Machtmissbrauch: In Guatemala „wählt“ das Wahlgericht schon vor der Wahl

Journalismus Die Regierung von Präsident Alejandro Giammattei versucht, Justiz und Presse zu kontrollieren. Opfer dieser Willkür: die regierungskritische Tageszeitung „El Periódico“, Juristen und Oppositionspolitiker
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 14/2023
Zeitungsgründer José Rubén Zamora bei seiner Festnahme wegen „Geldwäsche“ am 29. Juli 2022 durch ein Spezialkommando
Zeitungsgründer José Rubén Zamora bei seiner Festnahme wegen „Geldwäsche“ am 29. Juli 2022 durch ein Spezialkommando

Foto: Johan Ordonez/AFP/Getty Images

Marvin Del Cid steht am Fenster seines Büros in Guatemala-Stadt und blickt nachdenklich auf den Platz der Verfassung, der dem Nationalpalast direkt gegenüberliegt. Südlich des einstigen Regierungssitzes, heute eine Kultureinrichtung, liegen Ministerien, das Haus des Präsidenten und das Parlament, in dem Del Cid immer wieder zu tun hat. „Mein Kollege Sonny Figueroa und ich, wir recherchieren gerade für ein brisantes Buch über Korruption, Machtmissbrauch und Vetternwirtschaft in und um die Regierung von Präsident Alejandro Giammattei“, erzählt der 45-jährige Reporter. Spätestens im Mai soll das Buch erscheinen. Aus dem Erlös hoffen die beiden Investigativ-Journalisten weitere Recherchen finanzieren zu können.

Ob der Plan