kopfkompass
23.08.2015 | 18:28 31

Wir müssen reden. Auch mit Idioten.

Fremdenhass Versteht ein Sachse, was gerade in Sachsen los ist? Er kann es versuchen. Das sollten alle anderen auch.

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied kopfkompass

Wir müssen reden. Auch mit Idioten.

"Es ist deutsch in Kaltkland": Proteste gegen den Nazi-Mob in Heidenau

Foto: Matthias Rietschel / Getty Images

Täglich höre ich davon, dass Menschen gegen die Unterbringung von Asylbewerbern auf die Straße gehen. Mir kommt das vor, wie der Ausbruch des Bösen in uns allen in einem mittelmäßigen Stephen-King-Roman: Es macht mir Angst. Es macht mich wütend. Es beschämt mich. Dagegen zu wettern, hilft ein bisschen, weil es zur Selbstvergewisserung beiträgt. Aber es klärt nichts, im Gegenteil, es verschärft die Lage. Ich will verstehen, warum passiert, was passiert, damit ich dazu beitragen kann, dass es aufhört. Denn was vor den Flüchtlingsunterkünften in Meißen, Freital oder Heidenau passiert ist falsch, dessen darf man sich sicher sein.

In den Nachrichten zu sehen, wie Böller über Zäune geworfen werden, hilft mir dabei nicht. In Zeitungen zu lesen, wie viele Demonstranten und Gegendemonstranten es gab, hilft auch nicht. Einschätzungen von Politikern – obwohl sie rar sind – helfen nicht. Was hilft – auch wenn man dabei in Abgründe sehen muss, die einen schwindelig werden lassen – ist das Lesen von Facebook-Kommentaren. Was mir hilft ist das unkommentierte Videomaterial von Euronews und RT. Was mir hilft, sind O-Töne auf YouTube. Dort lerne ich:

Meinungen kann man nicht verbieten. Meinungen muss man bilden.

Mit Hass gegen Hass wird das nicht gelingen. Mit Spott und Häme auch nicht. Es braucht Aufklärung und Geduld. Es braucht Bildung und Gespräche. Das wird Jahre dauern.

Ich kann es nicht leugnen, so gern ich es auch wüde: Ich halte Fremdenfeindlichkeit für dumm, geradezu idiotisch. Wer gegen Flüchtlinge auf die Straße geht muss geizig, egoistisch, aggressiv und unbarmherzig sein. Diese Haltung ist aber wenig hilfreich. Sie erhöht mich zum intelligenten kosmopolitischen Gutmenschen und erniedrigt die fremdenfeindlichen Demonstranten zu einem braunen Mob, auf dem ich verächtlich herabblicke. Ich liege richtig, die liegen falsch.

Die sehen das naturgemäß anders. Zwischen denen und uns gibt es keine Schnittstellen. Keine Diskussionen. Keine Begegnung. Wir vergewissern uns der Richtigkeit unserer Meinung in unserem Umfeld und die machen es genauso. Allerdings in ihrem.

Die medialen Veränderungen der letzten Jahre begünstigen die Verkrustung dieser Strukturen. Private Meinungen (wie diese) werden nicht mehr an Stammtischen geäußert sondern im Internet. Gleichgesinnte zu finden ist dadurch einfach, so realitätsfern die eigene Meinung auch sein mag. Gleichgesinnte schaukeln einander hoch, sie verabreden sich, sie organisieren Demos, die eskalieren. Die etablierten Medien werden durch widersprüchliche Informationen aus alternativen Quellen nicht mehr als objektiv wahrgenommen. Es entstehen Milieus, die die arrivierte Presse nicht mehr erreicht. Es entstehen parallele Öffentlichkeiten ohne jedes Korrektiv. Dazwischen entstehen Gräben.

Wie man dem beikommen kann? Indem man Filterblasen zum Platzen bringt. Indem man Brüche schafft. Indem man Verfechter der einen Wirklichkeit mit Vertretern der anderen Konfrontiert. Und mit Fakten.

Ja, es geht um Bildung. Wer die Kosten, die Asylbewerber verursachen ins Verhältnis zur deutschen Wirtschaftsleistung setzt, wird einsehen, dass wir das leicht stemmen können. Wer die durch Asylbewerber begangenen Straftaten ins Verhältnis zur Gesamtzahl der in Deutschland begangenen Straftaten setzt, wird einsehen, dass wir hier kein nennenswertes Problem haben. Wer eine Ahnung davon hat, was in Syrien, in Eritrea, selbst auf dem vermeintlich sicheren Westbalkan los ist, wird gegen niemanden auf die Straße gehen, der aus diesen Gebieten flüchtet. Viele Demonstranten, so scheint es, können aber nicht einmal zwischen Flüchtlingen, Asylbewerbern und Einwanderern unterscheiden.

