"Richard III." (Thalia Theater Hamburg)

Theater-Premieren-Kritik Dieser „Richard III.“ ist ein wahrer Horrorclown.
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Nein, er springt nicht hinter der nächsten Ecke hervor und erschreckt mit Joker-Schminke Passanten, wie es im jüngsten, aus Amerika herübergeschwappten Hype Mode geworden ist. Wenn es ihm bei seinen Intrigen und Machtspielchen helfen würde, würde er aber vermutlich auch das tun.

Dieser „Richard III.“, Herzog von Gloster, ist ein anderes Kaliber eines Horrorclowns. Als Rampensau turnt er fast drei Stunden um seine Verwandtschaft herum: er grimassiert, spottet, buckelt, hüpft und bellt.

Jörg Pohl spielt das alles mit vollem Körpereinsatz und hohem Unterhaltungswert. Dafür erntet er verdiente Ovationen des Premieren-Publikums. Vor allem in der zweiten Hälfte genießt er seine Rolle sichtlich: er thront ganz allein auf der überdimensionalen Trommel, die er ins Zentrum der sonst meist leeren Bühne schiebt.

Ausführlichere Kritik ist hier zu lesen

19:05 30.10.2016
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