RE: Donezk und Lugansk haben gewählt | 13.11.2018 | 17:33

<<Nun, dann erklären Sie uns doch, welche Hoffnungen die Menschen in den "Volksrepubliken" wirklich haben. >>

"Ukraine pfeift auf die Wahlen und wir auch"

So betitelt die russische Novaya Gazetta ihren Artikel über die von Herrn Heyden bejubelten Wahlen.

https://www.novayagazeta.ru/articles/2018/11/12/78551-ukraine-plevat-da-i-nam-tozhe

Im Artikel wird auf verschiedene Aspekte eingegagngen, wie z.B. ob die Berichte über die Wahlen verlässlich sind? Objektive Berichte gibt es nicht, da nur kremeltreue Journalisten zugelassen waren.

Wie kommt man zu einer hohen Wahlbeteiligung? Das geht relativ einfach mit Zuckerbrot und Peitsche. Für das Erscheinen im Wahllokal konnte man sein Mobltelefon mit 50 Rubel aufladen. Die Anzahl der Wahllokale waren begrenzt. Die Wahlkommission waren mit den Chefs der öffentlichen Einrichtungen besetzt. Diese knnten anhand der Wählerlisten leicht kontrollieren, ob ihre Mitarbeiter tatsächlich zu Wahl erschienen sind. In den Schützengräben fanden die "Wahlen" schon Tage vorher unter Aufsicht statt. Von einem der Milizionäre stammt auch die Aussage: "Ich glaube den (Ukrainern) ist egal wer hier die Wahlen gewinnt. Uns im Prinzip auch....Viele haben hier den Sinn des Krieges längst vergessen.

ImArtikel wird auch auf die engen wirtschaftlichen Verflechtungen der Wahlsieger und ihrer russischen Herren eingegangen.

RE: Abrechnung mit den Rechtspopulisten in der EU | 31.10.2018 | 14:37

<< Sie meinen, die russischen Medien bilden die Stimmung der Menschen in Russland ab?>>

Ja, wobei hier die Betonung auf die! Medien liegt.

Mich erstaunt eher, dass Sie als "Journalist" das nicht so sehen. Ihre Kollegen äußern sich ja immer mal wieder zum Thema "Die Medien ein Spiegelbild der Gesellschaft" oder so ähnlich. Sie und ihre Brötchengeber scheinen ihre Rolle ja irgendwie anders zu sehen.

RE: Abrechnung mit den Rechtspopulisten in der EU | 30.10.2018 | 19:59

<< Erst behaupten Sie, RT hätte nichts zu Frau Krascheninnikowa gebracht.>>

Da verwechseln Sie was. Ich gehöre nicht zu den RT Lesern.

Ich halte mich da lieber an die russischen Medien, welche für die Menschen in Russland gemacht werden. Und da spielt Frau Krascheninnikowa keine Rolle. Deshalb versteh ich ihren erhobenen Zeigefinger gegenüber der deutschen Presse und ihre (RT) Werbetour für Frau Krascheninnikowa überhaupt nicht.

Nebenbei bemerkt, erinnert mich die Argumentationskette von Frau Krascheninnikowa, mit ihrer Beurteilung des Faschismus und ihrem Loblied auf Russland stark an die Komsomolversammlungen zu Zeiten der Sowjetunion.

RE: Abrechnung mit den Rechtspopulisten in der EU | 30.10.2018 | 16:03

<<"Eine Akkreditierung gibt es nur bei Wohlverhalten." Das ist absoluter Quatsch und durch Nichts belegt. Natürlich steht ein Journalist in einem Krisengebiet unter besonderer Beobachtung. Das ist keine Spezialität der Volksrepubliken. Aber nirgendwo steht geschrieben, dass er sich "wohlverhalten" muss.>>

Herr Heyden, wenn das nicht belegbar wäre, dann würde ich das nicht behaupten. Ich arbeite ja nicht für RT.

