RE: „Alle zahlen ihren Preis“ | 15.07.2021 | 22:24

<<Früh lud man die NATO ein, ein Liäsonbüro in Kiew zu errichten. Seit 1994 wuchsen die Aktivitäten und gemeinsamen Projekte. Bald nahm die Ukraine an internationalen Peacekeeping- und Anti- Terror Einsätzen teil, führte Manöver mit US- und NATO- Kräften durch, ließ sich militärisch ausbilden und kaufte Waffen im Westen.>>

Warum sollte die Ukraine etwas anderes machen als es Russland damals auch gemacht hat? Russland war damals bei der Zusammenarbeit mit der NATO noch aktiver als die Ukraine. Waffen hat die Ukraine damals keine im Westen gekauft. Oder ist mir da etwas entgangen?

RE: „Alle zahlen ihren Preis“ | 15.07.2021 | 19:57

<<Ach ja - ein Experte ist nicht dazu da, den Standpunkt eines Staates wiederzugeben. Da müssen Sie auch was falsch verstanden haben.>>

Wegen mir kann ein Experte auch den Standpunkt seiner Regierung erklären. Wobei die Betonung auf erklären liegt.

Bloß das Erklären bekommt Kaschin ja nicht hin. Er antwortet mit Standardphrasen und "könnte", "möglicherweise". Nur bei der Mig 31K blüht er auf.

Ich kann ihm das nicht mal groß vorwerfen. Ob er wohl weiß, dass er hier als Militärexperte für NATO, Ukraine und Schwarzes Meer herhalten muss? Wenn ich im Internet google, dann ist sein Spezialgebiet wohl doch eher China.

RE: „Alle zahlen ihren Preis“ | 15.07.2021 | 16:08

Oh, dank neuer „Journalisten“ kann der Freitag jetzt auch Kremlsprech.

Wer formuliert denn so mundgerechte Fragen quasi mit eingebetteter Antwort? Die Wortwahl hätte auch aus dem russischen Mainstream stammen können. Warum schluckt man jede Antwort, ohne kritisch nachzuhaken? Hat man Angst, dass Frau Dudnik in Russland Ärger bekommen könnte?

Zu ein paar Details.

«doch wirkt Russland eher gelassen. Warum? »

Ähh, Russland hat seine gesamte Schwarzmeerflotte in Bewegung gesetzt, an Land liefen parallel entsprechende Übungen. Die mediale Begleitung im russischen Fernsehen nicht mitbekommen? Da frage ich mich besorgt, wie es aussieht, wenn Russland nicht gelassen reagiert.

«Ich denke, Gefahr besteht nur, wenn jemand versucht, in die Hoheitsgewässer um die Krim einzudringen. »

Und diese Antwort nimmt man einfach so hin und ist zufrieden? Wieso sind da russische Hoheitsgewässer? Kennt die noch jemand außer Russland?

«im Schatten von „Sea Breeze“ mit Waffen beliefert, die im Endeffekt nationalistische Kräfte in der Ostukraine erhalten. Wie sind solche Äußerungen zu verstehen? »

Mit der Antwort ist man zufrieden? Also die „nationalistischen Kräfte“ ist letztendlich die Ukrainische Armee, oder wie soll man das verstehen?

«Die Russische Botschaft in Washington hat auf den BLACKSEAFOR-Vertrag verwiesen, der einst für Vertrauen zwischen den Anrainerstaaten des Schwarzen Meeres sorgte. Bis 2014 waren daran auch Russland und die Ukraine beteiligt. …»

Haben sich die Interviewer inhaltlich auf das Interview vorbereitet oder geht es darum russische Positionen unreflektiert wiederzugeben? Eine kleine Erinnerung. Blackseafor, gegründet 2001 durch die Türkei. Mitglieder waren außerdem Bulgarien, Rumänien, Ukraine, Russland und Georgien. Georgien tritt 2008 nach dem Krieg mit Russland aus. Die Ukraine tritt 2014 nach der Annektion der Krim durch Russland aus. Russland tritt 2015 nach dem Abschuss eines russischen Militärflugzeuges durch die Türkei aus. Also was hat die USA damit zu tun? Die NATO Anrainerstaaten haben den Verein nicht verlassen. Also welchen Sinn ergibt der Vorschlag der russischen Botschaft in den USA?

«MiG-31K »

Klar, dieser Werbeblock (oder Drohung) für russische Waffen darf natürlich nicht fehlen.

RE: Nur US-Haft fehlt ihr noch | 14.07.2021 | 13:11

Ich habe viel Neues über Herrn Leidenfrost erfahren. Ich weiß jetzt, dass er Borschtsch mag, wie er zur heutigen Ukraine steht, dass es sich besser als andere mit römischer Geschichte auskennt...

Und wann kommt das Interview mit Frau Savtschenko? Wird es eine Fortsetzung geben, denn die paar Brocken, interpretiert durch Herrn Leidenfrost können doch nur ein Teaser sein?

Die Interpretationen von Herrn Leidenfrost haben mich in diesem Artikel doch etwas verwundert den Kopf schütteln lassen.

<<... wurde sie, auch dank der Vermittlung des ukrainischen Oligarchen Viktor Medwedtschuk, von Wladimir Putin begnadigt. >>

Eigentlich ging es doch darum, dass Savtschenko gegen zwei Offiziere der russischen Armee, die im Donbass gefangengenommen wurden, ausgetauscht wurde. Die Begnadigung durch Putin war nur ein notwendiger formellerer Akt.

