Caracas, eine Liebe

Kino-Kritik Der Überraschungsgewinner des Goldenen Löwen von Venedig 2015 startete in den deutschen Kinos.
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Die ganze Umgebung ist nur schemenhaft wahrzunehmen, die Bilder werden unscharf, sobald die Kamera von den beiden Protagonisten wegschwenkt. Dieses Schemenhafte prägt die gesamte Erzählstrategie des Regisseurs Vigas und seines Drehbuchautors Guillermo Arriaga: die psychologischen Motive der Figuren bleiben im Dunkeln. Klar ist, dass sie miteinander um Nähe und Distanz ringen. Die meisten Aktionen und Reaktionen kommen ziemlich unvermittelt und sind für den Zuschauer oft nicht ganz nachvollziehbar.

Eingebetteter Medieninhalt

Dem Regie-Debütanten Vigas gelingt mit seinem erfahrenen mexikanischen Drehbuchautor Arriaga ("21 Gramm", "Babel") ein stiller Film. Nach "Pelo Malo" setzt Venezuela auf der Karte des Weltkinos einen zweiten Akzent.

Den Hauptpreis von Venedig hätten andere Filme allerdings eher verdient gehabt als der Überraschungssieger "Caracas, eine Liebe". Einen stärkeren Eindruck hinterließ z.B. "El Clan" des Argentiniers Pablo Trapero, der 2015 in Venedig mit dem Silbernen Löwen für die Beste Regie ausgezeichnet wurde und bereits im März 2016 in den deutschen Kinos lief.

Ausführlichere Kritik mit mehr Bildern ist hier zu lesen

23:51 08.07.2016
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Kultur_Blog_

Aktuelle Rezensionen zu Kino, Theater, Oper, Kabarett, Tanz, Literatur
Kultur_Blog_

Kommentare