass man Markus Lanz verteidigen muss," heißt es da. Nein, das muss man keineswegs. Fraglos sind unter den Unterstützern der Petition auch große Dummköpfe. Aber soll man sich ihretwegen die berechtigte Forderung nach Ablösung eines Kotzbrockens verkneifen? Was hätte man denn davon? Glaubt Herr Klute, die Lanz-Fans wären dann einen Deut besser auf Linke zu sprechen, ganz abgesehen davon, dass Lanz natürlich nicht geschasst wird. Denn wo käme man denn im ZDF dahin, wenn die Linken im Internet einen wie Lanz "abschießen" könnten? Nein, nein: Taktische Schonung ist da nicht angesagt. Der Mann ist ein Dummschwätzer, ist ein Dummschwätzer, ist ein Dummschwätzer. Und es ist einfach nur feige, für sein unerträgliches Gehabe und Gemache keine Konsequenzen zu fordern, ganz gleich, wen er auf seine miese Weise attackiert, sei es Sarah Wagenknecht oder Herr/Frau HinzKunz.

Robinsohn 27.01.2014 | 18:52

Noch ein Vorwurf, den der Autor gegen die Petitentin erhob, hält der Kritik nicht stand. Herr Klute fragt Frau Müller, warum sie einen solchen Aufruf nicht schon früher, zu einem ähnlichen Anlaß formuliert habe. Antwort: Vielleicht hätte Klute früher einen noch früheren Zeitpunkt angemahnt. Nein, das Maß der Lanz-Unverschämtheiten ist für Müller gerade jetzt voll.

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Ehemaliger Nutzer 27.01.2014 | 19:50

Man kann das sogar noch anders sehen. Ein talentfreier Moderator hat durch die Art wie er ist und immer schon war der LINKEN, in Person Frau Wagenknecht, eine Medienaufmerksamkeit und Medienpräsenz beschert, die Millionen wert ist.

Die LINKE wäre gut beraten, wenn sie klug ist, nicht eine Einschränkung der Meinungsfreiheit und Personalwahl in Unternehmen und Institutionen zu fordern, sondern regelmäßig dort hin zu gehen. Etwas besseres als einen Moderator, der durch seine Art dafür sorgt, dass eine kaum wahrgenommene Partei in den Medien gehandelt wird wie Justin Bieber, ist doch ein Glücksfall.

gelse 27.01.2014 | 20:39

>>Wagenknecht machte nicht den Eindruck, dass sie es nötig hätte, unter Artenschutz gestellt zu werden.<<
Zustimmung. Den Eindruck hatte ich auch noch nie von Sarah Wagenknecht.

Allerdings geht es bei der ganzen Aufregung offenbar nicht um sie. Sondern darum, dass sich ein paar Fernsehgucker, (wahrscheinlich ca. 0,1 % der Gesamtgucker) sich über einen gewissen Lanz so sehr aufregen dass sie ihn gern durch eine andere Flachpfeife ersetzt sähen.

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Ehemaliger Nutzer 27.01.2014 | 21:35

Haben Sie schon einmal in dem Augenblick, wenn es um Macht geht, gesehen, dass das Gefühl eine Rolle gespielt hat? Selbst die LINKE befindet sich in einem Prozess des Ringens um Macht, für sie gelten die gleichen Gesetze. Wenn sie gewinnen will, und nur dann hat man mehr Einfluß, muss sie, ob sie will oder nicht, den Machiavelli heraushängen lassen. Macht sie auf Gefühl, verliert sie diesen Joker, den ihr ein Moderator kostenlos in die Hand gedrückt hat.

my2cents 27.01.2014 | 21:35

Volle Zustimmung. Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden (Rosa Luxemberg)

Frau Wagenknecht wusste, wohin sie geht und hat sich imho gut geschlagen. Diskussionen, auch haertere, beleben das Format Talkshow. Und im Rahmen des GG und unter Einhaltung der minimalsten Hoeflichkeitsregeln darf jeder sagen, was er will.