Haben Sie nicht die Verordnung zur Akkreditierung der DNR mit all seinen Nebenverweisen auf andere Gesetze gelesen? Da wird einem das gewünschte Wohlverhalten schon einmal theoretisch klar. Ansonsten kann man auch mal seine Filterblase verlassen und sich anschauen wie es in der Praxis aussieht.

Hier für Sie etwas ganz frisches. Russischer Journalist bekommt keine Akkreditierung

Da sind auch noch eine Reihe anderer Fälle genannt.

Oder schauen Sie sich mal die folgende Zusammenfassung an, wie gefährlich das Leben eines nicht systemkonformen Journalisten in den völkischen Republiken ist, und wessen Korrespondenten nicht akkreditiert wurden.

https://ru.telekritika.ua/society/rabota-zhurnalistov-v-lnr-dnr-i-krimu-stanovitsya-vse-bolee-nebezopasnoi-nszhu-679032

Aber schön zu beobachten Herr Heyden, wie Sie anstatt Fakten zu bringen von ihrem Eingangsthema ablenken.

Aber da wir nun schon mal abgeschweift sind, würde mich mal interessieren, an welcher Stelle Sie eigentlich bei Mirotvorets stehen? Welche ihrer Kollegen haben sich denn durch Mirotvorez einschüchtern lassen?

RE: Abrechnung mit den Rechtspopulisten in der EU | 30.10.2018 | 06:47

"Was ist mit der Situation in den "Volksrepubliken" Donezk und Lugansk? Wann hat zuletzt ein Korrespondent/in eines großen deutschen Mediums von dort berichtet? "

Fragen Sie doch einfach mal ihre Kollegen!

Ich für meinen Teil habe mir einfach mal die Gesetze der DNR bezüglich ausländischer Journalisten durchgelesen. Da steht soetwas, dass Ausländern jegliche journalistische Tätigkeit ohne Akkreditierung verboten ist. Eine Akkreditierung gibt es nur bei Wohlverhalten.

Fragen Sie doch einfach mal ihren Kollegen von der russischen Novaya Gezetta, wie es ausgeht, wenn man nicht im Sinne der Machthaber in Donezk berichtet.

P.S. Meine Fragen die ich Ihnen zu ihrem Bericht aus Donezk "Schon aus Prinzip " gestellt hatte, warten ja heute noch auf Antwort von Ihnen.

RE: Abrechnung mit den Rechtspopulisten in der EU | 30.10.2018 | 06:35

<<RT deutsch brachte einen ausführlichen Bericht über die Thesen von Frau Krascheninnikowa.>

Hmm das ist also die Meinung von RT? Das war doch eher ein Blog Beitrag. Haben Sie nicht bis zu Ende gelesen? Da steht:

"Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln."

RE: Abrechnung mit den Rechtspopulisten in der EU | 27.10.2018 | 09:45

<<Wenn Frau Krascheninnikowa so bedeutungslos wäre, würde Ihr in die Ukraine verliebtes Dreier-Gespann hier wohl nicht so massiv auflaufen. >>

Können Sie eigentlich noch anders, als überall Feinde Ruslands zu sehen? Ich habe von Ihnen überhaupt das erste Mal von Frau Krascheninnikowa gehört. Da ist es wohl legitim zu fragen, was sie in Ihren Augen zu einer bedeutenden Politologin macht, obwohl sie in der breiten Öffentlichkeit eher unbekannt ist. Ich habe ja nicht einmal gefunden, welchen wissentschaftlichen Titel Fr. Kraschenikowa als Institutsdirektorin trägt?

Meine Feststellung, sollten Sie als Journalist, doch ganz einfach an Hand ein paar Links o.ä. widerlegen können.

Sie beschweren sich doch immer, dass niemand die russischen Positionen diskutieren will. Aber scheinbar hat man in Moskau andere Vorstellungen darüber, wie eine Diskussion aussieht.

