Knueppel

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Knueppel
RE: Herzlich willkommen! | 19.06.2012 | 10:15

Nachtrag:

Die Einstellung "kursiv" war schon bei Öffnung des Kommentar-Fensters aktiviert und ich habe es leider übersehen, hoffentlich ist mein Kommentar trotzdem "lesbar" :-) und Korrektur meine Tippfehlers: Es sollte natürlich heißen "... der dortigen Community ..."

RE: Herzlich willkommen! | 19.06.2012 | 10:05

@Rapanu

„(…) Das Ziel besteht wohl darin, die Beiträge der Autoren relativ zu stärken und die Blogs und Kommentare der Community relativ zu schwächen. Im Erscheinungsbild bestimmen dann die Beiträge der Redaktion viel stärker das Bild des "Freitag" …“

Für mich gab’s gestern ein Déjà-vu, als ich die neu gestaltete Freitag-Community Seite erstmals sah, sofort war die Erinnerung an den Relaunch bei ZEIT-ONLINE (der letztlich zur „Kaltstellung und Entmachtung“ der doritigen Community führte) wieder präsent.


Auch dort wurde die Abschaffung diverser Privilegien und Arbeitserleichterungen für Blogger und Kommentatoren mit „Modernisierung“ und „Verbesserung“ begründet (verschleiert), man wollte den offenen Aufstand der Community wohl zu dem Zeitpunkt noch nicht riskieren, sie erst einmal monatelang vertrösten und dadurch mürbe machen.


„Parallelen“ zwischen ‚ZEIT-ONLINE’ Relaunch und ‚der Freitag-Relaunch’, die mir auffallen:


Das Entfernen von augenfreundlichen Farben von der Community-Seite führt letztlich dazu, dass User sich dort nicht mehr solange aufhalten, weil sie sich unwohl fühlen. „Krankenhaus“-Weiß ist, als Grundfarbe von Community-Seiten, dabei offenbar das „Geheimmittel“, um Blogger und Kommentatoren auf Dauer zu vertreiben …


Die optische und grafische Verkleinerung der Übersicht über neue Blogs und die Verschiebung dieser Überschriften in eine schmale Spalte auf der linken Seite (eine schmale Spalte rechts wäre auch nicht besser :-) ), anstelle der bisher viel größeren und in der Mitte der Seite prominent platzierten Rubriken „Neue Blogs“ und „Top-Blogs“ zeigt schon rein optisch deutlich die geringere Achtung und Wertung dieser Beiträge von Lesern.


ZO ging dann noch einen Schritt weiter in der Herabsetzung der Wertschätzung von Blogs und erschwerte den Zugang zu ihnen, für nicht „Eingeweihte“, indem man sie nur noch über einen winzigen Link, der in der Impressum-Zeile ganz unten auf der Startseite „versteckt“ wurde, erreichen konnte („Leserartikel“). Hiermit war klar, Community und Leserartikel (Blogs) + Kommentare spielten ab sofort bei ZEIT-ONLINE nur noch eine untergeordnete Rolle, sie sollten nicht länger „gleichberechtigt“ neben dem redaktionellen Teil stehen und ihm Konkurrenz machen.


Dass jetzt der Relaunch des Freitag so fatal an den von ZEIT-ONLINE erinnert, erstaunt mich, denn während bei ZO die qualitativ oft sehr hochwertigen Blogs der Leser/innen tatsächlich zu einer Konkurrenz für die Redaktionsartikel wurden (ich habe noch etliche Kommentare gespeichert, die immer wieder beklagten „warum solch gut recherchierte und lesenswerte Artikel nicht oder kaum noch im Redaktionsbereich zu finden seien, sondern überwiegend auf der ZO-Community-Seite“), hat die Redaktion des Freitag doch immer wieder betont, dass gerade die (künftig noch) stärkere Einbindung von Leser-Artikeln eine Stärke des Blattes ausmachen solle …


Alles nur Einbildung von mir oder lasse ich mir nur nicht so leicht etwas vormachen? Bei ZO habe ich damals ziemlich schnell gemerkt „wohin die Reise ging“ und mich auch nicht von einigen „Claqueuren“, die den ZO-Relaunch als „modern, besser und was weiß ich nicht noch alles“ permanent lobten, irritieren lassen …


Ich werde mir das, sehr interessiert, weiterhin genau ansehen (mir fällt gerade ein, nicht nur bei ZO habe ich das erlebt, sondern auch bei einem anderen Internet-Portal, dort wurde, wie bei ZO, Holtzbrinck ebenfalls aktiv, nachdem die Eigentümer-Anteile eine andere Gewichtung bekommen hatten), mich aber mit Kommentaren zurückhalten, da ich ja eigentlich längst ausgestiegen bin; ich hoffe, dass ich mit meiner sehr kritischen Einschätzung unrecht habe.