Und es geht um Herzensbildung. In Deutschland geboren zu sein ist kein Verdienst sondern ein sehr seltenes Glück. Dementsprechend bringt es neben vielen selbstverständlich scheinenden Annehmlichkeiten vor allem Verpflichtungen mit sich. Wer, das im Hinterkopf behaltend, einen Perspektivwechsel wagt und sich vorstellt, zufällig in Albanien, Serbien oder dem Irak geboren worden zu sein, wird nicht mit Böllern sondern mit Hilfspaketen zur Flüchtlingsunterkunft in seiner Nähe fahren.

Wahr ist aber auch: Ängste sind ernst zu nehmen. Man traut sich das kaum noch zu schreiben: Sorgen, Ängste, Bürger, Bevölkerung. Zu oft verbirgt sich dahinter in den letzten Wochen nichts anderes als hohler Hass. Aber neben den Ängsten, die sich leicht durch Fakten entkräften lassen, gibt es auch kulturell geprägte, die besprochen werden müssen. Wie gehen wir nach 100 Jahren Frauenbewegung um mit der Vollverschleierung muslimischer Frauen? Welche Angebote machen wir an Asylbewerber, die monatelang auf die Entscheidung ihrer Anträge warten müssen? Arbeitsgenehmigungen? Deutschkurse? Nur noch Sachleistungen? Welche Voraussetzungen müssen Einwanderer für ihre Einbürgerung erfüllen? Müssen sie Deutsch können? Müssen sie eine geregelte Beschäftigung nachweisen können? Ist es okay, wenn sich Einwanderer einer bestimmten Nationalität in einem bestimmten Stadtviertel zusammenfinden, dort Geschäfte eröffnen und Restaurants und Kulturvereine, und schließlich prägend für das Viertel werden? Ist das eine Bereicherung? Ist das ein Verlust?

Das sind heikle Themen, ich weiß das, gerade in Deutschland. Aber wenn wir solche Diskussionen nicht in den arrivierten Medien führen und nicht in der etablierten Politik, werden sie anderswo geführt. Und wenn sich Menschen mit kontroversen Meinungen im bürgerlichen Debattenkanon nicht gehört oder gar verspottet fühlen, wenden sie sich ab und sprechen anderswo. Die Entstehung von Pegida & Co., die Entstehung aller PRO-Bewegungen ist so gesehen zwangsläufig. Aber sie vertieft die Kluft, die es zu überwinden gilt. Sie verfestigt die Erzählung von Uns und Denen, obwohl gerade jetzt ein Wir so dringend nötig wäre.

Wenn das stimmt, gibt es zwei Dinge, die jeder Einzelne tun kann. Erstens: Argumentieren. Diffuser Xenophobie konkrete Argumente entgegensetzen. Im Kollegenkreis. Im Sportverein. Im Netz. Und zweitens: Handeln. Wer, wie ich, unzufrieden mit dem Deutschland ist, dass sich Menschen in Not zurzeit zeigt, kann versuchen, ein anderes Deutschland zu verkörpern. Am einfachsten, in dem er zur Flüchtlingsunterkunft in seiner Nähe fährt und fragt, wie er helfen kann.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare (31)

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Ehemaliger Nutzer 23.08.2015 | 19:11

Passen Sie bloß auf, hier...!

"Meinungen kann man nicht verbieten. Meinungen muss man bilden.

Mit Hass gegen Hass wird das nicht gelingen. Mit Spott und Häme auch nicht. Es braucht Aufklärung und Geduld. Es braucht Bildung und Gespräche. Das wird Jahre dauern."

Natürlich, weder subtiles bis offenes Ossi-Bashing noch relativierend (sich) freisprechendes Ossisein wird da helfen, bietet lediglich, schlicht und vordergründig die jeweils instrumentalisierten Symptome zur Abarbeitung an.

Eine Diskussion über die Gründe für den zunehmenden "rise of the right" -und wenn es ihn denn so wirklich gibt- sie findet nicht statt. Ähnlich wie Stoiber & Co. das einst in die genau entgegengesetzte Richtung formulierten, soll das dem nun guten, politisch korrekten deutschen Wesen wohl nicht innewohnen.

Wie from outer space kommen sie, die Bösen...

janto ban 23.08.2015 | 20:37

|| Sie (...) erniedrigt die fremdenfeindlichen Demonstranten zu einem braunen Mob, auf dem ich verächtlich herabblicke. Ich liege richtig, die liegen falsch. ||

Punkt. Genau so ist es.

|| Diese Haltung ist aber wenig hilfreich. ||

Falsch.

|| Die sehen das naturgemäß anders. ||

Richtig. Denn die sind der braune Mob.

Man nennt es Politik. Da gibt es immer welche, die's genau anders sehen, als man selbst. Mit auf die Straße gehen, wie Sie schreiben, hat es allerdings wenig zu tun. Und zu einem kosmopolitischen Gutmenschen macht es Sie, dass Sie glauben, mit denen reden zu können. Und dass die sich von Ihren ruhig und sachlich vorgetragenen Argumenten womöglich überzeugen lassen. Aber bitte fragen Sie nicht, ob ich diese falsche Hoffnung für intelligent halte.

