Die Ronald-Reagan-Strategie

USA Präsident Barack Obama redet zur „Lage der Nation“ als sei er nicht Teil der Regierung – und beklagt sich über Washington
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Die Vereinigten Staaten haben sich im Laufe der Zeit außerordentlich flexibel gezeigt, wenn es darum ging, sich neuen Umständen anzupassen und Opposition auf gemäßigte Gleise zu lenken. Barack Obamas Wahl schien so ein Beispiel zu sein: Hier kam ein frisches Gesicht, Signal für einen Aufbruch. Den wollte auch die politische und wirtschaftliche Elite, ließ sich aus den Wahlspenden für die Demokraten schließen.

Bei seiner Ansprache zur „Lage der Nation“ Ende Januar zog der Präsident Bilanz: Viele Reformen sind stecken geblieben, viele Amerikaner zutiefst unzufrieden. Umfragen zeigen das, die zornigen Proteste der rechtspopulistischen Tea Party machen es klar, frustrierte Progressive hielten sich bei der Senatswahl in Massachusetts zur