„Plötzlich Sozialdemokrat“

Zlatan und Peer Was geschieht, wenn sich der Kandidat am schwedischen Stürmer ein Vorbild nimmt?
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Eine Zeitung titelt: „Plötzlich Sozialdemokrat“. Sie meint: Der schwedische Stürmer Zlatan I., bisher nur als Legionär, Großverdiener und Selbstdarsteller bekannt, habe nach der 60. Minute gestern Eigenschaften bewiesen, die ihn als Sozialdemokraten auswiesen: mannschaftsdienlich, kämpferisch, die eigenen Leute anfeuernd und tröstend, am Ende zwar kein Sieg, aber auch keine krachende Niederlage.

Ich fürchte zwar, die Vorstellung, die sich der Journalist von Sozialdemokraten macht, ist von der Geschichte überholt. Aber könnte es nicht sein, dass Steinbrück in den nächsten Monaten die Eigenschaften des Sozialdemokraten I. an den Tag legt, seine Leute zum Unentschieden (Juniorpartner fast auf Augenhöhe in einer Großen Koalition) führt und danach zum Geldverdienen wieder seine eigenen Wege geht?

Wäre das nun gut oder schlecht?

P.S. Das Bild ist natürlich sowieso schief, denn das Rückspiel werden unsere Jungs souverän gewinnen, 4:0 oder so.

21:45 17.10.2012
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