Knossos

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Knossos
RE: Psychische Krisen | 11.05.2021 | 08:40

||(ich wundere mich ein bißchen, daß hier nicht schon längst der wütende Vorwurf erhoben wurde, das sei antiquiertes, 19. Jahrhundert-Denken, habe mit der heutigen Realität nichts mehr zu tun, könne niemanden mehr ansprechen)||

Vielleicht, da Ihnen üblicher, wenngleich nicht wütender, Salbader in Kommentaren entgangen ist?

Ach so avantgardistische Hülse, daß Neuerung an sich bereits Tugend sei, oder Individuum genial zu sein habe, lebt halt nicht nur in zeitgenössischer Wunst.

RE: Psychische Krisen | 11.05.2021 | 08:39

Vielen Ihrer Eindrücke stimme ich zu. Doch widerlegen Sie damit kein Fachwissen.

RE: Psychische Krisen | 10.05.2021 | 17:05

Ich will Ihre persönlichen Aspekte und Empfindungen nicht entwerten; doch was in den Fächern als Urangst oder etwa Dualunion usw. unter Gesichtspunkten von einer Gemeinde eingekreist ist, die ihr komplexes Metier erlernt hat, wird sobald von keiner amateurhaften Einschätzung überholt.

Man kann bei intensiver Auseinandersetzung mit einem Fachbereich (didaktisch, weniger autodidaktisch) als Laie auch einmal Erkenntnis vorwegnehmen; doch mal eben damit rechnen sollte man besser nicht.

Sie unterschätzen aufgrund persönlicher Eindrücke die Wissenschaften.

(Klar: Wenn man sich anschaut, wie die Verbreitung von Homöopathie stattfand; industriegesteuerte Krankheitsbilder übernommen wurden; oder etwa simpler Auslesungsfehler Spinat zu angeblicher Eisenbombe machte; oder die ganzen Ernährungstheorien, oder nicht zuletzt die klerikale Orchestrierung etwa der Anthropolgie - mit Ausläufern bis heute- etc. pp. ist man leicht verleitet, Wissenschaftlichkeit den Alchemisten zuzuordnen, doch so einfach ist der Eintopf auch wieder nicht.)

RE: Psychische Krisen | 10.05.2021 | 16:43

Je perfektionierter ein System ist, desto nonchalanter kann es sich leisten, gewähren zu lassen.

So wären Sie in den rebellischen sechziger und siebziger Jahren mit größerer Wahrscheinlichkeit von patentem oder latentem Berufsverbot betroffen gewesen (wie etwa meine Frau Mama, der später sogar mündlich attestierte wurde, auf welch Verdacht hin man sie nicht hatte an Uni lehren lassen). Und schon gar von mir bestaunter Prof. Senf, der Holistik und Reich in Wirtschaftswissenschaften vorzutragen und fortzuentwickeln wagte, ohne Abgesägt zu werden.

Indiz dafür, wie wenig Herrschaften zu befürchten haben, wo weitaus meiste Lehrkräfte eben nicht sozioökonomisch analytisch, sondern gegenteilig nun Pisageneration angehörend, Welten davon entfernt sind, subversiv zu sein.

Damit will meine persönliche Freude an Wahrnehmung progressiver Lehrkräfte nicht geschmälert, wohl aber meiner Ihnen bekannten Einschätzung Ausdruck verliehen sein, daß es viel mehr an Deutlichkeit und Breitenwirkung erfordert, um die irrationale Radikalität und Fatalität des Status quo abzubilden.

Und zudem: Verliert auch realistisch geschulter Abgänger zunehmend seinen Drive, wenn er danach über Jahre dem systematischen Verzerren und Disneyland von Hauptmedien ausgesetzt ist (die heute einlullender und desinformierender sind als jemals zuvor).

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Wie wenig sich Establishment Sorgen wegen anbrandender Aufklärung zu machen hat, läßt sich nicht zuletzt an weiterhin von Tag zu Tag dreister werdender Autokratie und sozialen Verhöhnung ablesen.

RE: Psychische Krisen | 10.05.2021 | 14:40

Entschuldigung; meinermich hatte gestern Abend keine Zeit mehr.