Gruß

Knueppel


PS

Einen besonders herzlichen Gruß richte ich an @KVWUPP

Ja, in der Einschätzung bin ich ganz bei Ihnen!

RE: Herzlich willkommen! | 18.06.2012 | 18:41

Nachtrag:

Vermisse soeben die Rubrik "neueste Kommentare", die Cloud vermisse ich dagegen nicht wirklich :-) ...

RE: Herzlich willkommen! | 18.06.2012 | 18:37

Hallooo ...!

Positiv werte ich, DASS ein lange angekündigter Relaunch jetzt tatsächlich stattgefunden hat.

Leider erinnert mich die optische Gestaltung der Community-Seiten (weiß, ist ermüdend für meine Augen, weil außer den kleinen Bildchen und der Schrift keine Farbinseln mehr bleiben auf denen sich das Auge ausruhen kann) fatal an diejenige von ZEIT-ONLINE nach deren berüchtigtem Relaunch ...

Ich bin's übrigens tatsächlich :-) (jetzt mit ue, statt ü, weil mein alter Account sich nicht mehr aufrufen ließ und ich daher wohl auch keinen Zugriff mehr auf meine 4 oder 5 Restartikel habe, die ich hier stehen ließ?).

Nur noch sehr selten hier schreibend (Grund ist bekannt) wünsche ich Euch, dass alles besser, als vorher, wird (inhaltlich und technisch :-)).

Gruß

Knüppel, äh ... Knueppel

RE: Der Fahrstuhl als Chatroom | 25.05.2009 | 16:45

Da freut sich jemand im "pragmatischen" Rheinland zu leben. "Biste bekloppt, Mann? Meinste ich lass' den Dreck hier liegen und muss den Gestank einatmen bis die Zuständigkeiten geklärt sind?" So oder ähnlich würde wohl ein Rheinländer reden und kurz darauf handeln. Naja, zu Besuch bin ich immer wieder gern in Berlin ... :-)
Knüppel aka Jamerson

RE: Ein Schiff wird umkehren | 25.05.2009 | 15:43

@Magda
Hi, vielleicht sollten wir gemeinsam das Drehbuch zu einem "richtig guten" Tatort schreiben. Dann sichern wir alle Handlungsdetails wissenschaftlich ab und geben im Nachspann unzählige Quellen an, kurz gesagt: Er wird sehr (noch) deutsch(er). Die Auslandsrechte sollten wir uns dann rechtzeitig sichern, denn an einem internationalen Verkaufserfolg dürfte wohl kein Zweifel bestehen ... "Gewissenhaftigkeit" bis ins kleinste Detail, das ist es was uns Deutsche so erfolgreich("beliebt") gemacht hat :-)
Knüppel aka Jamerson

RE: Ein Schiff wird umkehren | 25.05.2009 | 13:51

Dieser "Tatort" hatte für mich durchaus seine "Qualitäten":
Da war einerseits diese Schiff, das von einer geldgeilen Reederstochter mit 17 Mio. Euro versichert wurde, obwohl es "nur" etwa 14 Mio. Euro wert war; im Falle eines Untergangs ein "ganz netter" Gewinn - "wen kümmert da die bunt zusammengewürfelte Mannschaft?" Dann hatten die Szenen auf dem "Geisterschiff" durchaus etwas beunruhigendes, teilweise sogar klaustrophobisches. Und auch wenn Kapitän und Mannschaft vielleicht etwas zu "holzschnittartig" dargestellt waren, einen gewissen Unterhaltungswert würde ich dem Film nicht absprechen. Sicher, auch ich habe gelacht z.B. über den "in seiner Ehre gekränkten" schwulen Schiffsingenieur, der sich für die Demütigung rächen will, indem er eine Frau vergewaltigt ... hä? Und über die enorme Reichweite von "normalen" Handys staunte ich ich auch nicht schlecht. Aber ... unterhalten fühlte ich mich schon ganz gut. Die Wolken hingen tief, Nebel waberte durch die Hafenanlage, Sturm zog auf hoher See auf - das hatte doch 'was (ich war glücklich nicht mehr in Norddeutschland zu leben :-)). Also von mir gibt es 3 Sterne: Einen für die düstere Atmoshäre und 2 für unfreiwillige Komik. Was will "man" mehr? Etwa eine Dokumentation über See- und Reedereirechte im Zusammenhang mit Zuständigkeiten deutscher Strafverfolgungsbehörden außerhalb der deutschen Hoheitsgewässer?

