Knacks

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RE: Ist ne üble Gegend hier | 03.12.2012 | 12:47

Das mit dem Krankenhausbett habe ich auch so empfunden. Das war ein Bild/Zeichen zuviel. Die Gewaltszenen. Kann man darüber streiten, ob das sein muss. Vielleicht hätte es auch gereicht, das Bild mit dem Schuh in der Tür, dann Schnitt und die Einstellung aus dem Imbiss aus der Entfernung und die hinaus- und hinterherrennenden Polizisten. Aber einen Schuh, wie er in ein Gesicht fliegt mit Nahaufnahme, das muss in einem Tatort eventuell nicht sein. Wuttke fand ich sehr gut, vor allem in der Wohnung von Dengler, und Thomalla hat diesmal tatsächlich nicht genervt. Ansonsten fiel mir auf, dass wieder wie im Berlin-Tatort die Kommissare eine letzte Gerechtigkeitsfrage? oder so beantworten. War es beim Berlin-Tatort vor zwei Wochen ein eigenmächtiger Freispruch für die Täterin, ist es diesmal ein "Komm, wir gehen jetzt zu Winkler."

RE: Raus aus Europa | 19.11.2012 | 19:33

Ich weiß, dass der Tatort deutsche Befindlichkeiten bearbeitet, in welcher Form und welcher Qualität auch immer. Aber nun dem Tatort die Aufgabe der politischen Bildung, im Sinne von was ist positives Recht, aufzuerlegen geht doch ein wenig weit. Dass gebührenfinanziertes Fernsehen nicht Hollywood ist, möchte auch keiner bestreiten, aber sie werden doch auch nicht ernsthaft den Film 'Die Hard' oder 'Terminator' et al. auf ihre rechtsphilosophische Position hin hinterfragen, oder?

RE: Raus aus Europa | 19.11.2012 | 17:24

Die Figuren waren mit das Authentischste, was ich in einem Tatort seit langem gesehen habe. Die Annäherung des von Lebensrealitäten geschlagenen Komissars an die Kommissarin vom Drogendezernat fand ich sehr schön erzählt. Grandios auch die Verfolgungsjagd! Fantastische Bildeinstellung mit dem Parkhaus und Potsdamer Platz. Überzogen leider das Ende und die Pöbeleien der Jugendlichen gegenüber den Kommissaren auf dem Basketballplatz.

RE: Zero Toleranz für falsches Zitieren | 18.10.2012 | 10:11

Danke an den Vorkommentator für das Erwähnen der Unschuldsvermutung und die Einbettung in den politischen Kontext. Mit der Untersuchung der Diss verhält es sich wie mit einer wissenschaftlichen Arbeit selbst. Solange keine Ergebnisse da sind, die valide und vor allem nachvollziehbar dargestellt werden, sollte man sich bei einer Beurteilung zurückhalten. Und die Instrumentalisierung für das politische Alltagsgeschäft sollte ohnehin sofort entlarvt werden, unabhängig von politischer Couleur.

Ohne die Wichtigkeit des sauberen wissenschaftlichen Arbeitens relativieren zu wollen, ist es meiner Erfahrung nach so, vor allem bei größeren Arbeiten, dass man den eigenen Gedankengang und den eines anderen Autoren oft nicht mehr strikt voneinander trennen kann und oft auch vergisst, wo man das mal genau gelesen hat. Dies trifft unter anderem auf Grundlagenwerke des bearbeiteten Themas zu. Um dennoch zu zeigen, woran man sich abgearbeitet hat, hilft der Literturbericht oder schlicht das Literaturverzeichnis. Und stellen wir uns vor, ein Datensatz wird nicht selbst erhoben, sondern es geht um eine Sekundärbearbeitung, dann kann es durchaus sein, dass man in Teilen zu ähnlichen bis gleichen Ergebnissen kommt, obwohl man den Datensatz tatsächlich nochmals selbst bearbeitet hat. Das schränkt natürlich den wissenschaftlichen Mehrwert ein, ist aber nicht unbedingt unwissenschaftlich. Daher nochmals der Verweis auf den Literaturbericht und -verzeichnis, im Sinne von "Vgl. unter anderem...".

RE: Bloß keinen Konsens! | 25.09.2012 | 14:37

Tatsächlich ist hier begriffliche Klarheit von Nöten:

Demokratie wird ein leeres Signifikant nur dann, wenn man es dazu macht!

Denn normativ gesehen ist die Bedeutung von Demokratie, also das Signifikat, immer noch die Herrschaft des Volkes, was immer auch das Volk dann sein mag. Empirisch gesehen wird die Sache schon schwieriger. Dass hier vieles unter dem Begriff subsummiert wird, ist klar und unbedingt einer Diskussion wert. Ich halte es jedoch für fatal, den Begriff aufgrund seines empirischen Auftretens negativ zu besetzen und das Signifikat des Begriffs eben dadurch umzudeuten. Die Strategie sollte genau in die andere Richtung gehen und der Begriff sollte in seinem ursprünlichen Inhalt verwendet werden.

Ideengeschichtlich ist die Demokratie mit dem Rechtsstaat verknüpft, dieser ist jedoch nicht an jenen Begriff gebunden.

RE: Diese ganzen Anglizismen | 24.09.2012 | 12:14

Ich musste nach 10 Minuten abschalten. "Was macht der da?", haben die zwei, ich glaube das Paar, gefragt. Ich wußte auch nicht, was die Tanzeinlage sollte. Aber ich war mir sicher, dass in diesem Tatort - mal wieder! - die Figuren, unbedingt, viele private Probleme haben werden sollen.