A beautiful day

Film-Kritik Die Novelle "You were never really here" wäre eine Steilvorlage für einen B-Movie-Reißer.
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Für einen anderen Weg entschied sich Lynne Ramsay: Sie schickt ihren Hauptdarsteller Joe (verschwitzt, bullig und zottelbärtig: Hollywood-Star Joaquin Phoenix) auf einen Trip durch die hässlichsten Ecken New Yorks und in die eigene Vergangenheit. Er wird von plötzlich auftretenden Erinnerungen und Flashbacks gequält. Die Stimmen im Kopf lassen ihn nicht los. Schon in der ersten Szene zählen Kinder leise von 50 bis 1 rückwärts, dieses Leitmotiv zieht sich durch den Film.

Statt eines klassischen Erzählkino-Plots, der die Konventionen des Genres bedient, arbeitet Ramsay in „You were never really here“ mit Auslassungen und Andeutungen. Die verwaschenen Bilder lassen die Gewalt des Auftragskillers, der mit seinem Hammer unterwegs ist, oft nur erahnen. Die Feuilletons fühlten sich an Vorbilder aus dem Kunstkino erinnert.

Komplette Kritik mit Bildern

18:44 02.05.2018
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Kultur_Blog_

Aktuelle Rezensionen zu Kino, Theater, Oper, Kabarett, Tanz, Literatur
Kultur_Blog_

Kommentare