tt 2017: "Die Vernichtung" aus Bern

Theater-Kurzkritik Zum Abschluss des Theatertreffens 2017 gastierten Ersan Mondtag und OLga Bach mit ihrer Stückentwicklung "Die Vernichtung" über die Generation Berghain.
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Ersan Mondtag, Shooting-Star der Theaterszene, der nach „Tyrannis“ zum zweiten Mal in Folge zum Theatertreffen eingeladen ist, lässt seine vier narzisstischen Adonisse mit ihren perfekt sitzenden Waschbrettbauch-Attrappen elegant wie in Zeitlupe durch ihren Garten Eden wandeln. Für die ästhetischen Ideen seines Bühnenbilds und seiner Kostüme, die der Regisseur entwarf, verdient Mondtag Anerkennung.

Inhaltlich bleibt der Abend jedoch mager. Er kommt nicht über ein Spiegelbild einer narzisstischen Generation Berghain hinaus, die sich in Drogentrips und Sexorgien stürzt, ohne ihrer inneren Leere entfliehen zu können. Bei ihren exzessiven Partys setzen sie sich genauso unter Hochleistungsdruck wie bei kreativen Jobs, über die sie sich im klischeestrotzenden Business-Meeting-Sprech austauschen.

Ausführlichere Kritik

00:25 22.05.2017
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