Honduras: In der Wagenburg von Tegucigalpa

Reportage Als Präsidentin Xiomara Castro Anfang 2022 vereidigt wurde, lag mehr als nur ein Hauch von Wandel in der Luft. Umweltaktivisten beklagen nun aber, allein gelassen zu sein, wenn sie die Nationalparks vom Bergbau befreien wollen
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 22/2024
Nationalstadion in der honduranischen Hauptstadt, kurz vor der Amtseinführung Xiomara Castros im Januar 2022
Nationalstadion in der honduranischen Hauptstadt, kurz vor der Amtseinführung Xiomara Castros im Januar 2022

Foto: Fredy Rodriguez/Reuters/dpa

Eine Kundgebung vor dem Amtssitz von Präsidentin Xiomara Castro hat Wirkung gezeigt. Anfang Mai sorgen Umweltaktivisten mit ihrem Protest vor der Casa Presidencial dafür, dass das Gesetz 18-2024 einen Tag später in der Gaceta veröffentlicht wird. „Das ist die Voraussetzung dafür, dass ein Gesetz Rechtskraft erlangt, und in diesem Fall wurde durch den öffentlichen Druck genau das erreicht“, sagt Joaquín Mejía, Jurist und Experte des Forschungszentrums ERIC-SJ.

Das Gesetz 18-2024 ist ein Politikum in Honduras, schützt es doch die Nationalparks des Landes mehr, als das bisher der Fall war. Jegliche ökonomische Aktivität – darunter auch der Bergbau – ist verboten. Im Fall des Nationalparks Carlos Escalera gilt dies a