Die Sozialdemokratie (womit ich hier auch GRÜNE und LINKE als "Abkömmlinge" meine) hat oft genug alles falsch gemacht, was falsch zu machen war. Und wie es aussieht, ist sie drauf und dran, es wieder zu tun. Es gibt einiges, das besprochen werden muss. Und das wird es auch. Aber nicht mit denen. Jeden Schritt, den wir zurückweichen, gehen die einen vor. Da gibt es für uns nichts zu gewinnen..

luggi 23.08.2015 | 23:13

"In Deutschland geboren zu sein ist kein Verdienst sondern ein sehr seltenes Glück."

Yes, der braucht wegen seiner Armut nicht erst nach Deutschland zu fliehen, er sitzt quasi mit seinem Arsch in der Armut.

Der Mensch ist biologisch so konstruiert, dass er anderen Menschen in Not hilft. Was hier passiert ist die Folge des kapitalistischen Systems, besonders des deutschen.

Jon Doe 24.08.2015 | 09:30

Das der Mensch biologisch so konstruiert ist, das er anderen hilft bezweifel ich. Ein Blick in die Geschichte zeigt, das der mensch immer mit Aggression auf andere Völker reagiert hat. Gerade bei Völkerwanderungen floss viel Blut.

Davon mal ab verstehe ich die Angst der Menschen.
Der "kleine Mann" hatte es die letzten 15 Jahre nicht leicht.

Die Löhne sind besten falls stagniert, in der Regel eher gefallen. Jeder vierte Arbeitnehmer arbeitet in Niedriglohnsektor!
Hartz 4 & Co zwingen die Menschen selbst die schlechten Jobs anzunehmen. Alterarmut breitet sich aus. Dazu kommt eine Presse die auf die Ärmsten und Armen eindrischt und permanent nach Sozialschmarotzern und ähnlichen sucht.

Die Mittelschicht in D. wird von Abstiegsängsten zerfressen wärend vor Ort Strassen und Brücken zerfallen, Schwimmbäder und Turnhallen schließen, Schulen auseinanderfallen und Kommunen hoffnungslos überschuldet dahin siechen.
Nirgendwo ist Geld da.
Dies macht den Menschen schon seit Jahren zu schaffen!
Und dann kommt ein riesiger Flüchtlingsstrom, begleitet von schrecklichen Bildern aus Kos und Lesbos. Eine Politik absolut die überfordert ist. Hysterische Politiker die laut Völkerwanderung schreien. Die Wirtschaft reibt sich schon die Hände über die Masse an günstigen Arbeitnehmern und fordert das wegfallen des Mindestlohns.

Hallo? Es ist doch naheliegend, das viele Menschen, die mit den Rücken an der Wand stehen da Angst bekommen.
Immerhin gelingt es immer weniger Menschen hier Wohlstand aufzubauen, die meisten kämpfen eher darum nicht abzurutschen. Da ist nicht viel mit Solidarität.

Natürlich muss man den Menschen helfen aber was dann? H. Kraft sagt, das die meisten hier in Deutschland bleiben werden, doch was werden Sie hier machen? Bis zu 1 Million Menschen pro Jahr wandern direkt in das Sozialsystem ein und dort werden Sie auch sehr lange bleiben. Da die Lohnnebenkosten für die Wirtschaft und die Politik eh schon zu hoch sind, werden die Sozialausgaben gesenkt. Leistungseinbußen für alle.

Oder glaubt einer von eich wirklich, das die Vermögend an irgendetwas beteiligt werden? Ha, das wird der "kleine Mann" bezahlen, wie immer.
Ich glaube es wird noch heiß her gehen in Deutschland.

merman2 24.08.2015 | 10:20

Patentantwort: Alles Mob.

Oder handelt es sich um Politikversagen auf ganzer Breite?

Wo liegen denn die Ursachen für die Völkerwanderung? In den Kriegen des Westens in Jugoslawien, Irak, Afghanistan, Libyen und Syrien! Und wer hat dort den Menschen die Heimat zerbombt?

Wo liegen die Ursachen für das braune Gedankengut? Weiß jemand, daß die NPD vor kurzem ungestört ihr 50-jähriges Parteijubiläum begehen durfte? Und erinnert sich noch jemand an die ungestörte und aufopferungsvolle Aufbauarbeit der NPD und ihres Herrn Frey (München) im Osten? Darin liegen die Wurzeln von DVU, NSU & Co..

Da ist es geradezu politische Genialität, wenn ein Bürgermeister per Telefon von seiner übergeordneten Stelle informiert wird, daß sein Dorf ab übermorgen mehrere Hundert Flüchtlinge in einem leerstehenden Baumarkt unterzubringen hat.

Ja, es fehlt an politischem Mut, sachlicher Informationt und Verständnis für die betroffenen Menschen.