Was ist eigentlich die nächste Stufe? Kommt jetzt das übliche:"Wir werden nicht gehört"?

RE: Abrechnung mit den Rechtspopulisten in der EU | 26.10.2018 | 16:35

<<Meine Vorredner sind aber offenbar der Meinung, dass Russland erst von der Nato befreit werden muss, damit es dann endlich auch nach den tadellosen "westlichen Werten" leben kann. >>

Also mich können Sie damit nicht gemeint haben. Ich hatte doch nur eine einfache Frage an Sie gestellt.

Da Sie darauf nicht antworten können, gehe ich davon aus, dass ihre Politologin recht bedeutungslos ist, weil kein anderes Medium Lust darauf hatte auf ihre Thesen einzugehen.

RE: Abrechnung mit den Rechtspopulisten in der EU | 26.10.2018 | 09:22

<<Die großen deutschen Medien haben die Analyse von Krascheninnikowa leider völlig ignoriert. >>

Warum sollten die deutschen Medien darauf eingehen? Das haben ja nicht einmal die großen russischen Medien gemacht!

Also ich habe bei den "Großen" wie kp.ru nicht gefunden, dass dieser Artikel dort heiß diskutiert worden wäre. Aber sie können mich mit entsprechenden Links gern vom Gegenteil überzeugen, Herr Heyden.

RE: Bloß keine öffentlichen Debatten mit Russen! | 22.10.2018 | 17:46

<<Jedes öffentlichte gemeinsame Gespräch kann von Deutschen, Russen und Ukrainern über das Internet mitverfolgt werden. Und öffentlicher Streit über Fakten und Sichtweisen hindert Scharfmacher und Militaristen zum Schlag auszuholen, in dessen Folge die ganze Welt verbrennen würde.>>

Ich empfehle ihnen einfach mal sich eine der Fernsehdiskussionen mit dem von ihnen verehrten Sergej Schargunow anzusehen. Der scheint mir ja der Schirinovski für die Kommunisten zu sein. Das ist so ein richtiger Scharfmacher, der so lange provoziert bis die Welt brennt, wenn er sie nicht sogar selbst ansteckt.

Mag ja sein, dass er Menschen wie Sie täuschen kann, wenn er mal süßere Töne anstimmt. Liegt möglicher Weise daran, dass man in Russland einen gewissen Respekt vor Deutschland hat. Für die Ukrainer hat er doch nur Hohn und Spott übrig.

Ich will nicht, dass Deutschland wieder Großmachtpolitik auf dem Rücken anderer betreibt! Deshalb gibt es mit solchen Leuten nichts zu bereden.

<<Aber wir können uns auch treffen und uns über unsere unterschiedlichen Sichtweisen auf den Zweiten Weltkrieg und die Geschichte der ukrainischen Nationalisten unterhalten.>>

Bitte Herr Heyden, gerne. Ich versuche Sie ja ernst zu nehmen. Deshalb stelle immer wieder Fragen zu ihren "Artikeln". Sie erinnern sich? Was hat Herr Trojan in den letzten Jahren gemacht, dass Sie ihn wiederholt als Faschisten beschimpfen? Statt einer Antwort kam nur ein neuer Erguss über die bösen Ukrainer. So sieht kein Dialog aus.

Aber ich verstehe, Sie und "Russland" sind ja nur so etwas von missverstanden. Aus lauter Gram bleibt ihnen ja nichts weiter übrig als einen Vertrag nach dem anderen zu brechen.

Aber wenn Sie so viel Wert auf Dialog legen, dann gehen Sie doch mal zum Popen in Ihrer Nachbarschaft und sagen ihm, dass sie es nicht in Ordnung finden, wenn die Russische Orthodoxe Kirche jetzt ihren Gläubigen bei Strafe verbietet an den Gottesdiensten der Kirchen des Konstantinopeler Patriarchats teilzunehmen.

Möglicher Weise versteht man in "Russland" nur diese Sprache?