RE: Schon aus Prinzip | 12.09.2018 | 15:19

Sag mal, der Autor hat ja eine Anna Schidkowaja erwähnt. Es ist jetzt nicht prinzipiell, aber hast du schon mal den Familiennamen Schidkowaja gehört? Ich kenne Schidkowa aber nicht Schidkowaja. Auch yandex fragt mich immer, ob ich nicht Schidkowa meine. Das hat mich jetzt neugierig gemacht.

RE: Schon aus Prinzip | 12.09.2018 | 15:11

<<genau wie ihre fortlaufenden Suggestiv-Fragen in allen Varianten an mich.>>

Welche Suggestivfragen? Mich hatte das echt interessiert.

RE: Schon aus Prinzip | 10.09.2018 | 16:09

Warum fragen Sie hier, fragen Sie doch ihre Kollegen.

Möglicher Weise ist es für ehrlichen Journalismus einfach zu riskant. Wer möchte schon soetwas erleben, wie Ihr russischer Kollege.

https://www.novayagazeta.ru/news/2015/06/16/112949-spetskor-171-novoy-gazety-187-pavel-kanygin-171-on-napravil-na-menya-pistolet-i-sprosil-ya-za-nih-ili-za-171-ukropov-187-kogda-ya-skazal-8212-za-mir-mgbshnik-srazu-dal-mne-kulakom-v-glaz-187

Aber wie wäre es, wenn man einfach mal beim Thema bleiben könnte?

RE: Schon aus Prinzip | 10.09.2018 | 15:38

<<Was davon wie glaubhaft erscheint, kann jeder für sich selbst entscheiden - zumindest diese Entscheidungsmöglichkeit gibt er durch seine Informationen für Menschen, die nicht vor Ort leben.>>

Darf ich mal fragen auf welcher Basis sie denn ihre Entscheidung treffen wollen?

Aus den "Volksrepubliken" kommen keine kritischen Berichte mehr. Es werden nicht einmal alle russischen Journalisten mehr reingelasssen.

Sie haben keinen Kontakt zur Ukraine oder können auch nicht mal schnell in russischen Medien zwischen den Zeilen lesen? Ehrliche russische Zeitungen wie z.B. die Novaya Gasetta wird wohl auch kaum zu ihrer Lektüre gehören?

Haben sie Erfahrungen aus der Zeit der Sowjetunion, dass sie Parallelen ziehen können?

Wie bilden sie sich ein Urteil, wenn es nicht Rede und Gegenrede gibt?

RE: Schon aus Prinzip | 10.09.2018 | 06:29

Ich weiß nicht wie derFreitag so arbeitet. Der Beitrag von Herrn Heyden ist ja kein Community Artikel, für den derFreitag keine "Verantwortung" übernimmt. Deshalb muss ich sagen, dass ich mir journalistische Qualitätssicherung, formell und inhaltlich, irgendwie anders vorgestellt habe.

RE: Schon aus Prinzip | 09.09.2018 | 21:56

Hmm, Herr Heyden, wenn sie direkt und aktuell von der "Front" berichten, warum suchen sie sich dann für ihren "Bericht" ein fremdes Bild raus, welches schon 2013, vor der russischen Aggression, veröffentlicht wurde?

https://www.gettyimages.de/license/884819928

RE: Schon aus Prinzip | 09.09.2018 | 21:36

Wow, jetzt schon "Landser Romantik" in derFreitag. Komisch, dass niemand hinterfragt was Herr Heyden so als "Zeitzeuge" so vor sich hinschreibt.

<<Offenbar sehen sich die Wächter der „Volksrepublik“ in der Tradition der Sowjetunion. Diese demonstrative Zurschaustellung von Erbgut habe einen ganz praktischen Zweck, höre ich, man wolle Untergrundkämpfer abschrecken, die aus der Ukraine anreisen.>>

Echt jetzt, die meinen das nicht ernst, sondern wollen wie in der Kirche damit böse Geister vertreiben?