RE: "Ohnesorgs Tod hat der Stasi geschadet" | 23.05.2009 | 03:01

Es ist Wahlkampf!

Bild meldet am 22.05.2009 auf der Titelseite:
"Stasi-Spion erschoss Benno Ohnesorg"

Es gilt eine, real jetzt schon vorhandene, Mehrheit von SPD, DIE LINKE. und GRÜNE im Bundestag zu verhindern (das wird zwar nicht gelingen, aber vielleicht wird eine Koalitionsbildung dadurch erschwert).

Wie könnte man sonst eine "drohende Gefahr" für Schwarz-Gelb besser verhindern, als damit, dass man verkündet, es habe sich bei "den 1968ern" komplett um einen von Stasi und "U-Booten" unterwanderten Trupp "verwöhnter Bürgerkinder" gehandelt (schließlich sind die sog. 1968er, ja noch immer nicht so ganz besiegt, gell?)

Für wie doof halten uns *Friede Springer, Mathias Döpfner und Kai Diekmann eigentlich?

Merke:
Wer seinen Gegner unterschätzt, ist stets im Nachteil!

Amüsierte Grüsse von
Knüppel

(*die immer wieder gern zum vertiefenden Gespräch mit der Kanzlerin zusammentrifft ...)

RE: Wie viel Verständnis verdienen Ehrenmörder? | 18.05.2009 | 15:15

Knüppels Betrachtung aus dem "schwulen" Blickwinkel:

Wer meint, diese sog. "Ehrenmorde" beträfen ausschließlich Frauen/Mädchen, irrt. Hier ein Beispiel:

Ein junger Mann (Student, mit deutschem Pass und kurdischer Herkunft) wurde bei einem Besuch in der Türkei ermordet. Hintergrund war die durch seine Homosexualität "verletzte" sogenannte "Ehre" der Familie.

Wie der später ermordete junge Mann in einem Beitrag schrieb, habe er mit "großem Herzklopfen" sein Coming-Out vollzogen, lebte mit seinem Lebenspartner zusammen und fühlte sich erstmals in seinem jungen Leben frei und glücklich. Das war "zu viel" für seine Familie. Ob ihr Sohn/Bruder/Neffe etc. ein selbstbestimmtes, glückliches Leben mit seinem Freund führte, schien für diese "ehrenwerte" Familie unerheblich zu sein. Die "Familien-Ehre" mußte erhalten bzw. wieder hergestellt werden und so wurde der Student durch einen gedungenen Mörder im Auftrag der eigenen Sippe umgebracht.

Sein Freund, der mit dem Mordopfer gemeinsam Urlaub in Istanbul machte, flüchtete in Panik zurück nach Deutschland, weil auch er um sein Leben fürchten muss. Die "ehrenwerte" Familie verscharrte den eigenen Sohn anonym und ohne Zeremonie.

Dieser Vorfall ereignete sich im Sommer des Jahres 2008 und nicht etwa in "grauer Vorzeit"
(Quelle: SPIEGEL-ONLINE)

Knüppel

RE: Bundestag schreibt Unrecht fort | 18.05.2009 | 14:45

Da geht mir "das Taschenmesser in der Hose auf" ... wenn ich so etwas lese:"

Wer sich als zwangsverpflichteter oder verführter Soldat
eines faschistischen Regimes dem verbrecherischen Tun entzog, weil er (besser spät, als nie) den Charakter seiner "Anführer" doch noch durchschaute, handelte in Notwehr.

Und bei diesen, bis heute nicht rehabilitierten, Menschen, handelt es sich um diejenigen, die teilweise noch im Schnellverfahren zum Tode verurteilt und hingerichtet wurden (z.B. durch den "furchtbaren Juristen" Filbinger).

Die Blockierer der Rehabilitierung widern mich an!

Knüppel