Axel Weber auf zweierlei Weise interpretiert

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Ein Vorgang im Finanzsektor auf zweierlei Weise aufgefasst:

FAZ vom 10.02. (sinngemäß): Bundesbankchef Weber stößt Angela Merkel vor den Kopf - mit seinen Wechselabsichten zur deutschen Bank ("Weber hat andere Karrierepläne") und mit der kolportierten Planung seines Rücktritts. Grund für die Verstimmung: Mit einem Rücktritt würde Webers geplante Berufung zum Chef der Europäischen Zentralbank hinfällig (und Merkel wollte Weber eigentlich unbedingt als ersten deutschen EZB-Präsidenten installieren).

Neue Westfälische (Bielefeld) vom 10.02. (sinngemäß): Wie berichtet wird, sinken die Chancen von Bundesbankchef Weber, den Posten des EZB-Präsidenten zu bekommen. Vermutlich liegt dies an dessen kompromissloser Geldpolitik, die ihm Feinde - besonders im Ausland - gemacht hat. Diese Feinde haben nun Angela Merkel "mürbe geredet", bis diese Weber am Telefon informiert hat, dass er nicht mehr tragbar ist. Dabei wollte Weber den Posten unbedingt.

Ist wirklich alles nur Deutung? Ich denke nicht.

23:45 10.02.2011
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Geschrieben von

Chris Kopen

Chris Kopen schreibt und spricht ausschließlich in digitalen Netzen.
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