Amnesty-Menschenrechtspreis: Die Umweltaktivistin Yuli Velásquez ist im Visier von Milizen

Porträt Im Nordosten Kolumbiens kämpft Yuli Velásquez mit FEDEPESAN für Klima- und Umweltschutz. Der Verbund von Fischerei-Genossenschaften verlangt mehr Kontrolle bei der Erdölförderung. Velásquez wird von Amnesty geehrt – und zu Hause bedroht
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 23/2024
Yuli Velásquez wurde von den Paramilitärs der Águilas Negras und des Clan del Golfo zum legitimen militärischen Ziel erklärt
Yuli Velásquez wurde von den Paramilitärs der Águilas Negras und des Clan del Golfo zum legitimen militärischen Ziel erklärt

Foto: Luca Zanetti

Yuli Velásquez traut ihren Augen nicht, als sie am Morgen des 1. März einen Blick auf den Bildschirm im Wohnzimmer wirft, der die Bilder von drei Überwachungskameras wiedergibt. „Raus – Clan del Golfo“ steht in riesigen Lettern an der Seitenwand ihres Hauses im Stadtteil San Silvestre von Barrancabermeja. Sofort schickt sie die Aufnahmen zusammen mit einem Hilferuf an ein paar Freunde, darunter Iván Madero Vergel. „Die Aufforderung, den Stadtteil zu verlassen, kam mit dem Clan del Golfo von einem der brutalsten paramilitärischen Verbände Kolumbiens“, erklärt der Experte der Menschenrechtsorganisation Credhos.

Seekühe, Kaimane und Wasservögel in den Ciénagas

Die schickt sofort ein Team nach Barrancabermeja, in die