Das das alles halbwegs ausgewogen bleibt im oeffentlich-rechtlichen TV ist Sache der Sendeanstalten. Das jedoch sehe ich durch die mir gewiss nicht sympathischen Herren Lanz und Joerges nicht gefaehrdet.

Diese anonyme Petition ist Kindergarten und grenzt an Mobbing. Sowas brauche ich nicht und die Linke hoffentlich auch nicht.

vv

gelse 27.01.2014 | 22:58

>>Frau Wagenknecht wusste, wohin sie geht und hat sich imho gut geschlagen.<<
Habs nicht gesehen, aber ich bezweifle es nicht: Die kann das.
Wenn ich allerdings etwas von der Partei "die Linke" wissen wissen will, dann gehe ich hin rede mit den Leuten. Sowas ist interessant, es ergab sich z. B. mal , dass ich spontan anbot, an einem Flugblatt mitzuarbeiten und das auf einer Demo mitzuverteilen. *
Woher ich die Zeit dafür nehme? Ganz einfach, ich muss ja nicht fernsehen...

*ist mir bei attac auch schon passiert

petz 28.01.2014 | 00:55

Hä? Habe ich hier etwas anderes gesehen als die Petentin?

Folgende Petition würde ich sofort unterzeichnen:

Wir forden das ZDF auf, die Aufzeichnung der betreffenden Sendung an mindestens fünf Samstagen im Monat zur besten Sendezeit erneut auszustrahlen, darüberhinaus in den letzten zwei Wochen vor der Europawahl täglich mindestens zwei Mal!

Als quotenbringenden Untertitel könnten wir akzeptieren: "Wie eine kluge Frau zwischen zwei Vollpfosten Tore erzielt"

Das wäre echtes Bildungsfernsehen!

Im Ernst: wer ist eigentlich so dusslig (oder gewieft?), diesem wundervoll blamablen Lanz / Jörges-Team die Ehre einer solchen Petition zu erweisen? Und der (in diesem Falle) brillianten Wagenknecht so ein Opfer-Narren-Schellchen umzuhängen?

Ich versteh´s halt nicht!

Petz

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Ehemaliger Nutzer 28.01.2014 | 01:11

Schon lustig, das die selben Leute, die vehement gegen Überwachung durch den Staat aufrufen genau von diesem das Verbot unliebsamer Personen fordern. Würde mich nicht wundern, wenn manche beide Petitionen unterschrieben haben ....

Freiheit ist immer die des Andersdenkenden, und etwas Besseres als die völlige Hilflosigkeit eines Moderators kann ja eigentlich nicht passieren.

Den Abschuss von Personen zu fordern, ist absoluter Mainstream und an Konformität nicht zu überbeiten.

weinsztein 28.01.2014 | 04:12

Ich vermute, bei der Petition geht es nicht ernsthaft darum, dass Herr Lanz vom ZDF geschasst werden soll. Das wird nicht geschehen, und falls doch, wäre er den Privatsendern sehr herzlich willkommen.

Diese Petition ist, glaube ich, ein Signal an das ZDF und andere Öffentlich-Rechtliche Sender, mit Gästen in Talkshows fairer umzugehen. Sie nicht niederzuquatschen, nicht dauernd zu unterbrechen. Vor allem aber eine Mahnung an moderierende Journalisten wie Markus Lanz, dass deren persönliche politische Vorlieben keine Rolle zu spielen haben.

Es war ein Glück für Lanz, dass er sich ausgerechnet an Sahra Wagenknecht messen oder abarbeiten wollte. Er ist ihr weder rhetorisch noch intellektuell gewachsen.

Aber ich stelle mir vor, dass er so was mit anderen Interview-PartnerInnen versucht, die verunsichert eine Talkshow betreten, die er dann unterbricht, denen er unsachlich dazwischen quatscht und ihr Einkommen hinterfragt.

Ausgerechnet Lanz fragt nach den Bezügen seiner Gesprächspartner. Was verdient Lanz? Millionen Euro pro Jahr.

Markus Lanz transportiert Gepflogenheiten privaten Gesocksfernsehens ins ZDF.