Haben sich die Bundeskanzlerin und der Bundespräsident in Ansprachen, ganzseitigen Informationen (z.B. in der Regierungspresse BILD), Aufrufen zur Solidarität und Zusagen zu bedingungsloser großzügiger Unterstützung an die Menschen ihres Staates gewandt?

Es ist ihnen nicht wichtig genug. Sie sind abgetaucht.

Schuld haben die überforderten Bürger. Basta.

na64 24.08.2015 | 10:43

Meine Schläge aus meiner Kindheit, die über eine Erziehung mit Alten Traditionen in religösen Glaubensbewusstsein unser Wesen als Mensch über militäisch ausgelgte Rangordnungen formt, verliert Ihren Sinn. Die Konsequenz hierraus ist: Wir alle, auch die, die zu uns kommen, müssen mit uns das Zusammeneben neu erlernen. Tun wir dies nicht wird sich das alles in kriegerischen Zuständen entladen. Dieser Kieg fängt in unseren Köpfen an, über dass wa wir Denken. Wir haben uns noch nicht einma mit dem bevorstehenden Reibungszonen über die verschiedenen Kulturen die hier aufeinander prallen, beschäfftigt. Wie weit geht die Annahme und Akzeptanz in unserer Gesellschaft für Fremde Einlüsse, die sich in allen Lebensbereichen zeigen werden. Wie weit verändert das den Glauben an Traditionen und sind wir bereit dieses Verhalten zu Hinterfragen, so dass wir die Traditionen an die wir innerlich Glauben, da Sie uns Schutz und Orientierung gewähren, neu ordnen, für eine Annahme und Akzeptanz von Fremden Einflüssen. Wie weit sind wir in diesem Denken in der Politik, in der Wirtschaft, in den Medien, in den Religionen, in den Kitas und in den Schulen, wie auch am Arbeitsplatz um unsere geglaubten Traditionen neu zu ordnen und diesen Umständen anzupassen? Das Monster vor dem wir Angst haben ist die Wahrheit über uns selbst, über unser Benehmen und Verhalten zueinander und miteinander als soziales Wesen in homogenen Strukturen. Mein inneres Wesen, dass Naturell meiner Seele betimmt mein Verhalten und ich weiß nicht wieviel davon, ist ein anerzogener Glaube an Traditionen und der bestimmt unsere Leitkultur und meine Lebensgestaltung in homogene Strukturen. Da entwickelt sich eine riesige Baustelle und heißt Mensch 5.0. Die Entwicklung an dein Benehmen und Verhalten in großen sozialen Gruppierungen und Menschenmengen, als friedlebendes Wesen, was nicht deinem Naturell entspricht. Unsere Erziehung läuft da hinaus, dass wir bestrebt sind immer besser zu sein wie alle anderen, um Abgrenzungen aufzuweisen um sich besser zu positionieren im Verdrängungswettbewerb der unsrigen geschaffenen Wirtschafts-/Arbeitskultur. Was könne wir tun? Ein anpassen dieser Entwicklungen an unsere Traditionen über ein lernen und eine aufklärende Erziehung, damit wir bereit sind für eine neue Form der Tradition um das Gefühl von Sicherheit und Orientierung nicht zu verlieren .

na64 24.08.2015 | 10:51

Fuck meine Tastatur spinnt.

Nochmal das gleiche und korregiert.

Meine Schläge aus meiner Kindheit, die über eine Erziehung mit Alten Traditionen in religiösem Glaubensbewusstsein unser Wesen als Mensch über militärisch ausgelegte Rangordnungen formt, verliert Ihren Sinn. Die Konsequenz hieraus ist: Wir alle, auch die, die zu uns kommen, müssen mit uns das Zusammeneben neu erlernen. Tun wir dies nicht wird sich das alles in kriegerischen Zuständen entladen. Dieser Krieg fängt in unseren Köpfen an, über das was wir Denken. Wir haben uns noch nicht einmal mit dem bevorstehenden Reibungszonen über die verschiedenen Kulturen die hier aufeinander prallen, beschäftigt. Wie weit geht die Annahme und Akzeptanz in unserer Gesellschaft für Fremde Einflüsse, die sich in allen Lebensbereichen zeigen werden. Wie weit verändert das den Glauben an Traditionen und sind wir bereit dieses Verhalten zu hinterfragen, so dass wir die Traditionen an die wir innerlich Glauben, da Sie uns Schutz und Orientierung gewähren, neu ordnen, für eine Annahme und Akzeptanz von fremden Einflüssen. Wie weit sind wir in diesem Denken in der Politik, in der Wirtschaft, in den Medien, in den Religionen, in den Kitas und in den Schulen, wie auch am Arbeitsplatz um unsere geglaubten Traditionen neu zu ordnen und diesen Umständen anzupassen? Das Monster vor dem wir Angst haben ist die Wahrheit über uns selbst, über unser Benehmen und Verhalten zueinander und miteinander als soziales Wesen in homogenen Strukturen. Mein inneres Wesen, dass Naturell meiner Seele bestimmt mein Verhalten und ich weiß nicht wieviel davon, ist ein anerzogener Glaube an Traditionen und der bestimmt unsere Leitkultur und meine Lebensgestaltung in homogene Strukturen. Da entwickelt sich eine riesige Baustelle und heißt Mensch 5.0. Die Entwicklung an dein Benehmen und Verhalten in großen sozialen Gruppierungen und Menschenmengen, als friedliebendes Wesen, was nicht deinem Naturell entspricht. Unsere Erziehung läuft da hinaus, dass wir bestrebt sind immer besser zu sein wie alle anderen, um Abgrenzungen aufzuweisen um sich besser zu positionieren im Verdrängungswettbewerb der unsrigen geschaffenen Wirtschafts-/Arbeitskultur. Was können wir tun? Ein anpassen dieser Entwicklungen an unsere Traditionen über ein lernen und eine aufklärende Erziehung, damit wir bereit sind für eine neue Form der Tradition um das Gefühl von Sicherheit und Orientierung nicht zu verlieren.

