RE: Geschichtsstunde mit Putin | 07.08.2021 | 10:28

<<Ich habe schon vor Tagen angemerkt, dass doch die Beteiligten Diskutanten ihre Quellen offenlegen. Ich kann mit den Texten, die ihr euch um die Ohren schlagt eh nichts anfangen.>>

Da möchte ich mich fast bei ihnen entschuldigen. Habe aber meiner Meinung nach gute Ausreden.

1. Wenn jemand solche Beschuldigungen wie Herr Heyden vorbringt, dann ist er, spätestens auf Nachfrage in der Bringepflicht

2. Ist das Interview sehr schwer zu übersetzen, weil es sehr emotional ist. Da reicht es nicht die Wörter zu übersetzen. Selensky ist als Schauspieler ein geübter Redner und schlagfertiger "Komiker", der quatscht jeden an die Wand. Im Interview ist er nicht wiederzuerkennen. Eigentlich ist seine Position recht einfach, er ist Ukrainer, der Donbass gehört zu Ukraine, für ihn sind alle Menschen wichtig auch die mit russischem Pass und er erläutert seine Sicht auf den Begriff Heimat. Bei dem Thema bewegt er sich in einem Minenfeld. Jedes Wort von ihm wird garantiert anders interpretiert, als er es meint. Deshalb gibt es immer wieder Gesten, Einschübe und tief verschachtelte Erklärungen. Da würde man selbst als Übersetzer im Kreuzfeuer der Kritik stehen, alles irgendwie falsch gemacht zu haben.

3. Wozu? Die die es hier im Forum interessiert können es selbst lesen und verstehen. Die anderen die mitdiskutieren wissen sowieso alles besser und brauchen dazu das Interview nicht. Naja, vielleicht ein paar Bruchstücke daraus um wieder mal den Begriff Faschisten anbringen zu können. Aktuell habe ich nur ihretwegen ein klein wenig schlechtes Gewissen, dass ich sie trotz ihres Interesses etwas im Regen stehen lasse.

RE: Geschichtsstunde mit Putin | 07.08.2021 | 09:46

<<Wie redet er dann weiter.>>

Da geht es um Heimat und wo man zu Hause ist. Ja und eigentlich ist das Interview fast zu Ende.

<<Wohin sollen die Russen in der Ukraine gehen, im Sinne ihrer Kinder & Enkel?>>

Also über Russen in der Ukraine, in dem Sinne wie Sie und Herr Heyden hier ihre Propaganda ablassen, hat er an der Stelle überhaupt nicht geredet. Haben Sie das nicht verstanden oder wollen Sie es bewusst vorenthalten?

Zu Beginn des Fragenkomplexes, fast unmittelbar vor dem Teil den Sie als faschistoid betitelten, sagte er, Minute 40, sinngemäß folgendes:

"Es gibt so einen Ausdruck, der Mensch befindet sich im Spagat, er weiß nicht, was er machen soll und er weiß nicht, wer er ist."

"... es ist wichtig, sehr wichtig für sich zu bestimmen, wer man ist. Wenn du Russe bist und hier geht es nicht um die Nationalität !!!"

Sehen Sie, es geht überhaupt nicht um die Nationalität, wie sie es uns weismachen wollen!

Also so richtig scheinen Sie und ihre Quellen sich mit dem Interview nicht beschäftigt zu haben. Aber ich bin mir sicher, dass Sie sich wieder zehn Siegespunkte für die Diskussion hier zuschreiben werden.

RE: Geschichtsstunde mit Putin | 06.08.2021 | 22:09

Hier mal so ein typischer ukrainischer Faschist und Politiker des herrschenden Regimes den sogar Russland auf seine Sanktionsliste gesetzt hat. Hier bei seinem Olympiasieg in Tokio den Hopak tanzend.