Im oben erwähnten Fall kam ihm Herr Jörges aus der Chefredaktion des "STERN" zu Hilfe. Der agierte noch dümmer als Lanz, und das will was heißen.

Die Petition habe ich unterschrieben.

my2cents 28.01.2014 | 08:55

politiker gehen nie verunsichert in eine tv-show. Deren uebliche Phrasen zu unterbrechen und zu hinterfragen liegt im Interesse des Zuschauers. Und zwar bei Politikern jeder Couleur. Mit der immer wieder geforderten Hoeflichkeit kann man es auch uebertreiben. Wenn man sie sagen laesst, was sie wollen, wird eine Talkshow zur Politikerwerbeshow und die Zuschauer schlafen ein. Ich will schon wissen, was sie Damen und Herren Politiker jenseits ihrer einstudierten Saetze denken. (Allerdings kann das Lanz eben nicht, aber so what? Man muss sich ja nicht jeden Mist antun)

berlino1010 28.01.2014 | 09:30

"Diese Petition ist, glaube ich, ein Signal an das ZDF und andere Öffentlich-Rechtliche Sender, mit Gästen in Talkshows fairer umzugehen. Sie nicht niederzuquatschen, nicht dauernd zu unterbrechen. Vor allem aber eine Mahnung an moderierende Journalisten wie Markus Lanz, dass deren persönliche politische Vorlieben keine Rolle zu spielen haben."

**************

Ich glaube, das greift zu kurz. Für mich kann ich sagen, dass ich die Schnauze voll habe, vom Chinesischen äh Deutschen Staatsfernsehen, dass uns statt Informationen, Aufklärung und Wahrheiten eingefärbte, ideologische Soße auftischt, Informationen selektiert, verfälscht und einseitig präsentiert. Und das nicht einmal als Kommentar deklariert, sondern dreist im Nachrichten-Teil Propaganda betreibt. Und zwar gleich, ob es national um AfD/LINKE oder international um Syrien, RUS, Ukraine geht.

Die Berichterstattung unserer Medien ist zielgerichtet, einseitig und hetzerisch. Thomas Roth degradiert sich zum Stichwortgeber für den Hetzer Joseph, äh Elmar Brok, der ungebremst zum Endsieg gegen den bösen Russen hetzen darf.

Tagesthemen 27.1.2014

Und dass jetzt auch noch Lanz in seinen normal maximal Boulevard-Polit-Talks zum Chef-Hetzer und -Ankläger wird, ist besonders ärgerlich.

ich teile die Kritik der Nachdenkseiten:

Kampagnenjournalismus ist die vorherrschende und alles überlagernde Form der journalistischen Tätigkeit in Deutschland.

Die Medien werden ihrer eigentlichen Aufgabe, das politische Geschehen kritisch und damit konstruktiv zu begleiten, nicht gerecht. Sie sind mitverantwortlich dafür, dass man deshalb auch im Blick auf Deutschland von einer funktionierenden Demokratie nicht sprechen kann.

Was wir im Fernsehen und ehemals unabhängigen Medien zu ertragen haben, ist nichts geringer als den Abgesang auf unabhängigen Journalismus und auf die Demokratie, verursacht durch gekaufte korrumpierte Journalisten, Zeitungen und Medien.

Die hohe Glaubwürdigkeit der öffentlich-rechtlichen Sender wird maßlos missbraucht. Nicht nur beim ZDF.

Es ist schon soweit, dass wir uns in Internet-Blogs und russischen Medien, nein nicht Wahrheiten, aber fehlende Informationen besorgen müssen, um in dem Schwall unserer Propaganda-Medien nicht unterzugehen.

balsamico 28.01.2014 | 11:59

Wenn man sie sagen laesst, was sie wollen, wird eine Talkshow zur Politikerwerbeshow und die Zuschauer schlafen ein.

