kritikaster

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RE: Homöopathie – wirkungslos, aber Fingerzeig | 28.11.2019 | 15:51

"seltsam" kommt aber in dem Artikel nicht vor.

Den kommentierenden Vorspann "hilfreich und aufklärend" hätte ich verstanden.

RE: Homöopathie – wirkungslos, aber Fingerzeig | 28.11.2019 | 15:34

Der verlinkte Artikel betrachtet neutral die vielfältigen Facetten der Homöopathie und der medizinischen Behandlung. Zu lesen lohnt sich.

Langer Artikel - kurzer Sinn: "Was die Medizin von der Homöopathie lernen kann. Reden und sich Zeit nehmen, soviel sollte klar geworden sein."

Der Link geht intensiv auf die Anforderungen an Studien und die Evidenz von Forschungsergebnissen ein. Leider fehlt die Analyse, warum jede Forschung am Menschen schwierig ist - die Eigendynamik des menschlichen Organismus funkt dazwischen. Seine Mechanik, seine Abwehrkräfte, seine Heilkräfte, seine Reaktionsmechanismen und vieles andere sind noch unbekannt und stehen am Anfang der Forschung.

Ich denke, da liegt das eigentliche Problem, warum medizinische Studien so schwer zu interpretieren sind. Wir kennen die "Nebenwirkungen" -verursacht durch den Organismus - nicht genügend, die möglicherweise die Hauptagenten sind.

RE: Homöopathie – wirkungslos, aber Fingerzeig | 28.11.2019 | 14:48

Da kann ich nur Prof. Dr. med. Andreas Michalsen aus einem Interview zitieren (Abteilung für Naturheilkunde am Immanuel Krankenhaus und Charité):

"Evidenz fällt ja nicht vom Himmel. 90 Prozent aller Studien werden von der Pharmaindustrie finanziert. In der Naturheilkunde ist aber fast nichts patentierbar und die finanzielle Förderung dementsprechend gering. Darum sage ich in solchen Diskussionen immer: Geben Sie mir Geld, und dann schauen wir nach. "

Die Forderung meines Artikels geht genau in diese Richtung und heißt: Mehr wissenschaftliche Forschung jenseits des Pharmaeinsatzes. Wo das Geld herkommen kann, zeigt die italienische Lösung - siehe im Artikel.

Die Studien können aufdecken, welche Behandlungsmethoden wie stark wirken. Dann kann auch die weitere Forderung von Dr. Michalsen nach mehr Gewicht für klassische Naturheilverfahren umgesetzt werden. Doch zuerst müssen die Nachweise der Wirkung erbracht werden.

Die Homöopathie verweigert allzu gerne, diesen Nachweis zu erbringen.

RE: Homöopathie – wirkungslos, aber Fingerzeig | 27.11.2019 | 21:47

Sie sprechen die Naturheilkunde und insbesondere die Wirkung von Heilpflanzen an. Dieser Beriech wird gerne als Alternativmedizin ausgegrenzt. Dabei kann der Patient sich auf diesem Weg sehr gut selbst versorgen und muss der Krankenkasse nicht gleich zur Last fallen.

Leider übergeht unser Pharma-orientiertes Gesundheitswesen auch diesen Bereich. Ganzheitliche Medizin ist nicht gefragt - nicht gewollt? Auch da darf und sollte geforscht werden.

RE: Götter - Kleber der missratenen Zivilisation | 12.07.2019 | 15:33

Zivilisation verstehe ich als Phase der Menschheitsgeschichte.

Sie begann, als die sesshaft lebenden Menschen große Gemeinschaften bildeten und sich ein „missratenes“ Gesellschaftmodell herausbildete, das sich fast homogen in vielen Regionen der Erde unabhängig ausprägte und eine erstaunliche Konstanz bewies.

In meiner Darstellung sind das die Eigenschaften des Oben-Unten-Modells, gestützt durch die Götter-Autorisierung, sowie die alles überlagernde Kriegstreiberei der Oberschichten - wiederzufinden in allen Erdteilen und allen Zeiten der Zivilisation (letzten 6.000 Jahre)

Das Modell dieser Zivilisation hat viele negativen Eigenschaft: Unterdrückung und Ausbeutung der Mitmenschen, Zerstörung der „Errungenschaften“ (Wirtschaft und Kultur) und Unterwerfung von Nachbarvölkern durch Krieg.

Diese Entwicklung benenne ich die „missratene Zivilisation“ – ein Schlagwort, ein Titel für diese zerstörerische Phase.

Dazu kommt heute die auf Wachstum getrimmte, globale Marktwirtschaft, die rücksichtlos die Umwelt zerstört, die Ressourcen aufbraucht und über den Markt das bekannte Oben-Untern-Modell wiederholt.