Angst

Noch bevor Neugeborene zu Denken vermögen, ist ihnen Urangst mitgegeben. (Entsprechend Prägung zu unwillkürlich sozialem Lächeln, et.) Unterschwellige Angst, bei Nichtgefallen von ihrer Gruppe zurückgelassen und von Karnivoren gefressen zu werden, oder zu verdursten.

Mit diesem Faktor läßt sich insbesondere mißbräuchlich hebeln, wo Befriedung von Urangst nicht eintritt, was in der Menschheitsgeschichte durch laufende Bestätigung von Wertigkeit über körperlichen Kontakt, Trost, und eben Vergewisserung unverbrüchlicher Zugehörigkeit zur Gruppe gewährleistet ist, bis ein Kind noch vor primärer Strukturierung seines Hirns (um 6. Lebensjahr herum) gesichertes Selbstverständnis zur Existenzberechtigung etabliert hat.

Unabdingbare Vervollkommnung, ohne die ein Mensch in Existenzkrise gerät, und in der Regel bis an Ende seines Lebens ängstlich und leicht beeinflußbar / einzuschüchtern bleibt.

Im Sinne sich schließenden, destruktiven Kreislaufs begünstigt durch Sozialisation in Kleinfamilie (welcher Impulse fehlen, die zur Menschheitsgeschichte / -werdung dazugehören), deren in abhängiger Beschäftigung eingeschränkter Elternschaft und damit durch Pädagogik ambivalent entzogener Intaktheit / Existenzberechtigung geprägt ist.

Kleinfamilie als kapitalistisch ideale Einheit vermehrten Konsum(willen)s und verringerter Soziologie und Solidarität läßt mentale Erfüllung Kindlicher / Heranwachsender nur schwerlich zu.

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Analysefähigkeit

Etwa 5000 Jahre Gesellschaftshierarchie haben Erkenntnis und Methode zu Entkopplung Exponierter wachsen und verfeinern lassen. Sowohl jene zur psychischen Lenkbarkeit des Individuums wie zu dessen kognitiver. Letztere vorzüglich verwirklicht, in dem ganzheitliche Assoziation verkümmert wird, in dem Untertanen das Denken systematisch ab vorgezeichneten Plateau / Vorspiegelung / vollendeten Tatsachen beigebracht ist.

Resultat, welches sich durch die gesamte Gesellschaft ziehend, auch hier im Forum unausgesetzt abbildet, und von meiner Renitenz laufend moniert wird, um zugleich sehr wenig zu bewirken; da Konditionierung quantitativ abhängig und Abwehrschild so robust wie Pragmatismus schwach ist.

Ergänzend: Eingangs erwähnter und bedingender psychologischer Hintergrund, und dessen in Psychologie als „Revierverteidigung“ bezeichnete Wirkung, welche Analyse in Angst blockiert.

(Die Frage: „Soll ich / meine gesamte Existenz etwa bislang auf dem Holzweg / ‚ergo‘ minderwertig gewesen sein?“, dominiert Bewußtsein bei Überich von Dürftigkeit / Unvollkommenheit allen noch so trockenen Inhalt in subjektiver Übersetzung davon als: „Ich bin nichts wert / habe keine Existenzberechtigung“. So kommt subjektive Einordnung des Eingefahrenen als vermeintlichen Optimums gleich / Neuerung derweil als entwertenden Schreckens.)

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Psychoanalyse

Bereits Ende Achtziger Jahre / Anfang Neunziger wurde auf einem internationalen Psychologenkongress festgehalten, daß klassische Psychoanalyse noch nie jemandem geholfen hat. Und, daß im Gegenteil, Aufdecken verkapselter Traumata, Patienten ungeschützt und fragiler zurückgelassen werden.

Ihr fehlt verinnerlichter Teil erfahrener Verhältnismäßigkeit.

Solcher ist eher durch aktive Methode gewährleistet, wie in solchen des Rollenspiels und praktischen Erfahrens der Harmlosigkeit / der Interaktion / des emotionalen Managements, welches Trauma und Insuffizienz in gleichzeitiger Erkenntnis und relativierender Zuversicht schultern läßt.

