kptn blizz

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kptn blizz
RE: Sein Kampf | 29.04.2013 | 17:29

Ich frage mich gerade ernsthaft, ob der Autor das Werk Meeses, geschweige denn Nietzsches überhaupt und wenigstens im Ansatz kennt. Denn: zu behaupten, Messe gebe uns "[…] an keiner Stelle irgendeine inhaltliche Vorstellung dieser Idee [der Diktatur der Kunst]" ist schon bezeichnend für eine völlige Unkenntnis. Meese fordert pausenlos das totale Spiel der Kunst und zwar mit absoluter Hingabe – was auch immer man tut und solange man es ideologie- und herrschaftsfrei tut (Vgl. Nietzsche: Also sprach Zarathustra. Von den drei Verwandlungen). Wie kann man diese zentrale und absolut redundante Botschaft in Meeses Werk einfach so übersehen, Herr Hetzel? Diese richtet sich auch nicht gegen einen "postmodernen Pluralismus" sondern ist geradezu ein Plädoyer für den totalen Pluralismus – aber eben als "Diktatur der Kunst, nicht des Künstlers" (Meese). "Tue was du willst aber mache es nie zum Gesetz für andere", ist die Kernbotschaft. Wo ist da Hegel zu finden? Interessant dazu und zur Verknüpfung Meeses mit dem Werk Nietzsches ist Richard Rorty's Schrift "Kontingenz, Ironie und Solidarität".