RE: Geschichtsstunde mit Putin | 06.08.2021 | 21:01

<<Das ist so in Kriegszeiten, wissen Sie das nicht?>>

Was ist in Kriegszeiten so? Das man in Paris abspricht die Übergänge auszubauen, um den Menschen das Leben leichter zu machen, die Ukraine dieses auch macht und die völkischen Republiken die Übergänge dicht machen?

<<In Syrien wurden diese in schlecht erreichbaren Gebieten ohne Post oder Bank per Kurier ausgezahlt.>>

Preisfrage, wie groß ist die Entfernung von Donezk bis zum nächsten Übergang?

Das mit dem Kurier funktioniert im Donbass auch. Sie müssen nur einmal persönlich bei der ukrainischen Rentenkasse erscheinen, um die Rente zu beantragen. So wie ich gelesen habe, wurde Filialen der Rentenkasse mittlerweile direkt an den Übergängen eingerichtet. Für die Zeit der Pandemie wurde abgeschafft, dass man ab und zu persönlich zum Abholen der Rente erscheinen muss.

Klar ist das alles nicht einfach. Aber haben Sie mal einfache Rentner in der Ukraine gefragt, was die darüber denken, wenn im Donbass Terroristen ihre Enkel erschießen aber auch noch Geld dahingeschickt werden soll? Das war doch mal die reiche Region, welche angeblich die ganze Ukraine ernährte. Für Waffen ist Geld da.

RE: Geschichtsstunde mit Putin | 06.08.2021 | 19:50

<<dass alte Menschen an einen zighundert Kilometer entfernten Ort fahren müssen>>

Zighundert Kilometer, Sie kennen ja nicht einmal die Geografie der Ukraine.

Aber keine Sorge, die neuen Herrscher der völkischen Republiken haben ihren Rentnern schon lange die beschwerliche Reise abgenommen. Die Übergänge sind von Seite der völkischen Republiken schon lange geschlossen. In Richtung Ukraine kommen jetzt nicht nur die "Staats"angestellten nicht mehr raus, jetzt kommt keiner mehr raus. Haben das Ihnen ihre Quellen nicht erzählt?

RE: Geschichtsstunde mit Putin | 06.08.2021 | 18:01

<<Ganz einfach: Weil Ich das so will ;-)!>>

Mal sehen, ob ich für sie noch eine weibliche Seite an mir habe. Wenn dabei eine Nadia Savtschenko rauskommt, müssen sie halt damit leben.

<<Da bin ich mal provokativ: Warum sollte die Krim zur Ukraine gehören? Weil Chrutschov das damals entschieden hat? >>

Haben sie schon mal geerbt? Wer hat da bestimmt, wer was bekommt?

Bei der Auflösung der Sowjetunion haben sich alle, ich betone alle, darauf geeinigt in welchen Grenzen die neuen Staaten existieren sollen und auf welchem Weg eventuelle Streitigkeiten zu schlichten sind. Eine Annektion kam da nicht vor. Übrigens ist das auch ein guter Schwenk zum eigentlichen Thema. In seiner Geschichtsstunde hat Putin diesen Punkt des Vertrages zur Auflösung der Sowjetunion sehr, sehr bedauert.

<<Wie wäre denn: Donbass gegen Krim oder umgekehrt?>>

A) ungerecht B) was soll das bringen? C) hat so etwas irgendwo schon mal funktioniert?

<<Ich bin den "Schwachen" gegenüber sehr viel skeptischer.>>

Dann sind sie nicht wirklich stark ;). Bleiben wir bei den russischen Märchen :) Ja es gibt nervige Schwache. Den wird das nächste Mal nicht geholfen oder als Lehre ein Streich gespielt. Aber, dass der Held den Schwachen zur Strafe ausraubt oder tötet, da würde mir gerade kein Beispiel einfallen :)

An dieser Stelle für alle interessierten Mitleser die Ukrainisch beherrschen. Der ukrainische Radiosender Radio EC, auch über Internet zu empfangen, bringt jeden Abend eine sehr schöne Märchenstunde für Kinder :)

<<Genau: Erst wird er angerührt, in die Pfanne gehauen, Plattgeklopft, gebraten und verzehrt. Also wer ist hier bitteschön das Opfer?>>

Also hören sie mal. Der Pfannkuchen wird liebevoll umsorgt, hat es schön warm. Warum soll er als Gegenleistung nicht andere satt machen? Wenn es ihm nicht passt, kann er ihnen immer noch im Hals stecken bleiben.