Das stellt die Frage nach dem Format an sich. Wenn man als Moderator seinen Studiogästen keine Zeit lässt, eine Frage so zu beantworten, wie sie sie beantworten möchten, hat das Ganze wenig Sinn. Selbstverständlich gibt es Grenzen, z.B. bei groben Abweichungen des Gastes vom Thema. Aber ein stakkatoartiges Ins-Wort-fallen des Moderators, mit dem offensichtlichen Ziel, den Gast zu einer ebenso kurzen wie ihn diskreditierenden Antwort zu zwingen, ist nicht nur unfair gegenüber dem Gast sondern auch für das Publikum eine Zumutung.

Ich will schon wissen, was sie Damen und Herren Politiker jenseits ihrer einstudierten Saetze denken. (Allerdings kann das Lanz eben nicht, aber so what? Man muss sich ja nicht jeden Mist antun)

Ich wüsste das auch gerne. Aber wenn ich als Zuschauer nicht bereit bin, mir einen Gedankengang vom Anfang bis zum Ende anzuhören und ihn auch mitzudenken, weil mir Gestik, Mimik und Rhetorik des Gastes wichtiger sind als das, was er inhaltlich zu sagen hat, muss ich mich schon fragen, ob ich nicht selbst Teils des Problems bin, wenn ich in Ermangelung solcher Zutaten einschlafe.

balsamico 28.01.2014 | 12:01

Wenn man sie sagen laesst, was sie wollen, wird eine Talkshow zur Politikerwerbeshow und die Zuschauer schlafen ein.

Das stellt die Frage nach dem Format an sich. Wenn man als Moderator seinen Studiogästen keine Zeit lässt, eine Frage so zu beantworten, wie sie sie beantworten möchten, hat das Ganze wenig Sinn. Selbstverständlich gibt es Grenzen, z.B. bei groben Abweichungen des Gastes vom Thema. Aber ein stakkatoartiges Ins-Wort-fallen des Moderators, mit dem offensichtlichen Ziel, den Gast zu einer ebenso kurzen wie ihn diskreditierenden Antwort zu zwingen, ist nicht nur unfair gegenüber dem Gast sondern auch für das Publikum eine Zumutung.

Ich will schon wissen, was sie Damen und Herren Politiker jenseits ihrer einstudierten Saetze denken. (Allerdings kann das Lanz eben nicht, aber so what? Man muss sich ja nicht jeden Mist antun)

Ich wüsste das auch gerne. Aber wenn ich als Zuschauer nicht bereit bin, mir einen Gedankengang vom Anfang bis zum Ende anzuhören und ihn auch mitzudenken, weil mir Gestik, Mimik und Rhetorik des Gastes wichtiger sind als das, was er inhaltlich zu sagen hat, muss ich mich schon fragen, ob ich nicht selbst Teils des Problems bin, wenn ich in Ermangelung solcher Zutaten einschlafe.

Ralf Wagner 28.01.2014 | 19:22

"Die Linke sollte auch im Eigeninteresse vorsichtig sein. Sie wird von konservativer Seite immer mal wieder in eine radikale Ecke gestellt mit dem klaren Ziel auszuloten, ob man Die Linke nicht mit Verboten traktieren kann."

Geht es in diesem Land mittlerweile jedem so der eine eigene Meinung zu bestimmten Themen entwickelt und die dann auch noch äußert? Bei mir ist das täglich so und ich fühle mich gut dabei!

Ich wünschte mir, Mitglieder des Europäischen Parlaments. Theologen, Sozialpfarrer und auch Finanzpolitiker hätten endlich mal den "Arsch in der Hose" ebenso zu agieren - dann hätten wir eine Menge Probleme weniger!

weinsztein 29.01.2014 | 04:03

Wenn Sie den folgenden Absatz meines Kommentars lesen, könnten Sie evtl. verstehen, was ich meinte:

"Aber ich stelle mir vor, dass er so was mit anderen Interview-PartnerInnen versucht, die verunsichert eine Talkshow betreten, die er dann unterbricht, denen er unsachlich dazwischen quatscht und ihr Einkommen hinterfragt."

Ich glaube, dann wäre Markus Lanz viel stärker in Bedrängnis geraten. Jetzt haben Sie mich verstanden, oder?

War das wirklich so schwer zu verstehen?