Meinem persönlichen Eindruck nach, ist sogenannte Transaktionsanalyse eine sehr gute, sanfte und zugleich hochwirksame Wahl zu rapider Gesundung.

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Individual- und Massenpsychologie

In hier besprochenem Zusammenhang kaum zu trennen.

Zugleich entspricht es rückwärtigem Aufzäumen, beim Individuum beginnen zu wollen, welches sich gesellschaftlichem / soziologischem / psychologischem Umfeld nur sehr eingeschränkt zu entziehen vermag / am Ende auf etablierten Pfaden zu wandeln hat.

Es ist von essentieller Bedeutung, daß, wie von Prof. Moegling hier vorzüglich begünstigt, verstanden wird, was und warum mit uns vor sich geht.

Von großer Bedeutung wäre zudem, daß moderne Anthropologie endlich breit vernehmbar das Wort ergreift, und endlich mit klerikal-feudal begründetem Mythos von der „Natur des Menschen“ aufräumt. Ein fatales und hochwirksames Konstrukt, welches den Menschen vermittelt, von Haus aus stumpf und dissozial zu sein, und somit Status quo der Kastengesellschaft (wenn überhaupt wahrgenommen) als „adäquate Lösung / Management der Bestie Mensch“ manifestiert.

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Konfliktorientierung und Kontroverse

Kontroverse, ob inhärent als Philosophie oder Streitkultur ist von hoher Produktivität.

Daher nicht von ungefähr in puritanischer, moralistischer Mentalität –wie sie seit vierzig Jahren ebenfalls nicht von ungefähr im Sinne einer Verspachtelung sukzessiver sozialer und herrschaftlicher Diskrepanz wieder Einzug hält- als unziemlich / „anarchisch“ / pöbelnd verpönt, um oben begründeter „Harmonie“bedürftigkeit in verkümmerter Streitkultur Vorzug zu geben.

Konterkarierende „Harmonie“ als Pferch für Brechts Kälber.

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Bildung

Gemäß oben erwähnter Zucht zu entwurzelter Assoziation (auf wieg gesagt vollendeten Tatsachen) sind Bildungs- und Informationswesen aufgebaut.

Im Ergebnis Fachidiotie. Befähigung, isoliert Komplexität zu bewerkstelligen, während systemisch impotent verharrend.

Perfektes Werkzeug, um bei wenig sichtbarer Gewalt vollumfänglich mentale Kontrolle zu verwirklichen.

Der Zeitgeist somit nicht mehr in der Lage, von Grund auf und autonom zu Folgern, nimmt seinen Anlauf von jeweils präsentierter Plattform, welche simultan beliebig und geradezu ad hoc im Diktat variiert werden kann.

Zustand, der derart perfektioniert worden ist, daß Gemeingeist die Hand vor Augen nicht mehr sieht. Und seinen Ausgang in einem Themenfeld von heute auf morgen umpolen läßt.

Nunmehr sediert, daß ALLES mit ihm zu machen ist, der nur noch übernimmt, was ihm souffliert ist.

Eine Lösung dazu ist mir nicht ersichtlich, da Informations- und Bildungssystem in Händen autokratischer Profiteure sind, -welche sich nunmehr auch noch daran machen, das freie Internet zu beenden, und sogar in die private Kommunikation einzugreifen.

(Was als Vorgang hier im Forum auf taube Ohren stoßend, wieder Sedierung evident macht.)

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Besteuerung

Sie als Option gehört ebenfalls zur Sedierung. An die Menschen verfüttert, bleibt Kausales unterm Teppich, und Herrschaft zementiert.

Nicht nur, da sich Steuern (wo sie überhaupt erst gezahlt würden) auch nach Erhöhung weiterhin über Subventionen, Staatsraub und Korruption zurückholen lassen.

Sondern weil man öffentlichen Fokus mit solchen Vorschlägen routinemäßig hat, wo man ihn haben möchte.

Abseits der Dressur hingegen unzweideutig, welch Kokolores es entspricht, Ausbeutung und Wucher zuzulassen, um einen Teil geschaffenen Schlaraffenlands dann formal über Steuern zurückholen zu wollen (welche ohnehin zu größtem Teil abgezweigt werden).

