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Weltgetriebe Wie Banken Billionen Dollar aus fragwürdiger Herkunft durchwinken
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Debatten zur Gesellschaft erfüllen keinen funktionalen Sinn, wenn eine Wahrnehmung zur Plutokratie, ihres Prinzips, ihrer Realität, Ausmaßes und Auswirkung unerfaßt oder ausgeblendet bleiben.

Deshalb sei vom FREITAG konstruktiver Weise verlinkten, zugleich aber nach einem Tag schon wieder von der Startseite verdrängtem Artikel, hier noch einmal Aufmerksamkeit zugekommen.

Artikel: https://www.buzzfeed.com/de/marcusengert/fincen-files-banken-verdienen-an-kriminellen

Es ist dringend angezeigt, daß darin verzeichnete Vorgänge und gleichzeitige Immunität gegen Kontrolle von Minoritätenagenda und Autokratie Anteil des Gemeingeistes werden, damit dieser Dissozialität politischer Landschaft unter gegenteiliger Fassade zu verstehen lernt.

Oder wie meiner Eines in anderem Blog eintrug, ist so ein Bericht: „…geeignet, Wahrnehmung von der Oberfläche zu lösen, und endlich zu verstehen, daß nicht allein stetig aus Unmenschlichkeit generierte Billionensummen ungeahndet bleiben und gewaschen werden, doch mit solchen enormen Beträgen Institutionen dieser Welt nicht nur gekauft werden können, sondern es nach täglichem Bedarf auch werden.

So auch den astronomischen Summen vorausgehender Schaden an Gemeinschaft, zu einem dort angeführten Beispiel blutrünstiger Tyrannei, welche an dieser Stelle gesellschaftlich unberücksichtigt bleiben soll, um allein schon den wirtschaftlichen Aderlaß zu verbildlichen, welcher auf ähnliche Weise weltweit herrscht.

In dem Artikel ist erwähnt, daß allein die Standard Chartered Bank im Jahr 2012 mehr als $250 Mrd. für die iranische Regierung bewegte. Mir liegt nicht vor, welche Einnahmen dieser Staat in jenem Jahr im Genauen aufwies. Doch läßt sich davon ausgehen, daß diese in jenen Jahren um $80 Mrd. herum betrugen. Also in etwa 1/3 der ins Ausland verbrachten Summe.

Abgesehen davon, daß ein Staat kaum seine gesamten Einnahmen im Ausland verschiebt, mag sich doch die Frage aufdrängen, wie über das Dreifache dorthin gelangt.

Offenbar ist ein Teil des Geldes nicht jener offiziellen Art, mit dem für den Staat Güter bezahlt, und in diesem Fall religiöse Söldner zu strategischem Planspiel im Ausland bezahlt werden.

Der Großteil also private Charge der Nomenklatur und deren Wohlvernetzter, die ihre Beute ins Ausland verschieben. Korruption, welche, wie so ziemlich überall, den größten Teil nationalen Produkts verflüchtigt.

In diesem spezifischen Fall von Nomenklatur, die „Industrielle“/ Bazaris und Staat zugleich ist; in sonstigen Gefilden eher als Letzterer, welcher Ersteren dient.

Ein stilles Getriebe, das sich dem Weltenbürger als „Randerscheinung“ entzieht, während er sich von offizieller Darstellung sterilen, selbst- und alternativlosen Tagesgeschäfts nicht ablenken möchte.

So mag ihm schon das iranische Beispiel unrealistisch scheinen, da über laufende Routine nicht im Bild, mit der lässig ein Ölbohrtum abgelöst und mal eben privat nach Südamerika verscherbelt wurde, oder etwa ein Schiffscontainer in der Türkei aufgefunden wurde, in dem sich Gold im Wert von $8 Mrd. befand.

Ein Kleinod, so ‚gering‘; nicht einmal wert, sich eine Geschichte zur Offizialisierung einfallen / das Edelmetall in staatliches Depot gehen zu lassen, indes die Ladung aufzugeben; Fragen türkischen Zolls nach Eigentümer unbeantwortet, die Sendung vom türkischen Staat aneignen zu lassen.

Signifikanter noch am Essentiellen des Weltgetriebes ist derweilen Effekt verschobener Gelder am Zielort. Dort lassen sich die exorbitanten Summen nicht nur waschen und investieren, sondern damit Regularien und Politik bestellen.

Angefangen von staatlicher Aufsicht, welche wie schon zum Geldtransfer selbst und zu zahllos Weiterem zahnlos bleiben will, bis hin zu nationaler und internationaler Politik.

Beispielsweise also jener der EU, die iranische Theokratie und Gewaltherrschaft seit über 40 Jahren zu erhalten.

Wenn Sie, liebe Mitforisten und Weltbürger, möchten, daß Plutokratie und Inhumanität aufhören, sollten Sie Petitionen zur Abschaffung anonymer Konten nicht an sich vorüberziehen lassen.

Also: Erkennen, was zählt.

Denn ohne am Kern zu rühren, können Sie sich Gedanken zu parlamentarischer und außerparlamentarischer Demokratisierung machen, bis die Weltmeere grün geworden sind, und Schwefelwasserstoff absondern.

13:04 23.09.2020
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Knossos

Anonyme Konten ans Licht; für echte Volksvertretung!
Knossos

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