Kultur_Blog_

Aktuelle Rezensionen zu Kino, Theater, Oper, Kabarett, Tanz, Literatur
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RE: Böse Köpenickiade | 25.03.2018 | 19:45

Die "Zeitgeschichtsverwurstung im deutschen Kino" (und noch schlimmer im TV-Film) ist tatsächlich ärgerlich. "Der Hauptmann" ist aber aus meiner Sicht kein leuchtendes Gegenbeispiel. Ich sehe ihn aus einigen Gründen sehr zwiespältig sehe und fand ihn enttäuschend.

RE: So war das Hollywood-Jahr 2017 | 07.01.2018 | 23:34

Von den vielen Hollywood-Sequels hat mich 2017 nur "Alien" überzeugt. Neben "Der Fluch der Karibik" war "Blade Runner 2049" eine Enttäuschung.

"Dunkirk" von Nolan war einer der Höhepunkte des Kinojahres. Sehr interessant fand ich auch "The Killing of a Sacred Deer".

RE: Es lohnt sich nicht mehr, ins Kino zu gehen | 06.11.2017 | 20:15

Die Einfallslosigkeit der Hollywood-Studios, die Kassenhits wie den "Fluch der Karibik" von Sequel zu Sequel melken, bis der Witz raus ist, finde ich auch ärgerlich. Manchmal gibt es aber auch dort einige Perlen.

Den Gegensatz zwischen Multiplex-Popcorn und Nischen-Avantgarde finde ich zu sehr aufgebauscht. Dazwischen gibt es eine so große Fülle spannender Arthouse-Projekte, von denen es viele gar nicht erst ins Kino schaffen, sondern nur auf DVD oder Blu-Ray erscheinen.

Es stimmt leider, dass in vielen Kinos das Publikum mit lautem Quatschen, Telefonieren, usw. stört. Die Unsitte gibt es leider auch in den Programmkinos. Matthias Dell hat vor ein paar Jahren eine schöne Glosse geschrieben, was er unter den Profi-Cineasten auf der Berlinale erlebt hat.

RE: Kommt bald das Fake-Theater? | 16.09.2017 | 22:43

Die Diskussion bot kaum Neues: Reese sang erneut das hohe Lied auf zeitgenössische Stoffe und das „well-made play“, rühmte die Stars des Ensembles als Publikumsmagneten und schimpfte über das „postdramatische Fieber“. Dercon erzählte stolz, dass er dem Berliner Publikum in dieser Spielzeit zwölf neue Inszenierungen und irgendwann auch ein Mehrspartenhaus-Ensemble aus Schauspielern und Tänzern präsentieren werde. Sein Anwalt Raue machte gar nicht erst den Versuch, ihm mit weiteren Nachfragen konkrete Details zu entlocken. So blieb der eloquente Kulturmanager im Allgemeinen und erntete für seine wolkigen Statements mehr Applaus als sein Sitznachbar Reese.

Nach einer kurzen Runde von Publikumsfragen war die Diskussion dann auch schon beendet: nette Plauderstunde statt des angekündigten Mottos „So ein Theater!“

RE: Reibung? Nur am Beton | 13.09.2017 | 21:43

Schön geschriebene, gute Zusammenfassung des Tanz-Marathons auf dem Tempelhofer Feld. Ich habe es ähnlich erlebt: interessanter Stilmix und netter Ausflug mit buntgemischtem Publikum jenseits des üblichen Kulturbetriebs, aber kaum eine Szene, die nachhaltigen Eindruck machte.

RE: Jeder ist 1 Volk | 09.09.2017 | 17:10

In der letzten Woche von Castorfs Volksbühnen-Ära wurde der Film in zwei ausverkauften Vorstellungen mit den Zeitzeugen präsentiert. Ich fand es sehr spannend, wie pfiffig Schlingensief das Duell der beiden Alpha-Männer Kohl und Schröder 1998 unterlaufen hat.

RE: Von der Mutter verlassen | 21.02.2017 | 12:19

In diese Themenreihe passt noch ein Film aus der Perspektive Deutsches Kino: "Die beste aller Welten"

Ich habe den Film noch nicht gesehen, aber bei Ihrem Festivalbericht musste ich an diese Programmheft-Beschreibung denken:

"Der siebenjährige Adrian wächst in Salzburg auf. Seine junge Mutter Helga und ihr Freund sind heroinabhängig, der leibliche Vater starb bereits vor seiner Geburt. Helga liebt ihren Sohn über alles. Sie ist zerrissen zwischen ihrem Vorsatz, die bestmögliche Mutter für ihren Sohn zu sein, und dem Zwang, ihrer inneren Leere mit Drogenkonsum zu begegnen. In dieser Welt ist Existenznot der Normalzustand. Das wenige zur Verfügung stehende Geld wird für Heroin ausgeben, und obwohl Adrians Mutter immer wieder versucht, von den Drogen loszukommen, verliert sie den Kampf regelmäßig. Für den kleinen Adrian ist auch das alles Alltag. Seine Welt ist voller Abenteuer und Erlebnisse, er genießt eine glückliche Kindheit. Dass dieses Glück kein harmloses Idyll ist, versteht sich von selbst. Als Helga sich der Sucht stellt und eine Entziehungskur macht, bedeutet das auch, dass sie das Sorgerecht für ihren Sohn, zumindest vorläufig, an das Jugendamt abtritt. Eine große Liebe vor einer noch viel größeren Prüfung."

RE: Raus aus der Komfortzone – und zwar gemütlich | 14.02.2017 | 22:32

Die Figur, die Hader spielt, ist wieder seine Paraderolle des armen Tropfs, der sich irgendwie durchwurstelt.

An seiner Seite sind aber auch zwei Frauen, die sehr unterschiedliche Lebensentwürfe verfolgen und Rollenbilder verkörpern. Gespielt von zwei wunderbaren österreichischen Schauspielerinnen: Nora von Waldstätten und Pia Hierzegger.

RE: Raus aus der Komfortzone – und zwar gemütlich | 10.02.2017 | 17:16

Das waren schon einige gute Tipps, wie man den Festival-Trubel übersteht.

Elyas M´Barek empfahl in einem 3sat-Interview vor der Eröffnungsgala 2016, dass man Hände-Desinfektionsmittel, das Bakterien und Viren tötet, mitnehmen sollte. Das hilft tatsächlich.

RE: "Die Taschendiebin" von Park Chan-wook | 18.01.2017 | 14:17

Danke für die Hintergrund-Infos zur japanischen und koreanischen Kulturgeschichte. Ich schließe mich dem Urteil an: "Die Taschendiebin" ist ein raffiniert gebauter, sehenswerter Film. https://daskulturblog.com/2017/01/11/die-taschendiebin-park-chan-wook-bietet-ein-raffiniertes-intrigenspiel/