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Ehemaliger Nutzer 29.01.2014 | 11:44

Interessant. Ich hatte in letzter Zeit genau das gleiche Problem. Und ähnliche, z.B. dass die Verbindung zum Server unterbrochen wird und die Freitagsseite nicht mehr aufrufbar war. Da kam eine 404-error-Meldung, während sich alle möglichen anderen Seiten problemlos und schnell aufrufen ließen.

Desweiteren wird von firefox gemeldet, dass die Website vom Freitag keine Identitätsdaten zur Verfügung stelle und die Verbindung nicht sicher sei, da sie unverschlüsselte Elemente enthalte (z.B. Grafiken). Deshalb könnten Informationen, die gesendet werden, während der Übertragung von anderen Personen angesehen werden.

Na gut, das wissen wir ja inzwischen. Aber, was die Störungen in der Kommunikation mit dem Freitag betrifft - das ist schon lästig.

-------

Ihrem Kommentar stimme ich voll und ganz zu.

Grüße elisRea

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Ehemaliger Nutzer 29.01.2014 | 11:44

Interessant. Ich hatte in letzter Zeit genau das gleiche Problem. Und ähnliche, z.B. dass die Verbindung zum Server unterbrochen wird und die Freitagsseite nicht mehr aufrufbar war. Da kam eine 404-error-Meldung, während sich alle möglichen anderen Seiten problemlos und schnell aufrufen ließen.

Desweiteren wird von firefox gemeldet, dass die Website vom Freitag keine Identitätsdaten zur Verfügung stelle und die Verbindung nicht sicher sei, da sie unverschlüsselte Elemente enthalte (z.B. Grafiken). Deshalb könnten Informationen, die gesendet werden, während der Übertragung von anderen Personen angesehen werden.

Na gut, das wissen wir ja inzwischen. Aber, was die Störungen in der Kommunikation mit dem Freitag betrifft - das ist schon lästig.

-------

Ihrem Kommentar stimme ich voll und ganz zu.

Grüße elisRea

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Ehemaliger Nutzer 29.01.2014 | 12:20

"Es geht dabei nicht um Kritik an Lanz, sondern um die Aufforderung an das ZDF, ihn zu entlassen, weil er quer zu eigenen Sicht der Dinge steht."

Man kann darüber streiten, ob die Empörung nur gegen Markus Lanz gerechtfertigt ist. Man könnte ihn als williges und selbstgefälliges Werkzeug betrachten, der aus welchen Gründen auch immer tut, was er tut oder meint, es sooo tun zu müssen. Verantwortlich für das in der Sendung abgelaufene widerliche Mobbing eines Gastes (egal zu welcher Partei er gehört, selbst dann, wenn es jemand von den Rechten gewesen wäre) ist der Redakteur.

ff

Interessant. Ich hatte in letzter Zeit genau das gleiche Problem. Und ähnliche, z.B. dass die Verbindung zum Server unterbrochen wird und die Freitagsseite nicht mehr aufrufbar war. Da kam eine 404-error-Meldung, während sich alle möglichen anderen Seiten problemlos und schnell aufrufen ließen.

Desweiteren wird von firefox gemeldet, dass die Website vom Freitag keine Identitätsdaten zur Verfügung stelle und die Verbindung nicht sicher sei, da sie unverschlüsselte Elemente enthalte (z.B. Grafiken). Deshalb könnten Informationen, die gesendet werden, während der Übertragung von anderen Personen angesehen werden.

Na gut, das wissen wir ja inzwischen. Aber, was die Störungen in der Kommunikation mit dem Freitag betrifft - das ist schon lästig.

-------

Ihrem Kommentar stimme ich voll und ganz zu.

Grüße elisRea

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Ehemaliger Nutzer 29.01.2014 | 12:25

"Es geht dabei nicht um Kritik an Lanz, sondern um die Aufforderung an das ZDF, ihn zu entlassen, weil er quer zu eigenen Sicht der Dinge steht."

