Holocaust und Neue Rechte: Das Cluster entfucken

Konferenz „Hijacking Memory“ Ist es möglich, über das Holocaust-Gedenken zu sprechen, ohne über Israel zu streiten? Eine Konferenz mit dem Untertitel „Der Holocaust und die Neue Rechte“ versuchte es in Berlin mit einem wissenschaftlichen Ansatz
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 24/2022
Daniel Cohn-Bendit (r.) und Peter Beinart im Gespräch über Antisemitismus und Antizionismus
Daniel Cohn-Bendit (r.) und Peter Beinart im Gespräch über Antisemitismus und Antizionismus

Foto: Haus der Kulturen der Welt (HKW) Berlin

Im Englischen ist der „clusterfuck“ ein eher unanständiges Wort für ein großes Chaos. Es fehlt im Deutschen an so einer Vokabel, zweifellos wäre es aber die korrekte Bezeichnung für die Debatte rund um das Holocaust-Gedenken: so viele Stränge, so viele Interessen, Hass, Unverständnis, Unwissen. Aber auch manchmal: Empathie, Kenntnis, Offenheit.

Der Versuch, dem Chaos zu entkommen und eine nüchterne Bestandsaufnahme zu wagen, scheitert oft. Vergangenes Wochenende wurde er im Haus der Kulturen der Welt in Berlin dennoch unternommen: Hijacking Memory hieß eine viertägige Konferenz mit dem Untertitel „Der Holocaust und die Neue Rechte“, die dort stattfand. Organisiert und konzipiert wurde sie von der Leiterin des Zentrums