Das alte Ich und das echte: Über Billie Eilishs neues Album „Hit Me Hard and Soft“

Pop Auf ihrem neuem Album „Hit Me Hard and Soft“ bricht Billie Eilish etliche Regeln der Popmaschinerie. Gelungen ist ihr ein Meilenstein ihrer Karriere
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 21/2024
Auf dem Thron mit Blick auf die Anderen: Bille Eilish
Auf dem Thron mit Blick auf die Anderen: Bille Eilish

Foto: Universal Music

Die Idee des „authentischen Pop“ kommt einem heute erschreckend normal vor, dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass Künstler*innen in der Regel Interpret*innen waren. Text und Musik wurden woanders geschrieben.

Die Komposition lief durch unzählige Ohren, Augen und Hände, wurde gedreht, gewendet und beurteilt – um dann aufgeführt zu werden. Megastars wie Taylor Swift wollen heute wieder nahbar sein, vielleicht sogar nachvollziehbar, kaschieren also, dass sie – selbst, wenn sie wie Swift jeden Song selbst schreiben – letztlich ein Ende des langen Arms der Musikindustrie sind, die sie auf Welttournee schickt und zu Millionär*innen macht.

Was heißt dann noch „authentisch“, wenn man, wie die US-Künstlerin Billie E