RE: Geschichtsstunde mit Putin | 06.08.2021 | 16:49

Danke und ja männlich und bei manchen Beiträgen hier so richtig männlich, die andere Seite des Kolobok

RE: Geschichtsstunde mit Putin | 06.08.2021 | 16:15

Wie kommen sie darauf, dass Kolobok eine Frau wäre? Das Wort hat ja nicht einmal ein -a am Ende :)

Ansonsten zu den Fragen. Ja, ich fühle mich durch die Ereignisse in der Ukraine persönlich betroffen. Zum Glück gab es in der Familie noch keine tragischen Ereignisse. Aber es ist schon doof, wenn der Neffe oder sogar das Patenkind (Krankenschwester) jederzeit eingezogen werden können. Da tritt sogar die schreiende Ungerechtigkeit in den Hintergrund das Putins Truppen und Söldner Teile deines Hauses besetzt und dich ganz banal beklaut haben. Was die Frage des Dialoges angeht. Es ist ja nicht so, dass plötzlich über Nacht es eine gespaltene Ukraine gab. Es gab in der Ukraine schon immer verschiedene Interessengruppen. Ich hatte immer (im Verlauf der letzten über 40 Jahre) bewundert mit welchem großen Herzen und innerer Ruhe die Ukrainer, auch die mit russischen Wurzeln, die verschiedensten Widersprüche geklärt haben und friedlich miteinander lebten. Damals hatten, egal welche Interessengruppe, alle den gleichen Feind, die eigene Regierung :) Das hatte erst ein Ende als Putin mit seinen Terroristen kam.

Eigentlich ist alles ganz einfach. Meine Eltern haben mir so ein paar Grundsätze beigebracht. Du darfst anderen nichts wegnehmen. Deshalb ist für mich die Krim und der Donbass einfach durch Russland besetzt und gestohlen worden. Wenn ich meinen Eltern mit: "Die anderen haben aber doch auch ..." kam, habe ich alles nur noch schlimmer gemacht. Deshalb interessiert mich in der Diskussion sehr wenig was die USA oder andere aber auch gemacht haben. Außerdem habe ich als Kind die Sagen und Erzählungen über die Recken der Rus wie Ilja Muromez geradezu verschlungen. Der Starke hilft den Schwachen, aus der Stärke erwächst Größe. In dem Sinne ist Russland unter einem kleinen geifernden Putin die blanke Enttäuschung.

Mein Übertragen dieser "kindischen" Prinzipien auf die Politik wurde schon oft belächelt. Mag sein. Aber um auf das Bild ihrer Strudel zurückzukommen. Mag sein mit so einer Einstellung erkennt man nicht immer ob der Strudel denn aus einem Dreieck oder Rechteck entstanden ist. Aber man kommt aus dem Strudel raus, ohne dass man sich für etwas schämen muss und hat hoffentlich auch niemanden anders im Strudel versenkt.

RE: Geschichtsstunde mit Putin | 06.08.2021 | 15:27

Früher, in der Schule wäre spätestens jetzt der Punkt gekommen, an dem der Lehrer gefragt hätte, bei wem der kleine Uli seine Hausaufgaben abgeschrieben hat oder ob der große Bruder wieder vorgesagt hat, denn dessen Ausdrucksweise ist ja bekannt.

RE: Geschichtsstunde mit Putin | 06.08.2021 | 12:23

Ich hatte mir natürlich das Interview auf YouTube angesehen bevor ich Herrn Heyden geantwortet habe. Ich will ja wissen worüber man diskutiert.