Man kann darüber streiten, ob die Empörung nur gegen Markus Lanz gerechtfertigt ist. Man könnte ihn als williges und selbstgefälliges Werkzeug betrachten, der aus welchen Gründen auch immer tut, was er tut oder meint, es sooo tun zu müssen. Verantwortlich für das in der Sendung abgelaufene widerliche Mobbing eines Gastes (egal zu welcher Partei er gehört, selbst dann, wenn es jemand von den Rechten gewesen wäre) ist der Redakteur.

ff

Interessant. Ich hatte in letzter Zeit genau das gleiche Problem. Und ähnliche, z.B. dass die Verbindung zum Server unterbrochen wird und die Freitagsseite nicht mehr aufrufbar war. Da kam eine 404-error-Meldung, während sich alle möglichen anderen Seiten problemlos und schnell aufrufen ließen.

Desweiteren wird von firefox gemeldet, dass die Website vom Freitag keine Identitätsdaten zur Verfügung stelle und die Verbindung nicht sicher sei, da sie unverschlüsselte Elemente enthalte (z.B. Grafiken). Deshalb könnten Informationen, die gesendet werden, während der Übertragung von anderen Personen angesehen werden.

Na gut, das wissen wir ja inzwischen. Aber, was die Störungen in der Kommunikation mit dem Freitag betrifft - das ist schon lästig.

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Ihrem Kommentar stimme ich voll und ganz zu.

Grüße elisRea

Ich habe keine Ahnung wie dieser alte Kommentar, der nicht für sIE BESTIMMT IST, hier rein gekommen ist.

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Ehemaliger Nutzer 29.01.2014 | 12:33

Ich spricht Einiges dafür, dass es Absprachen im Vorfeld gegeben hat. das Besondere an der Sendung war auch mMn gar nicht das Inswortfallen oder der Verhörstil, sondern die Tatsache, dass da noch ein Herr eingeladen war, der vom Stern, der scheinbar keine andere Aufgabe zu erfüllen hatte, als gemeinsam mit Herrn Lanz, einer von rechts und einer von der anderen Seite, Frau Wagenknecht in die Zange zu nehmen, sie zu verletzten und zu demütigen. So kam das jedenfalls bei mir an.

Und das hat gar nichts mit "quer zur eigenen Meinung steht" zu tun, sondern damit, dass man so generell nicht mit Menschen umgeht, mit niemandem. Und schon gar nicht beruflich und für Geld.

Ich finde es richtig sich einzumischen. Genauso, wie man sich einmischen sollte, wenn mehrere Leute auf der Straße auf einen Einzelnen eindreschen.

Von jemanden wie Ihnen, mit den TitelN, die Sie in Ihrem Profil angeben, hätte ich erwartet, dass er das ähnlich sieht.

ff

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Ehemaliger Nutzer 29.01.2014 | 12:36

"Denn: Was man mit Markus Lanz machen kann, dass kann man jederzeit z.B. auch mit linksorientierten, kritischen Kabarettisten machen."

In der Regel und nach meinen Erfahrungen braucht es keine Aufforderung von außen, wenn jemand sich dermaßen unprofessionell verhält, um seinen Job zu verlieren. Offensichtlich haben Herr Lanz und der andere, genügend Rückendeckung von oben und werden keine negativen Konsequenzen befürchten müssen.

Deshalb finde ich es wichtig sich mit Frau Wagenknecht solidarisch zu zeigen.

"...Jürgen Beckers Witzen auf Kosten der katholischen Kirche auf den Schlips getreten fühlen...."

Es geht nicht um Witze oder Satire.

" In einem solchen Klima der Intoleranz möchte ich allerdings nicht leben!"

Es gibt kein intolerantes Klima als das, welches durch die Amtsträger der Großkirchen erzeugt wird. Insbesondere, wenn es um sogenannte Atheisten und Kommunisten geht. Als Theologe sollten Sie sich da bestens auskennen. wenn nicht, bin ich gerne bereit Ihnen für diese Behauptung lang und schlapp, seiten- bücherweise Belege zu bringen.

Will 01.02.2014 | 09:53

Was für ein fürchterlicher Blödsinn:

"Zur Meinungs- und Pressefreiheit (oder besser: Medienfreiheit) gehört es eben auch, dass TV-Moderatoren Politiker und Politikerinnen hart angehen."

