RE: Werkzeuge des Zorns | 20.11.2015 | 22:53

Hoppla,

"Bonne soiree!" muss es heißen.

RE: Werkzeuge des Zorns | 20.11.2015 | 22:29

Ach übrigens:

Die meisten Medien schreiben über Luftangriffe als Begründung der IS-Gewalt. Gibt es da nicht noch etwas anderes? Ist das nicht nur unreflektiertes Geseihe und Übernehmen von Agenturmeldungen?

Ich frage mich:

Wo metzelt die Fremdenlegion eigentlich gerade? Und zwar meine ich nicht erst seit 2015.

Bon soiree!

RE: Zins(eszins): DER perfide Umverteilungsturbo | 20.11.2014 | 01:14

Hallo, wie hast du denn das youtube-Video so eingefügt, dass man es hier anschauen kann und nicht nur der Link sichtbar ist?

Schon mal vielen Dank.

RE: Sprechen Sie Xeroxisch? | 20.11.2014 | 00:32

Interessante Einblicke in die Branche. So gut kenne ich mich natürlich nicht aus. Ich stimme zu, dass in diesem Entwicklungs-Bereich die Antworten nicht immer klar auf der Hand liegen.

Mich interessierte aber mehr die politische Ebene: Sind wir in der Lage, ohne humanistischen GAU (1984 wird ja gerne angeführt) die Vorzüge der IT-Technik zu nutzen? Stichwort Datenschutz, Privatsphäre, Überwachung, Spionage, Autoritärer Staat und, ja, moralischer Kodex, Sie erwähnten ihn beide. Ich dachte eigentlich, dass unsere moralischen, von mir aus christlichen, Grundwerte auch dafür ausreichen sollten. Oder sind sie nach jahrelanger Torpedierung und gebetsmühlenartiger Todsagung in den Medien schon derartig in Vergessenheit geraten (siehe Glaubensbekenntnis oben)?

Mit Beispiel diskutiert es sich leichter, also eins zum Thema Datenschutz: Man könnte Unternehmen vorschreiben, dass sie ohne Einholen des Geburtsdatums verkaufen müssen. Eine Abfrage: "volljährig? ja nein" reicht völlig aus und ist genauso schwer oder leicht falsch auszufüllen wie ein Datum. Dafür brauche ich keinen wissenschaftlichen Bericht anfertigen lassen. Es können auch die kleinen Signale der Regierung sein, die die Richtung zeigen, in die es gehen soll.

Meine kurzen, im Ungefähren verharrenden Beiträge haben das evtl. nicht deutlich genug gemacht. Schwierig ist vielleicht auch, dass ich Zukunfts-Szenarien meine, für die Data-Mining oder NSA-Machenschaften nur ein kleiner Vorgeschmack waren und von denen ich selbst nicht so genau weiß, wie ich sie mir vorstellen soll. Vielleicht will ich das auch gar nicht. Vielleicht ist das alles aber unter diesem Artikel auch Off-Topic.

Ich hatte auch die Befürchtung, dass Versuchung_ZF mit Phrasen wie

"Entscheidungsträger ( = die die wirklich die Etnscheidungen treffen) kennen die Möglichkeiten die sie haben, sehr genau. Warum sollten diese sich für die Auswirkungen innerhalb der Gesellschaft interessieren?"

hier gar nicht ernsthaft beitragen möchte. Vielleicht habe ich mich deswegen vorher verleiten lassen, etwas zu weit zu gehen ("naiv").

RE: Sprechen Sie Xeroxisch? | 18.11.2014 | 15:39

"Der Clou an gesellschaftlichen Systemen ist, dass diese als hochkomplexe Gebilde 1. nicht pronostizierbar und 2. nicht im sinn einer Ursache-Wirkungsbeziehung steuerbar sind."

Hmm, auch ich fühle mich noch nicht verstanden. Wenn Entscheidungsprozesse so kompliziert sind, warum haben die "Befreier" (nennen wir sie Wirtschaftsliberale) (Verdammt, auch sie müssen befreit werden!) dann so eine souveräne (durch IT-, Manipulations- und Überwachungsmaschinerie gestützte) Position erspielt?