lebowski 24.08.2015 | 21:23

"Hysterische Politiker die laut Völkerwanderung schreien."

Wieso hysterisch? Realitisch! Wenn der Flüchtlingsstrom in dieser Form anhält, haben wir in 10 Jahren 8 Millionen Neuzugänge. Das entspricht einem Zehntel der bundesdeutschen Bevölkerung. Schlimmer als CSU-Politiker, die das Problem immerhin korrekt benennen, sind die Größenwahnsinnigen, die meinen, das ganze Problem lässt sich mit links lösen. Schon jetzt beschränkt sich Kommunalpolitik darauf, neue Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge zu finden.

mister-ede 24.08.2015 | 23:06

"Wir müssen reden. Auch mit Idioten"

Ja natürlich. Wenn jemand des versuchten Mordes verdächtigt wird, weil er ein bewohntes Flüchtlingsheim anzünden wollte, dann muss man mit ihm reden. Bei der Vernehmung, bei Gericht und wenn er verurteilt wird auch bei der Essensausgabe im Gefängnis!

„Es braucht Bildung und Gespräche. Das wird Jahre dauern.“

Dafür gibt es im Knast dann ja genug Zeit.

„Wie gehen wir nach 100 Jahren Frauenbewegung um mit der Vollverschleierung muslimischer Frauen?“

Seit wann kümmert man sich in einer freien Gesellschaft um die Kleidung von anderen? Vielleicht wäre es daher eine Idee, die Frauen das einfach selbst entscheiden zu lassen.

sch123 24.08.2015 | 23:36

Immer wieder gegenhalten ist sicherlich richtig und wichtig als Strategie. Gegenrede in all ihren Formen.

Es gibt aber auch Grenzen und da müssen die Möglichkeiten des Rechtsstaats auch ausgeschöpft werden.

Versammlungsfreiheit darf nicht die Grundrechte anderer einschränken oder gar zur offenen Bedrohung anderer missbraucht werden:

http://www.sueddeutsche.de/politik/krawalle-in-heidenau-demonstrationen-vor-fluechtlingsheimen-sollten-verboten-werden-1.2619329?utm_source=change_org&utm_medium=petition

Hate-Speech muss konsequent gemeldet und geahndet werden:

http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/endlich-immer-mehr-saftige-strafen-f%C3%BCr-hate-speech-im-internet-10510

rioja 25.08.2015 | 05:31

Die perverse Schattenseite am Helfen besteht darin, dass die wahren Verursacher der Misere geradezu bestätigt werden in ihrem unerträglichen Verhalten. So wird das gescheiterte Paradigma auch noch weiter am Leben gehalten. Nur das schlechte Gewissen und die Schuldgefühle werden beruhigt, das Helfer-und Rettersyndrom befriedigt, was der akuten Not der Bedürftigen zwar durchaus zugute kommt, doch eben nur eine Symptombehandlung sein kann, sein darf, sein soll. Die not-wendige Wurzelbehandlung fällt so immer und immer wieder aus. cui bono

balsamico 25.08.2015 | 07:44

Haben sich die Bundeskanzlerin und der Bundespräsident in Ansprachen, ganzseitigen Informationen (z.B. in der Regierungspresse BILD), Aufrufen zur Solidarität und Zusagen zu bedingungsloser großzügiger Unterstützung an die Menschen ihres Staates gewandt?

Es ist ihnen nicht wichtig genug. Sie sind abgetaucht.

Das ist nicht ganz richtig. Die Frau Bundeskanzlerin will sich heute in Duisburg-Marxloh vor 50 bis 60 ausgewählten BewohnerInnen einfinden:

http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_75172302/angela-merkel-wagt-sich-in-no-go-area-duisburg-marxloh.html

ROFL

Volksnähe muss bekanntlich inszeniert werden. Schon deshalb, damit niemand behaupten kann, sie drückte sich, was sie ja auch sonst nie tut, die Madame. Solche Veranstaltungen sind freilich schlichtweg für den Allerwertesten. Schade um's Geld. Forist Kopfkompass hat völlig Recht: Wir Bürger müssen uns in Solidarität üben - und im Streit mit denjenigen, die nicht wissen, was das ist. Wenn wir uns nur laut und deutlich genug vernehmen lassen, ziehen sie sich in ihre Mauselöcher zurück und räsonieren dort weiter. Mehr erreichen wir nicht.