Der Unterschied zwischen TV-Moderatoren und Kabarettisten sollte eigentlich bekannt sein.

TV-Moderatoren haben im Gegensatz zu Kabarettisten die Aufgabe, eine politische Diskussion so zu leiten, dass sie sachlich und nach den normalen Anstandsregeln, die man in seiner Kindheit schon mitbekommen haben sollte, verläuft. Sonst haben wir bald ein Staatsfernsehen wie in der DDR, wo nur noch die Regierungsmeinung verbreitet werden darf. Lanz ist ein Musterbeispiel für diese Tendenz. Während er Frau Wagenknecht nicht zu Wort kommen lässt und mit Hilfe des Linken-Hassers Jörges ihr das Wort im Mund umdreht, schleimt er sich wenige Tage später bei Bernhard Vogel von der CDU so ein, dass man Angst haben musste, er würde im Mastdarm von Herrn Vogel verschwinden. Man kann das natürlich auch so verkaufen, dass Lanz Kritik angenommen hat und nun seinen Stil gegenüber Politikern geändert habe. Einige haben offenbar die Konsequenzen gezogen. H.O.Henkel von der AfD, der Minuten vorher von M.Illner als Lanz-Gast angekündigt wurde, erschien am Donnerstag nicht.

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Ehemaliger Nutzer 01.02.2014 | 12:26

Werter Herr Jürgen Klute,

Sie sitzen tatsächlich für die LINKE im EU-Parlament.

Hätte ich nicht gedacht. Bei dem Artikel. Sie meinen also, dass man sich nicht einmischen, solidarisch zeigen solle, wenn sich Verantwortliche des ÖR-Fernsehens so verhalten, dass Ihre Parteigenossen nicht zu Wort kommen. Und am besten erst gar nicht in einer Fernsehsendung erscheinen, um der Masse mitzuteilen, was ihr Anliegen und ihre Kritik an den gesellschftlichen Verhältnissen in D ist? Man solle besser abschalten und mal ein Buch lesen. Klingt ziemlich arrogant.

Also aus-/wegschalten und die Klappe halten finden Sie besser?

Wieso solidarisieren sich mit den ZDF-Verantwortlichen und nicht mit Ihrer Parteikollegin? Öffentlich. Wieso stellen Sie öffentlich Parteikollegen bloß? Warum sagen Sie Ihnen das nicht persönlich?

Wieso setzen Sie hier einen solchen Artikel in den Freitag, einerseits ohne die Kommentarfunktion abzuschalten, andererseits ohne auf die Kommentare einzugehen?

Sind Sie so sehr von der Richtigkeit Ihrer hier veröffentlichten Ansichten überzeugt, dass Sie es nicht nötig haben auf Gegenargumente einzugehen?

Halten Sie das für politisch klug?

Glauben Sie, dass Sie damit Sypathisanten für die LINKE eher gewinnen oder eher verlieren?

Vielleicht finden Sie am Wochenende mal ein Minütchen Zeit, um darüber nachzudenken und steigen vom Olymp hernieder zum einfachen Foristenvolk, das von oben herab eine warnende Stimme hörte ...

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Ehemaliger Nutzer 02.02.2014 | 12:59

Bei dieser Art mehr Toleranz und Meinungsfreiheit zu fordern (wer wollte sich da nicht anschließen?) und damit das Vorgehen gegen linke Politiker zu rechtfertigen, kommt man in die zwiespältige Lage das Monopol gegen Einzelne, den Medienmainstream gegen seine (schwache) Opposition zu verteidigen.

Wollen Sie das wirklich?

Der Umgang mit der Linken ist in den Leitmedien eindeutig durch das Motto: Diskreditieren statt Diskutieren gekennzeichnet. Übrigens auch der Stil der Regierungsparteien. Selbst der Verfassungsschutz wurde auf Politiker der Linken angesetzt.

Brauchen wir also eine machtvolle Gegenöffentlichkeit oder nicht???