Mein Lösungsansatz heißt „Politische Teilhabe“ (das zarte Pflänzchen Demokratie hat damit angefangen) und „Wirtschaftliche Teilhabe“.

Beides setzt auf das Teilen von Macht, Besitz und gesellschaftlicher Rollen. Weitere Erläuterungen siehe hier: https://www.freitag.de/autoren/kritikaster/wirtschaftliche-teilhabe-statt-robin-hood https://www.freitag.de/autoren/kritikaster/krebspatient-erde-operation-geplant-ii

Die Umsetzung bedeutet, Bereitschaft zu Teilen, Einsicht in Fakten, Ausprobieren von neuen „Teilhabe-Modellen“. Das wiederum setzt die Bereitschaft zum Dialog und zum Sammeln von Faktenwissen (statt diffuser Meinungen) voraus. Beides könnten wir uns aneignen. Wer aber Kommentar in den sozialen Medien ließ, verliert jegliche Hoffnung.

Eine Gott-gegebene Persönlichkeit oder einen Diktator halte ich für die Teilhabe-Lösung kontraproduktiv. Nur Einsicht und Konsens der Vielen wird uns weiterhelfen.

Die Jäger und Sammler wurden von der Übermacht der Natur zur Einsicht gezwungen, sie spürten den Druck mit jedem Schritt. Wir haben die Verhältnisse umgedreht und können nur auf Logik und Verstehen bauen.

RE: Götter - Kleber der missratenen Zivilisation | 12.07.2019 | 14:10

Genau da sehe ich das Dilemma der missratenen Zivilisation: die Apathie und Lethargie gemeinsam an dringend notwendigen Lösungen zu arbeiten.

Ich befürchte, Sie behalten Recht.

RE: Götter - Kleber der missratenen Zivilisation | 12.07.2019 | 13:05

Wer sagt "das ist dürftig", sollte es auch begründen können.

Was sind ihre "anderen Vorstellungen" von menschlichen Bedürfnissen und Wirtschaft?

RE: Götter - Kleber der missratenen Zivilisation | 12.07.2019 | 12:59

Wenn eine Oberschicht von Wenigen eine Unterschicht der Vielen dominiert, unterdrückt und ausbeutet, ist das eine Wechselwirkung der Teilnehmer einer Gesellschaft. Wenn sich diese Wechselwirkung über 6.000 Jahre ständig und bei fast allen Völkern wiederholt, ist das ein wiederkehrendes "Erfolgs"-Muster.

Die modernen Demokratien der jüngsten Zeit haben das Oben-Unten-Muster gebrochen und zeigen, es gibt keine logische Linie - Änderungen (andere Wechselwirkungen) sind möglich.

Spannender ist die Frage, was hat das wiederkehrende Muster so erfolgreich gemacht. Meine These: Gewaltdominanz und Götter-Autorisierung. Wer das Prinzip versteht, kann es verändern.

Heute stehen wir vor einem noch größeren Problem, ohne das Oben-Unten-Muster wirklich losgeworden zu sein: die Zerstörung unseres Lebensraumes.

Eigentlich müssten wir uns alle nur mit einer Frage beschäftigen: Wo gibt es einen Notausgang?

RE: Noch Chancen zu überleben? II | 23.06.2019 | 16:50

Die Armsten der Armen kann man nicht mit Umweltpolitik retten. Da muss an anderer Stelle von der Politik gestaltet, der Wirtschaft einen Rahmen gesetzt werden.Ein Vorschlag wie das Arm-Reich-Gefälle gedrosselt werden kann, steht hier:https://www.freitag.de/autoren/kritikaster/wirtschaftliche-teilhabe-statt-robin-hood

Aber auch bei Umwelt-Maßnahmen kann man abfedern, wenn die Zusatzeinnahmen für den sozialen Ausgleich eingesetzt werden:https://www.freitag.de/autoren/kritikaster/koennen-gruene-nur-verbieten

RE: Noch Chancen zu überleben? II | 23.06.2019 | 16:33

Dem stimme ich zu. Wir sollten keinem Revolutionsführer hinterherhoppeln.

Aber ich würde es schon als "Revolution" werten, wenn die Politiker sofort und rigoros handeln und gegensteuern würden statt nur drumherum zu reden.

Wir müssen jetzt und nicht erst nächstes Jahr oder irgendwann die CO2-Steuer erheben und zwar auf alles, was CO2 ausstößt - ohne Ausnahme. Und das ist erst der Anfang.

Es wird nicht ohne Einschnitte gehen - sofort. Das ist meine Botschaft.Aber das wäre für die heutige Gesellschaft schon revolutionär.