De groene Amsterdammer: Een Aldi-economie is niet de oplossing

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Hat neulich noch die LA Times die Wirtschaftskraft Deutschlands als lobendes Beispiel beschrieben spricht sich Koen Haegens im Groene Amsterdammer (gegründet 1877!), einer unabhängigen links liberalen Wochenzeitung gegen das Lernen von Deutschland aus: „Eine Aldi-ökonomie ist nicht die Lösung“. Und: es hänge ein Preisschild an der durch das „Deutsche Modell“ eingeführte ‚Wegwerfarbeit‘.

Haegens geht davon aus, dass ein notleidender Dienstleistungssektor (in Sachsen schneidet anscheinend ein Friseur die Haare für 3,06 Stundenlohn) und die Zunahme von Mini-Jobs in Deutschland dazu führte, dass es das einzige Euroland ist in dem in den letzten 10 Jahren die Lohnkosten um 6% sanken (Holland: Arbeit im gleichen Zeitraum um 12% teurer).

Zum einen, so Haegens sei das ein soziales Problem, zum Andern komplett unlogisch, da auf dem Dienstleistungssektor im Inland die internationale Konkurrenz keine Rolle spiele (Oder fährt jemand nach China für eine Dienstleistung?)

Lohn-dumping bis hin zur Discount Prostitution einerseits und andererseits leuchtendes Vorbild in der Export Wirtschaft: „Wirtschaftwunder 2.0. ließen die Journalisten und Kolumnisten überall rätseln: „Was können, was machen die Deutschen besser? Und fordern: „Um aus der Krise zu kommen müssen wir alle ein bisschen deutscher werden, zu lesen: mehr arbeiten für weniger Geld“.

Haegens verweist darauf, dass bei diesem Bild das international die Runde mache, der Dienstleistungssektor keine Rolle spiele. Wenn es um die deutsche Wirtschaft gehe sei die Exportwirtschaft gemeint. Sie floriere nicht, weil sie billiger arbeite als die Konkurrenz, sondern weil sie wissensintensivere Produkte (Wertarbeit) liefere die andere Länder größenteil nicht machen können.

Das deutsche Wachstum sie so gesehen eher entstanden ‚trotz‘ denn ‚dank‘ der Berliner Politiker. Die Qualtäten seien mit zu verdanken an politische Entscheidungen in ferner Vergangenheit.

Das Drücken der Löhne führe nicht allein zu Armut sondern stimuliere auch Dummheit… und sie koste wieder Geld. Geringe Löhne tasten die Kaufkraft an (große Exportabhängigkeit) und sei gleichzeitig im Staatshaushalt ein großer Ausgabenposten: Millionen die in das Subventionieren von arbeitenden Armen flössen sei eine „perverse Prämie aufs Lohn-dumping. Arbeitgeber gäben ihren Mitarbeitern Almosen, der Staat fülle das auf bis zu einem Existenzminimum. Nicht nur zu Kosten des Steuerzahlers sondern auch der Wissens-ökonomie. Denn der Staat gäbe im Prinzip die Subvention aus für billig, also dumm arbeiten, Wegwerf-arbeit.

1st published meta-eben.de

14:22 25.04.2012
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Geschrieben von

kmv

kmvotteler, Berlin
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kmv

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