Gewahrt bleibt dabei indessen, daß Öffentlichkeit sich nicht mit Mehrwert aus Arbeit, Wasserkopf und Beutelschneiderei befaßt. Sozioökonomischem Fundament gegebener Gesellschaftsform also.

Das dieses nicht tiegründig erwogen und besprochen wird, ist die Räson.

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Delegierung ans Individuum

Auch dies. Weiteren Puffer à la Bringschuld des Individuums als Konsument oder eben mentaler Einheit zum Adressat vorzugeben, gehört dazu.

Aber das rangiert unter jenen Tatsachen, welche hier im Forum treffend debattiert worden sind.

RE: Was ist Links? | 08.05.2021 | 16:52

Ich kann und will nicht versuchen, über Internetrecherche lange Entwicklung zum Thema nachzuzeichnen. Aber schnell Gegoogeltes kann meinersich als Anreiz zum Kundig machen auftun.

RE: Was ist Links? | 08.05.2021 | 16:50

Ja. Und deswegen ist man doch beim Volksmund am sichersten aufgehoben. Dem kann man wenigstens noch trauen.

Etwa, wenn er von aufplatzenden Beulen berichtet, aus denen tausende kleine Spinnen hervor krabbelten. Was dann als Urban myth immer auch gleich in unmittelbarer Umgebung Erzählender erlebt worden sein will.

So auch die Natur vom Menschen. Für deren Zementierung gibt´s vom Papst sogar einen Orden.

RE: Was ist Links? | 08.05.2021 | 16:49

||Ihre 'Meinung' über die menschlichen Instinkte lassen 'wir' dann aber besser mal so stehen. Und da Sie gerne das 'Hämmerchen' benutzen, wohl etwas vom Stand der Wissenschaft entfernt.||

So, so.

||Gemeinhin zählt man dazu alle komplexen Verhaltensweisen, die ein Lebewesen von Geburt an beherrscht und die nicht von Reflexen gesteuert sind. Oder anders gesagt: Instinkt ist alles, was ein Jungtier nicht erst lernen muss.||

https://www.spektrum.de/news/sind-instinkte-erlernt/1460075

Komplexe Verhaltensweisen wie das Verfechten von Instinkt.

Nur eben: Ist die mitnichten angeboren.

Aber wenn einer von Euch gleich mit ersten Milchzähnen eine Hasenuß fachgerecht aufzunagen verstand, kann er sich ja dazu melden.

||Bereits 1985 hieß es daher im Herder Lexikon der Biologie, Instinkt sei ein „stets umstrittener Begriff“ gewesen, „in der wissenschaftlichen Terminologie sollte das Wort Instinkt vermieden werden.“||

https://de.wikipedia.org/wiki/Instinkt

Es muß ja gegebener Instinkt sein, der eine Spezies dissozial werden und Habitat vernichten läßt.

Optimaler kann über Milionenen Jahre bewährte Genetik auch nicht ausfallen.

RE: Was ist Links? | 08.05.2021 | 14:48

||Ihr Hinweis mit den "psychischen Störungen" ist nicht nur von der Größenordnung her relevant, sondern damit wäre sowohl die Vernunft betroffen, wie auch die naheliegende Frage, was davon dem Überbau Kultur geschuldet ist, die eben der Natur des Menschen vielfach nicht entspricht. Jedenfalls auch ein sich verstärkendes Problem, dass in der Statistik auftaucht.||

Na, geht doch!

Ganz ohne Fischen im Trüben.

RE: Was ist Links? | 08.05.2021 | 14:45

Leute; seid nicht so immun.

Ihr habt keine Ahnung, was Ihr da vollkommen sachfremd zusammenkegelt. Macht Euch mit Definitionen aus Verhaltenswissenschaften vertraut.

Oder, da umfangreiche Materie: Sagt wenigstens: "Ich glaube ...","Ich denke ...", "Mir scheint als ob ...", statt zu konstatieren, als wüßtet Ihr etwas zu diesen Fachbereichen.