Muss - wieder einmal - an meinen Eugen Roth denken:

Auf Flaschen steht bei flüssigen Mitteln,
Man müsse vor Gebrauch sie schütteln.
Und dies begreifen wir denn auch -
Denn zwecklos ist es nach Gebrauch.
Auch Menschen gibt es, ganz verstockte,
Wo es uns immer wieder lockte,
Sie herzhaft hin- und herzuschwenken,
In Fluß zu bringen so ihr Denken,
Ja, sie zu schütteln voller Wut -
Doch lohnt sich nicht, daß man das tut.
Man laß sie stehn an ihrem Platz
Samt ihrem trüben Bodensatz.

Dersu Usala 25.08.2015 | 09:12

Das der Mensch biologisch so konstruiert ist, das er anderen hilft bezweifel ich. - Wortwechsel können nie darauf abzielen, biologische Konstruktion zu beeinflussen (lassen wir Gentechnik beiseite). Der Mensch besteht aus Fleisch und Geist, Worte sollen den Geist formen. Der Mensch lebt in einem sozialen Konstrukt, meist Gesellschaft genannt, das können wir mit Worten formen. Das Formen von Gesellschaft mit Schwert und Blut mag eine lange Tradition haben, eine recht neue Entwicklung in der Menschheitsgeschichte führe aber in nicht unwesentlichen Teilen der Weltgesellschaft zu der Ansicht, dass das Fortschreiten auf diesem Weg in eine große Blutsuppe führen würde. Dass Menschen hierher flüchten, besagt auch, dass sie diese Meinung teilen. Sie nicht?

Best Ideas Future 25.08.2015 | 18:19

Ja, in dieser Richtung kreisen auch meine Gedanken.
Ich versuche nachzuvollziehen, wie diese hasserfüllten Leute ticken.

Ich würde es begrüßen, wenn diejenigen, die Hass gegen Flüchtlinge oder Minderheiten säen und sie vielleicht noch angreifen, mit sehr harten Gefängnisstrafen rechnen müssen.

Ich fürchte, dass wir mit Appellen und vernünftigen Argumenten nichts gegen diesen Mob ausrichten können.

pleifel 25.08.2015 | 18:37

Ich hätte da einen Vorschlag: Wir schicken Sie genau in die Länder, woher die Flüchtlinge kommen. Das könnte, falls sie überleben sollten, deren Weltbild etwas korrigieren. Gefängnis wird die Gesinnung eher verhärten.
Ansonsten müssten genau die Politiker aus dem "Verkehr gezogen werden", die jenen Vorlagen zur Diskriminierung liefern. Das sind die eigentlichen Brandstifter und verstärkt wird es noch über die mediale Verzerrung, die die negativen Eigenschaften von Menschen verstärken, die ansonsten nur von einer dünnen zivilisierten Schicht bedeckt ist.

janto ban 26.08.2015 | 00:47

Stimmt, sowas mache ich auch. Obwohl ich wenig bis gar keine Hardcore-Freaks kenne, sondern nur Leute mit den, tja, "ganz normalen" Blödzeitungsüberschriften im Hirn und auf der Lippe. Und das sind leider alles Leute, die im Alltag mit Ressentiments und falschen Fakten hantieren. Aber damit konfrontiert sagen sie immer gleich, sie hätten keine Lust, ständig (sic!) mit mir über Politik zu reden. Die sind also der Meinung, was sie den ganzen Tag, so nebenher, an Quatsch und Müll verbreiten, hätte überhaupt nichts Politisches an sich. Das ist das Problem..

torsten-peh 26.08.2015 | 10:11

Zunächst: sehr anregender Artikel. Danke dafür.

"Wir müssen reden. Auch mit Idioten."

- Das kann man machen. Genau wie man ein gebrochenes Bein homöopathisch behandeln kann. Oder mit Pflaster.

"Wie man dem beikommen kann? Indem man Filterblasen zum Platzen bringt. Indem man Brüche schafft. Indem man Verfechter der einen Wirklichkeit mit Vertretern der anderen konfrontiert."

Das heißt, ich suche mir einen Job in Heidenau (ha ha), ziehe dann auch dahin (in Freital habe ich schon gelebt, es war großartig) und lasse meine Tage mit einem der zahlreichen heidenauischen kulturellen Highlights ausklingen? Z.B. an der Tankstelle mit Bier, wo ich mit Ronny, Frank und Torsten über Jannyne quatsche - die letzte Unter-40-jährige Heidenauerin, die im Herbst nach Österreich ziehen wird?
Oder ich spare mir bisschen HartzIV zusammen, damit ich in einer der Heidenauer Paintball-Areas Spaß haben kann?