<<...in diesem Winter ließ Präsident Wolodymyr Selenskyj alle Sender der in Kiew zunehmend populären Medwedtschuk-Opposition schließen, danach verlor sich Sawtschenkos Spur.>>

Ich glaube, es gab da eine etwas andere Begründung warum die Fernsehkanäle geschlossen wurden. Nadia ist spurlos verschwunden?

Also ein kurzer Blick auf youtube zeigt mir, dass Savtschenko allein in den letzten 30 Tagen etwa 15 Fernsehauftritte verteilt auf drei ukrainische Fernsehsender hatte.

Also wer sie noch sehen und hören möchte, hat dazu auch durchaus die Möglichkeit.

RE: Schwere Vorwürfe gegen die CIA | 08.07.2021 | 16:06

<<Und schließlich haben die "subhumans" (O-Ton Jazenjuk) im Osten der Ukraine nicht das gleiche Recht wie die Westukrainer >>

Nö, Jazenjuk hat nicht über subhuman gesprochen. Das war eine falsche Übersetzung aus dem Ukrainischen. Aber es passt ja so schön in die russische Propagandamottenkiste.

<<Es waren schließlich "Russen" namens Jazenjuk und Turtschinow, die die ATO in die Ostukraine getragen haben!>>

Hatten Sie nicht gerade von Demagogen gesprochen, die ganz nach Belieben die Zeitrechnung starten?

RE: Schwere Vorwürfe gegen die CIA | 08.07.2021 | 14:21

<< Oder doch um den Zugang zum Schwarzen Meer und Mittelmeer (Kriegshafen Sewastopol)!>>

Werfen Sie doch mal einen Blick auf die Landkarte. Hatte Russland vor der Besetzung der Krim etwa keinen Zugang zum Schwarzen Meer? An etwa 300km Küstenlinie konnte Russland keinen Platz für einen Marinestützpunkt finden?

Sie kennen sich aus mit der NATO und sind der Meinung, die NATO hätte unbedingt die Krim gebraucht? Zählen Sie doch einfach mal die NATO-Anrainerstatten am Schwarzen Meer auf. Zugang zum Mittelmeer? Von dem ist die Krim aber weit entfernt. Durch welches NATO-Land hindurch erfolgt eigentlich der Zugang vom Schwarzen Meer zum Mittelmeer? Hatte Russland damit früher irgendwelche Probleme? Russland kommt einfacher ins Mittelmeer als Russland Schiffe ins Asowsche Meer lässt. Das blockiert Russland widerrechtlich immer mal wieder.

Die putinsche Propaganda habe Sie aber ganz tief verinnerlicht.

RE: "taz" - Russophobie vom Feinsten | 04.07.2021 | 17:39

Unerhört wie sich der Westen wieder in die inneren Angelegenheiten Russlands einmischt. Dabei sollte doch klar sein, dass der Westen selbst dafür verantwortlich ist. Er ignoriert doch ständig die Angebote Putins nach einem gemeinsamen Wirtschaftsraum von Wladiwostok bis Lissabon. Merke, Putin bestimmt nicht nur wer Faschist ist, sondern auch was sich Champagner nennen darf! Dafür schuftet er ja auch täglich wie ein Sklave auf einer Galeere :)

RE: Tag der Partisanen | 04.07.2021 | 14:12

Mein Gott wie armselig ist das denn?

Sie kämpfen in den Diskussionen hier also hartnäckig um einen Sieg? Ich hätte nicht gedacht, dass es hier darum geht einen Gegner fertig zu machen.

Aber gut, wenn Sie ernsthaft eine Chance haben wollen, dann empfehle ich ihnen folgendes minimales Trainingsprogramm.

1. Russisch/Ukrainisch lernen

2. Tägliches Studium von mindestens 2 ukrainischen und russischen Quellen, die nicht fürs Ausland, sondern für die jeweilige einheimische Bevölkerung gemacht wurden.

3. Längere Gastaufenthalte in den jeweiligen Ländern. Aber nicht als Tourist, sondern selbständig durchschlagen, auf dem Feld arbeiten oder so etwas in der Art.

4. Unbedingt den Genuss von telepolis oder anderen Mondnachrichten vermeiden.

Wenn Sie das geschafft haben, können Sie gern versuchen wieder mitzuspielen.

Vorsicht, der vorangehende Textteil kann Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten!!!

<<Es gibt hier im Forum einige Wissenschaftler, die sich mit ihren Spezialkenntnissen einbringen, @Gunnar Jeschke ist einer von ihnen.>>

Ähh, er bringt sich aber nicht mit seinem Wissensgebiet ein. Wenn ich da an die Diskussion zum Abschuss von MH 17 denke, hat er zwar versucht einen auf Dozenten zu machen, war aber von der Realität meilenweit entfernt.

Wenn ich mich richtig daran erinnere, hat Wilfried Jonas auch mal auf ein Studium verwiesen, was ihn durchaus dazu befähigt auch mal schnell einen längeren Text in guter Qualität zu verfassen. Machen andere in der dFC doch auch, ohne dass Sie das verdächtig finden.

RE: "taz" - Russophobie vom Feinsten | 04.07.2021 | 13:45

<<... wie kritisch damals einige TV Stationen über die Regierung und die Polizeiarbeit berichtet haben. Wäre das heute überhaupt noch möglich?>>

Auf jeden Fall. Die Vielfalt ist aus meiner Sicht sogar noch größer als damals. 2013/2014 waren sich ja fast alle Journalisten einig, dass Janukovitsch weg muss.

Aber Sie können sich auf youtube selbst überzeugen, da hat so fast jeder ukr. Fernsehsender einen Kanal wo er seine Nachrichten und Talkshows anbietet.