RE: Sprechen Sie Xeroxisch? | 18.11.2014 | 15:05

Ob komplex oder nicht: Entscheidungen diesbezüglich werden getroffen; selbst wenn sie nicht getroffen werden ist das unter Umständen ein noch viel größeres Statement.

Ich für meinen Teil und, soweit ich das richtig verstehe, auch "DOS", pledieren doch nur dafür, etwas vorsichtiger zu entscheiden. Egal, ob in Politik oder Wirtschaft. Und wenn gewisse Entwicklungen unbekannt oder zu schwer abschätzbar sind, wäre ein Verbot oder Enthaltsamkeit vielleicht doch angebracht. Es ist ja nun nicht so, als würden wir in einer übervorsichtigen Zeit leben. "Alles was Profit abwirft, muss erlaubt sein!", das ist das heutige Glaubensbekenntnis und auch Sie manövrieren sich mit Ihrer Argumentation verdächtig nah in diese neoliberale Ecke, weil Sie sie, vielleicht ohne es zu merken, verteidigen. Machen Sie sich doch nichts vor, die Entscheider, mit denen wir es heutzutage zu tun haben, wissen genau was sie tun und wie sie gewisse Ziele erreichen. Ich glaube ihre Einschätzung ist da eher etwas naiv.

RE: Sprechen Sie Xeroxisch? | 18.11.2014 | 00:59

"Sie glauben, dass das mehr oder weniger leidliche Beherrschen einer Programmiersprache helfen würde, die gefürchtete Zukunft zu verbessern? Im Ernst??"

Ja und Nein, ich sprach zwar von "ermöglichen", aber Ihre wie meine Formulierung läßt erahnen, dass das allein nicht ausreichen wird. Wenn Sie aber noch einmal meinen Beitrag studieren, werden Sie feststellen, dass ich das auch gar nicht erwarte. Entschuldigen Sie meine eventuellen Ungenauigkeiten:
Ich ging davon aus, dass das Auseinandersetzen mit Programmierung das Verständnis der Funktionsweise von programmierbaren Maschinen und ihren Möglichkeiten und Grenzen fördert. Es wäre also meiner Meinung nach förderlich, dieses Verständnis innerhalb der Bevölkerung zu festigen.

"Frau Steeger ist m.W. kein Entscheidungsträger. Denn die wissen durchaus was sie tun - unabhängig davon, ob sie programmieren können."

Nein, ich fürchte, das tun sie nicht! Vielleicht dann, wenn es um das füllen ihres Säckerls mit Goldstückchen geht, aber nicht, was die Auswirkungen innerhalb der Gesellschaft betrifft.

RE: Sprechen Sie Xeroxisch? | 17.11.2014 | 22:18

Und es war doch richtig, diesen Artikel zu schreiben ...

... obwohl unsere Gesellschaft meiner Meinung nach daran scheitern wird, die technischen Entwicklungen zu verstehen und in erträgliche Bahnen zu leiten. "Diesen Widerspruch müssen wir ertragen, in unserer kleinen Menschenbrust." Und dass es Verständigungs- und sonstige Probleme auf diesem Gebiet gibt, deuten die hier im Einsatz befindlichen Flammenwerfer meiner Meinung nach schon an.

Mir graust es vor der Zukunft, wenn ich sehe, wenn Entscheidungsträger zu wenig Fachwissen mitbringen. Um ein gewisses Grundverständnis auch nur zu ermöglichen, würde ich dafür pledieren, mindestens eine Programmiersprache in der Schule zur Pflicht zu machen.

Konkrete Probleme/ Senarien, die mir Angst machen, wären zum Beispiel die Autorität der Maschinen (Wenn der ALDI-Brot-Automat "sagt", "Ihr Produkt ist nicht verfügbar", wird eine Diskussion nicht viel nützen.) oder Selektion auf Grundlage von riesigen Datenbergen und Dataminig.