<<Auf die Beschießungen antworte man nicht, das sei laut Minsker Abkommen verboten. >>

<<Natürlich habe man da entsprechend reagiert.>>

Was denn nun, schießen sie oder nicht? Warum sind sie Herr Heyden nicht mal über Nacht geblieben. Wie ist das wenn kein "deutscher Journalist" da ist? Die Häuser im ukrainischen Teil Saizevo sind scheinbar einfach so zusammengefallen?

<<Oleg, der sich als „Sampolit“ vorstellt, das heißt so viel wie politischer Instrukteur>>

Ach Herr Heyden, wenn sie es Kommissar oder Politoffizier genannt hätten, dann hätte sie bestimmt auch jeder verstanden. Übrigens hatte man diesen Dienstgrad nach dem Zerfall der Sowjetunion selbst in Russland abgeschafft.

<<„Jedes Problem hat einen Vor- und Familiennamen und eine Adresse.“ Man wolle damit die Soldaten ermahnen, wachsam zu sein,...>>

Muss ein Übersetzungsfehler sein. Denn wenn sie sich mal mit der Herkunft und Bedeutung dieses Zitates beschäftigt hätten, dann hätten sie es eher als Drohung denn als Ermahnung übersetzt.

<<Ob ein Soldat seine Stellung verlassen dürfe, wenn die Lage gefährlich oder gar aussichtslos sei, frage ich. „Nein, das kann er nicht selbst entscheiden. Das wäre Desertion“,.. >>

Und wenn doch, was passiert mit ihm?

Schade, dass sie nicht geschrieben haben, wann sie da waren. Ich hätte ihre Darstellung gern mit den täglichen OSZE Berichten verglichen.

RE: Requiem für Minsk | 07.09.2018 | 13:32

<<Der Krieg wird von der ukrainischen Regierung bis heute Antiterroroperation genannt. >>

Nö, Sie haben da ein paar Monate Entwicklung in der Ukraine verschlafen.

RE: Requiem für Minsk | 06.09.2018 | 13:34

Also da gibt es eine Republik in der der Chef Sachartschenko vor kurzem die nächsten Wahlen abgesagt hat. Ist das eine Republik oder nennt sich soetwas nicht anders? Hatte er Angst vor seinem Volk, bei dem er doch so beliebt ist?

In dieser schönen Republik ist es Staatsdienern untersagt in die Ukraine zu fahren. Also z.B. ab dem Stellv. Direktor einer Schule ist es definitv verboten. Ein Lehrer hat bitte schön den Chef um Erlaubnis zu fragen, um er denn mal seine Verwandten in den nicht besetzten Gebieten besuchen darf.

Dafür gibt so schöne Paraden, Trauerzüge und Helden von denen Herr Heyden so begeistert berichtet.

Irgendwie erinnert mich das an eine Zeit, die ich glaubte längst überwunden wäre.

RE: Sowjetischer Soldaten-Alltag in Brandenburg | 28.08.2018 | 15:35

<<Dann lassen Sie uns doch bitte an Ihren weiteren Insider-Kenntnissen teilhaben >>

Also einen Gesetzestext auf offiziellen Regierungsseiten zu lesen, das würde ich jetzt nicht unbedingt als Insider Kenntnisse bezeichnen. Sollte eigentlich dazugehören, bevor man seine Meinung der Welt kundtut und sich nur "Drittverwerter" berufen kann.

<<nennen Sie bitte die realen Zahlen von verurteilten und erschossenen Deserteuren. >>

[Ironie an] Wie hätten Sie es den gern? Welcher Zeitraum und welche Quellen wären denn genehm? Geht es Ihnen um ukrainische Militärangehörige? Möchten Sie die Statistik einschließlich der Krim oder ohne? Wozu benötigen Sie die Statistik? Möchten Sie sie mit den Zahlen aus Russland vergleichen? Das wird schwer, denn das ist seit ein paar Jahren wieder ein Militärgehemnis. Oder möchten Sie tatsächlich wieder zum Ausgangspunkt zurückkommen und mit analogen Zahlen zu Zeiten der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland vergleichen?

[Ironie aus]