Den kalten Frieden etwas anwärmen

USA/Russland Barack Obama kommt nicht als Seelenforscher zum Moskau-Gipfel wie einst sein Vorgänger George W. Bush. Er will eine pragmatische Partnerschaft in der Abrüstungsfrage
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Raketenabwehr, Sicherheits­interessen, vorbereitende Gesprächsrunden von Abrüstungs­experten, vertraglich festgeschriebene Zahlen von atomaren Sprengköpfen: Derartige Begriffe geistern durch die Debatten um das Treffen des russischen Staatschefs Dmitri Medwedjew mit US-Präsident Obama kommende Woche in Moskau: Begriffe, die auch herumgeflattert wären zu Zeiten des Kalten Krieges. Dass bei diesem Gipfel über Abrüstung gesprochen wird, gilt als Fortschritt. Es bestehe Hoffnung, dass dadurch der „kalte Frieden“ angewärmt werden kann, heißt es. Freilich hätte man 20 Jahre nach dem Kalten Krieg mehr erwarten wollen. Und während vorrangig die europäische Welt aufmerksam nach Moskau blickt, wenn die ungefähr gl