Öffentlichkeitsauftritt in schwierigen Zeiten

Umgangsformen Stellungsnahmen in eigener Sache sind nicht jedermanns Fall. Schade.
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Guten Tag Herr Grassmann, guten Tag Herr Augstein.

Mit Erstaunen stelle ich fest, dass bis heute keine Notiz ‚In eigener Sache‘ auf Ihrer Webseite zu finden ist. Gern wäre ich als Sympathisantin und Userin Ihres Online-auftritts bzw. Käuferin des Prints über die Änderungen bei ‚der Freitag‘ informiert.

Ist es für Sie nachvollziehbar, wenn ich, die sich als Kundin versteht und gewöhnt ist auf Augenhöhe zu kommunizieren, mich wundere? Können Sie sich vorstellen, dass in dem speziellen Fall einer Zeitung, die ich zwar auch kaufe um ihr Erscheinen zu ermöglichen, meine Kundenbindung auch an Themenaufbereitung, Stil oder Schreibweise bestimmter Redakteure gekoppelt ist? Ganz zu schweigen im Falle jener Online Redakteurin, die zuverlässig und freundlich den User Mail Service mit wahrnahm.

Im Impressum sind noch Namen vermerkt, von denen über andere Quellen oder durch Nachfragen einzelner Community Mitglieder mittlererweile ersichtlich ist, dass sie zu jenen von der Sparmaßnahme betroffene Kollegen gehören bzw. nicht mehr Ihre Angestellten sind.

Was hält Sie davon ab, eine Stellungnahme online zu stellen oder zu veröffentlichen, die mir kurz und knapp mitteilt, dass bestimmt Mitarbeiter (leider) nicht mehr Teil der Redaktion aus sind? Ein Wort des Dankes an jene Angestellten würde mir in diesem Zusammenhang sicherlich auch gefallen.

Alles zeitaufwendig, klar! Ich weiß ja, die ‚große Politik‘ ist um so vieles interessanter. Die diversen kritischen oder unkritischen Plädoyers, Meinungen, Kommentare, mit denen Sie - der Eine mehr und der Andere weniger - das Verhalten unserer Politikverantwortlichen geißeln müssen geschrieben oder debattiert werden. Da kann es schon mal vorkommen, dass solch kleinen Formalitäten keine Beachtung geschenkt wird.

Auch klar, mit dem Scheitern an Umgangsformen und ‚Verkehrs‘regeln, die Sie wiederum für andere geltend machen hat das alles nichts zu tun.

Nichts für ungut. Ihnen beiden gute Erfolge und ein ertragreiches Jahr 2013,

Kristina M Votteler

13:43 24.01.2013
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

kmv

kmvotteler, Berlin
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kmv

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