Das wird vermutlich nicht passieren. Deswegen haben die HeidenauerInnen ja ihrerseits angefangen Verfechter der einen Wirklichkeit mit Vertretern der anderen zu konfrontieren. Leider sind letztere nicht gewillt hinzusehen.

Heidenau ist keine Filterblase in der sich ein seltsam abstruses Meinungsmilieu gebildet hätte, das mit der Wirklichkeit nichts zu tun hätte. Heidenau ist die Wirklichkeit: Nach 25 Jahren Marktwirtschaft können wir hier eine wahrhaft blühende Landschaft bestaunen. Die Blüten sind nicht ganz so hübsch wie wir uns das vorstellten, aber immerhin...

Wie man dem beikommen kann? - Was/Wer/Wie ist für die Schere zwischen arm und reich verantwortlich?

Reinhold Schramm 26.08.2015 | 11:09

Drei Punkte:

P. 1 : Es gibt kein ökonomisches Problem mit Zuwanderung, wenn die herrschenden und regierenden 'Quandtschen, Mohnschen, Springerschen, Siemensschen, Henkelschen und 'Merkelschen Reichen in Deutschland es nur wollen! (?)

Die Wohlhabenden und Vermögenden, die oberen 10 % der bundesdeutschen Klassengesellschaft, verfügen über mehr als 70 % aller Einkünfte und Vermögen. Die sozioökonomische und gesellschaftspolitische Oberschicht Deutschlands, sie könnten problemlos und zugleich für die werktätige Bevölkerungsmehrheit kostenneutral, -- auf eigene Vermögens-Rechnung, rund zehn Millionen NATO-Kriegs-, IS-Vertreibungs-, Krisen- und EU-Armutsopfer aufnehmen! Natürlich, wenn sie nur wollen! (?)

P. 2 : zu "Fremdenhass" und Abstiegsängste

Hierzu Thüringens Ministerpräsident Ramelow zitiert: "Wir reden von einem Bundesland, das in den letzten 20 Jahren 350.000 Menschen durch Abwanderung verloren hat. {...} Es gibt in Thüringen Ausbildungszentren und Berufsschulen, die zu einem Drittel leer stehen. Wir haben aktuell 5.000 Lehrstellen nicht besetzt." --

Weiterhin: "Ein 50-jähriger Bauarbeiter, der sich seine Knochen kaputt gemacht hat, kann nicht mehr auf dem Bau arbeiten. Aber er kann junge Leute ausbilden -- auch solche, die aus Syrien oder dem Kosovo stammen."

Vgl. Süddeutsche Zeitung, 25.8.15, Interview mit Bodo Ramelow. Das SZ-Interview führte Oliver Das Gupa.

P. 3 : Zuwanderung und ideologisch-weltanschaulich-religiöse Probleme.

Über Jahre werden Millionen Neu-Bürger und Bürgerinnen -- aus allen Kultur-, Religions- und Krisenregionen -- nach Deutschland kommen. Dies erfordert eine dauerhafte, langfristige und beständige Zusammenarbeit. Aber auch notwendige Sozialarbeit und menschenwürdige Integrationsarbeit. In diesem Zusammenhang muss aber auch eine (gewaltfreie) ideologisch-kulturelle Auseinandersetzung mit den (weltweit immer noch) vorhandenen frauenfeindlichen und feudal-religiösen Vorstellungen erfolgen. --

Eine (bürgerlich-wissenschaftliche) Aufklärung und ideologische Auseinandersetzung mit den feudal-religiösen und patriarchalen Weltbildern (-- gegenwärtiger und künftiger Bürger und Bürgerinnen in der Bundesrepublik).

Karl Marx: "Der Mensch macht die Religion, die Religion macht nicht den Menschen. Und zwar ist die Religion das Selbstbewusstsein und das Selbstgefühl des Menschen, der sich selber entweder noch nicht erworben oder schon wieder verloren hat."

[-- unvollständig.]

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Ehemaliger Nutzer 26.08.2015 | 18:04

Du bist halt auch so ein "Weichei" wie ich, anstatt die Eigeninteressen mit dem Rammbock, Fingernaegeln und Ellbogen zu verteidigen wollen wir gleich die ganze Welt retten.

"Ha", auf unserem Grabstein wird etwas besseres stehen als:

..."Wir danken unseren langjaehrigen Mitarbeitern Janto Ban/Tlacuache fuer ihre langjaehrige aufopfernde Mitarbeit in unserer Firma"...

bei uns wird stehen:

..."Wir im Freitagsblog sind froh endlich diese Nervbacken vom Hals zu haben"...

:-D

Oberham 27.08.2015 | 12:00

.... fällt keinem hier auf, (einer brachte kurz - "Alles Mob" - ich hab nicht gelesen ob er Wir alle meinte....), das Privilegiensäckchen, welches wir alle auf unserem Rücken tragen, beinhaltet das Elend der Einen, wie das "Glück" der Anderen.

Es geht um Ungleichheit, um Ungerechtigkeit und die globale Erhaltung dieser Realität.

Solange wir davon sprechen müssen, glücklicherweise in einem bevorzugtem Teil der Welt geboren worden zu sein, haben wir unsere Pflicht zum Ausgleich nicht erfüllt und sind wirklich alle ein Teil des Mobs.

Der eine Teil schreit nun, da er seine kleinen "Schätze" bedroht sieht.

Der andere Teil gibt sich Menschenfreundlich, da er meist sehr gut im Privilegienspiel im Rennen liegt.

Der Vizkanzler tituliert seine Ernährer als Mob, dabei tut er alles um die Ungerechtigkeit der globalen Gesellschaft zu erhalten, damit er ja weiter die Marionette der Verbrecher bleiben darf.

Der Mob ernährt die größten Verbrecher, bis zu dem Moment, da er glaubt, beschissen zu werden, da er seine kleine Privilegientrue in Gefahr sieht - dann begehrt er auf und fängt zu plärren und im Schlimmsten Fall mit Mistgabeln zu stechen an.

Das Traurige - niemand hat den globalen Ausgleich im Sinn!

Niemand - vor allem nicht jene gut situierten, gebildeten Privilegienmobmitglieder in unseren Landen - würde ein drittel seines Einkommens für Armutsbekämpfung opfern - auch wenn grarantiert wäre, es würde wirklich dafür verwendet.

Alle glauben, sie hätten ihren Status verdient - jene bei denen er wackelt, die als marginalisierte Parias zu enden drohen, die haben Angstschweiß unter den Achseln, die werfen Brandsätze und die werden ungemütlich, jene die noch regelmäßig ihre Konsumbezüge überwiesen bekommen, die sich als selbständige im Leistungsrennen behaupten, die sind meist gelassen und geben sich tolerant - sie haben ihre Position ja gefestigt.

Tja Leutchen, ihr könnt viele Sprüche ablassen, ihr bekommt nun endlich die Rechunung für euere Ignoranz - da hilft es auch nicht, wenn ihr den Teil von Euch als Mob beschimpft, der die Hosen voll hat und die Menschen freundlich empfangt, die es geschafft haben, hier am Rennen um Besitz teilnehmen zu dürfen.

Zerfleischt euch weiter, es ist das klassische Schauspiel - in der Realität aufgeführt - es wird wirklich spannend, schneller als ich noch vor ein paar Jahren glaubte.

Ich wünschte mir halb Afrika machte sich auf den Weg, euch die Arroganz aus den Schädeln zu schneiden!

Wir sind alle Mob, solange wir die globale menschliche Gesellschaft nicht zu ändern versuchen - und zwar ernsthaft - mit Taten nicht nur mit seichtem Gelaber!

Meinen Weg hab ich hier oft beschrieben - Eure Wege sind mir unbekannt - mit Konsum jedenfalls füttert ihr täglich das System, mit williger Arbeit ebenso - egal wie sozial, revolutionär und was auch immer an - sicher oft durchaus positivem - Engagement Ihr abliefert, Ihr Euch geriert, die beiden ersteren Akte schlagen den Rest!

Der Einzelne hat in meinen Augen nur die Chance sich zu verweigern - er kann einzelnen Menschen helfen, doch er darf nicht gegen Lohn arbeiten, er MUSS sein Privilegien ablehnen, solange diese die Welt anderer Menschen schänden!

..... und hierzulande verhungert niemand, der sich weigert gegen Lohn zu arbeiten - es gibt genug Mittel und Wege an Nahrung zu kommen!

Natürlich eine bequeme Stellung mit Familie und klassischem Wohlstandswohnwohlfühllevel, das gibt es im Widerstand nicht - im Widerstand muss man die Prioritäten verschieben!

Ich sehe keinen Widerstand, so bleibe ich ein einsamer, zynischer Beobachter.

Ihr bietet mir ein kümmerliches Schauspiel, viele von Euch werden noch zum wütenden Mob hinüber wechseln, dessen bin ich mir sicher!

Sobald es Euch an die Bequemlichkeit geht, sobald ihr eure kleinen Vorteile verliert, werdet ihr maulen, jaulen und wütend um Euch schlagen!

Jede Wette!

..... und die Ordnungssklaven hauen jetzt schon lieber den toleranten Beamten mit GEhaltsstufe IV aufs Maul, da sie selber glauben zu wenig vom Kuchen zu bekommen - ..... - wie lustig es doch ist - natürlich gibt es auch Polizeisklaven aus gutsituierten verhältnissen - doch am Anfang in der Bereitschaft, dürften die es oft ziemlich schwer haben......

Es brodelt überall!

... und das ist nur gut so - die Suppe soll überkochen und wir alle müssen sie auslöffeln - das wird dann endlich mal eine halbwegs gerechte Veranstaltung - leider auf der Elendsseite.

Wir könnten es anders hinbekommen - doch die, die Haben, die wollen nichts geben - im Gegenteil, die möchten immer mehr.